Fünfter Teil: Ein Mann – Ein Wort! – Ein Gespräch zwischen Vater und Tochter über schädliche Sozialpolitik

Mein Vater hatte mich am Dienstagabend mit der Frage zurückgelassen, was meiner Meinung nach „sozial“ bedeute. Er bat mich, weder im Duden nachzusehen und schon gar nicht bei „Wikipedia“ nach einer Antwort zu suchen, sondern diese Frage mit „gesundem Menschenverstand“ zu beantworten. Zunächst empfand ich seine Bitte als höchst merkwürdig, so simpel und selbstverständlich erschien sie mir! Als ich mich jedoch mit ihr zu beschäftigen begann, kam ich ganz schön in Bedrängnis.

Da mein Vater mich zwar gebeten hatte, nicht im Duden oder bei Wiki nachzulesen, er mir aber das Studieren der verschiedenen Autoren im „Raum der großen Geister“ nicht ausdrücklich verboten hatte, empfand ich es als Meisterleistung meiner Cleverness, seinem Wunsch nach Einsatz meines gesunden Menschenverstandes mehr als gerecht zu werden. Der von meinem Vater hochgeschätzte Raum war seltsam unaufgeräumt, so als hätte er letzte Nacht nach etwas bestimmtem gesucht, war über dessen Entdeckung erschöpft eingeschlafen und dann heute Morgen überstürzt aufgebrochen.

Meine Mutter bestätigte meinen Eindruck. „In dieser Familie besteht akute Lebensgefahr durch das Lesen zu vieler Bücher und deren Erkenntnisse daraus – halten sie besonders Deinen Vater allzu häufig vom Schlaf ab!“

Ich begann mich mit meiner Aufgabe zu beschäftigen und fragte mich: Was bedeutet „sozial“?

Nun, zunächst einmal verstand ich darunter, dass man andere Menschen nicht bestiehlt, sie nicht betrügt und hintergeht, dass man, wenn jemand in welcher Not auch immer ist, ihm aus dieser verzweifelten Lage – wenn möglich – heraushilft und ihn darin unterstützt, wieder ohne fremde Hilfe klar zu kommen. Für mich bedeutete „sozial“, dass ein Mensch seine Würde in erster Linie aus seiner eigenen Kraft schöpfen sollte, jedoch sicher sein konnte, nicht allein zu sein, wenn gar nichts mehr ging. Allerdings hieß für mich „sozial“ auch, Hilfe nicht über dasnotwendige Maß hinaus in Anspruch zu nehmen und andere nicht für die eigene Nachlässigkeit und Bequemlichkeit in jeder Beziehung zahlen zu lassen.

Hatte ich etwas Wichtiges vergessen? Die großen Geister würden mir helfen und so griff ich nach dem ersten Buch, das obenauf lag. „Die verhängnisvolle Anmaßung“ Friedrich von Hayeks enthielt einen Zettel mit einer Botschaft meines Vaters. „Kleines, ich war mir sicher, Du würdest hier fündig werden wollen. Ich weiß, dass Du meine Frage so gut wie möglich beantwortet hast und so bitte ich Dich herauszufinden, was Deine Interpretation mit der in diesem Land praktizierten Sozialpolitik zu tun hat und ob dies mit Deinem Sinn für Gerechtigkeit zusammenpasst. Versuche zu ergründen, was mit „sozialer Gerechtigkeit“ gemeint sein könnte. Ich Drücke Dich – Dein Paps“.

Ich schmunzelte – noch nie hatte ich etwas vor ihm verbergen können, die „Unordnung“ war sein Plan gewesen! Ich legte den Zettel beiseite und las die folgenden Zeilen: „So irreführend das Hauptwort Gesellschaft ist, es ist immer noch harmlos verglichen mit dem Adjektiv sozial, das wahrscheinlich das verwirrendste Wort in unserem gesamten moralischen und politischen Wortschatz ist.“

Es war sehr beruhigend, dass Herr Hayek auch nicht schlauer war als ich und so schaute ich bei Herrn Baader vorbei: „Das Wort sozial als die heiligste Vokabel der Kollektivmoralpharisäer hat im sozialdemokratischen Jahrhundert den zehn Geboten der Bibel den Rang abgelaufen.“ Ja, so kannte ich ihn inzwischen – klare, unmissverständliche Worte. Ein bisschen grob vielleicht, deshalb sagte man ihm nach, er sei „unsozial und menschenverachtend“ gewesen.

Bis jetzt hatte ich noch nichts gefunden, was meinen Ansichten widersprach und so ging ich davon aus, dass ich so falsch nicht lag. Was mir allerdings Kopfschmerzen bereitete, war die Frage, was „soziale Gerechtigkeit“ sein sollte. Mir kam das eher wie eine bedeutungslose Floskel vor, denn war Gerechtigkeit nicht per se sozial? Was sollte Gerechtigkeit denn sonst sein?Oder war damit die soziale Gerechtigkeit gemeint, die in der Gleichmacherei aller Menschen ihr Heil zu finden glaubte und die meiner Meinung nach überhaupt keinen sozialen Charakter hatte?

Im Moment flog einem diese merkwürdige Zusammensetzung ständig um die Ohren und ich wunderte mich, dass diesen „weißen Schimmel“ kaum jemand in Frage stellte, wahrscheinlich deshalb, weil unter dem Begriff jeder etwas anderes verstand. Nun, mal sehen, was ich hierzu ausfindig machen konnte und ich stieß nach sorgfältiger Suche auf die Worte Alexander Rüstows, der von 1885 bis 1963 gelebt hatte.

„Hinter der Forderung nach Gleichheit können zwei völlig verschiedenartige und verschiedenwertige Triebkräfte stehen: die Gerechtigkeit und der Neid. Um welche es der beiden es sich handelt, ist nicht immer leicht zu entscheiden, um so weniger, als sie oft gemeinsam am Werke sind, und der Neid es liebt, sich hinter der Gerechtigkeit zu verstecken.“

Uiuiui, wie gut, dass der Mann schon lange tot war, sonst hätte man ihn wohl heutzutage zumindest gesellschaftlich gelyncht. Auch der forsche Herr Mises hatte so einiges zu sagen, was den Verfechtern der vermeintlich sozialen Gerechtigkeit eher nicht in den Kram passen würde.

…Im Leben des Neurotikers kommt der Lebenslüge eine doppelte Aufgabe zu. Sie tröstet über den Mißerfolg und stellt kommende Erfolge in Aussicht. Der Neurotiker klammert sich an seine Lebenslüge, und wenn er vor die Wahl gestellt wird, entweder ihr oder dem logischen Denken zu entsagen, zieht er es vor, die Logik zu opfern. denn das Leben wäre ihm unerträglich ohne den Trost, den er in der sozialistischen Idee findet. Sie zeigt ihm, daß die Fehler, die seinen Mißerfolg verschuldet haben, nicht in seiner Person, sondern in dem Gang der Welt liegen, hebt damit sein gesunkenes Selbstbewusstsein und befreit ihn vom quälenden Minderwertigkeitsgefühl.“ Autsch! – dachte ich bei mir.

Und bei Herrn Hayek: „Ständig an unsere soziale Verantwortung gegenüber all den Bedürftigen und Unglücklichen unserer Gemeinde, in unserem Land oder in der Welt erinnert zu werden, kann nur die Wirkung haben, unsere Gefühle abzustumpfen, bis der Unterschied zwischen Fällen, in denen wir die Pflicht haben zu handeln, und jenen, für die wir nicht verantwortlich sind, nicht mehr gesehen wird.“

All das würde man sich heute im Leben nicht mehr trauen auszusprechen. „Die Gesellschaft“ wäre entsetzt. Die Meinung „der Gesellschaft“ war vielen enorm wichtig, wer abwich, galt als unsozial und moralisch entwertet. Das schien schlimmer zu sein als sich die Krätze einzuhandeln.

Aber was wäre, wenn wir uns eigentlich ins eigene Bein schossen? Wenn wir die Definition der sozialen Gerechtigkeit, die es in der proklamierten Allgemeingültigkeit anscheinend so nicht gab, sie jedoch widerstandslos als moralisch einwandfrei übernahmen? Und vor allem – was hatte der Staat damit zu tun, der es sich zur obersten Aufgabe gemacht hatte, genau für diese sogenannte soziale Gerechtigkeit zu sorgen und die für richtig befundene Definition politisch mit aller Staatsgewalt umzusetzen?

War die Sozialpolitik wirklich sozial oder war sie ein trojanisches Pferd, dessen Bauch randvoll mit überbordender Bürokratie, überflüssigen Kosten, unendlichen Vorschriften und der letztendlich vollkommenen Abhängigkeit von der Staatsmacht zugestopft war und somit nur den Profiteuren aus Politik und eng verbundener Wirtschaft dienlich war?

War die Forderung nach umfassender, monopolisierter Sozialpolitik nicht genau das, was unseren Wohlfahrtsstaat in den sicheren Staatsbankrott führte? War es wirklich sozial, wenn Menschen aus nachvollziehbaren Gründen nach einer Krankenversicherung für alle riefen, diese sich aber nur über zusätzliche Schulden finanzieren ließ? War es sozial, wenn Menschen, die in die staatliche Rentenversicherung zwangsweise einzahlten, ihnen daher kaum genügend Geld übrig blieb, selbstständige und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen im Rentenalter feststellten, dass sie mehr denn je von der Gnade des Staates abhängig waren?

War es so, wie Frédéric Bastiat es niedergeschrieben hatte: „Im Bereich der Ökonomie ruft eine Handlung, eine Gewohnheit, eine Einrichtung, ein Gesetz nicht nur eine einzige Wirkung hervor sondern eine Reihe von Wirkungen. Von diesen Wirkungen ist nur die erste direkt, sie zeigt sich gleichzeitig mit ihrer Ursache, man sieht sie. Die anderen entwickeln sich erst nach und nach, man sieht sie nicht; glücklich wenn man sie vorhersieht. 

Oft ist die erste Frucht einer Gewohnheit umso süßer, je bitterer die späteren sind. …Wenn also ein Mensch, von der Wirkung, die man sieht, überwältigt, noch nicht gelernt hat, diejenigen Wirkungen wahrzunehmen, die man nicht sieht, so wird er nicht nur aus Neigung sondern aus Kalkül unheilvollen Gewohnheiten verfallen.

Zwei sehr verschiedene Meister lehren diese Lektion: Die Erfahrung und die Voraussicht. Die Erfahrung herrscht effizient aber brutal. Sie lehrt uns alle Wirkungen einer Handlung, indem sie sie uns fühlen lässt: wir können der Erkenntnis, dass Feuer brennt, nicht entgehen, wenn wir uns verbrennen. Diesen derben Arzt würde ich gerne soweit wie möglich durch einen sanfteren ersetzen: die Voraussicht. Deshalb erforsche ich die Folgen gewisser ökonomischer Phänomene und setze denen, die man sieht, diejenigen entgegen, die man nicht sieht.“?

Wie oft hatte ich gehört, dass soziale Absicherungen ein Menschenrecht seien und dass für alles Geld da sei, nur für das Notwendigste nicht. Nun, zunächst einmal, es war nicht für alles „Geld genug da“! Die Regierungen taten nur gerne so, wenn es Dinge zu bezahlen galt, die sie für „sinnvoll“ erachteten. Dazu gehörte vor allem jede Menge „Tinnef“, der ihnen das Gefühl gab, wertvoller und achtungswürdiger zu sein als der normale Mensch, durch den sie sich finanzierten. In Wirklichkeit machten sie für „notwendige Dinge“ Schulden (das ließ sich dem Wahlvolk gut verkaufen) und bezahlten die Dinge, für die kein Steuerzahler Verständnis aufbrachte, aus dem erbeuteten Steuergeld, denn diese Ausgaben mussten sie nicht noch einmal begründen, nachdem der erhobene Steuersatz akzeptiert worden war.

Ich teilte die Meinung, dass soziale Sicherungen ein Menschenrecht waren, aber warum genau gaben wir dann ausgerechnet dem größten Verschwender und  Interessenbückling unterschiedlichster Lobbygruppen unser Geld dazu in die Hand? Warum vertrauten wir den Ertrag unserer Intelligenz, unserer Ideen, unserer Lebenszeit, unserer Arbeitskraft und unserer Kreativität ausgerechnet demjenigen an, der uns mit der staatlichen Enteignungswaffe namens Inflation zu Bittstellern machte? Warum verteidigten wir einen Staat, der uns im Ernstfall auch ins Gefängnis stecken ließ, wenn wir dem staatlichen legitimierten Diebstahl namens Besteuerung und Abgabenverordnung  nicht Folge leisteten?

