Die Zauberkiste der Menschenmacher (3)

Die Hoffnung auf den ewigen Frieden zwischen den Menschen hat sich bis zum heutigen Tage nicht erfüllt – weder durch den technischen Fortschritt noch durch eine vermeintlich anspruchsvollere Bildung. Am ehesten hat die Ökonomie dazu beigetragen, eine Ökonomie, die vor allem in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg für einen enormen Wohlstandsgewinn zumindest in der westlichen Welt gesorgt hat. Aber die Ökonomie, die ist nicht sonderlich beliebt. Die Ökonomie ist einer der Bereiche, die am meisten Wut und Ärger auslöst und der so viele Menschen zu gegenseitigen Feinden macht.

Wir befinden uns heute in einer Situation, die die meisten Menschen – sofern sie sich denn die Zeit und die geistige Anstrengung zumuten über den derzeitigen Zustand ernsthaft und unverklärt nachzudenken – wohl ziemlich hilflos zurücklassen. Es ist ein seltsames Bild, was sich da derzeit präsentiert. Auf der einen Seite die Menschen, die uns erzählen wollen, dass alles auf „gutem Wege zur Besserung“ sei und auf der anderen Seite eine deutlich, sehr deutlich geringere Anzahl von Menschen, die vor Sorgen und bösen Vorahnungen nur noch wenig seligen Schlaf finden.

Aber besteht denn überhaupt dieser „gute Grund“ zur Sorge dieser verschwindend kleinen Gruppe von Menschen, die beständig davor warnen, dass „das hier kein gutes Ende“ nehmen wird?

Wagen wir einen kleinen Blick zurück in eine Zeit, wo es in Deutschland so schien, als ob in diesem Land Milch und Honig fließen. Die meisten, die wie ich in den 70-er Jahren geboren wurden, kennen keinen anderen Zustand als Wohlstand und Frieden. Im Grunde genommen Gegebenheiten, die überaus erstrebenswert und jedem Menschen zu gönnen sind. Der Wohlstand, der sich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges nach und nach ausbreitete, hatte vor allem mit dem ungeheuren Bedürfnis zu tun, nach langen Jahren des Schreckens, der Todesangst und der Entbehrungen von ganz grundlegenden Bedürfnissen, endlich wieder das Leben zu genießen. Gerade in den Jahren, die durch Ludwig Erhard geprägt waren, entstand ein enormes Unternehmertum. Hier waren Menschen am Werk, für die Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Genauigkeit, Fleiß und eine große Portion Anstand Selbstverständlichkeiten waren.

Es waren die, die unseren Wohlstand erarbeiteten, indem sie Güter hergestellten, die anderen Menschen nutzten indem sie deren Wünsche befriedigten. Es waren Menschen, die anderen Menschen dienten, weil sie einen Mehrwert schufen, etwas, das dauerhaft und langlebig war. Gelang diese Bedürfnisbefriedigung besonders gut, so konnte es durchaus passieren, dass diese Menschen reich wurden. Damals schien das keinen zu stören, im Gegenteil, sah man doch mit eigenen Augen, wie es gehen konnte, wenn man Erfindergeist, Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen hatte.

Leider gesellten sich zu dieser ehrenwerten Gruppe von Menschen andere Menschen, denen dies alles viel zu anstrengend und nervenaufreibend war und die daher die politische Laufbahn bevorzugten. In diesem Fall  ging es (Ausnahmen bestätigen die Regel) nie darum, anderen Menschen zu dienen sondern diese in erster Linie zu beherrschen.

Eine Berufswahl, die übrigens schon in der ganzen menschlichen Vergangenheit auf diejenigen besonders großen Reiz ausübten, die lieber reden als handeln und die davon überzeugt sind, dass ein scheinheiliges Strahlegesicht, salbungsvolle Worte und das Leben auf anderer Leute Kosten  florierenden und moderne Staaten unmöglich vorenthalten werden darf. 

