Angst fängt im Kopf an – Mut aber auch!

Das Geschäft mit der Angst läuft glänzend. Das Geschäft mit der Angst hat gestern dafür gesorgt, dass die Geschäftsführerin der Firma „Angst“ einen fulminanten Sieg für sich – und nur für sich – einfahren konnte. „Scheitert der Euro – scheitert Europa“, so hat sie sich geäußert. Nun, sie hat ab und zu noch mehr gesagt, was qualitativ aber keineswegs besser war. Das meiste jedoch hat sie nicht gesagt, das haben andere für sie übernommen und genau diese Strategie hat zum gewünschten Erfolg geführt.

Besonders freuen dürfte sie sich darüber, dass die FDP, die Ex-Liberalen (bis auf die einzige Lichterscheinung Frank Schäffler) endlich aus dem Rennen sind. Also so ganz aus dem Rennen. Nun, nicht, dass das wirklich eine Rolle spielt, waren sie eh nur apportierende Schoßhündchen, aber nun muss man wenigstens noch nicht einmal mehr mühsam den Schein wahren, dass man an marktwirtschaftlichen Gesetzen Interesse hat.

Mich freut es, dass „die Liberalen“ ab sofort mit ihrer Farce von Freiheit und Marktwirtschaft das deutsche Volk nicht länger verhöhnen. Hochmut kommt vor dem Fall, das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben. Es wird auch die CDU erwischen, aber eben als letzte. Erst dann, wenn Deutschland in Trümmern liegt und wenn den Menschen hier bewusst wird, dass Haftungen zu tatsächlichen Zahlungen geworden sind. Wenn den Menschen klar wird, dass sie Angst haben mussten, als sie Angela Merkel ihr Vertrauen schenkten und nicht erst in dem Moment, wo die Wahrheit nicht mehr zu leugnen ist. Angela Merkel ist wie eine überbewertete Aktie. Auch hier entsteht der Verlust im Einkauf!

Wenn Frau Merkel ein „normaler Mensch“ wäre, könnte sie dann wirklich mit ihrem Ergebnis glücklich sein? Ich bezweifle das! Welcher Mensch, der ein Verantwortungsgefühl für seine Mitmenschen hat, könnte ernsthaft daran glauben, dass aus der „Saat Angst“ eine wunderschöne, farbenprächtige und gesunde Blume wird? Niemand, der ein Gewissen hat. Daraus folgt, dass alles, was wir bekommen werden, ein verkrüppelter verdorrter Kaktus ist, der nur grün angemalt ist.

Angst ist das, was die meisten Menschen am gestrigen Sonntag ihr Kreuzchen im Feld der CDU haben machen lassen. Angst ist  das, was uns antreibt, wenn wir möglichst keine Veränderung wollen, weil wir uns verzweifelt einreden (lassen), dass es uns (bis jetzt noch) gut geht. Ja, im Verhältnis zu anderen mag das so (noch) sein, aber ist das ein Trost?

Ist es ein Trost, dass wir noch ein bisschen länger von vergangenen Errungenschaften leben können? Ist es wirklich ein Trost, dass unser Wohlstand später als bei anderen verbraucht ist? Und ist es dieser Trost überhaupt korrekt? Stimmt das, was uns da eingeredet wird? Wenn man sich die Dinge so ansieht wie sie wirklich sind, dann ist das „große Hühnerkacke“!  Wir haben allen Grund Angst zu haben. Seit heute mehr denn je! Aus lauter Angst vor dem Kommenden wurde die Ursache der Angst gewählt.

Das ist die schlechte Nachricht – jetzt kommt die Gute! Denn neben der Angst, die im Kopf entsteht, ist es auch der Mut, der dort seinen Ursprung hat. Und es sieht ganz danach aus, dass die Menschheit erst richtig auf die Nase plumpsen muss, bevor sie zu Verstand kommt. Aus den schlimmsten Tragödien der Menschheit sind die größten Triumphe hervorgegangen. Vorher lernen wir nicht, vorher sind wir immer der Meinung, dass das Unvermeidliche tatsächlich unvermeidlich ist, alternativlos eben. Wir sind lernunfähiger wie kleinste Kinder es nicht sein könnten. Wir sind hundertprozentig davon überzeugt, dass sich etwas verändert ohne dass wir etwas verändern.

