Eine Rasselbande des Grauens!

Der Journalist und Wegbereiter des Feuilletons, Carl Ludwig Borne (1786-1837), stellte vollkommen zu Recht fest, dass das Geheimnis der Macht eines Menschen darin begründet liegt, dass seine Mitmenschen noch feiger sind als er selbst.

Wie ließe sich sonst erklären, dass wir einer im Verhältnis zum gesamten Volk kleinen, gelegentlich wechselnden Gruppe alle vier Jahre unser Vertrauen aussprechen? Ein Vertrauen, das zunehmend und in immer dreisterer Form massiv missbraucht wird?

Wir applaudieren Menschen, die lediglich Leistungen von anderen einfordern und selbst aus jeder eigenen Pflicht entlassen sind. Die es für völlig selbstverständlich halten, sich selbst mit Lobhudeleien und der süßen Glasur des Gutmenschentums zu beglücken, obwohl sie nichts anderes tun, als beständig die Bürger und Steuerzahler dazu zu zwingen, Opfer zu erbringen, damit sie sich als Wohltäter und Menschenfreunde präsentieren können.

Wir scheinen ein ernsthaftes Problem mit unserem Selbstwertgefühl zu haben. Dies ist aber auch kein Wunder, denn dieses Mangelbewusstsein wird ja auch ganz gezielt gefördert.  Nichts ist einem Politiker lieber, als sein Stimmvieh ordentlich an der kurzen Leine zu führen. Und dies geht nun mal am effektivsten, wenn er seinen Untertanen beständig einredet, dass diese zum selbstverantwortlichen Leben eigentlich zu doof sind.

Kein Politiker hat ein Interesse daran, dass die Bürger selbstbewusste und starke Persönlichkeiten sind, die mutig und voller Tatendrang ihr Leben in die Hand nehmen. Sie wünschen sich das Menschenbild des Versagers, denn nur dann können sie die Bühnenshow „gegen die Armut“ aufführen. Sie arbeiten mit voller Inbrunst und Leidenschaft daran, die Menschen in ihrem zunehmend unschöneren Ausnahmezustand verharren zu lassen, damit sie ihre Überlegenheit voll auskosten können.

Da wird in Politikerkreisen gönnerisch von der Förderung „bildungsferner“ Menschen gefaselt. Ich würde zu gerne wissen, wie viele von diesen „Bildungsfernen“ unter den Abgeordneten zu finden sind, die nur so clever waren, aus ihrer völligen Inkompetenz noch einigermaßen Kapital zu schlagen. Wie viele werden Politiker, die in der realen Wirtschaft wahrscheinlich keinen Job bekommen würden, der ihnen den Lebensunterhalt sichert?

Claudia Roth ist so ein charmantes Beispiel. Keine Ausbildung, keinen Beruf, keine Qualifikation. Wie „bildungsnah“ soll das sein? Wer würde diese Frau, die zudem noch dadurch auffällt, dass sie ständig „betroffen“, „berührt“ und „empört“ ist, einen unter Wettbewerbsbedingungen ausgeschriebenen Job anbieten? Die als Vertreterin des deutschen Volkes gewählt werden möchte und vollkommen unerschrocken Dinge sagt wie: “Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!”  Welche Aufgabe soll sie übernehmen, wenn im Herbst Rot-Grün gewählt werden sollte? Außenministerin? Kultusministerin?

Das deutsche Volk muss sich wirklich selbst sehr verachten, bekommen die „Grünen“ doch regelmäßig mehr als 10 % der Stimmen. Dass sie sich noch sehr um die Umwelt kümmern, ist doch eher zu verneinen, geht es inzwischen viel mehr darum, die Zaubermittel der Menschenmacher auszupacken und aus diesem Land eine sozialistische Abzockerbude zu machen.