Warum glaubten wir, dass die gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungssysteme zu unserem Vorteil waren? War es nicht eher so, dass diese beiden Umverteilungsparadiese uns massiv schadeten? Warum hieß es gesetzliche Rentenversicherung, obwohl dieses System nichts mit einer Versicherung zu tun hatte? Warum durfte ich meine Arztrechnungen nicht sehen, wenn ich behandelt worden war? Warum durfte ich nicht für mich und mein Wohl alleine entscheiden? Warum nicht?

Dies ist der fünfte Teil einer Serie, die in respektvoller Erinnerung an den herausragenden österreichischen Ökonomen Ludwig von Mises (1881 – 1973) in sieben Gesprächsintervallen erscheint.

Erster Teil: Ein Mann – ein Wort! – Ein Gespräch zwischen Vater und Tochter über den Liberalismus

Zweiter Teil: Ein Mann – Ein Wort! – Ein Gespräch zwischen Vater und Tochter über die Österreichische Schule der Nationalökonomie

Dritter Teil: Ein Mann – Ein Wort! – Ein Gespräch zwischen Vater und Tochter über die Freiheit und den Frieden

Vierter Teil: Ein Mann – Ein Wort! – Ein Gespräch zwischen Vater und Tochter über billiges Geld

Sechster Teil: Ein Mann – Ein Wort! – Ein Gespräch zwischen Vater und Tochter über die Gleichheit vor dem Recht

Siebter Teil: Ein Mann – Ein Wort! – Ein Gespräch zwischen Vater und Tochter über die Feinde der Freiheit

49 Gedanken zu „Fünfter Teil: Ein Mann – Ein Wort! – Ein Gespräch zwischen Vater und Tochter über schädliche Sozialpolitik

  1. Hallo Frau Kablitz,

    langsam tasten sie sich an die Zielgerade heran Ihrer kleinen Reihe heran! Ich erlaube mir, Hayek, von Mises und Baader zu ergänzen durch ein Zitat von Christoph Braunschweig aus dem Kapitel „Executive Summary“ – die abschließende, mit großer Prägnanz und Kaltblütigkeit geschossene Zusammenfassung seines Buches „Wohlfahrtsstaat – Leb Wohl! Der wirtschaftliche und moralische Zerfall des Wohlfahrtsstaates“. Dieses Kapitel ist ein echter Hit. Die folgenden Auszüge zielen auf die große Lüge, in deren Dienst der Begriff „sozial“ heute mißbräuchlich gestellt wird. Letztlich bedeutet „sozial“ zu sein nach dieser Dämagogie das gleiche, was das Ziel der Umerziehung und Folter in Orwell’s 1984 darstellte: den Deliquenten das selbstständige Denken abzugewöhnen und sie dem unwidersprochenem Mißbrauch ihrer Arbeitskraft und Existenz zuzuführen.

    Ich persönlich, ehemals aus einem“sozialen“ Berufsfeld kommend, betrachte es heutzutage als einen Angriff auf meine Person, „sozial“ genannt zu werden oder aufgefordert zu werden, mich „sozial“ zu verhalten. Nichts anderes ist ein solcher Appell nämlich als dieses: im Sinne der folgenden Ausführungen von C. Braunschweig ein >Angriff<. Nichtzuletzt ein Vernichtungsangriff auf meine wirtschaftliche Existenz.

    Christian Braunschweig:
    "Im modernen Wohlfahrtsstaat haben die Begriffe „soziale Verantwortung" und „soziale Gerechtigkeit", obwohl sie niemand definieren kann, längst die Zehn Gebote ausgestochen; sie sind in Wirklichkeit nichts anderes als Strategien des politischen Machtzugewinns. Das Wunschbild der „sozialreligiösen" Kollektivisten ist der beliebig lenkbare, unmündige, abhängige und führungsgläubige Mensch, der gar nicht merkt, dass er um die Früchte seiner Arbeit gebracht wird. Das in den Augen der Sozialstaatsbürokratie kranke, gemeinschaftsschädliche Bewusstsein des freien Bürgers gilt es auszumerzen. Es geht um den Triumph der „sozialen" Gesinnung über die vernunftgebundene Urteilskraft (Hermann Lübbe). „Mehr Staat als Privat" (Walter Hamm) macht es den Regierenden auf jeden Fall leichter. (…) Auf das sozialstaatliche Mantra der sozialen Gleichheit und Gerechtigkeit starrend, will man die so genannten Besserverdienenden stärker noch als bisher zur Finanzierung des sozialen Füllhorns heranziehen. (…) Der schuldeninduzierte Wohlfahrtsstaat beruht also auf dem professionellen Geschäftsprinzip der Politiker, die im Sinne der Stimmenmaximierung das soziale Füllhorn über immer mehr Anspruchsgruppen der Wählerschaft ausschütten und den Wählern, die mit ihrem Anspruchsverhalten diesen teuflichen Kreislauf ständig befeuern. Wenn dann irgendwann gar keine Haushaltsmittel mehr für weitere Sozialleistungen vorhanden sind, können die Politiker aufgrund ihres staatliche Geldmonopols die ungedeckten Schulden einfach über die Schaffung von Geld aus dem Nichts über die Notenpresse (easy-money) betreiben. Das staatliche Geldmonopol ermöglicht auf diese Weise erst die rasante Staatsverschuldung, was jedoch nur von wenigen Ökonomen offen zugegeben wird. Es ist nicht der freie Markt, der versagt, sondern das staatsmonopolistische Geld, das den Wirtschaftskreislauf systematisch vergiftet. Hier liegt die eigentliche Ursache der demokratischen Krankheit, die praktische das gesamte westliche Demokratiemodell betrifft. Auf diesem Weg wird aus dem freiheitlichen Kapitalismus ein Sozial-Sozialismus. Die Staatsabhängigkeit des modernen Menschen nimmt kontinuierlich zu, er wird zum Untertan des Sozialstaates. Das easy money schafft im Sinne der Sozialpolitiker die gewünschte Wohlfahrtsabhängigkeit und somit zu¬nehmende Unmündigkeit der Menschen. Ethik und Moral werden durch die schamlose Verschuldung zerstört. Die intellektuelle Korruption und der geistig-moralische Zerfall, so der englische Soziologe Dennis O'Keeffe von der University of North London in seinem Werk „Political Correctness and Public Finance" (1999), sind ein künstliches Erzeugnis der öffentlichen Gelder aus Steuern und Staatsverschuldung. Indem der Staat seinen Bürgern einredet, die staatlich organisierte Umverteilung durch Steuer- und schuldeninduzierte Umverteilung sei gerecht und somit recht, macht er sie zu Mittätern, denen auch im privaten Bereich das Gefühl für Recht und Moral mehr und mehr verloren geht. (…) All die so genannten Wachstumsund Konjunkturprogramme, die einer systematisch verunsicherten Öffentlichkeit in schöner Regelmäßigkeit als Patentlösung von Politikern und ihren „Mainstream-Ökonomen" präsentiert werden, müssen durch eine zukünftig niedrigere Kaufkraft und höhere Steuer- und Abgabenbelastung bezahlt werden. Am Ende ist es aber nicht die Politik, sondern der Bürger, der die Zeche für die Erhöhung der Staatsausgaben begleichen muss. Lenin soll laut John M. Keynes erklärt haben, dass der beste Weg zur Vernichtung des kapitalistischen Systems die Vernichtung der Währung sei. Durch fortgesetzte Inflation können Regierungen sich insgeheim und unbeachtet einen wesentlichen Teil der Vermögens ihrer Untertanen aneignen. Lenin hat recht. Es gibt kein feineres und kein sicheres Mittel, die bestehenden Grundlagen der Gesellschaft umzustürzen, als die Vernichtung der Wäh¬rung. Dieser Vorgang stellt alle geheimen Kräfte der Wirtschaftsgesetze in den Dienst der Zerstörung, und zwar in einer Weise, die nicht einer unter Millionen richtig zu erkennen in der Lage ist."

    Sehr schön. Ich empfehle auch als prima Ergänzung zu seinem obigen Buch, sein dünneres Werk "Die demokratische Krankheit. Der fatale Teufelskreis aus Politikerversprechen und Wähleranspruch." Da geht es um das, was der Untertitel bereits sagt. Und was letztlich die Quintessenz des heutigen Sozial-Begriffes darstellt.

  2. Hallo Herr Höll,

    besten Dank für die in der Tat hervorragende Leseempfehlung! Mir fällt da ein Zitat von Benjamin Franklin ein: „Erfahrung ist eine teure Schule, aber Narren wollen anderswo nicht lernen.“
    Herzliche Grüße

  3. Diese Reihe ist der Hammer; ich bin von Ihnen ja hervorragende Arbeit gewöhnt, aber das hier ist schon etwas ganz Besonderes! danke

  4. Und schon wieder kann ich nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte. Ich wünsche Ihnen, dass Sie soweit unten ankommen (egal, ob aus eigenem Verschulden oder nicht), dass Sie endlich Mitgefühl entwickeln. Dies ist speziell für Sie gedacht, veröffentlichen tun Sie das ja eh nicht.

  5. Sobald ich es zeitlich einrichten kann, komme ich gern mal zu einem Ihrer nächsten Treffen, falls das Recht ist! Ich verspüre nämlich so eine riesige intellektuelle Leere in meinem Bekanntenkreis, dass ich bereits die Vermutung hatte, ich sei irgendwie geistesgestört. Daher würde ich es als Wohltat empfinden, auch einmal mit ähnlich denkenden Menschen zu sprechen und nicht immer nur „Gegner“ um mich herum zu haben.

  6. @schon wieder schreibt
    Frau Kablitz hat mehr Klasse als Sie verdient haben – und wird niemals soweit „unten“ ankommen, wie Sie es demonstrativ schon sind.
    In wieviel Geld, Nahrungsmittel und Wohnraum hat sich Ihr Mitgefühl denn schon verwandelt?
    Gegen das „Kotzen“ hilft übrigens das konzeptuale Denken.

  7. @schon wieder: schön, wenn Menschen sich so schnell selbst entlarven! Entweder arbeiten sie in der Armutsindustrie, wo ihre salbungsvollen Worte zu Ihrem Broterwerb gehören oder Sie gehören zu denen, die unter dem Pseudonym „Mitgefühl“ permanente Leistung einfordern. In diesem Artikel geht es um echtes Mitgefühl, dem Mitgefühl, anderen so zu helfen, dass sie ihre Würde zurückbekommen und nicht von Typen wie hnen abhängig sind, die sie in ihrem Elend bedauern wollen und so ihren Heiligenschein wie eine Trophäe vor sich hertragen.

  8. Die beste Sozialpolitik ist und bleibt diejenige, die die Freiheit des Einzelnen sicherstellt, sich seinen Lebensunterhalt verdienen zu können.

    Gerechtigkeit ist, wenn der Einzelne das kriegt, was er sich verdient hat.

    Mitgefühl drückt meine Handlung aus, wenn die Leistung meiner Zuwendung an jemanden in Not meiner Freiwilligkeit überlassen ist (gesetzlich wie auch ethisch oder in Hinsicht auf gesellschaftliche Erwartungshaltungen). Wo diese Freiwilligkeit zur Pflichtübung umdeklariert wird, wird Mitgefühl zur leeren Hülse, und zu leistende Hilfe wird zu Erpressung und Nötigung. Leben nach diesen Regeln heißt, in einer Diktatur zu leben.

    Kein Mensch, und geht es ihm auch noch so dreckig durch eigene Schuld oder ohne eigenes Verschulden, hat einen Anspruch auf andere Menschen, nur weil er oder die anderen existieren. Wer so argumentieren wollte, deklariert die Gebenden in Besitztümer und letztlich Sklaven der Empfangenden um. Und das ist nicht akzeptabel. Hilfe darf erbeten werden. Sie kann nicht verlangt werden. Es gibt kein Recht auf das Stellen von Ansprüchen an Andere. Kein Mensch ist bloß durch den Umstand seiner Geburt anderen Menschen eine Leistung oder sonst etwas schuldig.

    Mein Leben ist – sagen wir, es ist kompliziert. Meine wirtschaftliche Existenzbasis ist schwach, für die Krise, die auf uns alle zukommt, bin ich extrem verwundbar. Dennoch lehne ich es kategorisch ab, fremde Leute – den Staat – für mich bezahlen zu lassen. Nicht weniger als diese Weigerung verlange ich auch von jedem anderen. Ich bin niemandem etwas schuldig geblieben. Ich muß mit meinem Gewissen und mit meiner Familie im Reinen sein – und sonst muß ich mit niemandem im Reinen sein, weil niemand Ansprüche an mich zu stellen hat, oder ich an ihn stelle.

