Die Zauberkiste der Menschenmacher (2)

… noch 38 Tage! 38 Tage – danach wird alles anders sein und doch so erschreckend gleich! In 38 Tagen ist Bundestagswahl, man könnte auch sagen „Merkelbestätigungsgedenktag“ oder so etwas Ähnliches.  Und irgendwie scheint das auch tatsächlich niemanden so richtig zu interessieren, viele sind sowieso noch im Urlaub und der September als erster Monat, der auf den nahenden Herbst hinweist, ist eh nicht so wahnsinnig beliebt. Der Oktober ist schöner; das Rascheln der Blätter, wenn man am Sonntagnachmittag mit hunderten Anderen durch den ruhigen Wald läuft, ist so romantisch.

Aber zurück zum Thema! Es ist mit höchster Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass Frau Merkel schnurstracks in ihre dritte Wahlperiode marschiert, am Amtssessel klebend ihrem Vorbild und Ziehvater Helmut Kohl auf dichten Fersen.  Dem Helmut Kohl, der bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 02. Dezember 1990 als “Kanzler der Einheit“ einen enormen Amtsbonus genoss. So versprach Helmut Kohl „blühende Landschaften“ im Osten, gezahlt werden sollte dafür „aus der Portokasse“. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich hier gewisse Parallelen zeigen.

Auch wir haben eine „Kanzlerin der Einheit“ allerdings mit dem Unterschied, dass sie sich nicht nur mit Deutschland begnügt und die Bezahlung für die Erweiterung noch nicht einmal mehr einen Griff in die „Portokasse“ notwendig macht. Heute genügen bereits „Garantien“. Die „Garantien“ , die uns ab dem ersten Hahnenschrei des Tages 39 jeden einzelnen Tag  mehr mit lauterem Geschepper um die Ohren fliegen werden.

So identisch die handelnden Personen wohl sein werden – selbst bei einem unwahrscheinlichen Austausch der Gesichter – so sehr werden sich die Lebensbedingungen der Menschen ändern. Fakten und Wahrheiten, die unter der Oberfläche vor sich hin brodeln und die derzeit noch viele nicht hören wollen, werden sich gnadenlos und offen den Weg in die Offensichtlichkeit bahnen. Die Märchenstunden sind gezählt  – wir sollten die letzten Tage hingebungsvoll genießen. Was uns ja auch recht leicht gemacht wird, denn überaus passend kommt da die Nachricht vom „Ende der Rezession“ und noch gewichtiger „von der längsten Phase einer Rezession“, die es seit langer, langer Zeit gegeben hat.

Wenn das mal kein Timing ist. Keine Frage danach, wo eine Verbesserung herkommen soll, wenn man doch eigentlich gar nichts verändert hat. „Der öffentliche und der private Sektor konsumieren mehr“  – na, dann ist ja alles in Butter! Der öffentliche Sektor tut das, was er am besten kann – das Geld, was er nicht hat, zum Fenster rausschmeißen und der private Sektor hat erkannt, dass er seine Penunzen entweder in Sachwerte umwandelt oder aber er muss mehr konsumieren, weil die Dinge zum Leben teuer geworden sind. Das hat dann aber so gut wie gar nichts mit freiwilligem Konsumrausch zu tun, sondern ist eine bittere Zwangsläufigkeit durch die für inzwischen auch breitere Bevölkerungsschichten sichtbar werdenden Auswirkungen eines maroden und todkranken Geldsystems.

Dieses Geldsystem begünstigt die, die betrügen und Scheinwerte zur „Verfügung“ stellen und bestraft die anderen, die verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen und langfristige Werte schaffen wollen.

„Es gibt kein Recht auf Kosten anderer zu leben“  – dies darf nur auf freiwilliger Basis geschehen, nur dann, wenn beide Teilnehmer einverstanden sind und nicht von wem auch immer dazu gezwungen werden. Aus meiner Sicht eine Vereinbarung, die überaus fair ist und selbstverständlich sein sollte. Unser Staat (repräsentiert durch eine „fähige Regierung“ und „Opposition“), lebt aber im Dauermodus auf Kosten anderer (die zu dieser Wohltat gezwungen werden) – vorzugsweise auf Kosten derer, denen sie das Blaue vom Himmel verspricht. Wie ein Taschendieb, der Sie mit einem charmanten Gespräch ablenkt, während er Ihnen das Portemonnaie aus der Tasche zieht. Sie sind zwar bestohlen worden – aber auf eine freundliche Art.

Das Geldausgabemonopol des Staates (ja, es ist ein Geldausgabemonopol des Staates. Die Zentralbanken werden lediglich mit der Ausführung beauftragt, die dann wiederum die Geschäftsbanken versorgen!), ist DIE effektivste und brutalste Waffe, die es  jemals gegeben hat. Eine Waffe, die keine körperlichen Wunden hinterlässt aber umso effektiver, nachhaltiger und gemeiner ist.

Der ökonomische Austausch von Waren geschieht in unseren Breitengraden durch Geld – wir legen unsere Arbeitskraft, unsere Energie und unsere Zeit in die Schaffung von Waren und Dienstleistungen – der Gegenwert ist das Geld. Ausgerechnet diesen Wertmesser für unsere Schaffenskraft müssen wir an den Staat abtreten,  dessen Vertreter dann damit hausieren gehen und sich selbst Vorteile erschleichen. Wohlgemerkt und nicht oft genug zu betonen – mit dem Geld fremder Leute.

Kein einziger Cent davon ist von diesen heroischen Herrschaften selbst erwirtschaftet worden, es ist nicht in einem einzigen Moment auch nur der geringste Mehrwert entstanden! Es wird lediglich konsumiert und entwertet. Wir treten Arbeitskraft und Zeit an eine Behörde ab, die keine Skrupel kennt, den Gegenwert daraus – unser Geld – für ihre Zwecke zu missbrauchen. DAS ist zutiefst sozial ungerecht!