Kein Wunder, dass wir von unseren europäischen Nachbarn nicht so besonders gern leiden gemocht werden und in allererste Linie unser Geld geschätzt wird – demonstrieren wir doch beeindruckend, wie sehr wir uns zum Affen machen lassen. Wir nehmen es hin, dass die Kinder an den Schulen vergammelte Schulklos aus den 50-er Jahren benutzen müssen, dass haufenweise Unterricht ausfällt, weil für den passenden Ersatz kein Geld da ist, dass die Löcher in den Straßen im Prinzip willkommene Gelegenheiten für uns sind, die hervorragende Qualität unserer Autos zu testen.

Hauptsache, wir verneigen uns in tiefer Demut vor dem Rest der Welt, alle sind besser, menschlicher, liebevoller und gütiger als wir. Wir haben es verdient, dass uns die eigene Regierung verkauft. Wir treiben unsere Nachbarn in menschliche und finanzielle Abgründe, wir sind rücksichtslos und grausam, wir wollen, dass sie ihre Finanzen in Ordnung bringen. So eine Unverschämtheit! Da das vollkommen undenkbar ist, muten wir lieben unseren eigenen Bürgern zu, dass sie den Gürtel noch enger schnüren, mehr Steuern und Abgaben zahlen, mehr Einschränkungen akzeptieren. Die Deutschen machen das schon, stecken sie doch für alle Zeit in der ewigen Schuld.

Wer sich dagegen stellt, gilt als rechtsradikal, wer „Nein“ sagt, ist ein Egoist. Wenn Unternehmen von Gewerkschaften erpresst werden, „eine Schippe oben drauf“ zu legen, wovon nach Steuern und Abgaben mit viel Glück noch die Hälfte beim Lohnempfänger ankommt, dann haben wir das Gefühl „sozial gerecht“ zu sein.

Von keinem Politiker hört man auch nur ein winziges Wort zu unserem asozialen Geldsystem. Nix! Dabei ist dies die Wurzel alles Übels. Dies wird aber geflissentlich nicht zum Thema gemacht, obwohl genau das der Schlüssel zum Ende der Ungerechtigkeiten wäre. Ausgabenprogramme und schuldenfinanzierte schon mal dreimal nicht, haben noch nie funktioniert. Wenn Politiker viele Milliarden Euro nach Gutdünken ausgeben, führt dies in der Praxis nur zur Klientelpolitik, zur Verkrustung, zur Subventionsmentalität.

Dies will aber auch keiner hören, schon gar nicht die Gutmenschen in der Politik. Und auch die, die ständig predigen, dass die Armen so arm dran sind, wollen das nicht hören. Das, was allen Völkern der Welt wirklich helfen würde, wäre ein gesundes, wertgedecktes Warengeld, absolute Handels- und Gewerbefreiheit, eine ausgeprägte Bildungs- und Infrastrukturpolitik, keine Korruption, eine  freie Justiz, Antimonopolgesetze, minimale Eingriffe seitens der Politiker, keine Klientelpolitik, angemessene Steuern von maximal 20 % und eine vollständige Gleichheit vor dem Gesetz.

Es ist klar, dass meine Vorstellungen solange vollkommen utopisch sind, wie wir es zulassen, dass wir über unser Glück andere Menschen bestimmen lassen, solange wir uns nicht selbst freischwimmen wollen und nur dann mutig sind, wie es uns unter gar keinen Umständen unbequem werden kann. Unser Lohn der Angst ist, dass wir uns immer hinten anstellen müssen und das Risiko eingehen, unseren Mut zu verlieren. Je höher wir in unserer hierarchischen Stellung aufsteigen, desto feiger werden wir, je „mehr“ wir zu verlieren meinen, desto besser passen wir unter den Teppich.

Wir sind zwar immer edler gekleidet, machen eine Ernährungsberatung nach der anderen, gehen zum Yoga, ins Fitnessstudio, erwecken den Anschein von Überlegenheit, sind in Wahrheit aber oft nur zwei Monatsgehälter vom völligen finanziellen Absturz entfernt. Diese wenig beflügelnde Vorstellung macht uns zu Marionetten der Mächtigen. Würden wir unserem Geist ein Fitnesstraining gönnen, ab und zu mal ein gescheites Buch lesen und uns auf unsere Talente besinnen, wären wir deutlich besser dran.