Mit unseren Freunden, den Amerikanern im Gepäck, die sich bis heute übrigens noch so viel Sorgen um unser Wohlergehen machen, dass sie uns aus absolut selbstlosen Gründen nicht vom Wickel lassen, tauchten wir ein in Zeiten, die einen nie endenden, wesentlich leichter zu erreichenden Wohlstand versprachen. Quatsch, mit der vielen Arbeit! Verantwortung und Dienstleistung für und an anderen Menschen? Auch Quatsch! Sparen, bevor man sich etwas leisten kann? Was für ein Unsinn!

Viel einfacher ließ sich dieser erstrebenswerte paradiesische Zustand mit der Notenpresse verwirklichen, die bis heute mit immer größerer Begeisterung und Volldampf in Anspruch genommen wurde und somit einen Wohlstand präsentierte, der ohne besondere Anstrengung zu verwirklichen war und das Unternehmertum (kein Managertum!) zunehmend überflüssig machte. Die westliche Welt hörte in weiten Teilen auf, Wohlstand zu erschaffen, stattdessen formte sich eine Welt, die aus Illusionen durch Geldvermehrung bestand.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich in meiner Jugend von unterschiedlichsten Stellen Aussagen hörte wie: „ Das zahlt doch die Kasse“! Als ich anfing, mich mit den Hintergründen zu beschäftigen habe ich mich gefragt, wer denn „die Kasse“ ist. Genauso wie ich mich gefragt habe, wer denn „der Staat“ ist, der nur aus heroischen Menschen zu bestehen scheint.

Ich glaube, dass bestimmte Menschen durch Gottes Gnaden ausgesucht werden, um den Staatsdienst anzutreten. Das muss so sein, denn wenn es normale Menschen wären, dann wären sie doch fehlbar, gelegentlich unmoralisch, auch verschlagen, zuweilen hinterlistig, selbstgerecht und selbstverliebt.

Nicht so (anscheinend) Politiker, denn wenn man sich so umhört, dann vertreten manche Zeitgenossen die Ansicht, dass es nun endlich aufhören soll, dass der Staat so viele Zinsen an die Banken für die ganze Schuldenmacherei zahlen muss. Viel sinnvoller sei es,  diese wichtige Aufgabe der „Geldschöpfung“  eben ohne Bankenbeteiligung dem Staat anzuvertrauen. Damit so gar keine Hemmnisse mehr im Wege stehen! Damit auch die letzte Hürde der sichtbaren Peinlichkeit, (wenn das auch inzwischen vernachlässigt werden kann, denn: “ Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“), mit fremdem Geld nicht umgehen zu können und auch gar nicht zu wollen, lässig übersprungen werden kann. Die Schulden sind also nicht so schlimm, nur die Zinsen, die an die Bank zu zahlen sind!

Mit anderen Worten: Wenn der Staat unsere Ansprüche mit der Notenpresse finanziert, ohne dass er auf die zu zahlenden Zinsen durch sein undiszipliniertes Verhalten achten muss, dann wird alles gut? Wenn der Staat Geld schöpfen kann ohne  jegliche weitere „Kontrollfunktion“, (ist sie auch noch so winzig) durch anderen Stellen, dann ist alles gut? Glaubt denn nach den Erfahrungen der Vergangenheit wirklich noch jemand ernsthaft, dass in der Politik Menschen handeln (und wieder bestätigt die Ausnahme die Regel!), die ehrenvollere Absichten haben als irgendwelche Bankmanager und Möchtegern-Konzernlenker?

So ist es kein Wunder, wenn gerade junge Menschen bei der Lektüre von Huxley´s „Schöne neue Welt“ oder Orwell´s „1984“ betroffen zusammenzucken und vor Entsetzen das Gesicht verziehen, aber als Berufswunsch „ irgendwas im Staatsdienst“ angeben – wegen der Sicherheit versteht sich!

Nun stehen wir hier an einem Punkt, der uns zum Umdenken zwingen wird und wir uns mit der Frage beschäftigen müssen, wie wir in Zukunft leben wollen. Es ist eben nicht so, dass „das Geld da ist“, „da“ sind nur Schulden. Schulden, die in der vorzufindenden dramatischen Ausprägung  niemals denkbar wären, hätten vermeintliche und vor allem selbsternannte Übermenschen nicht Gott gespielt, hätten diese Übermenschen ihre gierigen Finger aus fremden Honigtöpfen gelassen und sich nicht in einer unfassbar anmaßenden Dreistigkeit zum Herrscher über die Menschen erhoben.