Ich stelle mir gerade vor, ich erpresse von meinem Nachbarn „Trottel“ unter Androhung von Gefängnisstrafe einen bestimmten Geldbetrag und gehe zum nächsten Nachbarn „Kein-Trottel“, dem ich dieses Geld  zur Verfügung stelle, damit dieser mir einen Gefallen tut. Absurd, oder? Nun, Nachbar „Kein-Trottel“  ist eben nicht der Staat und deswegen ist so ein Vorgehen einfach undenkbar. Wenn er allerdings in einer Behörde sitzen würde, dann willkommen in der Realität der Umverteilungsmaschinerie.

Wir werden nach der Wahl am 22. September aus dem Dornröschenschlaf gerissen  – die Rechnungen für die verteilten Wohltaten der Vergangenheit kommen nun irgendwann einmal an und wir werden sie bezahlen müssen. In Form von höheren Preisen vor allem für Lebensmittel und Energie, noch geringeren Löhnen und Gehältern, mehr Steuern und Sozialabgaben, längerer Arbeitszeit, kaum noch vorhandenen Renditen auf Sparverträge. So geht Ausbeutung heute!

Die Wahlplakate, die nun an jeder Ecke und in jedem Zipfel dieses Landes zur ständigen Übelkeit anstiften, werden zu einem Großteil aus Steuergeldern bezahlt, jeder überflüssige Auftritt irgendeines austauschbaren „Wahlkämpfers“ wird mit Steuermitteln gezahlt. Die paar Spenden sind da ein winziges Mini-Tröpfchen auf dem glühend heißen Stein.  WIR bezahlen diese Farce, eine Farce, die – egal in welcher Zusammensetzung –  unser erwirtschaftetes Geld in die ewigen Jagdgründe schicken wird. So las ich heute auf einem Wahlplakat den Slogan:“ Das WIR entscheidet – Für ein Alter ohne Armut.“

Nett, oder? Also zunächst einmal – WIR entscheiden hier gar nichts – WIR bezahlen nur Eure Versprechen, die ihr dann nicht haltet – IHR greift seit Jahrzehnten in die Rentenkassen und veruntreut das Geld der sparenden Bevölkerung! IHR zweckentfremdet anvertrautes Geld, um Eure Eitelkeit zu befriedigen. IHR habt keinen Respekt vor der Lebensleistung anderer Menschen. IHR verhöhnt die, die Euch vertrauen und Euch trotz allen besseren Wissens noch nicht mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt haben. IHR macht aus einem ursprünglich wirtschaftlich prosperierenden Land eine sozialistische Planwirtschaft, die jedes unternehmerische Denken und die damit verbundene Verantwortung abwürgt. IHR begünstigt nur die, die Eurem Weg folgen und sich Euch anbiedern.

Hier sind alle großen Parteien gleich, es wird gelogen, dass sich die Balken biegen und währenddessen wird im Hintergrund der Ausbeutungs-Supergau gnadenlos vorangetrieben.

In diesem Punkt sind sich alle einig – auch ganz ohne Wahlplakate.

Der erste Teil „Lügen“ erschien am 06.08.2013, der dritte Teil „Ein Geschenk von unschätzbarem Wert“ folgt in den nächsten Tagen.

54 Gedanken zu „Die Zauberkiste der Menschenmacher (2)

  1. „Das Deutschland in dem wir leben,ist etatistischer als das unsägliche NS-Regime 1937.“

    Haben Sie es nicht ein Bisschen kleiner, Frau Kablitz? Oder anders gefragt: Müssen sie denn jedes Vorurteil bestätigen?

    Herzliche Grüße

    Osswald

  2. Lieber Herr Osswald,

    ich bestätige keine Vorurteile (wieso übrigens „Vorurteil“? Es ist wohl eher ein Nachurteil!) – ich lese, das hilft ungemein viel! Auch zu Ihrer Information: Das politische System Deutschlands: Institutionen, Willensbildung und Politikfelder von Manfred G. Schmidt
    Herzliche Grüße
    Susanne Kablitz

  3. Dass Lesen allein nicht reicht, Frau Kablitz, darf ich als unstrittig voraussetzen. Das von Ihnen verwendete Beispiel ist in diesem Sinne unsäglich und damit schlicht und einfach das Gegenteil von klug gewählt, um es politisch korrekt auszudrücken.

    Nichtdestotrotz freundliche Grüße

    Osswald

  4. Ach, ist das so? Interessant! Nun, dies ist Ihre Auffassung, die ich durchaus respektiere. Da dies hier aber mein Blog erlaube ich es mir, auch Ihrer Meinung nach unkluge und unsägliche Aussagen zu treffen, die ich nach entsprechender glaubwürdiger Recherche für richtig halte. Die Wahrheit ist selten politisch korrekt und dieser Blog erhebt auch nicht den Anspruch darauf. Wenn es Ihnen hier also nicht gefällt, machen Sie doch einfach etwas Eigenes und drücken sich dort weniger „unsäglich“ und klüger aus.

    Mit herzlichen Grüßen

  5. Ach, die politisch Korrekten sind wieder da! Bloss nix aus der „Pssst-Zeit“ erwähnen, ganz ganz schlecht! Erst einmal, lieber Osswald, haben Sie sich in den zweiten Teil verirrt, wo dieses „schreckliche Thema“ gar nicht angesprochen wird und zum zweiten – nehmen Sie den Heiligenschein vom Kopf! Nur, weil Sie mit diesem Teil der deutschen Geschichte nicht klarkommen, wollen Sie anderen den Mund verbieten! So sieht echte Meinungsfreiheit aus, ein gelungenes Beispiel!

