Vom Geld, das keines mehr ist!

“ (…) Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, daß Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, daß man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, daß das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, daß Menschen durch Korruption und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, daß die Gesetze Sie nicht vor diesen Leute schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, daß Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, daß Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

Ayn Rand, die gestern vor 31 Jahren  starb und von der dieses Zitat aus ihrem Roman „Atlas wirft die Welt ab oder Wer ist John Galt?“ stammt, erschien unter dem Originaltitel „Atlas Shrugged“ im Jahre 1957. Das Buch wurde im Jahr 2012 unter dem Titel “ Der Streik“ neu aufgelegt.

1957 war die Welt vollkommen in Ordnung. Der Krieg war seit einigen Jahren vorbei, die Menschen hatten nach Jahren der Entbehrungen und der persönlichen und wirtschaftlichen Tragödien wieder Fuß gefasst, der Weg zeigte in eine glückliche Zukunft.

Nun schreiben wir das Jahr 2013 und es sieht, wenn man realistisch ist, alles andere als gut aus. Obwohl… am Dienstag erreichte der Dow-Jones-Industrial-Index (DJIA) mit 14.253,77 Punkten den höchsten Stand aller Zeiten. Auch der DAX lächelt uns jeden Tag freundich an und straft vermeintlich die Lügen, die mit leisen oder auch lauteren Stimmen vor zuviel Übermut warnen. „So´n Quatsch“- schallt es einem entgegen, wenn man in den Fanfarenchor nicht so recht einstimmen will und sich noch gut an das Jahr erinnern kann, wo bei Lehman Brother die Mitarbeiter vor der Tür standen. Man fühlt sich ganz klein und mickrig und mit einem reden möchte sowieso keiner, wenn man auch nur ansatzweise zu Äußerungen ansetzt, die den Glückstaumel in Frage stellen.

Aber zurück zu Ayn Rand, die sich zur damaligen Zeit noch viel einsamer gefühlt haben muss. Eine starke Frau, die sich in ihrer Meinung nicht beeinflussen ließ und zu deren größten Fans Alan Greenspan gehörte. Wahrscheinlich war das vor der Zeit, wo der Mann seine Seele verkaufte und dem ungehemmten Gelddrucken Tür und Tor öffnete. Heute stehen wir vor den Trümmern dieser Geldpolitik, die sein Nachfolger Ben Bernanke mit Begeisterung fortgesetzt hat. Dabei beruft er sich voller Enthusiasmus auf den Ökonomen Lord Maynard Keynes, der diesem ganzen Irrsinn auch noch einen seriösen Charakter verleihen soll. Gern vergessen unsere Geldgötter dabei nur zu erwähnen, dass der gute Herr Keynes auch davon gesprochen hat, in guten Zeiten zu sparen. Das fällt dann einfach mal hinten runter – ist ja auch nur lästig!

Lord Keynes und dessen ganzes Gefolge, die von der Theorie, dass der Staat immer ordentlich Geld ausgeben soll, wenn es mal in der Wirtschaft knirscht, so dermaßen angetan sind, folgen seinen Ratschlägen nur allzu gern. So wird auch immer und immer wieder die Parole ausgegeben, dass die große Weltwirtschaftskrise in den 20-er Jahren nur so dramatisch wurde, weil der Staat nicht mit den nötigen Geldmitteln zur Hilfe geeilt ist.

Warum kann oder will von diesen Schlaumeiern kein Einziger die Ursache von der Wirkung unterscheiden? Die Weltwirtschaftskrise ist eine Folge der sogenannten „Roaring Twenties“, einer Zeit, wo Unmögliches möglich schien und es immer nur nach oben ging. Eine solche Wahnvorstellung muss scheitern – einfach weil sie den Naturgesetzen widerspricht. Ökonomen der sogenannte Österreichischen Schule haben die Geschehnisse der damaligen Zeit sehr genau und vor allem logisch nachvollziehbar interpretiert. Aber da diese Herrschaften eben vom Sparen sprachen und von Investitionen und weniger vom reinen Konsumieren, sind sie natürlich auf der Beliebtheitsskala eher unten angesiedelt. Hätten schon damals solche Krisenverlängerungsmaßnahmen durch ständig neues Drucken von bunten Scheinen stattgefunden wie dies derzeit geschieht, wäre eine solch vergleichsweise schnelle Erholung unmöglich gewesen.

Und heute – wo stehen wir? Die ganzen Gelddruckorgien haben nicht mehr den gewünschten Effekt, die „Ausführer des Werks Gottes“ wie sich Lloyd C. Blankfein,  CEO von Goldman Sachs zu den Machenschaften seiner Spezies geäußert hat, werden irgendwann erkennen, dass es ein bisschen weniger auch getan hätte. Schauen Sie dem Mann in´s Gesicht – da sagt noch mal einer, man sollte in Harvard studieren.

Die Illusionen von ewig vermehrbaren Papierschnipseln werden sich in Luft auflösen. Ganz von unserer Mitverantwortung freisprechen werden wir uns nicht können. Die Verprechen, die auf stetig steigenden Schulden und auf einem Falschgeldystem beruhten, waren auch für uns bequem und der Glaube daran ist auch immer noch nicht gebrochen. Lediglich ein leichtes Rumoren ist zu vernehmen – es wäre besser für uns, wenn es lauter würde!

Ach übrigens – Paul Krugman ist pleite! Zumindest steht dies im Satiremagazin „The daily current“! Am Wahrhaltsgehalt muss leider gezweifelt werden!

Ein Gedanke zu „Vom Geld, das keines mehr ist!

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