    Das alles ist nicht zuletzt eine Frage der persönlichen Ehre und charakterlichen Integrität. „Haltung“ nannte man das einmal, vor langer Zeit. Neider und Umverteiler wissen mit solchen Begriffen nichts mehr anzufangen. Die heutigen Forderungen nach „sozial sein“ und das heutige Verständnis des Begriffes „sozial“ sind letztlich auch dieses: ehrabschneidend. Wie zitierte ich zuvor C. Braunschweig? „Das easy money schafft im Sinne der Sozialpolitiker die gewünschte Wohlfahrtsabhängigkeit und somit zunehmende Unmündigkeit der Menschen. Ethik und Moral werden durch die schamlose Verschuldung zerstört. Die intellektuelle Korruption und der geistig-moralische Zerfall (…) sind ein künstliches Erzeugnis der öffentlichen Gelder aus Steuern und Staatsverschuldung.“

    Und die Staatsverschulkdung besteht, weil die Ansprüche in den Himmel wachsen und der Sozialposten den größten Einzelposten im Staatshaushalt einnimmt. und das „Soziale“ das vordringliche Bestechungsinstrument der amok-laufenden Politeska ist.

  9. Liebe Susanne,

    Deine Gespräche zwischen Vater und Tochter sind sehr inspirierend. Ich hoffe ich kann meinem jetzt noch kleinen Sohn die Welt mal auf eine ähnliche Weise erklären – zwischen Vater und Sohn. Meine Österreicher Bibliothek bekommt regelmäßig Zuwachs.
    Vielleicht brauche ich sie ihm ja gar nicht erklären, da wir dann in der Welt der Österreicher leben. Ein Wunschtraum für den es Wert ist zu kämpfen. Der finale Crash kommt immer näher. Danach werden die Karten neu gemischt und das ist unsere Chance….

  10. Die Antwort auf „schon wieder“ ist Ihnen gelungen. Ich kann gar nicht so viel essen wie ich möchte wenn ich so etwas sehe. Hindere ich den Mann / die Frau daran Gutes zu tun? Nein aber warum hindern derartige Leute mich daran so leben zu wollen wie ich will. Ich will keine Bevormundung und ja wenn Ich Hilfe brauchen sollte wäre es schön auf Menschen zu treffen die mir hülfen. Nur wäre es mir lieb wenn dahinter nicht die Staatsgewalt mit gezogener Waffe stünde die demjenigen nahelegen mir doch helfen zu wollen.

    Wäre es aber nicht schön wenn ich einfach mit dem was ich habe und kann in einen Austausch mit einem Anderen treten könnte. Ich kann eben nun mal nicht Schmieden, wäre es nicht wunderbar wenn ich zum Schmied gehen könnte und ihn fragen. „Ich bräuchte einen Spaten, haben Sie einen für mich?“ Der Gute Mann könnte zu mir sagen. „Aber sicher Herr D. für 10 g Silber gehört er Ihnen. Und man stelle sich vor wenn ich jemanden etwas verkaufen könnte und sage Ihm, „dafür hätte ich gerne 20 g Silber“ und der Andere sagte, „hey cool was Sie da haben, das ist mir aber die 20 g Silber allemale Wert“ Man stelle sich vor, was Alles passieren könnte…..

  11. Hallo Swen,
    das höre ich gern:-)
    Das, was da immer näher kommt, das, was wir da alle noch etragen werden müssen, würde sich wohl wirklich lohnen, wenn es danach eine freie Welt mit einem freien Geld geben würde. Und je mehr dafür kämpfen, desto eher wird es klappen….

  12. Hallo FDominicus,

    das ist ja genau das, was ich nicht verstehe. Da wird Mitgefühl eingefordert (wobei vorher unterstellt wird, dass man keines hat) mit der ganz klaren Forderung, dieses Mitgefühl entsprechend zu demonstrieren. Tut man das nicht, weil man dies aus den unterschiedlichsten Gründen für nicht notwendig hält, ist man ein Egoist. Derjenige jedoch, der es unter Zwang einfordern darf, ein Heiliger. Diese Welt ist wirklich verquer. Unsere Jugend lernt, dass Fordern sich mehr lohnt als Leisten. Wie soll da eine Generation heranwachsen, für die ein Wert noch ein Wert ist?

  13. Verquer? Es ust eher ein totalitärer Anspruch bestimmter „Eliten“. Er äöußert sich darin, da0 man nicht nbur so tun soll, wie sie wollen daß man tun soll – man soll es auch noch inbrünstig so tun WOLLEN.

    Freiwillig, natürlich.

    Nun. Nicht mit mir.

  14. Sie lachen, Frau Kablitz 🙂 , aber das ist ein ernstes Problem. Im Sprachstil, in der Wortwahl und Formulierung, im gesamten intellektuellen Habitus vieler grüner und linker „Vordenker“, aber auch vieler EUkraten, wird aus der Liebe fürs geradezu Faschistoid-Totalitäre, für die intolerante Monokulturie, die die Unterstützung der jeweiligen Ideologie erzwingen will, die sich aber dennoch als „multikulturell“ verkaufen will (und das auch tut in dem Sinne, daß sie sich dem Fremden und Exotischen gegenüber prostituiert), kaum ein Hehl gemacht. Die Familienfeindlichkeit und Mütter-Diffamierung im Politischen gehört ebenso dazu wie die theologische Vergötzung ökologischer Panikmache und Wissenschaftsvergewaltigung, längst hat die Angst vorm ökologischen Weltuntergang die Furcht vor dem Einmarsch der Sowjets als ordnungsgebendes Prinzip der Staatsräson abgelöst, die Funktion, die der Kalte Krieg hatte, wird jetzt vom grünen Krieg übernommen: Disziplinierung und Kontrolle und Ausrichtung der Massen. Kollektivismus als Mittel, die Familie zu ersetzen und zu zerstören, ganz im Sinne von Marx, für den die Zerstörung der Familie das Mittel der Wahl zur Zerstörung des burgeoisen Bürgertums war (was er als Voraussetzung begriff, das kommunistische Kollektiv einsetzen zu können – zusammengefasst, ich weiß, aber im Prinzip isses das). Der anonyme Meinungsdruck, der durch das politisch Korrekte erzteugt wird, und die damit aufoktroierten Erwartungshaltungen der anonymen Gemeinschaft gegenüber den Einzelnen, haben auch etwas mit dem Begriff des „Sozialen“ zu tun, über den Sie in diesem fünften Teil ihrer Reihe schrieben – die wirtschaftlichen Rahmentheorien und -konzepte stehen ja nicht im luftleeren Raum, unverbunden zur übrigen kulturellen Entwicklung (oder soll ich sagen: Abwicklung?)!

    Umso erfreulicher, daß da dann doch hier und da mal ein paar Neuronen anfangen zu feuern selbst im Lager derer, denen man das nicht unbedingt als erste zutrauen würde. Immerhin, diese Meinung zu verlautbaren trauen sich vereinzelte Stimmen erst, seit sie auf die Nase gefallen sind:

    http://www.freiewelt.net/nachricht/familie-unter-beschuss-10014112/

    Über die Verbindung von grünem Totalitarismus und selbstzerstörerischem Nihilismus empfehle ich das Buch von Edgar Gärtner. Allein die Kosten-Nutzen-Bilanzen für die grünen Alpträume von der ökologisch korrekten Weltdiktatur sind so horrend, daß die finanzielle Seite dieses Schwachsinns einem die Haare zu Berge stehen lassen muß. Und dieser Wahnsinn soll „sozial“ sein? Beim dem Gesinnungsterror – und den biblisch anmutenden Kosten – angesichts unserer Kassenlage? Gärtner arbeitet eines recht deutlich heraus: der Ökowahn heutzutage ist trotz seiner phänomenologischen Lächerlichkeit das Feuer einer religiösen Inbrunst, die an die Stelle theistisch-gläubiger Frömmigkeit getreten ist und somit den Selbstmord in Grün, wie er ihn nennt, in den Stand einer Ersatzreligion erhoben hat. Bei Gärtner erfuhr ich auch erstmals, daß die Grundlagen heutiger Umweltpoltik erstmals in geheimen NATO-Gremien ersonnen wurden für den Fall, daß eines Tages mal der Frieden ausbricht und das Feindbild abhanden kommt und die Regierungen ein neues Legitimationsprinzip brauchen, um die Kontrolle über die Meschen zu beanspruchen: das war in den Jahren von Ford und Nixon, lange bevor es in Deutschland die Grünen gab, und bereits angedacht noch bevor die Hirntotheit und Endloslaberei der 68er sich auf der Strasse austobte.

    Daß das deutsche Sendungsbewußtsein seine fanatisch-unterwürfige Grundlage bereits in der Geschichte des deutschen Nationalismus seit Bismarck, und in der massiven Beschädigung des Bürgertums währen des Dreißigjährigen Krieges hat, hat zuvor schon C. Braunschweig, und vor ihm einige Historiker herausgebarbeitet.

    Der Begriff des „Sozialen“ läßt sich von diesen auf den ersten Blick fernen Themen nicht wirklich trennen. Deshalb begreife ich diese groben Andeutungen durchaus nicht als „thread-hijack“.

    Mit besten Grüßen,

  15. Guten Tag Frau Kablitz,
    ich habe Ihre Beiträge schon des öfteren gelesen, aber jetzt juckt es mir wirklich in den Fingern, einen Kommentar zu schreiben.
    Was meinen Sie wenn Sie schreiben:
    „Warum verteidigten wir einen Staat, der uns im Ernstfall auch ins Gefängnis stecken ließ, wenn wir dem staatlichen legitimierten Diebstahl namens Besteuerung und Abgabenverordnung nicht Folge leisteten?“
    Ist für Sie Steuern zahlen wirklich Diebstahl? Ist alles was SIe für Ihren Alltag brauchen, von Ihnen schon bezahlt worden, sodass Sie keine Anteil mehr daran zahlen wollen? Die Arbeiter, die die Strassen instand halten, oder der Kanalarbeiter, der dafür sorgt, das Ihre Toilette einwandfrei funktioniert? Die Lehrer, die Sie oder Ihre Kollegen, Mitarbieter ausgebildet haben oder Auszubildende momentan unterrichten, die sind alle schon bezahlt?
    Das hört sich für mich aber wenig glaubwürdig an, denn deren Lebensunterhalt muss jeden Monat wieder bezahlt werden, von wem aber, wenn Sie schon alles dazu beigetragen haben? Des weiteren frage ich mich, ob alles, was Sie als eigene Leistung auffassen, auch wirklich Ihr persönlicher Verdienst ist. Hatten Sie Einfluss, auf die Familie, in der Sie geboren wurden? Ist es Ihr Verdienst, das SIe gefördert und unterstützt wurden? Ist Ihre Intelligenz Ihr Verdienst oder doch eher auf „gute“ Gene oder andere Einflüsse zurückzu führen? Jeder ist Mitglied einer Solidargemeinschaft, ob er will oder nicht. In unserer arbeitsteiligen Welt ist es auch sehr schwer auszumachen, wer welchen Anteil am Gesamtergebniss zu verantworten hat und damit entlohnt bekommt. Welchen Anteil hat der Müllmann, der dafür sorgt, das der Müll nicht vor dem Fenster stinkt, oder der Bäcker, die die schönen Frühstückbrötchen gebacken hat, nach denen die Arbeit so leicht von der Hand ging?

    Das sind viele Fragen, vielleicht haben Sie auf einige eine Antwort? Dann stellen Sie die Schulden an den Pranger, aber die Vermögen nicht, wie geht denn das? Beides gehört zusammen, ohne Schulden keine Vermögenszuwächse. Wenn sich niemand mehr verschuldet, dan kann auch niemand sparen, so einfach ist das leider. Es gibt kein Recht auf Faulheit, dann aber auch kein Recht auf Zinsen. Geld arbeitet nicht, das tun immer Menschen, welche Leistung erbringt also ein Geldanleger?
    Auch das Umlageverfahren ist das sinnvollste Verfahren, das esPolti gibt, denn es wird in jedem Jahr das verteilt, was erwirtschaftet wird, was anderes steht auch nicht zur Verfügung. Wenn die Politik mutwoillig das System zerstört, weil das Rentenniveau gesenkt wurde, dann kann die Politik das auch wieder ändern, das ändert nichts an der Sinnhaftigkeit des Umlageverfahrens.
    Ich könnte auch noch etwas zur Krankenversicherung schreiben, aber das wird dann wohl zu vile. Nur eine Frage: Macht Wettbewerb im Gesundheitssystem Sinn? Wer steht da im Wettbewerb mit wem und um was?

    Ich wünsche noch einen schönen Tag.
    MfG
    Rauschi

  16. Lieber „Rauschi“,

    nun, es wundert mich ein wenig, dass Sie, obwohl Sie meine Beiträge schon öfters gelesen haben, zu derartigen Fragen kommen, zumal ich hier den Eindruck habe, dass Sie verärgert sind. Das ist ein Phänomen, denn eigentlich sollten Sie auf diejenigen schlecht zu sprechen sein, die Ihnen mit Verbalakrobatik jeden Monat das Geld aus der Tasche ziehen und Sie für dumm verkaufen wollen.

    Sehr gern gehe ich auf alle Fragen ein.

