Wenn Fallen zuschnappen…

…ja, Frau Merkel hatte sich das so wunderbar vorgestellt… Ruhe bis zu den Bundestagswahlen, gerade so lange, dass die Menschen hier noch brav zur „Wahl gehen“ und ihr erneut das nicht verdiente Vertrauen aussprechen. Manipulieren, desinformieren und beschwichtigen – damit kennt sie sich bestens aus.

Der Tag rückt näher, an dem Millionen von Bürgern an die Wahlurnen schreiten um ihre Stimme in der Tat in der Urne abzugeben. Dazu eine Opposition, die keinen Tag vergehen lässt, wo sie sich nicht der Lächerlichkeit preisgibt und bereits vor Jahrzehnten ihren eigentlichen Auftrag wegen einer kaum noch in Worte zu fassenden Machthysterie komplett aufgegeben hat.

Als Sahnehäubchen ein Kanzlerkandidat Steinbrück, der nicht nur eine blamable Rolle in Nordrhein-Westfahlen gespielt und flugs das Weite gesucht, in diversen Finanzgeschichten eine überaus unrühmliches Bild abgegeben hat und nun durch die neueste Verlautbarung „125.000 neue Stellen im Pflegebereich schaffen will!“

Lieber Herr Steinbrück, die Politik hat noch nie Arbeitsstellen geschaffen, das haben Menschen getan, die wirtschaftliche Potenz haben, visionär sind, Finanzverständnis und Führungseigenschaften besitzen. Nichts davon trifft auf Sie zu. Nahezu all die anderen sind auch nicht besser … müssen sie aber auch nicht.

Warum Leistung zeigen, wenn man Geld verteilen kann? Geld, das andere erwirtschaften, wofür andere Lebenszeit und Lebenskraft opfern, wofür andere auf Dinge verzichten, die sie wahrscheinlich lieber tun würden, als allein für die schrittweise Erhöhung der Mehrwertsteuer im Schnitt und im Laufe der Zeit rund acht Stunden mehr im Monat für Ihre Beruf aufzuwenden und die Zeit nicht für die eigenen Bedürfnisse zur Verfügung zu haben. Acht Stunden – nur, um unter anderem einen Behördenapparat mit meist völlig überbezahlten Abnickern zu finanzieren, der uns noch nicht einmal vor einem so offensichtlichem Monster wie dem ESM beschützt hat.

Zu diesem ganzen Schmierentheater stoßen dann Menschen, die fast schon in kindlicher Naivität glauben, dass sich irgendetwas verändert, wenn sie die eine oder die andere der „großen Parteien“ wählen. Groß sind diese Herrschaften lediglich darin, das Große nur für sich zu vollbringen – mehr Geld – mehr Macht – mehr Abstand zu denen durch die sie sich finanzieren.

Nichts wird sich verändern, gar nichts. Alles wird genauso weiterlaufen wie bisher – die Ausplünderungen werden nur schneller gehen, die Lügen noch dreister werden. Schaumschlägereien, Versprechungen, die wie bei Neujahrsschwüren schon drei Tage später wieder ad acta gelegt werden, Geschenke, die entweder nie eingelöst werden oder wenn, dann eben auf Kosten derjenigen, die sie bezahlen.

Nichts wird sich am Falschgeldsystem ändern, nichts an der Tatsache, dass wir uns mit unseren Schulden in feiner Kooperation mit dem selbigen geradewegs in den Abgrund führen werden – ach, eigentlich sind wir da schon längst. Lediglich die Verschleierung durch die unfassbar dreiste „Druckerei“  von  Unsummen an wertlosen Papierzettelchen macht es möglich, dass dieses perfide Spiel noch am seidenen Faden hängen kann, dass diese feinen Herrschaften immer noch an ihren Pöstchen kleben können.

Pöstchen, die übrigens so überflüssig sind wie ein Kropf und die nur ins Leben gerufen wurden, damit ihre Inkompetenz in der realen Wirtschaft bloß nicht auffliegt. Ein vollkommener Scherbenhaufen  – und wenn das Ego und die persönliche Korruptheit nicht so überlebensgroß wären, dann hätten sie wenigstens den Anstand, sich demütig von der Bildfläche zu verabschieden und zu hoffen, dass irgendein besonders guter Geist ihnen Absolution erteilt.