All das ist möglich geworden, weil wir es zugelassen haben und diesen Irrsinn weiterhin dulden. Wir stellen elementare Dinge nicht in Frage, ganz im Gegenteil. Die Wohltaten sollen immer umfangreicher werden, niemand ist bereit, auf irgendetwas  freiwillig zu verzichten. „Das steht mir zu!“ ist eine Aussage, die unseren Zeitgeist wiederspiegelt. Eine Haltung, die nur noch von Anspruch aber kaum noch von Leistung lebt.

Eine Haltung, die jedem anständigen und verantwortungsbewussten Menschen die Haare zu Berge stehen lässt. Eine Klientel übrigens, die Politkern mehr als recht ist, müssen sie schließlich zum einen kein eigenes Geld aufwenden, um den Ansprüchen gerecht zu werden und können sich zum andern als Befreier von Schlechtigkeit und Ungerechtigkeit auf Erden aufspielen. Die Politik in der jetzigen Form ist kein Erlöser der Probleme, sie ist deren Ursache.

Diese Plapperei von der „Bestrafung der Reichen“ ist so unsäglich albern. Zum einen sitzen die wirklich Reichen an Positionen, zu denen unser ständiges Gejammer nicht durchdringt und zum anderen sind die „Reichen“, die man (z.B. bei den Linken) köpfen möchte im Verhältnis in viel zu kleiner Anzahl vorhanden, als dass sie zum „Ausgleich“ geeignet seien.  Nun, für den Wahlkampf reicht´s, da ist so ein bisschen Blut unter der Guillotine durchaus effektvoll.

Wir haben ein Geschenk von unschätzbarem Wert bei unserer Geburt verliehen bekommen. Wir können die Welt verändern, wenn wir das wollen. Wir haben die Macht und die Kraft, die Dinge, die durcheinandergeraten sind, wieder geradezurücken. Wir haben die Energie, gegen Ungerechtigkeiten aufzubegehren und sie auszuschalten. Dieses Geschenk namens Mut ist uns allen gegeben, dem einen mehr, dem anderen weniger. Aber wir haben ihn alle. Warum also nicht dieses wertvolle Geschenk nutzen und mit einem klaren Blick durch unsere Welt gehen? Keine Selbsttäuschung mehr, keine weitere Einlullung durch Menschen, die uns zu ihrem Machterhalt missbrauchen, keine haltlosen Versprechen und keine wertlosen, hohlen Phrasen.

Und so stellt sich die Frage, was siegen wird! Unser Mut, die Wahrheit zu ertragen, um die Dinge dann verändern zu können oder eher unser Wunsch nach sich sowieso in mit Riesenschritten herannahender, sich in Luft auflösender Sicherheit, die als Feigheit getarnt ist? Die Feigheit, die es anderen ermöglicht, über uns zu herrschen und uns zur  Belohnung einen fast abgenagten Knochen vorsetzen, den wir nur noch ablutschen können

6 Gedanken zu „Die Zauberkiste der Menschenmacher (3)

  1. „Nicht so (anscheinend) Politiker, denn wenn man sich so umhört, dann vertreten manche Zeitgenossen die Ansicht, dass es nun endlich aufhören soll, dass der Staat so viele Zinsen an die Banken für die ganze Schuldenmacherei zahlen muss. Viel sinnvoller sei es, diese wichtige Aufgabe der „Geldschöpfung“ eben ohne Bankenbeteiligung dem Staat anzuvertrauen.“ Ich hoffe doch sehr, dass so ein Schmarrn nicht die Masse repräsentiert, sollte es allerdings doch der Fall sein, dann geht es hier ja noch schneller abwärts. Erschreckend, diese Dummheit!