Die Weltherrscher-Gewerkschaft ist ein fleißiges Trüppchen, wir müssen uns schon ein bisschen anstrengen, wenn wir unsere Rechte durchsetzen wollen.

20 Gedanken zu „Eine Rasselbande des Grauens!

  1. Pingback: Eine Rasselbande des Grauens! « krisenfrei

  2. Ihre mit viel Charme und Sprachwitz abgehandelten politischen Tabuthemen unserer Zeit, liebe Frau Kabitz, die einem schier den Verstand rauben könnte (und müsste!), sind in ihrer Einmaligkeit nur schwer zu überbieten.
    Gleichwohl darf ich den unbescheidenen Wunsch hier anbringen, jene von Ihnen beschriebene „possierliche Rasselbande“ doch bitte genauer strafrechtlich nach § 81 a StGB zu katalogisieren.
    Dann hätten wir es nicht mit einer eigenen Art von possierlichen Mainzelmännchen zu tun, an denen man sich ganz unpretentiös erfreuen kann.
    Tatsächlich handelt es sich bei Kohl, Merkel, Schäuble und Cie. um eine veritable, staatskriminelle, zutiefst, eidesbrüchige Verbrecherbande von Staatskriminellen.
    Ihre genaue Fachbezeichnung lautet schlicht „Verfassungshochverräter“, die alle in unserer politischen Führungsclique wie die Dominosteine fallen werden, wenn demnächst nach dem bevorstehenden Crash deren ebenso unverantwortliche wie korrupt-eigennützige Politik der Wählermasse erstmals bewusst wird und zum Vorschein kommt.
    Aber diese leider unausweichliche Konsequenz ist nur sehr schwer außerhalb unserer system-korrupten Presse vermittelbar.

  3. Reblogged this on hartelino und kommentierte:
    Harte Dschungelcamp-Realität, intellektuelle Modell-Dramen und Superstar-Heroik kreieren den „verantwortlichen und sozialkritischen Wähler“ der sich täglich aus der reich bebilderten Tagespresse seine Meinung bilden lässt. Die „Volksvertreter“ unterstützen Ihre „Auftraggeber“ dabei mit aufopferungsvoller Hingabe. Wieso ist „Nur nicht Nachdenken“ offiziell als Grundrecht in Deutschland noch nie festgeschrieben worden? Aber man darf die Hoffnung ja nicht aufgeben.

  4. „Wenn Unternehmen von Gewerkschaften erpresst werden, „eine Schippe oben drauf“ zu legen, wovon nach Steuern und Abgaben „Wenn Unternehmen von Gewerkschaften erpresst werden, „eine Schippe oben drauf“ zu legen, wovon nach Steuern und Abgaben mit viel Glück noch die Hälfte beim Lohnempfänger ankommt, dann haben wir das Gefühl „sozial gerecht“ zu sein.“
    Wohl doch nicht so ganz, denn während die Reallöhne in den letzten Jahren stetig gesunken sind, sind die Unternehmensgewinne stetig gestiegen. Auch kommen die vielen prekären Arbeitsverhältnisse wohl eher auch dadurch, dass sie gegenüber den sozialversicherungspflichtigen bevorzugt vergeben werden.
    Ich hätte es vielmehr begrüßt, wenn die Gewerkschaften auch mal zu intelligenteren Forderungen fähig wären.
    Insofern bin ich von den Kommentaren hier ein wenig enttäuscht.

  5. @drbruddler: Und ich kann Ihre e-mail nicht nachvollziehen. Der gesamte Artikel hat Zustimmung gefunden. Er ist mit Gehirn und Herz geschrieben. Sie picken sich einen Satz heraus, der zudem völlig aus dem Zusammenhang gerissen ist und argumentieren, dass Unternehmen höhere Gewinne erzielen, während die Angestellten immer weniger in der Tasche haben. Statt aber hier die die immer höheren Steuern und Abgaben zur Verantwortung zu ziehen, sollen Gewerkschaften eher bessere Abschlüsse erwirken. Unternehmen müssen Gewinne erzielen, sonst gibt es sie vor allem im internationalen Wettbewerb nicht mehr lang. Auf höhere Gewinne werden in der Regel auch höhrere Steuern gezahlt, die wieder an den Staat fließen. Die Ausnahmen, die sich um die Abgabe drücken, lasse ich hier aussen vor. Dies sind kartellartige Großunternehmen, die in diesem Blog ganz deutlich kritisiert werden. Der Staat kassiert also mehrmals. Hier fehlt es aber an Ihrer Kritik, was ich wiederum sehr enttäuschend finde.Übrigens, der Blog ist klasse. Ein hohes Niveau!