All das wird nicht passieren – auch nach der Bundestagswahl nicht, egal wie sie ausgeht. Auch Frau Merkel ist egal, wie sie ausgeht – Hauptsache, sie sitzt auf dem Chefsessel. Und da ihr dieser Chefsessel so enorm wichtig vorkommt, ist es für sie eben auch von ebenso enormer Bedeutung, die paar Wähler, die ihr noch nicht die nicht nachvollziehbare Huldigung entgegenbringen, entsprechend zu mobilisieren. Da sie diese nicht mit echten Opiaten ruhig stellen und nur mit einer Hand zum Kreuzchen führen kann  – das wäre Körperverletzung – tut sie dies mit salbungsvollen Worten, eben mit Geistesverletzung.

Geistesverletzung wird in unserem Land nicht juristisch geahndet. Das wäre auch nur schwer durchsetzbar, schließlich gäbe es dann so gut wie keine Mainstreammedien mehr. Die benötigt man aber, um den ganzen unfassbar dummen Quatsch zu transportieren und die Menschen einer permanenten Indoktrination mit Lügen und Halbwahrheiten auszusetzen.

Doch etwas läuft gewaltig schief – zunächst sah es so aus, als könnten diese Menschenklempner tatsächlich etwas ausrichten. Als Griechenland zum ersten Mal „gerettet“ wurde, da haben wir sie alle gesehen – die ganze Schar von übermenschlichen Wesen, die mit schier unbegreiflicher Klugheit und Weitsicht Europa in eine glänzende Zukunft führen würden.

Ja, die Macht über das Geld und seine nach Gutsherrenart beliebige Vermehrung hat dazu geführt, dass nach dem Übermut der Schuldenorgien nun der Übermut der gnadenlosen Selbstüberschätzung folgte.

„Fiat-Money“ – dieses von jeglichen tatsächlichen echten Werten losgelöste Monopoly-Geld ist eine Garantieerklärung für den Betrug. „Fiat-Money“, das zunächst eine überaus willkommene Wohlstandsillusion schafft, sich allerdings in Folge als gefräßiger, nicht sattzukriegender Parasit der selbigen herausstellt.  Allerdings ist es für diese immer wieder nicht erfolgte Erkenntnis nun inzwischen viel zu spät. Die babylonischen Türme haben eine Höhe erreicht, dessen Ausmaße  sich dem Verstand jedes normal denkenden Menschen entziehen und die uns noch lange vor Entsetzen beben lassen, wenn sie erst einmal krachend zusammengebrochen sind.

Der in Argentinien lebende Ökonom Prof. Alberto B. Lynche sprach im Jahre 2000 die sehr passenden Worte aus:“ … die Alchimie der Zentralbanken, das Manipulieren der Zinssätze, die staatlichen Eingriffe in die Finanz- und Bankmärkte, die Staatsverschuldung und die Staatsausgaben, der höhere Steuerdruck, die ungeahndeten Fälle von Korruption… und der Niedergang der institutionellen Rahmenbedingungen… zu den verschiedensten Störungen geführt“, die dann schließlich in einem Währungskollaps endeten.

Wie auf der Homepage „Der klare Blick“ sehr schön beschrieben ist, sind Währungen letztendlich sogar völlig egal, wichtig ist, dass Geld einen Wert hat. Hat es aber nicht mehr, es ist abgelöst worden durch Versprechungen und Illusionen. Es gibt ja auch heute noch genügend Verfechter, die der Meinung sind, dass jetzt ordentlich „geklotzt“ werden muss, damit das Elend an uns vorüberzieht. Ich kann nur hoffen, dass diese Menschen Kinder haben, die ihren Eltern weit mehr verzeihen als sie es verdienen.

Die Zinsen auf Staatsanleihen der Südlänger steigen zum Teil wieder drastisch, nicht nur in Griechenland spitzt sich die Lage zum x-ten Mal dramatisch zu. Die Machtmenschen sind nervöser denn je –zeigt sich die durch wohlklingende aber gemeingefährlich verlogene Propaganda dilettantisch zugekleisterte „Krise“ wieder in ihrer vollen Pracht.

Es ist längst keine Krise mehr, es ist ein Dauerzustand. Ein Dauerzustand, den Frau Merkel bis zur Bundestagswahl mit tatkräftiger Unterstützung von SPD, FDP, CSU und den Grünen unter allen Umständen unter den Teppich kehren wollte. Da kann auch der gute Herr Draghi nicht helfen, wenn er sich noch so sehr bemüht. Die Ankündigung, die Leitzinsen noch „lange“ nicht anzuheben, kann nur noch vollkommen Staatsgläubige davon überzeugen, dass das Elend an uns vorüberzieht.