    „Ist für Sie Steuern zahlen wirklich Diebstahl?“

    Ja, absolut. Es ist für mich in jeder Hinsicht ein Unding, dass ein Mensch gezwungen werden darf, etwas unter Gewaltandrohung zahlen zu müssen und es wundert mich, dass Sie die Androhung und auch im Ernstfall die Ausübung von Gewalt als sinnvoll erachten.

    „Ist alles was SIe für Ihren Alltag brauchen, von Ihnen schon bezahlt worden, sodass Sie keine Anteil mehr daran zahlen wollen? Die Arbeiter, die die Strassen instand halten, oder der Kanalarbeiter, der dafür sorgt, das Ihre Toilette einwandfrei funktioniert? Die Lehrer, die Sie oder Ihre Kollegen, Mitarbieter ausgebildet haben oder Auszubildende momentan unterrichten, die sind alle schon bezahlt?
    Das hört sich für mich aber wenig glaubwürdig an, denn deren Lebensunterhalt muss jeden Monat wieder bezahlt werden, von wem aber, wenn Sie schon alles dazu beigetragen haben?“

    Wieso muss das über Steuern passieren, die weitestgehend intransparent sind und für allerlei groben Unfug wie kriegerische Auseinandersetzungen und enteignende und rechtsbrechende Euro-Rettungen ausgegeben wird? Das, was Sie als zu zahlende Dienstleistungen in den Raum stellen und was auch durchaus berechtigt ist, beträgt maximal 10 % der Wirtschaftsleistung, wenn überhaupt. Wo gehen denn die anderen 90 % hin? Darüber sollten Sie sich Gedanken machen.

    „Des weiteren frage ich mich, ob alles, was Sie als eigene Leistung auffassen, auch wirklich Ihr persönlicher Verdienst ist. Hatten Sie Einfluss, auf die Familie, in der Sie geboren wurden? Ist es Ihr Verdienst, das SIe gefördert und unterstützt wurden? Ist Ihre Intelligenz Ihr Verdienst oder doch eher auf “gute” Gene oder andere Einflüsse zurückzu führen?“

    Wessen Verdient sollte das denn sonst sein? Natürlich spielt das soziale Umfeld eine große Rolle, aber irgendwann sind wir schon für uns alleine verantwortlich. Wer sagt denn, dass ich gefördert und unterstützt wurde? Und von wem? Von unserem genialischen Schulsystem? Dem System, was jeden Tag Kindern den Mainstream eintrichtert und nur die in den Ausleseprozess kommen, die glänzende „Noten“ hatten? Natürlich ist meine Intelligenz mein Verdienst, wessen denn sonst? Meines Nachbarn? Meiner Eltern? Die haben ihre noch! Zudem kann man noch den genialsten Geist haben, wenn man nichts daraus macht, ist er nichts wert. Welche „guten“ Gene und was hat das mit der Gesellschaft zu tun? Welche anderen Einflüsse, hier bitte einige Beispiele. Auch die Familie kann nur einen guten Ausgangspunkt bieten, aus ihrem Leben müssen Sie schon selbst etwas machen. Anderen Beteiligungen, ob nun in guter oder in schlechter Hinsicht, lenkt nur von der eigenen Verantwortichkeit ab.

    „In unserer arbeitsteiligen Welt ist es auch sehr schwer auszumachen, wer welchen Anteil am Gesamtergebniss zu verantworten hat und damit entlohnt bekommt. Welchen Anteil hat der Müllmann, der dafür sorgt, das der Müll nicht vor dem Fenster stinkt, oder der Bäcker, die die schönen Frühstückbrötchen gebacken hat, nach denen die Arbeit so leicht von der Hand ging?“

    Das ist wohl wahr, ich bin ein Fan der arbeitsteiligen Welt. Ich weiss aber hier nicht, wo der Widerspruch stecken soll.

    „Auch das Umlageverfahren ist das sinnvollste Verfahren, das esPolti gibt, denn es wird in jedem Jahr das verteilt, was erwirtschaftet wird, was anderes steht auch nicht zur Verfügung. Wenn die Politik mutwoillig das System zerstört, weil das Rentenniveau gesenkt wurde, dann kann die Politik das auch wieder ändern, das ändert nichts an der Sinnhaftigkeit des Umlageverfahrens.“

    Das größte Ponzi-Schema der Welt nennen Sie sinnvoll? Das Rentenniveau wurde gesenkt, weil die Rentenkasse pleite ist und nicht, weil die Politik das so wollte. Lieber Himmel, glauben Sie wirklich an den Unsinn, den man Ihnen auftischt?

    „Macht Wettbewerb im Gesundheitssystem Sinn? Wer steht da im Wettbewerb mit wem und um was?“

    Wieso denn hier gerade nicht? Finden Sie es etwa sinnvoll, dass Beitragszahler den wahnwitzigen Irrsinn der Pharmaindustrie zahlen und den Bürokratiewahnsinn der kassenärztlichen Vereinigung? Ja, hier wäre sehr wohl Wettbewerb sinnvoll.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen!
    Viele Grüße

  17. Was ich einfach nicht verstehen kann! Ich sehe ja ein, dass gewisse Dinge bezahlt werden müssen und ich bin auch bereit, den notwendigen Teil meines Einkommens dafür abzugeben, was man über Gebühren regeln könnte. Was ich aber gar nicht einsehen kann, ist, dass eben nichts begründet oder gar im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit belegt werden muss. Wir haben hier Beispiele en masse, wie skrupellos Steuergelder verschwendet werden und trotzdem wird dieser Akt der Enteignung sogar mit Begeisterung hingenommen. Unfassbar! Allein diese Energiewende, die noch richtig teuer werden wird. Kaum einen regt´s auf – wer es nicht mehr zahlen kann, stellt im Ernstfall einen Antrag auf Bezuschussung vom Staat also einen Antrag auf das Geld fremder Leute und schon fluppt das wieder. Wir sind doch alle bescheuert, oder?

  18. Guten Tag zusammen,

    ich habe ja fast mit dieser Reaktion gerechnet, aber die von alphachamber zeigt eigentlich, das hier auch nicht frei gedacht und gefragt werden soll und darf, weil das nicht in ein vorgefasstes „Konzept“ passt. Mein Denken folgt vielleicht nicht Ihrem Konzept, sehr wohl aber der Logik und der Wirtschaftlichkeit.
    Dann werde ich mal auf Ihre Antworten eingehen:
    „Wessen Verdient sollte das denn sonst sein? “ auf meiner Frage zeigt ja eigentlich, das meine Intention gar nicht bei Ihnen angekommen ist. Ist es denn überhaupt jemandes Verdienst, das er intelligent ist? Kann jemand etwas für sein Aussehen, abgesehen von der Figur vielleicht? Wessen Verdienst ist das? Kann ich mir auf etwas, das nicht mein Verdienst ist, etwas einbilden und daraus meine Überlegenheit anderen gegenüber ableiten?
    Natürlich haben Sie Unterstützung von Ihrer Familie erhalten, das schliese ich ganz einfach aus dem guten Verhältniss zu Ihren Eltern, das wohl nicht erst seit gestern besteht.
    Wenn ich keine Anregungen für eigenes Denken jenseits des „Mainstream“ erhalte, dann verkümmert dieses Denken. Auch Denkprozesse müssen erlernt werden. Ausserdem haben Sie bei der Bezeichnung Diebstahl auch nicht auf einer Teil der Steuern Bezug genommen, sondern ich habe dieses als pauschale Ablehnung interpretiert.
    Wie sollte denn Wettbewerb die Bereicherung der Pharmalobby unterbinden, durch welchen im Wettbewerb vorgesehenen Mechanismus? Was ändert der Wettbewerb an der kassenärtzlichen Vereinigung?
    Fraglos gibt es in unendlich vielen Bereichen Verbesserungsbedarf, ich bin sicher auch nicht mit Auslandseinsätzen der Bundeswehr einverstanden und zahle trotdem meine Steuern. Wenn ich die Politik ändern will, dann muss ich mich an die zuständigen Politiker wenden oder mich in einer Partei engagieren. Mit dem Finger auf das dumme Volk zu zeigen, bringt keine Veränderung.
    Wieso ist das Umlageverfahren ein Ponzispiel? Die Kassen sind pleite, weil sehr viel über die Sozialsysteme finanziert wurde, was nicht deren Aufgabe ist. Wenn alle einzahlen würden, auch Menschen, die von den Zinsen leben, die andere erwirtschaften, wie es in der Schweiz der Fall ist, dann wäre das System ohne weiteres tragfähig sein.
    Aber es ist sicher viel einfacher, mit allen auf dieses System zu schimpfen, als sich Gedanken zu machen, wie es denn sinnvoller gestaltet werden kann.
    Was wäre Ihre Lösung, das Geld den Versicherungen in den Hals zu werfen, damit die es im Börsencasino „vermehren“ können?

    Aus meine Frage nach den Schulden und dem Vermögen sind Sie gar nicht eingegangen, warum?
    Sicher denken Sie auch, das jetzt jeden Moment die Inflation aus dem Busch springen muss, da ja der Staat Geld druckt. Wer sich näher mit der Geldschöpfung befasst, weiss allerdings, das die Geschäftsbanken das Geld aus dem nichts schöpfen und nicht der Staat. Aber die Zinsen sind bei Null, warum wohl? Weil keiner mehr Schuldner sein will, weil ja der Schuldner immer Schuld ist und der Gläubiger stes der Gute, newa?

    Alles über Gebühren zu bezahlen, wäre beim Abbau der Bürokratie wohl sehr hilfreich, oder?
    Niemand zahlt gerne Steuern, auch ich nicht, aber ich sehe die Notwendigkeit dafür im Gegensatz zu Ihnen sehr wohl. Durch die Eurorettung wurden auch nicht die „faulen“ Südländer gerettet, sondern nur die Forderungen der Gläubiger. Ich habe meine Abgeordneten wegen dieser Rettungschirme mehrmals angeschrieben, was war denn Ihre Reaktion?

    Und die verteuerung der Energie den erneuerbaren zuzuschreiebn, zeugt für mich icht gerade von Denken abseits des Mainstream. Gerade hat Die EU festgestellt, das für die konventionellen Energien 100 Mrd pro Jahr an Subventionen gezahlt werden, aber nur 30 Mrd. für erneuerbar. Was ist jetz wohl teurer? Nur weil die anderen Kosten nicht so sichbar sind, heisst es ja nicht, das es sie nicht gibt. Sicher kostet der Umstiegt Geld, aber es gibt ja nun mal keine Alternative, wenn wir unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen.
    Gerade in dem Breich kann man sehr schön sehr, das Wettbewerb nicht das gewünschte Ergebniss bringt, denn warum wird für die Bürger die Energie immer teurer, obwohl die Börsenpreise für Strom seit Jahren sinken?
    Weil es eben nicht sinnvoll dezentral ohne grossen Leitungsverlust erzeugt wird ( allein der Leitungsverlust macht bis zu 30% aus), wie es für die Menschen und die Umwelt gut wäre, sondern in grossen Kraftwerken, die möglichst viel Rendite erzeugen sollen. Nicht nur in diesem Bereich gibt es einen Zielkonflikt, zwischen dem, was gewünscht und nötig wäre und dem, was die grösse Rendite verspricht.

    Wir haben leider nicht viele verantwortungsbewusste Politiker im Parlament, da gebe ich Ihnen Recht, aber das kann nur bedeuten die jenigen, die sich für die „richtigen“ Ziele einsetzen, zu unterstützen.

    Wie kommen SIe eigentlich auf den Wert von 10% für öffentliche Dienstleistungen?
    Auch Wirtscharftlichkeit darf kein Masstab für das eigene Handel sein und damit auch nicht für die Politik. Was kostet ein freundliches Lächeln? Was bringt es? Wenn wir so anfangen zu fragen, dann habe ich keine Hoffnung für ein gutes Miteinander der Mensch. Da fällt mir nur der Spruch ein “ Wir kennt heute den Preis von allem aber von nichts den Wert“
    Was ist Ihnen denn Ihre Gesundheit wert, können Sie das in Zahlen ausdrücken, bis dahin zahl ich und danch nehme ich die Krankheit hin?
    Ich finde es nur schade, das hier soviel von Freiheit die Rede ist, aber die Freiheit schon da aufhört, wo jemand eine nicht genehme Frage stellt, weil er dann direkt als dumm abgestempelt wird. Meinungsfreiheit ist auch immer die Freiheit des anders denkenden. Deswegen versuche ich sachlich zu bleiben, was mir auch nicht immer gelingt, denn auch ich bin Mensch mit Stärken und Schwächen.

    Ich finde uns alle nicht bescheuert, denn ich kenne uns alle gar nicht und der Teil, den ich kenne, der hat nicht immer den vollen Durchblick, aber immer ein nettes Wort für mich. Mir reicht das für mein Leben als Anfang schon mal aus.