  6. Das Erstaunen über die Laterna Magica, die von den Gauklern und Scharlatanen aller Professionen bereits im Wilden Westen wurde bemüht mit dem Ziel das hart arbeitende Siedlervolk zu beeindrucken, zu täuschen und zu hintegehen, ist groß und ihre Wirkung fehlt nicht.

    In dem Sinne das Gleichnis mit Ignazens Verführung durchaus ein zeitgemäßes. Auch wenn die Parizipanden in dem Spiel aus verschiedensten Richtung die geheile Welt an die Mauer projizieren.

  7. Zu 100% bin ich mit Ihnen einer Meinung, Frau Kablitz, wie bei allen Ihren hervorragenden Essays.

    Allerdings frage ich mich: Was machen WIR gegen die aktuellen Entwicklungen? Nun, Sie machen ja bereits etwas. Und einige andere auch. Aber wird das irgend etwas bewirken? Leider bin ich – obwohl an sich ein Optimist – sehr pessimistisch.

    Denn: WIR – das ist imho eine verschwindend kleine Minderheit.
    WIR – das sind die wenigen Menschen, die hinterfragen, durchschauen und erkennen.
    WIR – das ist die Handvoll Menschen, die im Gegensatz zur breiten Masse steht; jener breiten Masse, die ungebildet, unreflektiert, manipulierbar, von vordergründigen Bedürfnissen getrieben ist und die jedes Weitblickes entbehrt. Genau an dieser Masse orientieren sich Politiker aller Lager. Genau diese Masse bestimmt letztlich, wo es im Staat lang geht.

    So sehr ich Ihren wunderbaren Blog auch schätze, so sehr Sie mir phasenweise förmlich aus der Seele schreiben, so gering ist allerdings meine Hoffnung, dass sich irgend etwas ändern wird. Die einzige Perspektive, die sich für mich ergibt besteht darin, dass erst dann, wenn die Masse den Staat in den Untergang regiert haben wird, die demokratischen Systeme wieder Selbstheilungskräfte entwickeln können.

    Nichts desto trotz: machen Sie bitte weiter, es ist tröstlich zu wissen, dass es noch andere wirklich (nach)denkende Menschen da draußen gibt.

  8. Jeder Satz ein schmerzhafter Volltreffer. Er erinnert mich immer daran wie ich jeden Tag vom Etabisement vorgeführt werde. Wie lange und wie oft habe ich schon das Falschgeldsystem angeprangert. Zitiere ich mich einfach mal selber.

    “Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten. “

    Tja, es wäre mir auch ohne Bestätigung übel genug gewesen. Der erarbeitete Wohlstand geht derzeit wirklich mit Riesenschritten in die Binsen…

  9. Hallo Frau Kablitz,
    in Ihren Bemühungen, aufzuklären, glaube ich gelegentlich ungläubiges Staunen über die Blödheit der Wähler zu erkennen.

    Ich empfinde ebenso – daher habe ich Psychologie studiert. Ich wollte wissen, weshalb so viele Menschen irrationale Entscheidungen treffen. Weshalb sie verdrängen, sich selbst belügen.

    Besonders interessanteste Informationen bietet die Intelligenzforschung. Die Intelligenz der Bevölkerung entspricht der Gausschen Normalverteilungskurve (Glockenkurve). Von mittlerer Intelligenz ist die breite Masse. Am schmalen Ende der Kurve liegen die wenigen Hochintelligenten, am gegenteiligen schmalen Ende die wenigen Grenzdebilen.

    Jedem wahlberechtigten Höchstbegabten steht demnach am gegenüberliegenden Ende der Skala ein nahezu schwachsinniger Bürger gegenüber! Die Wählerstimme des zugewanderten Analphabetikers zählt dabei genauso schwer wie die eines Politik- oder Wirtschaftsprofessors!

    Ich vermute, dass man, um z.B. das Geldbetrugssystem zu verstehen (oder die Gaussche Normalverteilungskurve oder Exponentialrechnung) ein etwas überdurchschnittlicher IQ benötigt wird.

    Von daher sind Ihre Aufklärungsbemühungen zwar kurzweilig. Ich lese sie gern. Dennoch werden Sie damit die dümmeren 90% der deutschen Bürger nicht erreichen.

    Unsere Systemparteien erreichen diese aber. Durch emotionale, verlogene Wahlplakate, ausgeheckt von einer Werbeagentur mit psychologisch geschulten Textern (ich habe selbst in dieser Branche gearbeitet, sorry). Die zehn Prozent der intelligentesten Wähler, die Fakten brauchen statt Gefühle, werden dabei getrost unter den Tisch gehkehrt. Auf diese paar Wähler können die Systemparteien gern verzichten.

    Möglicherweise wird es Revolutionen und Bürgerkriege geben. Altbürger gegen Zuwanderer, Arme gegen Mittelständler, alle gegen Banker und Politiker, Fromme gegen Fromme usw. Möglicherweise werden wieder Guilliotinen gebaut. Dass sich etwas grundlegend ändert, halte ich aber aus den obengenannten Gründen für ausgeschlossen. Der Mob wird aufbegehren, irgendwann. Aber er wird wie ein in die Enge getriebenes Tier wild um sich schlagen, ohne jene Mechanismen, die der Nutzmenschenhaltung zugrundeliegen, zu begreifen.

  10. Liebe Melanie,

    vielen Dank für Ihre Zeilen und vielen Dank für Ihre Erklärungen, die den Frust über das mangelnde Interesse vieler Menschen an unserer Zukunft, etwas abschwächen! Sie haben (leider!:-)) völlig recht! Ich habe nur das Gefühl, dass ich ersticke, wenn ich diese Ignoranz, die mich so ärgert, nicht „rauslasse“!