  6. Ich stimme dem Text ohne weiteres zu,zumal er auch nicht tendenziös oder für irgendwelche Partei das Wort ergreift.
    Es ist Wahr dass wir nur als Stimmvieh gelten und als Dumm bereits verkauft worden sind.
    Seht Euch nochmals „Frontal 21 “ vom 30.04. an und dort wird Alles aufgezeigt wie es in dieser EU zugeht.
    Schlimmer kann es auch noch in Deutschland werden, wenn eine ungebildete Person wie Claudia Roth eine ist,noch weitere Ämter ausführen kann,

  7. @drbruddler:
    Es wäre kontruktiver wenn Sie sich auf das Geschriebene einlassen würden,anstatt Kritik an den Kommentaren zu üben,oder ?
    Falls Sie den Sinn des Artikels verstanden haben,
    mit freundlichen Grüßen, Pat
    Heckenschützen gibt es zu Hauf und sind mir ein Graus,

  8. Sehr gute geschriebener Artikel. Aber ich stimme nicht damit überein, dass allein die Politik angeprangert wird. Die Bürger sind nicht nur Marionetten der Politik, auch umgekehrt sind Politiker von dem Volkswillen abhängig. Klar hat eine Wahlstimme mehr oder weniger kein direktes Gewicht, aber Bürgerbegehren, Demonstrationen usw. können Politiker wenigstens unter Druck setzen. Das ist auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite aber auch der Grund weshalb sich kein Politiker an grundlegende Systemveränderungen, z.B. im Geldsystem, wagt. Da würden die Medien gleich Panik verbreiten und die Wählerstimmen wären im Keller.

  9. @Lena: Wenn wir Menschen wären, die auch tatsächlich auf die Straße gehen und demonstrieren würden, wäre dies mit Sicherheit gefährlich. Sie haben völlig recht, die Medien mit ins Boot zu holen! Was ich allerdings stark beweifle, ist, dass die Politiker ein echtes Interesse haben, am Geldystem etwas zu ändern. Sie profitieren doch ungemein davon!

  10. Das stimmt. Allerdings glaube ich, es gibt Politiker, die nicht nur im Eigeninteresse handeln 🙂 Aber ich denke, grundlegende Veränderungen würden bei der Masse der Bevölkerung erstmal auf Ablehnung stoßen, nach dem Motto: So schlecht geht es uns doch noch nicht, aber wer weiß was dann kommt. Davon gehe ich aus, weil in den Populärmedien, die nun mal die Masse der Bevölkerung konsumiert, komplexe Zusammenhänge so gut wie nicht dargestellt werden. Dann ist es schwer, einen Blick für das Gesamtbild zu bekommen und Symptombekämpfung wird eher Zustimmung finden als das Problem von der Ursache anzugehen.

  11. H. Adrian und Pat, was regt ihr euch eigentlich so künstlich dabei auf? Stimmt es nicht, was ich da gesagt habe? Ich nehme nichts aus dem Zusammenhang, ich stelle ihn wieder her. Denn natürlich ist der Artikel auch für mich eher positiv angekommen, als negativ. Aber ich sehe es absolut nicht so, dass allein die hohe Steuerlast für die Misere verantwortlich ist. Sonst würden die prekären Arbeitsplätze nicht so hohen Zuspruch finden. Aus welchem Zusammenhang habe ich was herausgerissen? Aus wievielen Jobs wurden plötzlich 400€ Jobs? Warum ist bei uns die Diskussion um Mindestlöhne ein Dauerbrenner? Bestimmt nicht nur wegen der Steuern. Wenn ich enttäuscht bin, fühlt sich hier jemand beleidigt? Wenn doch die Unternehmen Gewinne machen können, warum sollen dann die Arbeitnehmer weniger verdienen angesichts einer bestehenden kalten Progression? Das betrifft zwar nicht alle Unternehmen, aber auch nicht wenige.