Wir werden den Preis unserer Angst zahlen müssen, denn die, die gewählt wurden, haben kein Geld. Sie haben nur unseres und mit dem erkaufen sie sich das, was für uns schauderhaft und für sie besonders wertvoll ist – unsere Angst. Unsere Angst vor etwas, was uns von denen eingebrockt wurde, die unser Geld dafür benötigten.  Mit ihrem eigenen Geld hätten sie einen solchen Irrsinn niemals finanziert!

Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, wir hätten echtes Geld! Wirkliches, realgedecktes Geld. Keines, was jeden Tag an Wert verliert, keines, das einfach per Knopfdruck hergestellt wird, keines, das wieder verschwindet, wenn man es „absaugt“. Sondern solches, das als Tauschwert für eine menschliche Leistung verwendet würde. Dieses Geld könnte nicht verschwinden, es wäre als echter Mehrwert tatsächlich vorhanden. Nur jemand, der anderen Menschen einen wirklichen Dienst erweisen würde, könnte über „Kaufkraft“ verfügen. Es würde nur das belohnt, was real tatsächlich vorhanden wäre.

Wüssten Sie, was dann passieren würde? Ja, genau – wir bräuchten nie mehr Angst zu haben! Nichts könnte zusammenbrechen, nur weil ein paar selbsternannte Übermenschen an den „Schalthebeln der Macht“ sitzen und sich durch ein paar Millionen Menschen dazu legitimieren lassen, diese zu enteignen und zu entmündigen. In diesen ganzen Schlamassel geraten wir seit Jahrhunderten nur immer wieder, weil wir von einem Wohlstand durch „mehr Geld“ träumen. Nur „Mehr“ scheint zu zählen, dabei sollte das Merkmal „Gut“ sein.

Seit Jahrhunderten reden uns Politiker ein, dass wir sie wählen müssen, um keine Angst haben zu müssen. Seit Jahrhunderten reden uns Politiker ein, dass wir sie brauchen, um uns nicht die Köpfe einzuschlagen. Seit Jahrhunderten reden uns Politiker ein, dass die Gier zu Marktverwerfungen führt und sie diesen menschlichen Makel korrigieren müssen. Gier ist aber gar nicht das Problem, sondern nur deren Kanalisation und diese Kanalisation ist genau das, was die Politik begünstigt, ja sogar fördert. Ist es die nicht mehr vorhandene freie Wirtschaft, die uns in den Ruin treibt? Oder ist es nicht sehr viel eher ein Konglomerat aus staatsbeauftragten Notenbanken, subventionierten Geschäftsbanken und einem korrupten Gestrüpp wechselseitiger „Wirtschafts-Politik-Interessen?“

Die Angst ist es, die uns zu Taten veranlasst, die selten gut für uns ausgehen. Der Mut wäre es, der uns helfen würde, aus diesem Teufelskreis auszutreten und energisch unseren Ängsten entgegenzutreten. Mit jedem Fünkchen Mut, mit jedem Fünkchen Eigenverantwortung würden wir die Geister, die wir riefen, zurückdrängen und unserem Selbstwert wieder Luft lassen.

31 Gedanken zu „Angst fängt im Kopf an – Mut aber auch!

  1. „…Angst ist das, was die meisten Menschen am gestrigen Sonntag ihr Kreuzchen im Feld der CDU haben machen lassen…“

    Ich denke, dass nicht wirkliche Angst die Menschen bewogen hat, an Mutti wieder ihre Stimme abzugeben.
    Es war wohl eher die konsequente Desinformation, die Lügen, die Manipulation und die Progaganda der Politdarsteller und der Systemmedien.
    Die richtige Angst, die kommt erst noch. Spätestens dann, wenn alles Vermögen zur „Rettung“ der Banken und des Klimas gestohlen wird, was die vermeintlich Ängstlichen noch besitzen.