Diese „Volksvertreter“ haben die Chuzpe, sich trotz ihrer kaum in Worte zu fassenden Untaten, immer wieder wählen lassen zu wollen. Sie haben den Schneid, ihren Eid darauf abzulegen, zum Wohle ihres Volkes zu handeln. Ihren Eid, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Ein normaler Mensch hat Skrupel nur einen einzigen Menschen zu verraten – diese Herrschaften machen vor mehreren Millionen nicht Halt.

11 Gedanken zu „Wenn Fallen zuschnappen…

  1. Es ist immer wieder beeindruckend wie viele Menschen auf dieser Welt realisieren wie es wirklich um uns steht. Doch wie es scheint, können wir aus unseren Fehlern erst lernen wenn es zu spät ist. Es herrscht eine trügerische Stille auf dieser Welt bis auf wenige die man als Rückständig und nicht System relevant erachtet. Dieser Prozess wird noch andauern bis der letzte erkannt hat dass Wir so nicht mehr weiterkommen werden. Die, die was bewegen wollen, können nicht und die, die was bewegen könnten, tun es nicht.

  2. Pingback: kollektive Korruption: ein normaler Mensch hat Skrupel nur einen einzigen Menschen zu verraten – diese Herrschaften machen vor mehreren Millionen nicht Halt. | Martin Schweiger

  3. Pingback: Silbernews – 5.07.13 – 100 Tage Wartezeit bei LBMA | DER KLARE BLICK

  4. „Die, die was bewegen wollen, können nicht und die, die was bewegen könnten, tun es nicht.“
    @Zvonko Pezelj

    Ein hervorragender Kommentar!

    Man stelle sich vor, ein wacher Bürger habe erkannt, dass er als Nutzvieh gehalten wird. Dass dreiviertel seiner Arbeitskraft von Zinseszins, also Tribut an falschgeldschöpfende Privatbanken und eine überbordende, hochprivilegierte Regieungskaste abgesaugt wird.
    Wie soll sich dieser Bürger wehren?

    Soll der Bürger wie damals die DDR-Bürger eine zweifelhafte Revolution beginnen, die vom Regen (Stasi, Sozialismus) in die Traufe (CIA-Überwachung, EUDSSR usw.) führte?

    Auch bei der nächsten Revolution würden sich neue Parteien, neue Herrscher, neue Diktatoren rasch einfinden: Politdarsteller, eine Marionettenregierung, gesponsert von den üblichen Verdächtigen.

  5. Heute mal nicht ironisch sondern auf den Punkt. Man kann diesen Eintrag wunderbar ausschlachten:
    „Nichts wird sich am Falschgeldsystem ändern, nichts an der Tatsache, dass wir uns mit unseren Schulden in feiner Kooperation mit dem selbigen geradewegs in den Abgrund führen werden – ach, eigentlich sind wir da schon längst. Lediglich die Verschleierung durch die unfassbar dreiste „Druckerei“ von Unsummen an wertlosen Papierzettelchen macht es möglich, dass dieses perfide Spiel noch am seidenen Faden hängen kann, dass diese feinen Herrschaften immer noch an ihren Pöstchen kleben können.

    Pöstchen, die übrigens so überflüssig sind wie ein Kropf und die nur ins Leben gerufen wurden, damit ihre Inkompetenz in der realen Wirtschaft bloß nicht auffliegt.“

    Geht runter wie Öl. Sei 2008 führe ich mein kleines Blog und darauf habe ich immer und imemr wieder verwiesen. Poltik ist wirklich ein ganz dreckiges Geschäft. Da sollte es einen nicht mehr wundern wer dort ganz oben schwimmt. Aber naiv wie man ist, überrascht einen diese abgrundtiefe Verachtung und Betrügereien doch immer weider „mal“.

  6. Hierfür:
    „Diese „Volksvertreter“ haben die Chuzpe, sich trotz ihrer kaum in Worte zu fassenden Untaten, immer wieder wählen lassen zu wollen.“

    habe ich noch ein kleine Verbesserung. Schreiben Sie Volkstreter, dann passt es genau….

  7. @Zvonko Pezelj:

    Sie beklagen, dass derjenige, der etwas verändern möchte, dies nicht tun könnte?