  11. Lieber R.B.,

    meinen herzlichen Dank für Ihre ermunternden Worte!
    Ja, es wird so sein wie Sie sagen und wie Sie in dem Kommentar von „Melanie“ lesen, gibt es hierfür sogar eine psychologische Erklärung. Leider muss ich auch einsehen, dass der größte Teil der Bevölkerung meinen „Ausführungen“ entweder nicht folgen kann oder dies nicht will. Denn Eigenverantwortung macht nun einmal Arbeit und ist in der meisten Zeit anstrengend!
    Ich freue mich aber darüber, wenn Menschen wie Sie, die diesem Blog mit Zustimmung folgen, sich gegenseitig Mut machen und Unterstützung demonstrieren. Die „paar wenigen“ sind Grund genug, jeden Tag wieder aufzustehen und ein winziges Bisschen zu hoffen, dass sich doch noch etwas zum Positiven ändert!

  12. Liebe Frau Kablitz,

    ergänzen möchte ich, dass nicht nur seitens der Intelligenz der Wähler unüberwindbare Hürden bestehen, sondern auch bezüglich der Emotionen.

    Seit Jahrtausenden selektieren Menschen sich gegenseitig („Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“).

    Besonders scheint das in Japan gelungen zu sein, indem die Samuraiherrschaft über viele Jahrhunderte beinahe jegliches Aufbegehren in der Bevölkerung durch unkompliziertes Kopfabschlagen ausrottete. In Japan sagt man: „Der Nagel, der hervorsteht, muss eingeschlagen werden“.

    Aber auch im schönen Germanien haben die Römerherrschaft, die französische Besetzung, die katholische Inquisition, das dritte Reich, die Stasi oder Firmenchefs usw. dafür gesorgt, dass jene Bürger, die sich kritisch äußerten, Probleme bekamen. Entweder durch wirtschaftliche Repressalien (Hinauswurf), oft abr auch durch Tötungen. Allein die katholische Kirche soll, falls ich richtig informiert bin, mehrere Millionen gebildete, kritische Frauen gefoltert und als Hexen verbrannt und ersäuft haben.

    Jedes mir bekannte politische System ist eine Nutzmenschenhaltung. Die Bürger glauben, es sei ihr Land. In Wahrheit aber leben sie in einer Farm, die dem Bauern gehört. Der Kapitalismus ist der Freilandhaltung vergleichbar; er bietet höheren Ertrag. Der Kommunismus ist eher der Käfighaltung vergleichbar. Beide Haltungsmthoden haben aus der Sicht der Eliten ihre Vor- und Nachteile.

    Allen gemein ist, das Nutzmenschen ähnlich wie Nutztiere durch Auslese gezüchtet werden. Das mag kein bewusster Prozess sein. Der Bauer wird aber jenen Bock, der ihn mit den Hörnern stößt, zuerst schlachten. Damit ist er aus der Erbfolge entfernt. Nutztiere (z.B. Kühe) wurden im Laufe der Jahrtausende deutlich dümmer als wildlebende Tiere, sie sind gutmütiger, beinahe wehrlos.

    Die Parallellen zum heutigen Nutzmenschen sind offensichtlich. Auch deshalb, so nehme ich an, können viele Menschen nicht aufbegehren. Selbst wenn sie wollten. Die meisten Menschen sind unglaublich feige. Es sind die Nachkommen jener, die überlebt haben, weil sie sich wegduckten. Ängstlicher Hase lebt länger.

    Dennoch bitte ich Sie: Machen Sie weiter!

  13. Genau die ängstliche und schuldbewusste Haltung eines Osswald (Beitrag von 15.08.) ist es, die den Deutschen seit Jahrzehnten jegliches Aufbegehren und jede Zivilcourage gegen staatliche Willkür und öffentlicher Schuldzuweisung „verbietet“.
    Sollten dann doch ein paar Mutige soviel Rückgrat beweisen und die Dinge klarstellen, werden sie von im eigenen Umfeld zurechtgestutzt.

    Ein sehr gutes Beispiel für diese duckmäuserische Haltung ist die Bewertung der Deutschen durch Carl Friedrich von Weizsäcker: http://lupocattivoblog.com/2010/03/03/carl-friedrich-von-weizsacker-der-bedrohte-frieden-heute-buch-von-1983/

  14. „Genau die ängstliche und schuldbewusste Haltung eines Osswald (Beitrag von 15.08.)“

    Bei allem Respekt, lieber Wutbürger, aber das ist Quatsch mit Soße. Woran außer an ihren merkwürdigen Phantasien machen Sie diese Einschätzung fest?

    Herzliche Grüße

    Osswald

  15. @Osswald: Warum Phantasien? Sie sind (leider) nicht der einzige, der uns Deutschen immer wieder unsere „Erbsünde“ aufs Brot schmiert.

  16. @Wutbürger: Da haben Sie diesem gutmenschlichen politisch korrekten „Osswald“ aber gehörig auf die zarten Füsschen getreten und schon schreit er auf. Die Autorin maßregeln wollen aber selber sofort entrüstet aufschreien, wenn man auf den ersten Blick erkennt, wessen Geistes Kind er (oder sie) ist. An Osswald: Woran „Wutbürger“ das festmacht? An Ihrem Unsinn, den Sie von sich geben. Die Erkenntnis ist nicht sooo schwer!

  17. „Wenn es Ihnen hier also nicht gefällt, machen Sie doch einfach etwas Eigenes und drücken sich dort weniger “unsäglich” und klüger aus.“

    Sie wollen nur von Claqueuren gelesen werden, Frau Kablitz ? Macht das Sinn? Die sind doch schon Ihrer Meinung. Aber verständlich, wenn man genau so Selbsherrliches wie Larmoyantes wie das hier von sich gibt. Ganz großes Kino, ehrlich….smile….:

    „Die “paar wenigen” sind Grund genug, jeden Tag wieder aufzustehen und ein winziges Bisschen zu hoffen, dass sich doch noch etwas zum Positiven ändert!“

    Die Verwirklichung der Utopie im Drama einzufordern ist gut für die Show und für den notwendigen Aplaus, den Sie anscheindend brauchen, um sich aus dem Bett zu quälen. Aber kann man damit etwas verändern, bzw. ist das überhaupt das Ziel?