    Ein lesenswerter Artikel.

    PS: Kann es sein, dass das Kommentarfeld eine kleine Macke hat?

  2. Ob es nun „mutig“ war, gestern NICHT zu wählen, sollen andere beurteilen. Aber wenn ich mir die Kommentare und ausgrenzenden Reaktionen meines Bekanntenkreises (teilweise kam ich mir wie ein Ketzer im Mittelalter vor) so vor Augen führe, dann war es das wahrscheinlich doch… MUT, diesem Scheisshaus-System endlich und endgültig abzusagen!

    http://www.freiwilligfrei.info/archives/5076

  3. Ich bin auf den selben Gedanken gekommen. Wenn der Mensch Angst hat, nimmt er die Embryonalstellung ein und sehnt sich nach Mutti. Da paßt die Raute (Vulva) ja erstklassig dazu.

  4. Ich glaube nicht, dass es die Angst war. Es war eher die Hoffnung darauf, dass es die Kanzlerin schon richten wird. Und darin scheinen viele ihre Hoffnung zu legen. Interessant wird, wie es weitergeht. Ich hätte soo gerne eine Minderheitsregierung. Aber diese Hoffnung wird sich wohl nicht erfüllen 🙂 http://wp.me/pSl3C-de

  5. Wenn Sie mal Zeit haben lesen Sie mal beim Denker und bei mir vorbei. Die AfD war für mich keine Alternative, für andere offenbar der neue Stern am Politik himmel. Dabei hatte auch die AfD keine Antwort für die vordringlichsten Probleme
    1) Zentralbanken und Fiat-Zwangszahlungsmittel
    2) Schulden.

    Ich habe auf Ihren Eintrag hier verlinkt, da er so treffend ist.

    Merkel ist für Deutschland eine Katastrophe, aber es ist nun mal unsere „Führerin“, damit haben wir ja Allerbesten Erfahrungen gesammelt. Ich weiß auch das viele ehemalige Liberale lieber CDU gewählt haben, damit etwas liberal noch bleibt. Ich halte es aber für Feigheit. Es gab in einigen Ländern eine wirkliche Alternative. Die haben aber nur 25 000 gewählt. so ist es halt in einem pre-sozialistischen Land….

  6. Liebe Frau Kablitz, als Amateur-Meinungsforscher muss ich Ihnen ,leider, widersprechen. Es ist nicht die Angst. Es ist die geradezu undenkbare Dummheit. Denn Leute meinen es ernsthaft, dass Euro-Krise vorbei ist. Lachen Sie nicht, aber Leute glauben IN DER TAT Frau Merkel und ihrer Agitprop-Maschinerie.

  7. Hallo FDominicus, ja, die Alternative gab es tatsächlich, man hätte sie nur ergreifen müssen. Wir sind hier zu 99 % nicht bereit, derzeit etwas zu verändern. Ich befürchte, dass die meisten noch bis zum letzten Tag an das glauben, was ein Politiker sagt (was ja an sich schon absurd ist). Jetzt sagt es auch noch Frau Merkel. Das frechste, was ich gestern gelesen habe, war, dass Angela Merkel als „die Maggie Thatcher“ von Deutschland tituliert wird. Es ist unfassbar, Maggie Thatcher posthum derart zu beleidigen.

  8. @Axel Ja und für die nicht Gläubigen gilt wie immer mitgefangen – mitgehangen. Man das wir nach dem dritten Reich so etwas noch mal anfangen ist unglaublich besch… eiden….

  9. „Das frechste, was ich gestern gelesen habe, war, dass Angela Merkel als “die Maggie Thatcher” von Deutschland tituliert wird. Es ist unfassbar, Maggie Thatcher posthum derart zu beleidigen.“
    Genau das habe ich mir auch gedacht, habe es allerdings auf RT aus dem Munde einer Vertreterin der „Linken“ gehört. Da muß man einige perspektivische Verzerrung einkalkulieren.

    Vielen Dank für die wieder einmal sehr klaren Worte!