  2. Liebe Frau Kablitz,
    so gern ich Ihren Blog lese, manchmal verstehe ich Sie nicht.
    Ich zitiere Sie: „Diese Plapperei von der „Bestrafung der Reichen“ ist so unsäglich albern. “
    Vermutlich spielen Sie auf das Wahlplakat der Linken an, die „Millionärssteuer“ erheben wollen. Millionär ist fast jeder, der sich eine Eigentumswohnung oder selbstgenutztes Wohneigentum oder eine Altersvorsorge zusammengespart hat. Die Inflation sorgt dafür, dass wir bald alle Millionäre sind. Was die Linke will, ist klar: Die wirklich Reiche laufen zu lassen, und den Mittelstand auszupressen, um das Geld an deutsche und fremdländische Unterschichtler zu verteilen.
    Vergessen wir mal die Linke. Bin ebenfalls kein Freund dieser politischen Richtung.

    Dennoch verstehe ich Ihren oben zitierten Satz nicht.
    Fakt ist doch, dass ich durch meiner Hände Arbeit nicht reich werde. Reich werde ich, indem ich vom Zinseszins lebe. Daher wächst die Spanne zwischen Arm und Reich.

    Richtig reich werde ich üblicherweise, indem ich z.B. in eine reiche Familie hineingeboren werde. Ich erbe zehn Mietshäuser, investiere die Miete und kaufe neue Mietshäuser. Mein Sohn erbt dann fünfzehn Mietshäuser und so weiter.

    In diesen inzwischen fünfzehn Mietshäusern leben je zehn Mieter. Mein Sohn presst also aus hundertfünfzig sich krumm schuftenden Arbeitern das Geld und lässt sich von diesen weitere Häuser bauen und die eigenen sanieren.

    Mein Vermieter z.B. besitzt mehrere Häuser aus den zwanziger Jahren. Es ist längst zehnmal abbezahlt. Dennoch kann er es zu steigenden Mieten weitervermieten.

    Die darin wohnenden Angestellten und Arbeiter schaffen es so gut wie nie, dem Mietsverhältnis zu entfliehen, um sich ein eigenes Häuschen zu kaufen.

    An Stelle dieses Beispiels mit der Miete hätte ich auch jemanden nennen können, der eine Fabrik erbt (oder Kaufhausketten usw.).

    Die Frage ist, ob es gerecht ist, dass manche Leute niemals arbeiten müssen, weil sie entweder Grundstücke, Fabriken, Geld, Gold oder sonstige Werte erben. Oder eine Bank.

    Wer sich in Frankfurt die gigantischen, schwerstbewachten Glaspaläste der Banken ansieht, der weiß, wer unser Land gleich Feudalherren beherrscht.

    Es geht vernünftigen Menschen doch nicht darum, Bestsellerautoren, Erfinder, Selfmademillionäre, Händler oder reiche Schauspieler usw. zu enteignen.

    Es geht darum, jene zu beschränken, die LEISTUNGSLOS Milliarden kassieren. Es geht darum, die Umverteilung von FLEISSIG nach REICH zu stoppen.

    So betrachtet finde ich die Idee von der „Bestrafung der Reichen“ (Rückgabe des Gestohlenen an die Bestohlenen) nicht albern. Es muss nur definiert werden, ob jemand durch Leistung reich wurde (wie die Harry Potter Autorin und Milliardärin Rowlings). Oder ob jemand reich wurde durch ein gigantisches Erbe, Fiatgeldbetrug oder auch durch diebische Auspressung der Bürger z.B. durch die „Öffentlich Rechtlichen“.

  3. Liebe Melanie,

    vielen Dank für Ihre Zeilen. Sie haben recht, das kann man in der Tat falsch verstehen. Mein Ansinnen war es auszudrücken, dass die „Reichdebatte“ diejenigen nicht stört, die wahrlich reich sind, denn die werden sich nichts wegnehmen lassen, dazu sind sie viel zu machtvoll vernetzt. Die „Reichdebatte“ wird meiner Meinung nach missbraucht, um genau den Teil der Bevölkerung zu schröpfen, der es auf „aufständigem“ Wege zu Wohlstand gebracht hat und das Wort „reich“ wird in diesem Fall zweckwentfremdet. Dass der Vermieter, obwohl er bereits wohlhabend ist, Mietsteigerungen durchführt, ist zwar nicht besonders nett:-), aus wirtschaftlichen Gründen jedoch nachvollziehbar, denn wenn seine Immobilieninvestition schief läuft, trägt ja auch nur er die Haftung. Wenn die Gegend, in der er gebaut hat, uninteressant wird und die Mieten zwangsläufig gesenkt werden müssen, dann muss er das auch ausgleichen können.