    Wenn Sie ernsthaft verändern wollen, dann müssen Sie den Marsch durch die Institutionen antreten, will heißen, in eine der etablierten Parteien eintreten, um mit Worten, die jeder versteht, zu überzeugen und sie von innen heraus zu formen (oder mit Gleichgesinnten eine neue gründen). Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Ihre Aufsätze nun weiß Gott nicht die Qualität haben, ein revolutionäres Feuer zu entfachen

    Herzliche Grüße

    Osswald

  18. Lieber Osswald,

    nun, nun, wer wird denn gleich beleidigt sein?:-) Meine Aufsätze haben immerhin soviel Qualität, dass Sie als „qualifizierter Bewerter“ von gut und schlecht sich immer wieder hierhin „verirren“!
    Da mir sachliche Kritik sehr willkommen ist, ich mich aber ungern beleidigen lasse und dies auch völlig unnötig ist, wäre es wunderbar, wenn Sie diese entweder unterlassen oder sich andere Lesekreise suchen, die Ihre Wortwahl schätzen!

  19. Dass ich Sie unbemerkt und unbeabsichtigt beleidigt habe, tut mir aufrichtig leid, verehrte Frau Kablitz. Offensichtlich passiert das hier nicht Wenigen, die nicht applaudieren.

    Also dann hört verdammt noch mal endlich die Signale, Ihr dämlichen Völker und nichts wie auf die Bakrrikaden, Genossen! Mit Überfliegern wie Wutbürger und Ellen im Gefolge können Sie ohne jeden Zweifel welche Utopie auch immer verwirklichen….smile….

    In diesem Sinne herzliche Grüße

    Osswald

  20. Unser lieber Osswald schreibt:
    „Wenn Sie ernsthaft verändern wollen, dann müssen Sie den Marsch durch die Institutionen antreten, will heißen, in eine der etablierten Parteien eintreten, um mit Worten, die jeder versteht, zu überzeugen und sie von innen heraus zu formen…“

    Tja. das zeugt von mässigem, politischen Verstand oder Bildung. Denn eine der Blockparteien von innen aufzuweichen und eine andere Richtung zu erreichen ist ungefähr so, als wollte man einen Felsbrocken auflösen, indem man ihn in eine Badewanne mit Wasser legt.

    An fundamentalen Argumenten kann Osswald also nicht interessiert sein, wenn solche Ansichten veröffentlicht werden. Vielleicht sollten Sie sich erst mal mit den Gepflogenheiten der Parteipolitik befassen, um sich an einer entsprechenden Diskussion beteiligen zu können.

  21. @Osswald: Sie sind ein ganz schön arroganter Typus Mensch. Wahrscheinlich irgend so ein Chef von jemandem. Einer, der es gewohnt ist, dass man vor ihm vor lauter Angst um den Job kuscht. Wehe, er wird nicht angebetet oder ist seiner Meinung. Die sympathische Sorte Mensch eben. Bloss nicht klein beigeben, Frau Kablitz. Diesem Würstchen sind Sie haushoch überlegen!!! Ich habe schon so viele Lebensjahre hinter mir, dass ich Blender gut erkennen kann und hier haben wir ein Paradebeispiel mit dem guten Osswald vor uns. Es ist nämlich in der Tat sehr bezeichnend, wenn sich jemand, dem Ihre Texte „zu flach“ sind, sich doch eingehend damit beschäftigt. Da ist einfach das übergroße Ego, das dem denkenden Geist en Schnippchen schlägt. Sehr amüsant!

  22. Probleme selbst erschaffen und diese dann durch staatliche Eingriffe und Abbau individueller Freiheiten vorgeben, lösen zu müssen, ist das Wesen der modernen sozialistischen Staastsdoktrin.
    Mehr habe ich azu nicht zu sagen. Und was man dagegen tun kann außer aus der EU auszuwandern, in der Hoffnung, daß es anderswo besser sei, weiß ich leider auch nicht.

  23. @Krischan: Ja, das ist leider ein wenig das Problem! Ich habe darüber schon zig mal nachgedacht und habe mich um die Ausreisebedingungen gekümmert. Irgendwann muss es klappen, hoffentlich ist es dann noch nicht zu spät.-)
    @Osswald: Was geht denn bei Ihnen ab? Hatten Sie eine besonders schlimme Kindheit? Ist das eigentlich schmerzhaft, wenn man als reinrassiger Etatist sein Leben fristen muss? Keine Dinge auszusprechen sich traut, die mit unserer Vergangenheit zu tun haben, immer schön angepasst zu sein, in den klassischen Wahlen eine Möglichkeit des Aufbegehrens zu sehen und nur auf andere verbal einzuschlagen, aber nichts Brauchbares beizutragen? Nichts hinzukriegen, als andere zu beleidigen und als „Claqueure“ abzuqalifizieren? Sie sind zu bedauern!

  24. Schon wieder Quatsch mit Soße, Wutbürger. Die 68iger haben es nicht nur in der Gestalt der Grünen mit der Folge vorgemacht, dass sich heute alle Pateien im Grünsein überbieten.

    Herzliche Grüße

    Osswald

  25. Krischan

    „…Und was man dagegen tun kann außer aus der EU auszuwandern, in der Hoffnung, daß es anderswo besser sei, weiß ich leider auch nicht…“

    Zum Beispiel hierbleiben. Die Zähne in der zukünftigen, schweren Zeit zusammenbeissen und am Aufbau einer neuen, gerechterern Gesellschaft teilhaben. Wenn die „Guten“ sich alle verpieseln, wer soll das dann machen?