  12. Würden wir unserem Geist ein Fitnesstraining gönnen

    wäre die „Rasselbande des Grauens“ sofort im Orcus der Geschichte verschwunden. Keine Tageszeitung, kein Fernsehen, keine Parteien wählen……
    Stattdessen volle Konzentration darauf wer wir wirklich sind;)
    Das Gute im Schlechten scheint mir derzeit der Zusammenbruch einer Vielzahl von Bürgern zu sein. Frührente, Burn Out, Chronische Volkskrankheiten……. Wie es so ist in einer relativen Welt, man hat immer beides. Was ich wahr nehme erlebe ich.
    Mit Verweigerung (auch wenn sie teilweise autoaggressiv erscheint) kann man Aggressoren lahmlegen und viel Zeit dafür gewinnen zu lernen, wer wir wirklich sind. Tip: Bewußtseinssprung statt Selbstzerstörung „Eine neue Erde“ von E. Tolle.

  13. An drbruddler: Also ich habe nicht den Eindruck, dass sich hier jemand aufregt, schon gar nicht künstlich!! Es wird eher kritisiert, dass Sie den Eindruck erwecken, dass Sie eher den Unternehmern die Verantwortung auferlegen wollen. Dies zeigt auch der offensichtliche „Frust“ über 400 € Jobs, die gegen Vollzeitjobs eingetauscht worden sind. Die Frage ist, was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei? Sie verlegen die Diskussion komplett weg aus dem Gesamtzusammenhang hinein in die alleinige Frage zum Arbeitsmarkt. Im Beitrag wird der regulierte Arbeitsmarkt aber genau zu Recht angegriffen, da er eben durch eine enorme Regulierungswut nahezu nicht mehr in freier Form vorhanden ist. Da genau nach Mindestlöhnen Ausschau zu halten, macht die Dinge ja noch schlimmer, das sieht man sehr gut an Frankreich. In einem freien Arbeitsmarkt würden viele Probleme gar nicht mehr vorhanden sein, aber das wird man zu verhindern wissen.

  14. Pingback: Die Menschen wollen keine Mündigkeit und Freiheit | BildDung für das VOLK

  15. Gute Diskussion. Fr. Kablitzs Artikel verdient, dass sie sachlich bleibt. Ich verstehe „drbruddlers“ Perspektive und bin froh ueber seinen Kommentar. Er reflektiert NICHT die Gegenseite, sondern eine (gutgemeinte) Liberalitaet, die aber leider den Ball der Mischwirtschaft im Spiel laesst. Wie ich in meinen eigenen posts zu argumentieren versuche, sind Un-Begriffe wie „Soziale Marktwirtschaft“ der eigentliche Quell dieser altruistischen Erwartungen einer „kapitalistischen“ Gesellschaft, die eben gar keine ist. Der Verdienst dieses Blogs ist es (zu wagen) dies klar herauszustellen, naemlich, dass jeder staatliche Eingriff eine Manipulation zugunsten einer Gruppe darstellt und damit eine andere benachteiligt. „drbruddlers“ kommentar ist der Beweis, dass das (am Ende) ein „Zero-Win“ Spiel sein MUSS.
    Der Mindestlohn ist das perfekte Beispiel: Welcher „Unmensch“ koennte sich einem Minimaleinkommen widersetzen – die Unmoral dieser „Sozial“-Massnahme wird erst klar, wenn man Ideologie durch Syllogismen ersetzt. Skeptiker lesen bitte die post:
    „MINDESTLOHN-SOZIALER KILLER?“
    Link: http://www.liberalerfaschismus.wordpress.com
    MFG