    MfG
    Rauschi

  19. Hallo Rauschi,

    „Mein Denken folgt vielleicht nicht Ihrem Konzept, sehr wohl aber der Logik und der Wirtschaftlichkeit.“

    Eine Einschätzung, die Ihr Selbstbewusstsein herausstellt; eine Eigenschaft, die ich zu schätzen weiß. Allerdings unterstellt sie, dass meine Meinung weder der Logik noch der Wirtschaftlichkeit entspricht. Ich hoffe doch nicht, dass Sie immer so argumentieren, denn sonst dürfte das nette Wort, dass Ihnen zuteil wird, mit der Zeit weniger häufig zu hören sein; außer selbstverständlich, wenn Sie sich Gleichgesinnten anschließen.

    „Kann ich mir auf etwas, das nicht mein Verdienst ist, etwas einbilden und daraus meine Überlegenheit anderen gegenüber ableiten?“

    Genau um diese Ungerechtigkeit geht es doch hier, ich verstehe den Einwand nicht.

    „Natürlich haben Sie Unterstützung von Ihrer Familie erhalten, das schliese ich ganz einfach aus dem guten Verhältniss zu Ihren Eltern, das wohl nicht erst seit gestern besteht.“

    Kennen wir uns persönlich? Oder entnehmen Sie diese Einschätzung dem Gespräch, das hier zugrunde liegt? Könnte es nicht auch sein, dass ich mich gerade, weil ich wenig Unterstützung bekommen habe nun dafür einsetze, dass es anderen nicht so geht?

    „Wieso ist das Umlageverfahren ein Ponzispiel? Die Kassen sind pleite, weil sehr viel über die Sozialsysteme finanziert wurde, was nicht deren Aufgabe ist. Wenn alle einzahlen würden, auch Menschen, die von den Zinsen leben, die andere erwirtschaften, wie es in der Schweiz der Fall ist, dann wäre das System ohne weiteres tragfähig sein.“

    Ihr Glaube in allen Ehren, leider entpricht er nicht der Realität.

    „Aus meine Frage nach den Schulden und dem Vermögen sind Sie gar nicht eingegangen, warum?“

    Weil ich in diesem Blog immer wieder auf diesen Punkt eingehe und ihn mehr als ausführlich erkläre.

    „Wie kommen SIe eigentlich auf den Wert von 10% für öffentliche Dienstleistungen?“

    Rechnen Sie nach!

    „Auch Wirtscharftlichkeit darf kein Masstab für das eigene Handel sein und damit auch nicht für die Politik. Was kostet ein freundliches Lächeln? Was bringt es?“

    Sorry, aber dies ist hier wirklich vollkommen falsch platziert. Wenn Sie den Wert eines Lächelns messen wollen und Wirtschaftlichkeit kein Massstab für das eigene Handeln sein darf, dann empfehle ich den Bereich Gefühlsbesprechung. Das war hier aber nicht Inhalt.

    „Gerade hat Die EU festgestellt, das für die konventionellen Energien 100 Mrd pro Jahr an Subventionen gezahlt werden, aber nur 30 Mrd. für erneuerbar. Was ist jetz wohl teurer? Nur weil die anderen Kosten nicht so sichbar sind, heisst es ja nicht, das es sie nicht gibt. Sicher kostet der Umstiegt Geld, aber es gibt ja nun mal keine Alternative, wenn wir unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen.“

    Sie ziehen die EU heran, um den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu belegen? Diesen Lügenverein? Genau die, die von dieser ganzen Energiewende am meisten profitieren? Wer soll eigentlich den ganzen Irrsinn auf Dauer bezahlen? Unsere Kinder werden noch ganz andere Probleme bekommen, nämlich dann, wenn die fürsorglichen Eltern ihnen zwar einen von der EU erlaubten Staubsauger schenken, ihnen aber auch einen Schuldenberg hinterlassen, der ihnen die Luft zum Atmen nimmt.

    „Ich finde es nur schade, das hier soviel von Freiheit die Rede ist, aber die Freiheit schon da aufhört, wo jemand eine nicht genehme Frage stellt, weil er dann direkt als dumm abgestempelt wird.“

    Niemand hat behauptet, Sie seien dumm. Wenn Sie das so empfinden, ist das Ihre Baustelle und nicht die meinige und über die unsrige kann ich schon gar nichts sagen!

    „Ich finde uns alle nicht bescheuert, denn ich kenne uns alle gar nicht und der Teil, den ich kenne, der hat nicht immer den vollen Durchblick, aber immer ein nettes Wort für mich. Mir reicht das für mein Leben als Anfang schon mal aus.“

    Na, dann ist doch in Ihrem Leben alles bestens in Ordnung! Es gibt aber nun einmal Menschen, denen das nicht genug ist!

  20. Ich schlage – rein als Gedankenexperiment versteht sich – die Gründung eines Vereins vor, dessen Satzung folgende Bestimmungen enthält:

    „[…]
    Die MItglieder wählen für den Zeitraum von zwei Jahren [können auch z.B. ein oder vier sein] einen Vorstand […]
    Beitragsordung:
    1. a) Der Vorstand ist dazu befugt, ohne Rücksprache mit den anderen MItgliedern, die Mitgliedsbeiträge festzulegen. Es steht ihm dabei frei Beiträge nach verschiedenen Kriterien, z.B. Vermögen, Einkommen, Verbrauch etc. eines MItglieds, zu staffeln.
    b) Der Vorstand legt fest, in welcher Art die Beiträge zu leisten sind.
    2. Das alleinige Recht über die Verwendung der Beiträge obliegt des Vorstand. Insbesondere ist es ihm gestattet, den Anteil für seinen eigenen privaten Nutzen festzulegen.
    3. Die Mitglieder dürfen vom Vorstand zur Nutzung bestimmter ihm festgelegter Leistungen verpflichtet werden. Für einige dieser Leistungen kann der Vorstand Sonderbeträge erheben.
    4. a) Kommt ein Mitglied seiner Beitragspflicht nicht nach, so darf der Vorstand Disziplinierungsmaßnahmen gegen dieses durchführen. Art und Umfang des Maßnahmen bestimmt der Vorstand. Darüberhinaus ist es dem Vorstand gestattet, andere MItglieder mit der Durführung der Maßnahmen zu betrauen und diese dafür aus den Beiträgen zu bezahlen.
    b) Die Disziplinierungsmaßnahmen verlieren auch dann nicht an Gültigkeit, wenn der Vorstand, z.B. nach einer Neuwahl, Änderungen der Beitragsordnung beschließt, denen zufloge das Verhalten des diziplinierten Mitglieds Ordnungsgemäß war. Der neugewählte Vorstand hat allerdings das Recht, die Maßnahmen gegen das betreffende MItglied auszusetzten.
    5. a) Die Mitglieder sind dazu verpflichtet, in regelmäßigen Abständen dem Vorstand nachzuweisen, dass sie ihrer Beitragspflicht korrekt nachkommen. Annzuwendendes Verfahren und Fristen werden vom Vorstand festgelegt. Mitglieder, die desen Nachweis nicht erbringen, dürfen vom Vorstand diszipliniert werden.
    b) Die Nachweise sind von den Mitgliedern per Unterschrift mit einer eidesstattlichen Versicherung zu versehen. Damit soll uneingeschränkte Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit der Mitglieder sichergestellt, und de gefahr von Irrtümern so weit wie möglich ausgeschlossen werden.
    […]“

    Jetzt meine Frage, insbesondere an Personen wie Rauschi und „schon wieder“: Würden sie so einem Verein freiwillig betreten?

  21. Hallo Frau Kablitz,

    Sie schreiben: „Allerdings unterstellt sie, dass meine Meinung weder der Logik noch der Wirtschaftlichkeit entspricht. “ Wo habe ich denn sowas geschrieben? Ein Problem in der Kommunikation kann beim Sender oder beim Empänger liegen, Sie lesen da etwas, was ich weder gesagt, noch geschrieben, noch unterstellt habe.
    Das war meine Antwort auf die Aussage, ich wäre zu konzeptionellem Denken nicht fähig. Welches Konzept dort gemeint war, wurde nicht weiter ausgeführt.
    Wenn ich Aussagen treffe, dann immer nur für mich, denn für andere kann ich das gar nicht. Damit unterstelle ich niemand das Gegenteil, sondern lege meine Position dar. Aber daran sehe ich wieder gut, das die Erwartungshaltung doch sehr den Eindruck einer Aussage verändern kann.
    Aber Ihre Anworten sind nun gerade keine Widerlegung meiner Ausagen. Ich sage, die Rentenkasse ist nicht pleite und Sie sagen, ist Sie doch und das Thema ist durch?
    Die Aussage mit dem Verdienst bezog sich auf den Verstand, auf die Intelligenz, die halte ich allerdings für keinen Verdienst, den ich mir zuschrieben kann. Bildung ist etwas, auf das ich Einfluss habe, wenn auch erst im Erwachsenenalter. Wenn mir aber bis dahin mein Umfeld nie gezeigt hat, was ich mit dem Verstand alles anfangen kann, dann nützt der beste Verstand nichts. Also ist auch mein Werdegang immer von meinem Umfeld und meinen Möglichkeiten abhängig.
    Natürlich kenne ich Sie nicht, ist denn meine Aussage über Ihre Familie falsch?
    Ja, die bösen Schulden, die wir unseren Kindern dank dem nimmersatten Staat hinterlassen, die werden sie erdrücken, zusammen mit der schlechten Luft, die Sie vergiftet. Wo Sie doch so gut über Schulden Bescheid wissen, wie kommt dann so eine Aussage zustande? Schulden und Vernögen addieren sich immer, zu jeder Zeit zu Null, es sind zwei Seiten einer Medallie.
    Die Schulden werden genau wie die Forderungen vererbt, die Frage ist nur, bezahlen oder kassieren die Kinder die Zinsen?
    Wenn Sie Schulden tilgen wollen, wessen Vermögen soll dafür denn genommen werden, denn Schuldentilgung ist immer auch Vermögensvernichtung. Wenn niemand sich verschuldet, kann niemand sparen. Sie haben mir noch keine Antwort gegen, die diesen Sachverhalt widerlegt.

    Das die EU die besagte Studie unter Verschluss gehalten hat, spricht für deren Glaubwürdigkeit.
    Aber auch sonst habe ich keine konkrete Antwort auf meine Fragen nach dem Vorteil des Wettbewerbs. Ist denn Wettbewerb ein Selbstzweck? Könnte es nicht Bereiche geben, an denen die Kooperation viel weiter helfen würde?
    Wie sollte denn die Alterssicherung bezahlt werden, kann ich Wohlstand über das Transportmittel Geld in die Zukunft mitnehmen, oder brauchen die Rentner nicht eher die Waren und Dienstleistungen, die mit dem Geld bezahlt werden? Geld hat einer sehr geringen Heiz- und keinerlei Nährwert.

    Ich habe schon viele Seiten zum Thema Geld und Schulden gelesen, ich weiss aber nicht, warum die Deutschen so sehr nur auf die Schulden starren und nie auf die Vermögensseite, die mit 5 Billionen Geldvermögen den Schuldenberg um einiges überragt. Wird Deutschland morgen abgeschafft, oder warum tun alle so, als ob das morgen getilgt sein müsste?
    Auch in der Wirtschaft gilt: langfristige Inverstitionen werden langfristig finanziert. Warum sollte das ausgerechnet für den Staat nicht gelten. Haben wir den wirklich keinerlei Gegenwert für die Schulden bekommen, hat der „Wohlfahrtsstaat “ alles verfrühstückt?
    Da ja auch Herr Basiat von der Empirie schreibt, sollte man sich vielleicht mal vor Augen führen, das die Menschen am glücklichsten sind, in deren Land es am wenigsten Unterschiede zwischen den Einkommen gibt und die sehr viel über das Steuersystem umverteilen und finanzieren. Sogar wirtschaftlich stehen sie besser da, was sagt das denn aus?
    Es ist sogar bewiesen, das mehr Gleichheit für alle besser UND billiger wirkt. Nicht nur die Armen, sondern auch die Reichen profitieren.

    Ist Wirtschaftlichkeit wirklich Grundlage Ihres privaten Handelns?
    Die Ökonomisierung aller Lebenbereiche ist aber kein wünschens- oder lebenswertes Modell. Wenn Sie meinen, mit seinem Einkommen auszukommen, dann kann ich Ihnen bepflichten, aber das ist ja eher der Umgang mit Geld und hat mit Wirtschaftlichkeit nichts zu tun, das ist ein anderer Bereich, denn darunter verstehe ich Kosten-Nutzenrechnung.