  26. Eine wahre Revolution, hin zur Freiheit – zum Voluntarismus -, wird es erst geben, wenn die Menschen sich mehrheitlich aus ihrer inneren Sklaverei befreien dh. Verantwortung für ihr Selbst übernehmen können. Ja – wenn sie überhaupt erst wieder in die Lage kommen, Kontakt zu ihrem eigenen Inneren herzustellen. Geschieht das nicht, wird jede Revolution nur dazu führen, dass “äußere Feinde” bekämpft werden und sich anschließend die Menschen der nächstbesten verführerischten Autorität vor die Füße werfen, um sich von dieser erneut beherrschen zu lassen.
    http://campogeno.wordpress.com/2013/08/17/warum-wir-uns-nicht-andern-wollen/

  27. Ach, da ist er ja; der pseudo-intellektuelle Gutmensch „Herzliche-Grüße-Osswald“. Schade, dass er sich zunehmend auch auf wirklich guten Blogs verewigt. Aber was soll´s? Die paar „Ver-rückten“ muss man eben wohl einfach in Kauf nehmen:-) Von mir aus wirklich herzliche Grüße (und nicht diese Freundlichkeitsfarce) und ich kenne sehr viele, die Ihre Arbeit hier sehr zu schätzen wissen!

  28. Ich weiß nicht, ob es zählt, aber ich habe niemals für irgendwelche BT-Partei votiert. Immer nur Rep, immer nur Hardcore, wobei mir immer ein mulmiges Gefühl hatte, dass ich ein Invalide-Wähler bin im Vergleich zu den Eidgenossen. Warum dürfen diese eine SVP? Warum wir nicht? Schlecht ist es, ganz schon schäbig schlecht …

  29. Viel wichtiger als das Geldausgabemonopol wäre das Geldschöpfungsmonopol. Dazu müßte man zuerst aber die herrschende Politikerkaste in „Rente“ schicken. Aber nicht mit 67 sondern sofort.
    Die Hauptursache für die Notwendigkeit von Steuern ist die Tatsache, dass der Staat nicht selbst Geld schöpft und dieses in das Staatswesen investiert. Würde er das machen, hätte er keine Schulden und niemand müsste Steuern zahlen. Soweit die Theorie.
    Da der Staat aber das Monopol der Geldschöpfung an die Privatbanken abgegeben hat, muss er sich Geld vorerst von den Banken leihen. Diese schöpfen das Geld aus Luft und leihen es mit Zinseszins weiter. Der Zinseszins, welcher vom Steuerzahler bezahlt werden muss, bewirkt eine Exponentialfunktion der Schulden, sodass eine Tilgung unmöglich wird. Daher spricht man auch von Zinsknechtschaft.
    Dieses System ist NICHT alternativlos, wird aber von den Bankern auf das Heftigste verteidigt. Kennedy musste deswegen sterben. Die Wissensmanufaktur hat dazu einen Plan B. Unsere Politiker haben den EFSF, den ESM und andere Rettungsschirme, die aber schnurstracks in den Untergang führen.
    Unglaublich, nicht wahr? Deswegen zahlen wir Steuern und es ist nie genug. Vielleicht ist der Untergang gar nicht mal so schlecht. Anschließend können wir dann alles ändern.

  30. Herzlichen Glückwunsch zu diesem klugen Beitrag, Herr Bergerac!

    Neulich las ich folgenden Satz in einem Leserkommentar zu einem Artikel der „Welt“ zum notwendigen Schuldenabbau:

    „schuldenabbau in einem schuldgeldsystem, wie bitte geht das?
    der nobelpreis ist demjenigen gewiss.

    Also worauf warten Sie noch? Rein in die Parteien und umsetzen.

    Herzliche Grüße

    Osswald

  31. Lieber pedroberac,

    die Idee, die Politikerkaste per sofort in Rente zu schicken, halte ich für eine sehr gute Idee!:-) Dass allerdings ausgerechnet der Staat als Monopolanbieter die richtige Instanz ist, um mit der „Geldschöpfung“ beauftragt zu werden, halte ich für äußerst problematisch. Dieses System wird nicht nur von den Banken auf das Heftigste verteidigt, sondern von allen, die davon profitieren und da gehört die Politik mit an die erste Stelle. Aus meiner Sicht ist jede „Geldschöpfung“ zum einen als Monopol und zum anderen aus dem Grundsatz heraus ein großes Problem, egal wer sie unternimmt und daher wird sie Thema eines der nächsten Blogs werden; vielleicht sehen wir uns da ja wieder!

  32. Hallo Frau Kablitz, als „Österreicherin“ muss es Ihnen doch hier vor Grauen die Schuhe ausziehen, was die Kommentare von „pedrobergerac“ und „osswald“ angeht. Der eine will eine sozialistische Umverteilungsmaschinerie unbekannten Ausmaßes lostreten, denn nichts anderes ist der sogenannte „Plan B“ der „Wissensmanufaktur“, der andere will ständig in die Partei. Faszinierend, wie nach all den negativen Erfahrungen der Sozialismus trotzdem nicht tot zu kriegen ist, dabei müsste jedem halbwegs klar denkenden Mensch bewusst sein, dass dadurch alles nur noch schlimmer wird! Aber in ihrem Frust über die Banken wird jegliches klare Denken ausgeschaltet. Die Etatisten sind überall!!:-)

  33. Och nö, ne? Ausgerechnet der »Plan B«, das Relikt aus der marxistischen Mottenkiste. Eine derartige sozialistische Neuordnung wird genauso scheitern wie die nationalen und internationalen Sozialismen im vergangenen Jahrhundert auch gescheitert sind. Aber immer schön an den Staat glauben, Ihr Lieben! Wenigstens wisst ihr dann, warum ihr untergangen seid!

