Das Erstlingswerk ist da… „Austrian Investing“

Die Erkenntnisse und Lehren der „Österreichischen Schule der Ökonomie“ sind gerade in der Staatschuldenkrise für Sparer, Anleger und Investoren von entscheidender Bedeutung, weil nur diese Denk- und Forschungsrichtung der Ökonomie eine kausalgenetische und ganzheitliche Beurteilung des Geschehens an den Finanz- und Kapitalmärkten ermöglicht. Kein Wunder, dass die Vertreter der „Österreichischen Schule“ die Schulden- und Finanzkrise richtig vorausgesagt haben – ganz im Gegensatz zu den keynesianisch geprägten „Mainstream-Ökonomen“.

Anlegern und Vermögensverwaltungen bietet das „Austrian-Investing“ somit die Möglichkeit, Anlegeszenarien und Anlagestrategien abzuleiten, die auf einer wesentlich tiefer fundierten Entscheidungsgrundlage beruhen als die herkömmlichen Methoden, die oft genug im positiven Fall nicht einmal den Index schlagen, im negativen Fall sogar zur Vermögensvernichtung führen.

Alle gängigen Geldanlageformen -inkl. der Internet-Währungen- werden systematisch und in leicht verständlicher Form hinsichtlich ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile dargestellt und beurteilt. „Es gibt keine wirklich sichere Geld- und Finanzanlage mehr“, lautet die vorurteilslose und nüchterne Erkenntnis. Auf jegliche direkte oder indirekte Form von Anlagetipps und/oder angeblicher Erfolgsstrategien von Institutionen aus der Anlageberatung und Vermögensverwaltung wird bewusst verzichtet. Stattdessen werden z. B. psychologische Aspekte (Gier, Herdentrieb), das Verhältnis zwischen Anleger und Anlageberatung hinsichtlich Kosten, Qualität und beliebter Irrtümer, sowie die staatliche Schuldensucht, das staatliche Geldmonopol, die „frisierte“ Inflationsrate und die fatale Politik im Rahmen der Schulden- und Eurokrise kritisch und pointiert beleuchtet.

Insgesamt wird ein breitgefächertes Themenspektrum geboten, das von der Literatur in dieser Form bisher nicht abgedeckt wurde und kann hier bestellt werden.

An dieser Stelle bedanke ich mich auch auf diesem Wege für die wunderbare Zusammenarbeit mit Prof. Christoph Braunschweig, der mit Büchern wie „Die demokratische Krankheit“ oder „Wohlfahrtstaat – Leb wohl!“ bereits bewusstseinserweiternd gewirkt hat.

„Mir gefällt insbesondere die Breite des Spektrums der vorgestellten Anlageformen und die gut lesbare Kritik zu Vor- und Nachteilen. Dies ist ein sehr guter Ausgangspunkt, um sich als Leser dann näher mit den einzelnen Anlageformen zu beschäftigen.

Mein Glückwunsch, da ist Ihnen ein sehr informatives Buch zur Geldanlage gelungen.“ (Michael Kastner, buchausgabe.de am 18.05.2014)

Die seit Jahren anhaltende Währungs- und Staatsschuldenkrise bringt für Sparer und Geldanleger veritable Probleme mit sich. Gestern sinnvolle Anlagestrategien sind heute unbrauchbar. Die
Zeiten todsicherer Investments sind vorbei. Konservative, bevorzugt am Kapitalerhalt interessierte Anleger, werden durch die Politik der finanziellen Repression“ ausgeplündert; Risikobereite Naturen dagegen sehen sich zunehmend der Gefahr platzender Blasen in bereits überhitzten Assetmärkten“ (Aktien und Immobilien) gegenüber. Selbst die Flucht in Edelmetalle ist nicht mehr risikofrei möglich. Die Meldungen über eine planmäßige Manipulation des Goldpreises sind nicht dazu angetan, die Anlegersicherheit zu erhöhen.