    Wenn Sie Zahlen für mich haben, dann rechne ich die 10% gerne nach, wo bekomme ich die?
    Was macht denn die Regierung mit dem Rest, in den Gulli kippen oder den sozial Schwachen aus falsch verstandenem Mitgefühl in den Rachen werfen?
    Wie gesagt, ich sehe da auch Verbesserungsbedarf bei den Ausgaben, aber eher in der Streichung z.B. der Anschaffung von Kapmpfdrohnen oder Panzern.

    MfG
    Rauschi

  22. @ Vilosov: nein, würde ich natürlich nicht. Wäre ich jedoch auf Hartz4 angewiesen, wäre ich so einem System schon jetzt völlig unfreiwillig unterworfen, siehe z. B.:

    http://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/arbeiten-fuer-50-cent-232668210.html

    oder

    http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-06/hartz-iv-die-menschliche-katastrophe/

    oder

    http://www.zeit.de/2011/39/Verteilungdebatte-Klassenkampf/komplettansicht .

    Herzlichen Dank an dich, Rauschi für deine Beiträge, die ich völlig unterstreichen kann und auch ein Danke an Sie Frau Kablitz dafür, dass Sie diese Diskussion auf Ihrer Seite ermöglichen.

  23. Hallo Rauschi,

    wie soll es denn gemeint sein, wenn Sie schreiben: „Mein Denken folgt vielleicht nicht Ihrem Konzept, sehr wohl aber der Logik und der Wirtschaftlichkeit.“ Seit wann gibt es mehrere Wahrheiten? Hier kommen wir aber nicht weiter, befassen wir uns also mit der Sachlichkeit und haken das unter Mißverständnis ab:-)

    „Ich sage, die Rentenkasse ist nicht pleite und Sie sagen, ist Sie doch und das Thema ist durch?“ Nein, gern können Sie mir Zahlen zeigen, die belegen, dass es den Rentenkassen blendend geht. Deshalb mussten aus Steuermitteln im Jahr 2012 auch gut 50 Millionen Euro zugeschossen werden. Und die Demographie kommt erst noch. Wo ist denn Ihr Beleg, dass es den Rentenkassen gut geht?

    „Wenn mir aber bis dahin mein Umfeld nie gezeigt hat, was ich mit dem Verstand alles anfangen kann, dann nützt der beste Verstand nichts. Also ist auch mein Werdegang immer von meinem Umfeld und meinen Möglichkeiten abhängig.“ Dies ist für mich einfach eine Ausrede, um sich vor der eigenen Verantwortung zu drücken, das habe ich jetzt aber auch mehrfach gesagt, das wird nun doch langsam müßig.

    „Ja, die bösen Schulden, die wir unseren Kindern dank dem nimmersatten Staat hinterlassen, die werden sie erdrücken, zusammen mit der schlechten Luft, die Sie vergiftet. Wo Sie doch so gut über Schulden Bescheid wissen, wie kommt dann so eine Aussage zustande? Schulden und Vernögen addieren sich immer, zu jeder Zeit zu Null, es sind zwei Seiten einer Medallie.“

    Das stimmt so leider nicht. Das Gesamtvermögen der Deutschen liegt bei geschätzten 5 Billionen Euro, hier ist alles drin enthalten, Sparvermögen, Immobilien und vor allem Rentenanwartschaften. Die explizite Verschuldung liegt bei geschätzten 6-7 Billionen Euro. Wie passt das zu Ihrer Aussage? Die Situation in anderen Ländern ist zum Teil noch haarsträubender. Zumal es hochgradig ungerecht ist, wenn Omas Rente draufgeht, nur weil der Staat über das Falschgeldystem weit mehr ausgeben kann als er einnimmt und so den Wert des Geldes verwässert und über die Inflation eine Umverteilung von arm zu reich begünstigt. Eine Staatsverschuldung von über 80 % geschieht nicht über Nacht, da ist schon lange viel schief gelaufen. Einfach Schulden gegen Vermögen aufzurechnen, ist Diebstahl, da Sie auch die bestrafen, die ehrlich zu ihrem Geld gekommen sind. Was soll daran bitte fair sein? Zumal es noch gar nicht feststeht, dass Sie jemals etwas vererben können und werden, wenn das hier so weitergeht.

    „Wenn niemand sich verschuldet, kann niemand sparen. Sie haben mir noch keine Antwort gegen, die diesen Sachverhalt widerlegt.“ Das ist leider Mainstream und in unserem Geldsystem auch leider richtig. Aber es sieht völlig anders aus, wenn sie kein Schuldgeldsystem haben, sondern ein wertgedecktes. Wir kennen gar kein echtes Geld mehr, Geld, was sich aus der Wirtschaft und dem Handel speist und nicht durch eine Schuld. Aber hier bitte ich wirklich um das Nachlesen in diesem Blog, das ist eines der Hauptthemen hier.

    „Auch in der Wirtschaft gilt: langfristige Inverstitionen werden langfristig finanziert. Warum sollte das ausgerechnet für den Staat nicht gelten. Haben wir den wirklich keinerlei Gegenwert für die Schulden bekommen, hat der “Wohlfahrtsstaat ” alles verfrühstückt?“

    Die Frage gebe ich zurück! Wo ist denn der Gegenwert? Schauen Sie sich die Infrastruktur an, die Schulen, die Städte. Fahren Sie in´s Ruhrgebiet und nach Berlin, da sehen Sie, welchen Gegenwert wir haben. Schauen Sie sich unseren Bildungsstand an, wo ist denn da noch viel zu erwarten? Wo wird denn noch investiert?

    „Ist Wirtschaftlichkeit wirklich Grundlage Ihres privaten Handelns?“ Nein, aber der Privatbereich spielt auch keine Rolle, in diesem Blog betrachte ich den öffentlichen Bereich. Und wie soll das da ohne Wirtschaftlichkeit funktionieren?

    „Wenn Sie Zahlen für mich haben, dann rechne ich die 10% gerne nach, wo bekomme ich die?“ Bei Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union.

    „Was macht denn die Regierung mit dem Rest, in den Gulli kippen oder den sozial Schwachen aus falsch verstandenem Mitgefühl in den Rachen werfen?“ Nö, dann wäre es ja noch zumindest eine „gute Tat“. Schauen Sie sich mal an, was in die Bürokratie fließt, was in unsinnige Ausgaben wie stillgelegte Flughäfen usw. usw.

    „Wie gesagt, ich sehe da auch Verbesserungsbedarf bei den Ausgaben, aber eher in der Streichung z.B. der Anschaffung von Kapmpfdrohnen oder Panzern.“ Da bin ich ganz bei Ihnen, aber eher friert die Hölle zu.
    Es ist einfach alles überdimensioniert, vieles könnte effektiver und günstiger getätigt werden, aber dafür müssen wir uns von vertauten Dingen verabschieden. Auch wenn das unangenehm ist!

  24. @Rauschi:
    „aber die von alphachamber zeigt eigentlich, das hier auch nicht frei gedacht und gefragt werden soll und darf, weil das nicht in ein vorgefasstes “Konzept” passt.“
    Von Akzeptanz eines „vorgefassten Konzepts“ habe ich mitnichten geschrieben – im Gegenteil. „Konzeptuelles“ Denken bedeutet die Fähigkeit Vernunft-begründeter geistiger Abstraktion, nämlich in Konzepten zu denken. Das bedenkenlose Annehmen eines vorgegebenen Konzepts, oder seiner Element wäre das Gegenteil.
    Grüße

  25. Hallo Frau Kablitz,

    es scheint mir, wir argumentieren hier wunderbar aneinander vorbei.

    Wenn ich Sie richtig verstehe, dann vertreten Sie die Meinung, das es ein Geldsystem geben sollte, das z.B. auf Gold basiert. Das ist aber dann auch nur Scheingeld, denn Gold hat auch nur den Wert, den wir im zugestehen. Die Industrie braucht nur einen lächerlich kleinen Teil des Goldes, der Rest wird von Chinesen und Indern sowie Türken zu Schmuck verarbeitet. Das wäre auch wieder die gleiche Vertrauensdeckung wie jetzt, denn auch unser Geldsystem beruht auf Vertrauen. Mit dem gravierenden Unterschied, das Gold endlich ist und damit das Wirtschaftswachstum am Ende wäre und der Kapitalismus gleich mit. So habe ich Sie aber nicht verstanden, das Sie den Kapitalismus abschaffen wollen.
    Das ist wieder ein klassischer Zielkonfilkt.
    Ich lebe in Deutschland, arbeite aber in der Schweiz, deswegen kann ich deren Modell auch gut beurteilen. Die AHV ( Rentenversicherungnach Umlageverfahren) ist super durch die Finanzkrise gekommen, nur die kapitalbasiertze war in erheblichen Schwierigkeiten. Noch so ein Denkfehler, das die Kapitaldeckung vor einem Demographieproblem schützt. Wie denn das, können die weniger Menschen die Rendite für die Versicherung, aber die Rentenbeiträge nicht erwirtschaften?
    Es gibt das sogenannte Mackenroth Theorem, das unwiderlegt ist, das besagt, egal wie ich die Rente finanziere, sie muss immer aus dem laufenden Einkommen bezahlt werden. Also ändert die Kapitaldeckung kein einziges Problem, sondern es suchen immer Menschen gewinnbringede Anlagen, die aber niemand erwirtschaftet.

    Ich habe auch nicht geschrieben, das die Rentenkasse voll wäre, sondern das das Umlagesystem das einzig vernüftige ist. Wenn wir nur eine niedrige Produktivitätssteigerung von 1% zugrunde legen und dieses Mehr auch an die Belgeschaften ausgeschüttet wird, ist die Rentenfrage schnell gelöst.

    Nach meinem Wisen bezieht sich die 5 Billionen auf reines Geldvermögen, ohne Immobilien und ohne Rentenanwartschaften.
    Wie kommen Sie denn auf 7 Billionen Schulden, sind da auch die Rentenanwartschaften drin, oder wie? Das sind aber dann eben keine Schulden, sondern Beiträge, die in die Rentenkasse gezahlt werden.

    Ich habe aber immer noch nicht gelesen, wie denn aus Ihrer Sicht die Rente finaziert werden soll.
    Auch fehlt mir die Antwort auf den Sinn des Wettbewerbes. Aber vielleicht ist das auch ein wenig viel auf einmal, ich belasse es jetzt einfach dabei, das wir offensichtlich verschiedene Standpunkte haben.

    Zu der Frage des Vereins, das ist ja nun ein haarstäubender Vergleich, abgesehen von der vergegaukelten Wahlmöglichkeit.
    Aber selbst die gibt es nicht, wie ich schon geschrieben habe, bin ich Teil einen Solidargemeinschft, ob ich will oder nicht. Niemand lebt heutzutage so autonom, das er auf keine Leistungen, die durch die Solidargemeinschaft bezahlt wurden, angewiesen ist.

    Zu der Frage, wo der Gegenwert ist, haben Sie doch selbst die Antwort geliefert. Das die Instandhaltung oder Neuinvestition unterblieben ist, sagt ja nicht aus, das es nie einen Gegenwert gab. Wenn Sie ein Haus kaufen, erwarten Sie ja auch nicht, das es 50 Jahre ohne Reparaturen auskommt, oder? Wenn aber die Regierung so auf das Schuldenvermeiden fixiert ist und gleichzeitig die Steuern für die Reichen senkt, wie unsere, dann geht eben viel zu Bruch. Dann lobt die Presse Frau Merkel, weil der Haushalt konsolidiert wurde und sagt, das führt zu Wachstum und Wohlstand. Dabei sagt ein konsolidierter Haushalt rein gar nichts über die Vermögensverhältnisse aus, ein armer Haushalt ohne Schulden ist arm, aber konsolidiert, ein reicher ohne Schulden ist auch konsolidiert, aber immer noch reich.

    Ich will niemanden bestrafen, warum auch? Aber wieso nehme ich jemandem die Rente, wenn ich schreibe, das Schulden nur mit Vermögen getilgt werden können? Das ist eine vollkommen wertfreie Aussage, so funktioniert das Geldsystem.

    Es ist sicher sinnvoller, sich darüber Gedanken zu machen, wie vieles verbessert werden kann, aber dafür ist aus meiner Sicht kein neues Geldsystem notwendig.

    MfG
    Rauschi

  26. @rauschi: Mannomann, Sie sind ja ein(e) naturreine(r) Etatist(in), alle Achtung! Der Glaube an den Staat in seiner perfekten Ausführung! Es braucht Menschen wie Sie, sonst wäre uns der Schwindel schon längst um die Ohren geflogen! Allein der Punkt, dass die Rentensysteme „gut durch die Krise“ gekommen sind, ist schon ein Kracher! Mit fremder Hilfe durch Steuermästung ist das wohl auch keine Kunst! Dass kapitaldedeckte Systeme zu leiden haben, hat mit der unverantwortlichen Niedrigzinspolitik zu tun und wer hat die zu verantworten? Sie sind schon
    ein(e)Traumtänzer(in)! Aber den absoluten Supergau liefern Sie damit, dass Gold nur durch Vertrauen gedeckt sein soll und das Geldsystem in Ordnung sei! Gold ist seit Jahrtausenden Zahlungsmittel und gerade deshalb wertvoll, WEIL es nicht beliebig vermehrbar ist wogegen alle Papiergeldsysteme gescheitert sind! Und seit wann kann Wirtschaftswachstum nur mit einer steigenden Geldmenge realisiert werden? Sie sind so extrem tief in Ihrem Schulbuchwissen verankert, Sie benötigen ja einen Dauerkurs, um Ihnen alle „Flausen“ aus dem Kopf zu holen! Frau Kablitz, die Nummer hier ist eine Endlosarbeit, ich fände es besser, Sie würden weiter hervorragende Texte verfassen und sich nicht abarbeiten. Hier ist Hopfen und Malz verloren!