  34. „der andere will ständig in die Partei.“

    Einmal ganz abgesehen davon, dass ich selbst in überhaupt keine Partei will, Herr von den Hoff, wie wird sich die Politik nach Ihrer fundierten Meinung verändern lassen? Durch Revolution vielleicht? Hossah! Reichlich alberne Vorstellung, IMHO.

    Herzliche Grüße

    Osswald

  35. Aber es bleibt doch die Frage, wie das alles verändert werden könnte.
    1. Es fehlt an einer Partei, die mit Ihren Ideen, Frau Kablitz, eine Chance hätte, ins Parlament zu kommen.
    2. Gäbe es diese Partei, wäre sie nicht automatisch in der Regierungsverantwortung, hätte also nichts zu melden.
    3. Wäre sie in der Regierungsverantwortung, dann wohl allenfalls als Juniorpartner, ohne die Möglichkeit, entscheidende Punkte umsetzen zu können.
    4. Wäre sie in der Regierung in der Mehrheit, würden die Stimmen nicht zu Gesetzesänderungen reichen, in Deutschland allein schon aufgrund des Bundesrates, der diese absegnen müßte.
    5. Sollte diese Partei aber im allergünstigsten Falle doch die wichtigsten Programmpunkte in ihrer Regierungsverantwortung umsetzen können, würde sie wahrscheinlich aufgrund landesweiter Proteste die Legislaturperiode nicht überstehen.
    6. Blieben diese Proteste aus, würde Brüssel dem ganzen einen Riegel vorschieden.
    7. Würde auch das nicht geschehen, würde diese Partei spätestens nach vier Jahren durch die Profiteure des Status quo, die mittlerweile in der (absoluten) Mehrheit sind, wieder abgewählt werden und alles würde revidiert werden.
    Wie soll sich da etwas ändern????

  36. Hallo Krischan,

    ja, genau so sieht das aus, besten Dank für Ihre Nachricht. Deswegen ist ja auch dieses Gerede vom „Weg durch die Instanzen“ müßig. Es gibt ein Zitat, das ich hier passend finde:
    “Es wird behauptet, daß Macht korrumpiert, aber tatsächlich ist es eher so, daß Macht die Korrupten anzieht. Die Vernünftigen werden normalerweise durch andere
    Dinge als Macht angezogen.“ David Brin
    Die ganze Situation könnte sich erst dann drehen, wenn die Menschen anfangen zu rebellieren und das dauert bekanntlich viel zu lang, dafür geht es den meisten vermeintlich noch zu gut!

  37. „Deswegen ist ja auch dieses Gerede vom “Weg durch die Instanzen” müßig.“

    Ach so, Frau Kablitz? Wie wäre es mit den Institutionen? Was ist mit den Grünen? Warum nicht frisch voran mit allen Gleichgesinnten im Gefolge in die FDP, weitere Jünger um sich scharen und von innen heraus verändern?

    Ich halte Ihre Einlassung für eine Ausrede, um nicht aktiv werden zu müssen. Genau so wenig wie es mit Lesen allein getan ist, ist es mit allein Schwätzen getan. Man muss auch verstehen und handeln.

    Herzliche Grüße

    Osswald

  38. Lieber Osswald,

    ich habe inzwischen bemerkt, dass Sie ein Freund davon sind, anderen vorzuschreiben, was diese zu tun und wie sie sich Ihrer Meinung nach zu verhalten haben, damit es in Ihre Gesinnung passt. Was Sie für eine Ausrede halten oder nicht, was Ihrer Meinung nach richtig ist oder nicht, sei Ihnen überlassen, das gebietet schon der Respekt, den Sie sich auch gönnen sollten. Sie werden es mir also bitte nachsehen, dass ich gedenke, MEINEN und nicht Ihren Weg zu gehen.

  39. @Warum nicht frisch voran mit allen Gleichgesinnten im Gefolge in die FDP:

    Daran, lieber Herr Osswald, daran.

    Wenn wir da draußen im Lande halbwegs um so viele Rechte verfügt hätten, wie die Helvetiern, dann würde diese Debatte nicht in Blog, sondern in BT stattfinden.

    Krasser Unterscheid ist nur, dass sich sie Eidgenossen Anno 1946 FREIGEKAUFT haben. Um 250 mio. an SF hat es gekostet, aber doch.

    Wir nicht.

  40. @R. B. 16. August 2013 um 10:18
    dass erst dann, wenn die Masse den Staat in den Untergang
    regiert haben wird, die demokratischen Systeme wieder Selbstheilungskräfte entwickeln können.

    „Demokratische Systeme“ könne keine Selbstheilungskräfte entwickeln, „demokratische Systeme“ Systeme sind die Krankheit.

  41. @susannekablitz70
    „Die ganze Situation könnte sich erst dann drehen, wenn die Menschen anfangen zu rebellieren….“
    Da können Sie lange warten: Der Staat, das ist die große Fiktion Aller, auf Kosten aller Anderen zu leben. (F.Bastitat)
    Der einzige Ausweg ist, denke ich, der des John Galt.
    Alles Andere können Sie vergessen!

  42. Verehrte Frau Kablitz: Ich verfolge und schätze Ihr Engagement und Ihre treffenden Beiträge gegen die verbrecherischen Machenschaften von Politikern in mafiöser Konspiration mit Bankstern, einer willfährigen Justiz, Mainstream-Medien (Huren ist die korrekte Bezeichung) und Großkonzernen. Bedeutende Köpfe wie von Mises, Hayek etc., auf die Sie sich stets zu Recht stützen, haben schlüssig, wahrhaftig und unwiderlegbar bewiesen, wohin diese „Anmaßung von Wissen“ letztlich führt; wir sind leider nicht mehr weit davon entfernt.

    Wenn man vor dem bitterernsten Hintergrund dann hier den – Verzeihung – geistigen Dünnschiß eines arroganten Wichtigtuers unter dem Pseudonym „Osswald“ liest, weiß man, warum unser Land „den Bach hinuntergehen“ wird.