  16. alphachamber, ja so sehe ich das auch, danke dafür. Was mir jedoch dabei zu kurz kommt sind die Zwänge, die zu diesen Regulierungen führen und was sie – beim näheren Betrachten – auch notwendig macht, jedoch mehr unter dem Aspekt, für wen sie gemacht werden. Nach oben gegen Wettbewerbsverdrängung und Momopolismus, aber auch gegen Habgier. Nach unten gegen Asubeutung und regionalen Ungleichgewichten. Denn der Markt ist nun einmal nicht homogen, sondern hereogen. Kleines Besipiel: Ein Arbeiter aus Rumänien ist bereit für 3 € die Stunde zu arbeiten, weil er seine Familie in Rumänien damit noch not-versorgen kann, ein deutscher kann das nicht mehr. Ist also hier eine Regulierung falsch und kommen auch nicht daher so viele prekäre Arbeitsverhältnisse, weil sie so leichter durchzusetzen sind? Was hat das noch mit Steuern zu tun? Muß in diesem Zusammenhang nicht sozial bedeuten, dass die deutsche Familie jetzt verhungern muß, weil der deutsche nicht für 3€ arbeiten möchte?

  17. Ausgezeichnete Darstellung! Ich erlaubte mir, drei Absätze daraus als „Zitat der Woche“ auf meinem Blog zu zitieren. Danke!

  18. Diese sehr lesenswerten Gedanken sollten hoffentlich viele weitere zu einem „Fitnesstraining für den Geist“ animieren!

    Ich empfehle dazu „Die Ökonomie von Gut und Böse“ 1), die Kernfragen zu Nutzen und Ethik beim Leser wachruft.
    Und bereits im Juni 1885 schrieb Friedrich Nietzsche in „Jenseits von Gut und Böse“: 2) (#10)
    ….. Der Eifer und die Feinheit, ich möchte sogar sagen: Schlauheit, mit denen man heute überall in Europa dem Probleme »von der wirklichen und der scheinbaren Welt« auf den Leib rückt, gibt zu denken und zu horchen; und wer hier im Hintergrunde nur einen »Willen zur Wahrheit« und nichts weiter hört, erfreut sich gewiß nicht der schärfsten Ohren…..
    Weiter passend hierzu auch http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/im-wunderland–wir-haben-eine-kognitive-grenze-ueberschritten-1.6217514

    Mein Zwischenfazit: Der bewusst gewollte Schein durch Mainstream + Konsumanbetung befördert pseudodemokratisch das weitere Abtriften in versklavte Abhängigkeit. Diejenigen, die heute noch beim ‚Ängstemachen’ mitspielen, werden sich morgen in die Marionettenschar einreihen müssen…..
    Es sei denn:
    Unser BewußtSEIN ‚strengt sich ein bisschen an’ (Anfänge sind gemacht). Wer Insichselbst erstmal wahrnehmen*) lernt, dass Autofahren (als Beispiel) keine gedankenlose Automation sein darf, dem widerfährt früher oder später auch die Rückkopplung, dass „Das Ganze nicht nur mehr, sondern etwas ganz anderes als die Summe seiner Teile ist“ 3).
    Denn: Der Nutzen von Macht, Gier und Sucht wird nur solange genährt, wie wir Andere über uns bestimmen lassen. Also SEIN statt Schein – Wohlwollen4) statt Ohnmacht (Grauen).
    mailto:klaus.melchior@fp-demail.de

    *) Wahrnehmung als Prozess und Ergebnis der Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und dem Körperinnern. 5)

    1) http://www.ebook.de/de/product/17107800/tomas_sedlacek_die_oekonomie_von_gut_und_boese.html
    2) http://www.souz.info/library/babilon/deutsche/nietz/nietz08g.htm
    3) http://www.helmut-hille-philosophie.de/emergenz.html
    4) https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Ethische_Haltung
    5) http://www.bioenergiefeld.de/Kontext/kontext.html

  19. die schippe drauf für lohnsklave zahlt doch der „verbraucher“;
    das ist er selbst, der lohnsklave.
    fazit:schippe drauf.., von der zusätzlichen mwst. kann der
    verteidigungsminister noch´n paar windeln kaufen.

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