  10. Guten Morgen. Angst sehe ich ich nicht. Es ist vielmehr ein kollektiver Somarausch, ein Drink gemischt aus DSDS, Tagesschau und Günter Jauch. Ich befinde mich (gesellschaftlich) am unteren Ende der sozialen Leiter, dementsprechend sind meine Kontakte eher die mit den „einfachen“ Menschen. Angst kann ich hier nicht erkennen. Es wird betäubt was das Zeug hält, und der Markt hergibt. Kaum einer der kritisch denkt und hinterfragt. Wichtig ist und bleibt, das immer eine Kippe in der Schachtel ist, und die Transferleistung ungekürzt kommt – Mutti Merkel verkörpert in diesem „Scheinleben“ die Konstante, die notwendig ist, damit keine Unruhe im schlaffen Balg aufkeimt – alles ist gut, und wenn es nicht gut ist, dann wird alles gut.
    Letztlich wird immer noch eine „Person“ gewählt, und nicht Sachverstand, ein Punkt, der mir ganz klar zeigt, das ein „Führer“ jederzeit wieder denkbar ist, es müssen nur die Parameter stimmen – das Humanpotential ist ohne Frage immer da 😦 und wenn die Kippen und die Transferleistungen ausbleiben…
    In dieser grossen, und weiter ansteigenden Bevölkerungsschicht, gibt es nicht viele die den Begriff „Schuldgeldsystem, Josefspfennig, Giralgeld“ schon mal gehört hätten, und die bunten Verrechnungseinheiten in der Brieftasche sind halt „GELD“ Niemand weiss hier, das das der eigentliche Grund ihrer Armut ist – ein Zustand der sich auch nicht ändern wird, weil dieses Wissen, und die damit verbundenen Konsequenzen das watteweiche Hirnpolster rauher machen, und wer will das schon!
    Selbst Seiten wie die Ihre werden nichts an diesem Zustand ändern, denn gute Inhalte sind wie gutes Essen, man muss einfach mehr kauen, ein Umstand der in der Junkwelt eher unbeliebt bis unbekannt ist. ICH für meinen Teil schätze Seiten wie diese, zeigt es mir doch, das ich nicht allein bin mit meiner Kritik am System, UND meiner Angst – denn wir sind vielleicht die wenigen die nicht im kollektiven medialen Somarausch dahindämmern, und letztlich daran sterben – Ich bin alleinerziehender Vater, und mein Sohn und ich haben schon vor Jahren beschlossen keinen Fernseher zu besitzen, ein Umstand der uns in unserem Bekanntenkreis wie Ausserirdische erscheinen läßt 😉
    Machen Sie unbedingt weiter, lassen Sie nicht nach, seien Sie unbequem, immer ein wenig Stachel im System, auch wenn es sie nur juckt und nicht wirklich schmerzt – das ist das was geht, und es ist gut!
    Mit freundlichen Grüßen
    amoratis

  11. Hallo!
    Da haben Sie wieder einen tollen Artikel hinbekommen der den Nerv traf. Leider ist er auch ein Ausdruck der Missstände.
    Habe mich hier inspirieren lassen und über die kambodschanischen Wahlen geschrieben – über die was, bitte? Lieber Hun Sen als Merkel!
    Herzliche Grüße.

  12. Pingback: Angst fängt im Kopf an – Mut aber auch! | Schnanky

  13. Hallo alphachamber,
    lieben Dank und ja, die Einschläge werden jetzt schneller kommen, mal sehen, wann die Menschen sie hier hören!
    Weiterhin eine gute Reise, bleiben Sie am Ball!