    „Es geht darum, jene zu beschränken, die LEISTUNGSLOS Milliarden kassieren. Es geht darum, die Umverteilung von FLEISSIG nach REICH zu stoppen.“ Ist denn jeder Reiche faul? Sicher ist es richtig, dass ab einem bestimmten Vermögen durch den Zinseszins immer mehr dazukommt, aber was hat zu seinem Reichtum geführt? War es harte Arbeit, die zumindest am Anfang mit Risiken behaftet war? Steht ihm dann dieser Ausgleich jetzt nicht zu?

    Wo ich Ihnen absolut zustimme, ist, dass die Umverteilung von oben nach unten gestoppt werden muss bei der es ausschließlich darum geht, sich ohne eigene Risiken und ohne einen echten Wert zu schaffen Reichtum anzuhäufen. Dies ist leider in diesem schuldbasierten Geldsystem ein echtes Problem, das zweifellos so schnell wie möglich abgeschafft gehört. Wer nur auf Kosten anderer lebt ohne für sein Tun gerade stehen zu müssen, dem gehört tatsächlich ein Tritt in den Allerwertesten verpasst!

    „So betrachtet finde ich die Idee von der “Bestrafung der Reichen” (Rückgabe des Gestohlenen an die Bestohlenen) nicht albern. Es muss nur definiert werden, ob jemand durch Leistung reich wurde (wie die Harry Potter Autorin und Milliardärin Rowlings). Oder ob jemand reich wurde durch ein gigantisches Erbe, Fiatgeldbetrug oder auch durch diebische Auspressung der Bürger z.B. durch die “Öffentlich Rechtlichen”.“ Das unterschreibe ich Ihnen bis auf das „gigantische“ Erbe, denn das ist aus meiner Sicht eine private Sache der familiären Weitergabe an die Erben. Der Erwirtschafter des späteren Erbes (sofern er es auf rechtmäßigen und erarbeiteten Wege erwirtschaftet hat) soll nicht entscheiden können, wem er die Früchte seiner Arbeit gönnen möchte? Die Allgemeinheit und vor allem der Staat sollen darauf mehr Anrecht haben als die eigenen Kinder? Und wer entscheidet, was „gigantisch“ ist?

    Sie sprechen mir aus der Seele, dass man heute durch Arbeit wohl nicht mehr reich werden kann oder nur unter extrem schweren Bedingungen. Diese Bedingungen haben aber alle etablierten Parteien forciert. Das ganze System gehört meiner Meinung nach abgeschafft. Wer Werte schafft, sollte belohnt werden, wer dies nicht tut, bestraft. Leider sind wir davon weit entfernt.

  4. Das Falschgeldsystem und der Mittelstand werden immer verwechselt. Das kommt nicht nur in dem Kommentar von Melanie heraus, sondern so denken hier fast alle. Wir sind im Moment gerade in der Phase der Umverteilung bzw. Enteignung des Mittelstands. Am Ende gibt es nur noch die Unterschicht und die Herren des Falschgeldsystems.

    Genau so ist dieses Modell konzipiert. Am wichtigsten dabei: daß es keiner versteht, wahrnimmt, kennt. Man hetzt Mittelstand und Unterschicht aufeinander. Das ist das politische Spiel, das jetzt läuft und sich noch weiter verschärfen wird. Die Herren des Falschgeldsystems können dabei gar nicht verlieren.