    Dann fragen wir uns doch mal gemeinsam, was die Quelle der Macht ist, die scheinbar(!) so übermächtig über den Köpfen derer dräut, die die Notwendigkeit etwas zu tun erkennen, aber deren eigene Not nicht groß genug zu sein scheint, um diese abwenden zu MÜSSEN (wollen scheint zu wenig zu sein^^).

    Es ist die Arbeitsleistung und die Steuer.
    Arbeitsleistung, weil wir mehr an Wert durch sie produzieren als wir dafür als Entgelt zurück erhalten und mit der Differenz wird Verfügungs-Potential für den Abschöpferzirkel (vulgo Machtelite) aufgebaut.

    Steuer, weil ca. 70% des Preises eines Produkts, einer Leistung in direkte oder indirekte Steuern fliessen, aus denen sich erwähnter Abschöpferzirkel dank des so wachsenden Verfügungspotentials speist.

    Fazit:
    Um weniger arbeiten zu können und weniger Steuern zahlen zu müssen kann es in diesem, derzeit unanfechtbar geltenden, System nur eine einzige für jeden umsetzbare Antwort geben:
    BESCHEIDENHEIT.

    Es ist erstaunlich, wenn man sich mit dieser Problematik auseinander setzt, wie wenig der Mensch tatsächlich braucht, um einerseits sich auskömmlich ernähren und andererseits zufriedenstellend bis glücklich wesen zu können – und dazu muss ich noch nicht einmal den so oft mißbräuchlich zitierten Diogenes bemühen.^^

    Wer in ärmsten Ländern unterwegs ist oder sich mit Survival beschäftigt oder auch nur mit Zen, der kann schnell begreifen, dass wir viel zuviel beanspruchen ohne dieses Anspruchs existentiell zu bedürfen!

    Bevor wieder der übl(ich)e Spruch kommt:
    „Ja, dann klettern wir doch gleich zurück auf die Bäume!“ o.ä. Törichtes –
    Niemand muss leben wie ein Tier, um Mensch sein und bleiben zu können (wäre ja auch ein Widerspruch, nicht?^^).
    Es würde schon reichen, ohne an wichtigen zivilisatorischen Errungenschaften wie Medizin oder Hygiene Abstriche machen zu müssen, wenn jeder mal konsequent abprüfen würde, wo er in einer Beschneidung seines bisherigen Konsumverhaltens aus reinen Komfortzonen-Befindlichkeitsgründen bisher nicht bereit war zu verzichten, obwohl der Verzicht in anderen Bereichen einen echten Gewinn bescheren könnte, der mit Geld nicht zu bezahlen wäre?!

    Ich beobachte diese Bereitschaft derzeit bei der deutlichen Mehrzahl der Bürger in keiner Weise.
    Und solange der Bürger sich nicht auf diese Form des Verzichts aus Verlustängsten heraus einlassen mag, solange kann er auf seinem Wohlstandsrettungsinselchen über den steigenden Wellengang zetern – mit seiner Angstruderei schaufelt er die Wogen nur noch mehr in die Höhe…

  8. I’ve said that minimum 562216 periods. The difficulty this like that is they are just way too compilcated for the average bird, if guess what happens I suggest

  9. Schön geschrieben. Es ist schon bedauerlich, dass die ganze Automatisierung und alle neue Technik den Menschen selbst nur immer weiter zurückgeworfen hat. Mit ehrlicher, harter Arbeit ist es heutzutage extrem schwer, noch zu Wohlstand zu kommen. Klar, denn die Karten sind ausgegeben und werden nicht mehr neu gemischt.

    Technischen Fortschritt hatten wir wirklich in den letzten 100 Jahren, nur der soziale ist völlig ausgeblieben. Möglicherweise haben wir uns sogar ein ganzes Stück zurückentwickelt.

    Was aber auch nicht verwunderlich ist, da wir zunehmend Versager und Betrüger in politischen Ämtern haben, während die wirklich cleveren Menschen für einen Hungerlohn in der Wissenschaft abgezockt werden oder einen mittelmäßig bezahlten „Job“ in der freien Wirtschaft angenommen haben, um ihre Ideen zu verwirklichen.

  10. Wow that has been strange. I simply wrote a good really extended comment but when i clicked submit my review didn’t seem. Grrrr… well I’m not writing all that over once again. Anyways, just desired to say excellent blog!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s