  14. Liebe Frau Kablitz,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich freue mich über jede Quelle im Netz in der ein Licht strahlt, welches zeigt, dass es Menschen gibt, die Fragen stellen, sich mit Themen beschäftigen und vor allem in der Lage sind selbst Gedanken zu entwickeln. Es freut mich, dass auch Sie sich gegen die Begriffsverwirrungen unserer Zeit stellen. In manchen Diskussionen bin ich fast verzweifelt, wenn ich höre was andere Menschen heute unter Freiheit verstehen. Es erschreckt mich sehr.
    Ich glaube wir sind entweder jenseits der Angst oder wir sind noch nicht einmal dort angekommen. Die Angst scheint knapp unter 5% geblieben zu sein. Für mich sieht es eher aus als hätte diese Devise gewonnen: „Wenn ich die Augen zu mache, wird alles wieder gut.“ Ich weiß nicht, was bei den Wählern wirklich dahinter steckt: Resignation, Fatalismus, Selbstaufgabe, Hoffnung, gefühlte Alternativlosigkeit, Ernüchterung?

    Auf jeden Fall leuchten Sie bitte weiter. Danke.

    Liebe Grüße
    Martin Finger

  15. „Das frechste, was ich gestern gelesen habe, war, dass Angela Merkel als “die Maggie Thatcher” von Deutschland tituliert wird. Es ist unfassbar, Maggie Thatcher posthum derart zu beleidigen.“

    Offenbar wissen Sie einige Dinge über Mrs. Thatcher, die sich meiner Kenntnis entziehen. Ich kenne die Dame nur als das Fallbeil des britischen Mittelstandes. Und in der Hinsicht kann sich unsere Bundesgeschäftsführerin ja durchaus auch sehen lassen.
    Außerdem treten beide erstaunlich unweiblich auf – aber das scheint ja allgemein eine Zugangsvoraussetzung für eine politische Karriere als Frau zu sein.

    Ich mag Ihren Artikelstil. Die Angst ist tatsächlich eines jeden freien Menschen größte Bedrohung und deshalb ungeheuer beliebt als Stilmittel bei den – naja, Ungeheuern.

    Immerhin sind wir nicht allein mit unseren Ängsten. Sie haben auch welche. Vorne weg die Angst, wir könnten erkennen, daß wir sie nicht brauchen. Keinen und keine von denen.
    Sie müssten dann aufhören, unsere Freiheit gegen ihre Sicherheit zu tauschen und unser Geld auszugeben, um uns zu kontrollieren.

    Macht scheint eine furchtbare Sache zu sein, sofern man sie nicht mit Verantwortung in Schach hält, wie etwa Herr Putin.

    Ich bin völlig „machtlos“ in solchen Dingen – aber ich möchte keine Sekunde tauschen. Paranoia, Angst und Mangelgefühle – andere Motive scheint es „da oben“ nicht zu geben.
    Bin ich froh, daß ich so ein kleines Licht bin!

  16. Lieber fargo,

    Sie sind kein kleines Licht, die kleinen Lichter dümpeln an ganz anderer Stelle vor sich hin! Ich freue mich über Ihren Eintrag. Ja, ich weiß, dass Mrs. Thatcher genau dafür gehalten wird. Sie war tatsächlich ein Fallbeil, aber vor allem für das Establishment. Ich habe auch lange ein falsches Bild von ihr gehabt, vor allem, weil sie für uns „zarte Seelchen“ vermeintlich unbarmherzig vorgegangen ist. Wenn Sie sich ein wenig näher informieren möchten, empfehle ich unter anderem das Buch von Dominik Geppert, das hervorragend recherchiert ist und nicht nur die Wirkungen ihrer Politik beleuchtet sondern – und das ist wie in den meisten Fällen viel wichtiger – die Ursachen. Die Korrektur meines Bildes – verfestigt durch noch weitergehende Literatur – war erheblich.:-)

  17. Ich habe mehrere Thesen warum Menschen immer noch zur Wahl gehen und immer wieder ihre eigene Fallgrube austragen.

    1. Menschen haben Angst für ihr tägliches vorgehen Verantwortung zu tragen. So kenne ich doch ein paar Beispiele in meiner Umgebung die Grün wählen und sich schwarz verhalten. Umweltschutz muss sein, deshalb wähle ich alle 4 Jahre grün, fahre mit dem Auto zum 1km entfernten Supermarkt, alles muss glänzen und schön im transparenter Kunststofffolie verpackt sein.
    Tierquälerei: dagegen muss vorgegangen werden, aber beim Fleisch muss man schon auf den Preis achten, da ist Wiesenhoff recht günstig.
    <>

    SPD Wähler: Die Frau Merkel von der CDU die macht doch nichts.