    Im übrigen schreibe ich als jemand, der lange einen eigenen Betrieb geführt hat und für seine Entscheidungen persönlich voll haftete.

  43. @Klose: Meinen aufrichtigen Dank! Ja, die „Anmaßung von Wissen“ und die Lehren daraus sind wahrhaftige „Aha“-Erlebnisse und ich freue mich, dass es Menschen gibt, die in diesen Lehren „zu Hause“ sind!

  44. @Molot: Ich fürchte, Sie haben Recht! Es ist bemerkenswert zu beobachten, wie viele ihr Heil in der Politik oder im Staat als Gesamtkonstrukt sehen. Da es ohne diesen scheinbar kein denkmögliches Leben geben kann, ist auch eben alles nur über den Staat abbildbar. Ich las kürzlich wieder einige Zitate von Ayn Rand und sie hat es sehr treffend formuliert: „Man kann die Realität ignorieren, aber man kann nicht die Folgen des Ignorierens der Realität ignorieren.“

  45. Also das mit der FDP wählen als Vorschlag von Osswald hat „allererste“ Güte. Bei einer fast demokratischen Partei mitzuarbeiten um unsere „Demokratie“ zu verbessern, hat etwas unglaublich verlockendes. Die Honigtöpfe der Macht, das ist ja genau was „Österreicher“ immer wollten – oder etwa nicht 😉

    Oder sind es nur immer wieder die gleichen Unterdrücker die so etwas „wollen“. (Allerdings muß ich gestehen, warum man so etwas haben wollte, entzieht sich meinem Verständnis) aber ich warte immer noch auf die Spezifizierung der „besseren“ Demokratie durch „noch bessere Partieien“, wie wir ja wissen haut das im Endeffekt am Besten mit nur noch einer Partei hin. Und auf dem Weg zur SED 2.0 sind wir ja allemal. Da kann ja nur alles gut werden.

    Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten.

  46. Zur „Wohlfahrtsindustrie“ habe ich heute noch gefunden:
    http://ef-magazin.de/2013/08/20/4401-hartz-iv-tragoedie-des-gemeinnutzes

    Soviel zu
    „Es gibt kein Recht auf Kosten anderer zu leben“

    Nun das gilt vielleicht nicht de jure aber sieht so aus als ob es der de-facto Standard werden sollte. Zu dem auf „Kosten andere leben“, hat auch noch die „überschaubare Relevanz“ kürzlich etwas gepostet.
    http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2013/08/06/bedingungslos-schon-scheise/

    Und überall kriechen die „guten Menschen“ aus Ihren traurigen Höhlen (wenn Sie sich gerade mal nicht volksverblöden lassen) . Tenor, Gel ist doch da, und eine Billion muß ja woh „drin“ sein, das wo wir ein gesamtes BSP von irgendwo um 3 Billionen haben. Ein Drittel davon soll man mal gleich abgeben. Oder bei ca 20 000 000 Arbeitenden kommen auf jeden die „schlappe Summe“ von 50000 €, die „mal“ eben von denen zu bezahlen sind. Tja und wenn man es genau betrachter arbeiten wieivele Deutsche heut noch produktiv?

    Irgendwelche Vorschläge?

  47. Frau Kablitz,
    ein großes Lob auch meinerseits für diese Serie („Zauberkiste…“) und Ihren Blog ingsgesamt. Ich bin sonst beim wertem LePenseur, bei Sezession oder Elsässer kommentierend unterwegs.

    Eben hörte ich mir eben ein Gespräch mit H.J. Zillmer über die abiotische Erdöltheorie (www.youtube.com/watch?v=EtkLc4tgIkI), wo des Gast sagte, „Unser Sozialstaat wird an der Tankstelle, mit unserer Heizung und unserer Stromrechnung bezahlt.“
    Daher waren die „Grünen“ der Hochfinanz willkommene Idioten, wogegen der Glaube, man könnte, wenn man nur genug wollte, in diesem BRD-System eine Partei installieren, die der Hochfinaz in die Suppe spuckt, mit idiotisch anmutet. Alles andere bedeutete, aus der Geschichte nichts gelernt zu haben.
    Heute Morgens wurde Mister Brüderle im „dlf“ befragt und er schaffte es meine letzten kümmerlichen Hoffnungen in die FDP ins Bodenlose zu versenken. Ich hielt ihn bislang für einen der letzten Konservativen in der Partei, nun visualisiere ich Brüderle nur noch mit Schleimschnecke – möge eine durchgeknallte Emanze ihm endlich den verdienten Fangschuß verpassen …

    Frau Melanies kluge Analyse des Wählermaterials teile ich zu 100 Prozent. Daher sehe ich Null Chancen, daß sich freiheitlich gesinnte Menschen irgendwie durchsetzen könnten. Die Erfinder des Sozialismus – nichts anderes ist ja die von US-Gnaden verordnete Demokratie – haben das sehr listenreich ausgeheckt. Mir scheint, sie haben „Die Protokolle“ gelesen …

    Von daher habe ich den Verdacht – sagen wir mal, die verzweifelte Hoffnung, wie andere in die AfD – Andreas Popp mit seinem irrsinnigen Plan B könnte eine alte esoterische Lehre, nach der manches Übel nur mit noch mehr desgleichen Übels bekämpfen könnte, ausgeheckt haben. Das Gegeifere gegen Seinesgleichen kann ich jedoch nicht nachvollziehen, da ein schnelles Ende mit Schrecken seines Modells mir immer noch milder erscheint, als das langsame Siechtum bis zum finalen Aushauchen, was die Merkelianer alternativlos anstreben.

  48. Pingback: Freitag 23:55 Uhr - Wochenende! | PTB - PAPSTTREUERBLOG

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