  27. @alphachamber

    “Konzeptuelles” Denken bedeutet die Fähigkeit Vernunft-begründeter geistiger Abstraktion, nämlich in Konzepten zu denken.“

    und an welcher Stelle in meiner Argumentation fehlt Ihnen das?
    Das Geldsystem ist schon sehr abstrakt und auch wieder ganz einfach. Meine Anmerkungen und Fragen waren in sich schlüssig, zwar mit Sicherheit nicht in der Richtung Ihrer Meinung, aber deswegen weder unlogisch noch unvernünftig.
    Wenn ich frage, wie denn der Wettbewerb die angeprangerten Sachverhalte beseitigen soll, dann komm darauf keine Antwort.
    Weil ich mir eben gerade meine Meinung zu vielen Dingen bilden möchte, lese ich auch Blogs oder Foren, die nicht meine Ansicht vertreten, das erweitert den Horizont. Vielleicht ist ja auch ein nachvollziehbarer Gedankengang dabei, dann greife ich den auf.

    Oder sollte ich so unlogisch denken, das mir diese Unlogik nicht auffällt? Ich bin Programmierer, bin also gewohnt, in schlüssigen Konzepten zu denken, sonst würden meine Programme nicht laufen . Oder war das nur Zufall, das es bislang immer funktioniert hat? 🙂

    Einen schönen Abend noch
    MfG
    Rauschi

  28. @schon wieder: Auch ohne auf Hartz IV angewiesen zu sein, sind Sie einem System meinem Verein schon heute unfreiwillig unterworfen.

    @Rauschi: 1. Zunächst einmal schade, dass Sie die Parallelen zwischen meinem Verein unserem heutigen Staat nicht erkennen.
    2. Sie haben in einem ihrer Beiträge die Energiepreise angesprochen und gefragt, wie es trotz sinkender Börsenpreise sein kann, dass die Verbraucherpreise dennoch steigen. Nun, auf diese Frage gibt Ihnen gerade die Österreichische Schule der Nationalökonomie, deren Lehren Frau Kablitz hier voller Überzeugung vertritt, eine klare Antwort. Man braucbht dafür nämlich nichts weiter als die Grenznutzenlehre von Carl Menger, dem Urvater der Schule. Die besagt, dass der Preis eines Guts durch den Grenznutzen, in diesem Fall also das letzte Quantum an Energie, das die Verbraucher für einen Mehrnutzen zu kaufen bereit sind, bestimmt wird. Durch das EEG werden Verbraucher dazu verpflichtet, Energie die auf eine bestimmte weise erzeugt wurde, zu kaufen, obwohl diese deutlich mehr kostet. Erst wenn diese verkauft ist, kommen die an der Börse gehandelten anderen Energieformen an die Reihe. Da die Nachfrage nach diesen dann natürlicherweise geringer ausfällt, kommt es zu sinkenden Börsenpreisen. Ohne EEG würden die erneuerbaren Energien im entsprechenden Bereich der Preisspanne der an der Börse gehandelten Energien eingefügt. So einfach ist das.

  29. „@rauschi: Mannomann, Sie sind ja ein(e) naturreine(r) Etatist(in), alle Achtung! “
    Ich bin weder Etatist noch sonst ein Ist, ich benutze nur ab und an meinen Verstand.
    „Der Glaube an den Staat in seiner perfekten Ausführung! Es braucht Menschen wie Sie, sonst wäre uns der Schwindel schon längst um die Ohren geflogen! “
    Aus welcher Äusserung schliessen Sie denn auf meinen Glauben an den Staat? I(Wer ist denn eigentlich der Staat, wenn nicht wir alle?)Ich glaube weder an den Staat noch an irgendeine Religion, also worauf basiert denn der Eindruck?
    „Allein der Punkt, dass die Rentensysteme “gut durch die Krise” gekommen sind, ist schon ein Kracher!
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, denn ich schrieb über das schweizer Modell, da zahlt jeder, von allem, was er einnimmt, einen Beitrag in die Rentenversicherung, auch aus Zinsen und ohne Beitragsbemessungsgrenze.
    „Mit fremder Hilfe durch Steuermästung ist das wohl auch keine Kunst! “
    Steuermästung, das ist ja mal ein gelungener Ausdruck, wann soll das Tier denn geschlachtet werden? Wenn der Rentenversicherung Aufgaben zugeteilt werden, die aus Steuern finanziert werden sollen, dann ist das wohl auch nur normal. Die Erziehugszeiten oder Ausbildungszeiten sowie die Witwenrente werden damit finanziert, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe, oder nicht?
    „Dass kapitaldedeckte Systeme zu leiden haben, hat mit der unverantwortlichen Niedrigzinspolitik zu tun und wer hat die zu verantworten?“
    Genau, der Staat macht die Zinspolitik aus reiner Bosheit (und es gibt ja gar keine EZB, die nicht weisungsgebunden ist) und weil dieses Monster nun mal nicht weiss, das Sie ein gott gegebenes Recht auf Zinszahlung haben. Oder ist der Zins nicht der Preis für das Geld, das offenbar keiner mehr will, weil niemand Schulden machen will? Ohne Schulden kein Vermögswachstum, so einfach ist das.
    „Sie sind schon
    ein(e)Traumtänzer(in)! Aber den absoluten Supergau liefern Sie damit, dass Gold nur durch Vertrauen gedeckt sein soll und das Geldsystem in Ordnung sei! Gold ist seit Jahrtausenden Zahlungsmittel und gerade deshalb wertvoll, WEIL es nicht beliebig vermehrbar ist wogegen alle Papiergeldsysteme gescheitert sind! “ Das war schon immer so, das gehört ja zu meinen Lieblingsaussagen, gleich nach, das haben wr noch nie so gemacht.:-)agt aber nichts über die Richtigkeit der Aussage, nur das schon lange so war. Wie lange genau haben die Menschen gedacht, die Erde wäre eine Scheibe, war die Aussage deswegen richtig?Ach so, das Gold hat einen inneliegenden Wert sozusagen, deswegen war es ja auch als Masstab so wertvoll, das der Masstab selber seinen Wert täglich änderte. Wenn das nicht die Unlogik in Reinform ist, dann weiss ich wohl nicht, was Logik ist.
    „Und seit wann kann Wirtschaftswachstum nur mit einer steigenden Geldmenge realisiert werden? Sie sind so extrem tief in Ihrem Schulbuchwissen verankert, Sie benötigen ja einen Dauerkurs, um Ihnen alle “Flausen” aus dem Kopf zu holen!“
    Nur weil ich Ihre Ansicht nicht teile, können Sie überhaupt keine Aussage treffen, woher ich mein Wissen beziehe. Auch aus Büchern, abner sicher aus keinem Schulbuich, sorry für die Enttäuschung.
    „Frau Kablitz, die Nummer hier ist eine Endlosarbeit, ich fände es besser, Sie würden weiter hervorragende Texte verfassen und sich nicht abarbeiten. Hier ist Hopfen und Malz verloren!
    Na dann, bloss keine andere Meinung zulassen, es könnte ja das eigene Gedankenkonstruck angreifen. Das hier aber auch nur pauschal auf meine Aussagen eingedroschen wird, aber keine echte Antwort auf meine Fragen, sollte Ihnen vielleicht zu denken geben.
    Ich frage, ab mit den hier favoriserten Mitteln denn die erstrebte Lösung auch erreichbar ist und schon ist Hopfen un Malz verloren-

    Na dann lassen Sie sich Ihre Gedanken lieber weiter vordenken, das tut nicht weh.
    In der Wissenschaft nennt man das Beweis einer These durch Widerlegung der Antithese, das bedeute, das zwei gegensätzliche Meinungen oder Theorien gegen einander getestet werden. Wenn ich meine Position nicht gegen eine andere verteidigen kann, ist sie wertlos.
    Nur muss ich mich dafür auf die andere einlassen und nicht gleich wegbügeln.

    Ich habe keinen Missionierungseifer, Sie können alle glauben, was Ihnen beliebt, nur begründen sollte man es dann doch können.

    MfG
    Rauschi

  30. @Vilosov
    „@Rauschi: 1. Zunächst einmal schade, dass Sie die Parallelen zwischen meinem Verein unserem heutigen Staat nicht erkennen.“
    Sicher habe ich die Paralle gesehen, ales andere wäe ja bei der Holzhammermethodfe auch verwunderlich.Nur ist bei mir der Statt eben kein von der Gesellschft losgelöstes Wesen, sondern es ist die Solidargemeinscht, inh der jeder Mitglied ist. Auch seh ich die Regierung keineswegs so, wie Sie den Vorstand, auch wenn ich weiss Gott viel darn zu kritisieren habe.

    „2. Sie haben in einem ihrer Beiträge die Energiepreise angesprochen und gefragt, wie es trotz sinkender Börsenpreise sein kann, dass die Verbraucherpreise dennoch steigen. Nun, auf diese Frage gibt Ihnen gerade die Österreichische Schule der Nationalökonomie, deren Lehren Frau Kablitz hier voller Überzeugung vertritt, eine klare Antwort. Man braucbht dafür nämlich nichts weiter als die Grenznutzenlehre von Carl Menger, dem Urvater der Schule. Die besagt, dass der Preis eines Guts durch den Grenznutzen, in diesem Fall also das letzte Quantum an Energie, das die Verbraucher für einen Mehrnutzen zu kaufen bereit sind, bestimmt wird. Durch das EEG werden Verbraucher dazu verpflichtet, Energie die auf eine bestimmte weise erzeugt wurde, zu kaufen, obwohl diese deutlich mehr kostet. Erst wenn diese verkauft ist, kommen die an der Börse gehandelten anderen Energieformen an die Reihe. Da die Nachfrage nach diesen dann natürlicherweise geringer ausfällt, kommt es zu sinkenden Börsenpreisen. Ohne EEG würden die erneuerbaren“ Energien im entsprechenden Bereich der Preisspanne der an der Börse gehandelten Energien eingefügt. So einfach ist das.

    Wer wird denn gezwungen, Energie auf eine bestimmt Weise zu kaufen? Ich bezahle EEG Umlage, auch wenn ich 100% Atomstrom bekomme. Da aber der Anteil der erneuerbaren immer noch unter denen der konventionellen liegt, sollte doch trotzdem der Preis fallen, weil eben ein grosser Teil billiger und ein kleiner Teil teurer wird.
    Wie berechnet man diesen Grenznutzen? Die Preise haben also nichts mit Proifitmaximierung und Monopolgewinnn zu tun, das ist ja abwegig, oder nicht?
    Jeder Verbraucher wird ausrechnen, wieviel er bereit ist, für das Licht im Dunkeln zu bezahlen und wegen des hohen Preise einfach im Dunkeln vor die nächste Wand laufen, soviel zur Praxistauglichkeit dieser Annahme.
    Von diesem Grenznutzen habe ich schon öfter gelesen, aber ausser einem mathematischen Modell hat mich da nichts überzeugt. Gerade in einer arbeitsteiligen Welt würde ich es auch sehr schwer finden, diesen für einen Arbeitsplatz auszurechen. Womit ist denn der Grenznutzen von Herrn Ackermann zu berechnen?
    Oder von einer Altenplegerin oder einer Krankenschwester? Ich arbeite in einem relativ kleinen Betrieb, aber auch bei mir könnte ich die Leistung nicht beziffern, weil der Erfolg von vielen Einzelfaktoren abhängig auf welche ich nur zum Teil Einfuss habe.

    Deswegen ist das ein Modell, mit dem ich mich nicht identifizieren kann.
    Muss ich aber auch nicht, jeder soll und darf seine Modell vertreten, ich erwarte nicht, das Sie meine Auffassung teilen, nur das sie fundiert widerlegt wird.