    CDU Wähler: Der Steinbrück und sein Mittelfinger und dann diese Vorträge, Frau Merkel sorgt für mehr Demokratie in den Krisengebieten. <>

    AFDler: So jetzt bringen wir mal den Bundestag durcheinander!

    Alles nur Oberflächlichkeiten und die Meisten habe 4 Jahre lang nicht 2 Stunden recherchiert um sich mit einem Thema auseinanderzusetzten. Jeder der politisch und weltgeschichtlich interessiert ist weiß, dass dies Wochen in Anspruch nehmen kann, um nur halbwegs sich eine vernünftige Meinung bilden zu können.

    2. Ich habe das Gefühl, dass sich viele Menschen wirklich durch die banalen Baumattacken wo diese ganzen Schilder hängen, verblenden lassen bzw. wie so eine art Hypnose unterzogen werden. Ebenso natürlich wie der permanente Dauerkonsum der Nachrichten, wo irgendwas erzählt wird nur nicht die Wahrheit. Selbst solche noch anschaubaren Programme wie Monitor haben in der letzten Sendung propagiert das „NICHT WÄHLEN“ nur von Bildungsfernen ausgeübt wird. Da sieht man mal wieder wer im Vorstand dieser Medienhäuser sitzt. Bei der täglichen Anzahl von Symptomen der Eurokrise und Missmanagement rennen viele einer Eilmeldung nach der Anderen hinterher, so hält man sie beschäftigt.

    3. Logisches Denken: Dies betrifft selbst Menschen die einen Messerscharfen Verstand im Geschäft haben und die kompliziertesten Aufgabe lösen können, sobald es aber um eine logische Schlussfolgerung im Alltag geht, bricht irgendwie jede Synapsenverbindung zusammen und das Acetylcholin wird durch einen Korken ersetzt.

    Fazit: Solange das unzählbare Geld bei den gleichen Leuten bleibt die über das System herrschen und in der Politik nur Parteien sind die dem System dienen, werden Wahlen nichts ändern. Ich bin der festen Überzeugung ,dass Menschen mit zu viel Macht nicht umgehen können und deshalb mehr regionale Entscheidungen nötig sind. Ich sehe aber das EU Kommissare immer mehr Entscheidungen tragen , die von niemand gewählt wurden und schon gar nicht auf die Bedürfnisse einzelner Regionen eingehen können.

  18. Liebe Susanne Kablitz,

    seit langem verfolge ich ihren Blog mit einem leichten Gefühl der Verbundenheit. Eine Verbundenheit, die, wie ein „Vorredner“ treffend erklärte, das Gefühl bestätigt, mit seinen Gedanken nicht der einzige Geisterfahrer auf der Mainstream Autobahn zu sein – in einer Welt voller Lügenbarone, Wahrheitsverdränger, machtgeiler Opportunisten und dummgeklopfter, weichgespülter Lemminge.

    Groß ändern werden unsere Gedankenspiele sicher nichts.
    Mit dem älter werden beschleunigt sich nicht nur der Abbau körperlicher Ressourcen, sondern – viel Erschreckender – auch die wachsende Erfahrung mit gleichzeitiger Ernüchterung, die durch das immer wieder gleiche Possenspiel, egal ob Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik, durchlebt, und weiter zementiert wird.

    Das geht so weit, dass mein Glaube an die Menschheit, am sprichwörtlich seidenen Faden hängt, und die „großen Zusammenhänge“ nicht mehr auf Komplexität, was eher mit Mut und Optimismus getragen werden könnte, sondern nur noch auf Dekadenz und selbstverliebte Machtspiele, zurückzuführen sind. Der Mensch scheint weder geschaffen für langfristige „nachhaltige“ Ziele, noch für soziale Wohlfahrtssysteme.