  5. Liebe Frau Kablitz,

    vielen Dank für Ihre Antwort!
    Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu!
    Ich zitiere Sie: „Und wer entscheidet, was “gigantisch” ist?“
    Hm… sicherlich hat die Eigentümerin des Kaufladens an der Ecke kein gigantisches Vermögen, obwohl sie einen Porsche fährt. Sie gehört dem mittleren bis gehobenen Mittelstand an.
    Ein Medienmogul wie Berlusconi hingegen hat ein Milliardenvermögen, sodass er damit Politik machen und den dümmeren Teilen der Bevölkerung eine ordentliche Hirnwäsche verpassen kann. Desgleichen die Queen oder der Papst. Ebenso in den USA: Nicht umsonst gehören die Kennedys oder Bushs zu den reichsten Familien des Landes, können sich entsprechende Werbefeldzüge erkaufen.
    Gigantisch wird ein Vermögen, so meine ich, spätestens dann, wenn man es massiv zu politischen Zwecken missbrauchen kann. Wenn man damit z.B. Politiker bestechen kann.
    Die Frage ist, ob es sinnvoll ist, extrem viel Geld, d.h. extrem viel politische Macht, in die Hände eines Einzelnen zu legen.

    @Gerd-Lothar Reschke:.
    Nein, ich verwechsle Mittelstand und Falschgeldsystem nicht. Habe mich wohl missverständlich ausgedrückt.
    „Am wichtigsten dabei: daß es keiner versteht, wahrnimmt, kennt. Man hetzt Mittelstand und Unterschicht aufeinander.“
    Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu.
    Aber ich denke nicht, dass die Abschaffung des Fiatgeldes und Einführung eines wertgedeckten Geldes (z.B. durch Edelmetalle) alleinseligmachend ist. Zweifellos wäre es ein hervorragender Schritt in die richtige Richtung. Immerhin würde dann die Umverteilung (Diebstahl, Raub) hin zu den Gelddruckern enden!

    Aber angenommen, wir hätten nun endlich ein wertgedecktes Geld, welches sich nicht beliebig vermehren (drucken) lässt.

    Dann bestünde vermutlich immer noch jenes Problem: Im Kapitalismus gesellt sich Geld zu Geld, Produktionsmittel zu Produktionsmittel, Land zu Land. Es würden (auch durch Vererbung und Heirat) immer reichere Bürgersippen entstehen, die alle Macht anhäufen.

    Die Adligen machten es uns vor, egal ob das Geld wertgedeckt war oder nicht. Man heiratet bevorzugt untereinander, damit Grundbesitz bei Grundbesitz bleibt. Eine Adlige, die einen Bürgerlichen heiratet, verliert ihren Adelstitel.

    Auch mit wertgedecktem Geld wird es weiterhin Kolonisatoren, Ausbeuter, Lohnsklavenhalter geben. Die angehäufte Macht wird letztlich wieder dazu führen, dass Geld verwässert wird. So haben es die Cäsaren schon gemacht.

    Es sollte, vermute ich, noch weitere Korrektive geben, die verhindern, dass Reiche immer reicher und mächtiger werden und folglich die Politik bestimmen. Die Einführung eines wertgedeckten Geldes wäre ein wichtiger, phantastischer Anfang, ein Ende der größten Ausbeutung seit Menschengedenken.

    Aber beim Gedanken, einfach nur Silbergeld einzuführen (Verzeihung, ich vereinfache!) und dann dem ungehinderten Raubtierwettbewerb (Kapitalismus = Kapitalanhäufung) freien Lauf zu lassen, fröstelt es mich.

    Liebe Grüße

  6. Aber beim Gedanken, einfach nur Silbergeld einzuführen (Verzeihung, ich vereinfache!) und dann dem ungehinderten Raubtierwettbewerb (Kapitalismus = Kapitalanhäufung) freien Lauf zu lassen, fröstelt es mich.

    Mich fröstelt es ehere vom Gewaltmonopol ständig bedroht und ausgeraubt zu werden. Welche Firma kann mich ZWINGEN ihre Produkte zu kaufen? Keine. Aber jeder Staat zwingt mich unter seine Kunte und seinem „Steuerrecht“…

    Wo habe ich mehr zu verlieren?

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