    MfG
    Rauschi

  31. @ Rauschi: Sie wollen kein Etatist sein? Sie sind das Paradebeispiel dafür! Sie Glauben auch nicht an den Staat? Bei Ihren Aussagen? Sind Sie schizophren? Die EZB ist nicht weisungsgebunden? Wer finanziert denn gerade den Staatsanleihenschrott? Sie erwarten hier ernsthafte Antworten auf Ihre haarsträubenden Fragen. Sie können froh sein, dass man sich überhaupt die sZeit nimmt – und dies tun hier ja mehrere – sich mit Ihrem Geschwurbele zu beschäftigen. Ohne Schulden kein Vermögenszuwachs, ja in unserer kranken Welt stimmt das. Hier geht es aber um Alternativen. Und dann ewig der Anspruch auf die eigene Meinung; damit haben sich auch Despoten herausgeredet! Ausgerechnet Sie sprechen von „Vordenken“, dabei plappern Sie doch genau das nach, was man in jedem Mainsteam-Blättchen vorgekaut bekommt! Sie legen Wert darauf, dass man sie nicht wegbügelt und man sich auf andere einlässt! Wie wäre es mal mit einem Spiegel direkt vor Ihrer Nase? Sie beklagen, es gäbe keine Antworten auf Ihre Fragen! Wie sehr soll man sich noch bemühen, wenn der andere diese gar nicht hören will?

  32. @Rauschi: Soviel zu Ihrer Thoerie, dass ein Wettbewerb nichts besser machen würde:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/28/kosten-explosion-350-millionen-euro-fuer-eu-palast-in-bruessel/
    „Jeder Verbraucher wird ausrechnen, wieviel er bereit ist, für das Licht im Dunkeln zu bezahlen und wegen des hohen Preise einfach im Dunkeln vor die nächste Wand laufen, soviel zur Praxistauglichkeit dieser Annahme.“
    Noch ein Beispiel für die Befürwortung von Wettbewerb. Wieviele wollen Sie noch? Und wieso werden hier Ihre Fragen nicht beantwortet? Alle Fragen wurden beantwortet, sogar mehrfach. Auch fundierte Widerlegungen haben stattgefunden; mehr als genug. Es kommt mir allerdings langsam so vor, dass Sie gar kein Argument gelten lassen wollen – von keinem hier, egal, wie sinnvoll oder fundiert es ist. Das ist aber keine Diskussionsgrundlage sondern eher eine Veranstaltung, die zu Ehren Ihrer Meinung gereichen soll. Ein Ansinnen, dem ich auch im Hinblick auf die anderen Teilnehmer nicht entsprechen möchte.

  33. @all
    Wenn Sié unbedingt ein Mäntelchem mit einem Namen darauf umhängen müssen, dann nur zu.

    Wie genau würde denn der Wettbewerb (zwischen welchen Unternehmen eigentlich) die Kostenexplosion des Gebäudes in Brüssel verändern? Das die Kontrolle nicht funktioniert, ist sicher sehr ärgerlich, aber was hätte dann ein Wettbewerb, der ja vor Vergabe des Auftages stattfindet, daran geändert?
    Meine Aussage zum Strom war zynisch gemeint, aber beim besten Willen sehe ich auch da keine Befürwortung des Wettbewerbes.

    Alle meine Fragen sind beantwortet, gibt es hier nicht sichtbare Beiträge?
    Dann nochmal die Fragen, die aus meiner Sicht nicht beantwortet sind:
    1)Wenn Sie Schulden tilgen wollen, wessen Vermögen soll dafür denn genommen werden, denn Schuldentilgung ist immer auch Vermögensvernichtung. Wenn niemand sich verschuldet, kann niemand sparen. Sie haben mir noch keine Antwort gegen, die diesen Sachverhalt widerlegt.
    2)Das, was Sie als zu zahlende Dienstleistungen in den Raum stellen und was auch durchaus berechtigt ist, beträgt maximal 10 % der Wirtschaftsleistung, wenn überhaupt. Die 10 % beziehen sich auf die Wirtschaftleisutng, nicht auf das Steueraufkommen.
    3) wird die Bürokratie durch eine Gebührenfinanzierung ausgeweitet oer eingedämmt?
    4) Wie kann Wettbewerb die Machenschaften der Pharmalobby eindämmen? Oder die kassenärztliche Vereinigung?
    5) Ist Wettbewerb Selbstzweck oder sollte er nur da stattfinden, wo er auch erwartbar das gewünschte Ergebniss bringt.
    6) Wie soll die Wirtschft ohne Wachstum funktionieren, das zwingend mit einer womit auch immer deckten Währung einher gehen würde?
    7) Womit ist der Wert des Goldes begründet, ausser mit Vertrauen?
    8) Kann man Wohlstand durch Geld in die Zukunft transportieren?
    9) Was ist der Staat? Sind wir nicht alle der Staat, oder ist das nur die Regierung und wenn ja, die Bundes oder Landesregierung?
    10) Wird die Geldschöpfung von den Privatbanken oder den Zentralbanken vorgenommen?
    Ich denke, meine Fragen sind müssig, denn wenn erst das Geldsystem geändert werden soll, bevor sich etwas ändern kann, dann gibt es auch keine Erfahrugen, wie es mit dem neuen System aussehen würde.
    Weder bin ich staatsgläubig noch Anhänger einer anderen Ideologie, wie mir ja gerne unterstellt wurde. Ich sehe Aufgaben, die eine öffentliche Stelle übernehmen muss und soll, schon allein wegen der notwendigen Kontrolle durch die Bürger. Das würde bei privaten Unternehmen ungleich schwerer fallen, denn die können sich ja immer mit Betriebsgeheimnissen rausreden.
    Wettbewerb, wo er sinnvoll ist und öffentlich, wo es Monopole oder Zielkonfikte zwischen Unternehmen- und Bürgerinteressen gibt.

    Ich wünsche noch viel Spass im vertrauten Kreis, ich halte mich in Zukunft einfach raus. Ich brauche keine Plattform zur Bestätigung
    und ich missioniere nicht mehr, sorry, wenn ich Ihre wertvolle Zeit beansprucht habe.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

    MfG
    Rauschi

  34. @Rauschi: Nun gut, ein nochmaliger Versuch!

    Wie genau würde denn der Wettbewerb (zwischen welchen Unternehmen eigentlich) die Kostenexplosion des Gebäudes in Brüssel verändern? Das die Kontrolle nicht funktioniert, ist sicher sehr ärgerlich, aber was hätte dann ein Wettbewerb, der ja vor Vergabe des Auftages stattfindet, daran geändert?

    Sehr ärgerlich? 350 Millionen Euro? Was ein Wettbewerb daran geändert hätte, der nicht von einer Behörde ausgeschrieben worden wäre? Wohl sehr wahrscheinlich Wirtschaftlichkeit. Ich kann gar nicht glauben, so etwas zu lesen.

    Meine Aussage zum Strom war zynisch gemeint, aber beim besten Willen sehe ich auch da keine Befürwortung des Wettbewerbes.

    Na, dann kann ich auch nicht weiterhelfen!

    Alle meine Fragen sind beantwortet, gibt es hier nicht sichtbare Beiträge?

    Anscheinend schon!

    Dann nochmal die Fragen, die aus meiner Sicht nicht beantwortet sind:

    Na, denn mal los!

    1)Wenn Sie Schulden tilgen wollen, wessen Vermögen soll dafür denn genommen werden, denn Schuldentilgung ist immer auch Vermögensvernichtung. Wenn niemand sich verschuldet, kann niemand sparen. Sie haben mir noch keine Antwort gegen, die diesen Sachverhalt widerlegt.

    Och nö, bitte nicht nochmal. Dieser Blog liefert keine mundgerechten Häppchen. Lesen müssen Sie schon noch und dieser Blog ist voll von diesem Thema. Also bitte nicht nur konsumieren, sondern auch selber nach Antworten suchen.

    2)Das, was Sie als zu zahlende Dienstleistungen in den Raum stellen und was auch durchaus berechtigt ist, beträgt maximal 10 % der Wirtschaftsleistung, wenn überhaupt. Die 10 % beziehen sich auf die Wirtschaftleisutng, nicht auf das Steueraufkommen.

    Die Wirtschaftsleistung betrug in 2012 ca. 2.645 Milliarden Euro, davon 10 % = 260 Millionen. Das sind rund 40 % der jetzigen Steuereinnahmen. Allein die Mehrwersteuer von meist 19 %, die zu einem Großteil zu den Steuereinnahmen beiträgt, würde demnach dicke ausreichen. Von den anderen Steuern ganz zu schweigen. Was könnten die Menschen mit all dem Geld wohl anstellen? Endlich mal frei entscheiden, was sie damit tun? Aber nein, Sie zahlen ja lieber Steuern so wie bisher. Auch hier der Hinweis, dies ist ein Blog, epische Ausarbeitungen sind hier fehl am Platz.

    3) wird die Bürokratie durch eine Gebührenfinanzierung ausgeweitet oer eingedämmt?

    Ja, was denken Sie denn, wenn wir sie abbauen?

    4) Wie kann Wettbewerb die Machenschaften der Pharmalobby eindämmen? Oder die kassenärztliche Vereinigung?

    Ich gehe davon aus, dass Sie diese Frage nicht wirklich ernst meinen. Falls doch, empfehle ich dringend eine Pille!

    5) Ist Wettbewerb Selbstzweck oder sollte er nur da stattfinden, wo er auch erwartbar das gewünschte Ergebniss bringt.

    Er soll da stattfinden, wo er effektiven Nutzen hat. Im Prinzp überall, ausßer bei der inneren und äußeren Sicherheit und bei der Justiz.

    6) Wie soll die Wirtschft ohne Wachstum funktionieren, das zwingend mit einer womit auch immer deckten Währung einher gehen würde?

    Siehe Frage 1.

    7) Womit ist der Wert des Goldes begründet, ausser mit Vertrauen?

    Da schauen Sie sich bitte den Film an: http://www.youtube.com/watch?v=z5MVsm2cpc0

    8) Kann man Wohlstand durch Geld in die Zukunft transportieren?

    Wenn es werthaltig ist, selbstverständlich.

    9) Was ist der Staat? Sind wir nicht alle der Staat, oder ist das nur die Regierung und wenn ja, die Bundes oder Landesregierung?

    Auch hier etwas zum Nachlesen: http://wertewirtschaft.org/analysen/staat.pdf
    Stand hier aber auch schon als Hinweis!

    10) Wird die Geldschöpfung von den Privatbanken oder den Zentralbanken vorgenommen?

    Weder noch, wieso sollten wir Geld schöpfen müssen? Das ist das Falschgeldsystem in dem Sie drinhängen.

  35. Vielleicht möchte man man hier vorbeilesen und sich seine Gedanken machen:
    http://www.freitum.de/2013/10/die-quelle-allen-reichtums.html

    Das Umlagesystem hat ein fundamentales Problem. Leistender und Leistungsempfänger sind völlig entkoppelt. Das aber auch die heutigen Leistungsempfänger Wähler sind und immer mehr werden, können sie sich in unserem „Rechtsystem“ Vorteile gegenüber den derzeitig Leistenden aber auch zukünftig Leistenden verschaffen. Das ganze wird dann mit dem Gewaltmonopol „gesichert“. Eine heute Leistender kann sich nicht der der Zwangszahlung entziehen, weil hier der Staat die Firmen gleich mal zu Steuereintreibern gemacht hat. Jemand der eine besser Idee hätte was mit dem Geld geschehen sollte, darf es nciht, daß Geld wird ihm sofort gestohlen.

    Und Diebstahl ist alles – nur nicht fair.

  36. @ all
    vielen Dank für all das, was ich hier lesen durfte. Ich war noch nie hier und bin nur zufällig ‚reingestolpert‘. Vielen Dank Frau Kablitz für überaus erfrischende Denkanstöße. Ich selbst fröne dem Prinzip der Eigenverantwortung, was ich für das Sozialste überhaupt halte und lebe damit, dafür belächelt zu werden. Daher stehe ich dieser Gesellschaft und damit diesem Staat, der wider besseren WISSENS Sicherheit gegen Wohlverhalten (i. e. bezahlen) verspricht, mit abgrundtiefem Misstrauen gegenüber.
    Weiterhin gehöre ich zu den Unglücklichen, die das herrschende Finanzsystem nicht verstanden haben – sicher teils aus Bequemlichkeit, aber vielleicht auch aus einem vagen Gefühl der Unanständigkeit des Systems heraus.
    Aus dem Rentenversicherungssystem habe ich mich durch Selbständigkeit ersatzlos verabschiedet und bin gespannt, was in 20 Jahren, da bin ich dann 70, passieren wird. Wenn ich das überhaupt noch erlebe, da ich durch volkswirtschaftlich unglaublich schädliches Rauchen zumindest für ein sozial verträgliches, frühes Ableben sorgen kann. Zum Wohle aller wird das bis dahin, staatlich subventioniert, zur Vermeidung längeren Siechtums und zur Senkung der Gesundheits- und Rentenkosten problemlos möglich sein. Davon bin ich überzeugt.
    Einstweilen werde ich gerne Ihre Beiträge verfolgen und wünsche allen schöne Feiertage.

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