    Zu groß ist die Gefahr, dass der natürliche Urtrieb zum Erfolg (Jagd + Beute) – oder neudeutsch: Leistungsprinzip – und die damit verbundene Trophäe fürs Ego (mit Beute zurück in der Höhle), beim tatkräftigen Warten auf die solidarisch „umfairteilten“ Fleischreste des Nachbarstamms, in lethargischer Höhlenwandmalerei enden.

    In der westlichen Welt ist dieses Modell leider zur vielbeschworenen Mantra geworden. Natürlich nicht, weil Politik versucht den Menschen zu helfen, sondern weil sie, wie bei Religionen üblich, viele „gläubige“ Abhängige suchen, die dann sauber an der Gängelleine dirigiert werden können. Leider fallen viel zu viele Menschen aus Bequemlichkeit und Angst(?) auf dieses Betäubungsmodell herein, weil sie Angst vor der Wahrheit, Angst vor der wahren Herausforderung des Lebens haben. Das geht dann so weit, dass sich krebsähnliche Metastasen bilden, die dieses Modell zwangsläufig hervorbringt. Man denke alleine schon an die Sozialindustrie, oder die plötzliche Einschätzung mancher Betroffener, die ein Recht auf mehr Unterstützung proklamieren, als sei dies ein unumstößliches Geburtsrecht. Und das obwohl manche bewusst, weder zu dieser Gesellschaft gehören, noch etwas zu dieser beitragen wollen. Das schlimmste dabei ist aber, es wird von der Politik gewährt, weil es Wählerstimmen bringt.
    Ich bin nicht grundsätzlich gegen den sozialen Gedanken in einer Gesellschaft, der die unterschiedlichen Talente und altersbedingte Leistungsunterschiede, ausgleichen kann. Doch dies darf nur in engen Grenzen, und in einer kleinen Gemeinschaft stattfinden. In Wahrheit kümmert sich der Mensch nicht mal ernsthaft um seinen Nachbarn. Wieso soll also der Mensch solidarisch zum nächsten Dorf, zur nächsten Stadt, zum nächsten Landkreis, zum nächsten Bundesland, Land, oder Länderverbund wie das „vereinigte Staatenmodell Europa“ sein? Bestimmt nicht weil es in seinen sozialen Überlebensgenen liegt, sondern, weil es so für Religionsführer (ich zähle da auch alle Euromantiker dazu) am einfachsten ist, die Schafherde zu dirigieren.

    Ich muss durchaus zugeben, genauso ein einfältiges Lamm zu sein, denn ich lebe immer noch in diesem Land, für das ich mich nicht nur per Geburt als „Heimat“ entschieden habe, sondern auch in jüngeren Jahren, als ich noch an ein gutes, starkes Deutschland glaubte, das aus eigener Kraft sein soziales Gesellschaftsmodell meistern konnte. Das ist seit dem Euro-Wahn Geschichte. Täglich kann man beobachten wie das Deutschlandmodell am Wühltisch in Brüssel verramscht und verraten wird. Mit deutlicher Unterstützung und mit vehementen Nachdruck der deutschen Volksvertreter, oder besser „Volkszertreter“.

    Deshalb sage ich nicht: „Angst frisst Mut“, sondern „des Wahnsinns fette Beute durchdringt den Korpus der realen Welt – bis in den Kopf!“

  19. http://www.misesde.org/?p=6170

    Schauen Sie mal dort vorbei. Warum ich mich aber je wieder für die FDP erwärmen sollte statt konkret die PdV zu unterstützen kann ich nicht sehen. Und das mit Lindner ist für mich nur ein weiterer Sargnagel für die FDP, absolut „lernresistent“ und nie hat dort eine wirkliche Diskussion statt gefunden. Es ist so erbärmlich….

  20. „Und es sieht ganz danach aus, dass die Menschheit erst richtig auf die Nase plumpsen muss, bevor sie zu Verstand kommt.“

    treffender hätte ich es wohl nicht sagen können.
    Danke für den Artikel. Wenn auch etwas traurig. Aber wie du sagst, auch MUT entsteht im Kopf..

    ganz liebe Grüße!

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