Wer nun erwartet, Patentrezepte geboten zu bekommen, deren Umsetzung ihn sicher durch die Krise führen oder garantiert reich machen werden, sieht sich enttäuscht. Die beiden Autoren liefern vielmehr – auf Basis der Lehren der Österreichischen Schule der Nationalökonomie“ – eine profunde Analyse des Status quo der Finanzmärkte und jener (keynesianischen) Voodoo-Politik, die uns dahin gebracht hat. Denn vor einer Beschäftigung mit konkreten Investmentmöglichkeiten sollte immer das grundlegende Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge stehen. Danach wird ein umfangreicher Katalog möglicher Anlagen vorgestellt, der vom Festgeldkonto über Aktienfonds und Edelmetalle bis zum Kauf von Antiquitäten oder Oldtimern reicht. Jede dieser Investmentmöglichkeiten wird kritisch analysiert und mit Bewertungen hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für Privatanleger versehen.

Am Ende steht dennoch die ernüchternde Erkenntnis, daß es, bedingt durch die Geldpolitik der politisch opportun anstatt ökonomisch richtig handelnden Zentralbanken, heute schwieriger ist denn je, sein Vermögen vor Verlusten zu bewahren. Planwirtschaftlich nach unten manipulierte Zinsen haben zu einer nie zuvor dagewesenen Geldschwemme geführt – mit allen sich daran knüpfenden, negativen Konsequenzen. Die korrekte Abschätzung künftiger Entwicklungen ist dadurch schwierig geworden. Nicht alle Eier ins selbe Nest legen“ dürfte für den Privatanleger nach wie vor die Anlagestrategie der Wahl sein. Schuldentilgung vor Anlage ist ein Rat, der besonders jüngeren Menschen erteilt wird. Auch das Halten höherer Bargeldbestände ist – wie immer in Krisenzeiten – kein Fehler. Das Beispiel Zyperns (mit überfallsartig vorgenommenen Kontensperren und der Einführung rigoroser Kapitalverkehrskontrollen) hat gezeigt, wie rasch dieser Aspekt Bedeutung erlangen kann. Sicher ist, daß der Staat, wenn seine finanzielle Lage sich weiter verschlechtert, wovon auszugehen ist, vor noch aggressiveren Zugriffen auf privates Eigentum nicht Halt machen wird. Auch dieser Aspekt sollte heute bei jeder Anlageentscheidung berücksichtigt werden.

Eine desillusionierende, aber dem Erkenntnisgewinn dienende Lektüre. (Andreas Tögel, 16.06.2014)

 

11 Gedanken zu „Das Erstlingswerk ist da… „Austrian Investing“

  1. Glückwunsch zur Premiere!

    Die beide genannten Bücher von C. Braunschweig schätze ich ebenfalls sehr.

  2. Sehr geehrte Frau Kablitz,

    das ist nun das zweite Mal, das Sie Behauptungen ohne Faktenbelege aufstellen, Zitat:
    „Kein Wunder, dass die Vertreter der „Österreichischen Schule“ die Schulden- und Finanzkrise richtig vorausgesagt haben – ganz im Gegensatz zu den keynesianisch geprägten „Mainstream-Ökonomen“.
    Wen genau meinen Sie mit keynesianisch geprägten „Mainstream-Ökonomen? Herrn Sinn oder Herrn Hüther?
    Meine Wahrnehmung ist eher, das es eben keinen einzigen keynesianisch geprägten „Mainstream-Ökonomen“ mehr gibt, sondern nur noch Angebotstheretiker unter den „Mainstream-Ökonomen“. Das war aber KEIN Ansatz von Keynes. Wenn schon Kritik, da wenigstens fundiert.

    Mit freundlichen Grüssen
    Rauschi

  3. Ach Rauschi,

    warum nur arbeiten Sie sich dermaßen an mir ab? Lesen Sie das Buch und vor allem – lernen Sie! Und entspannen Sie sich lieber anstatt mich mit unsinnigen Aussagen zu belästigen! Und DAS dürfen Sie gern auf anderen Blogs verbreiten – das mögen Sie doch so gern!

  4. Keynesianismus ist eine Religion und sie dient vorwiegend der hohen Politik und der Bürokratie, den Schein einer sozialen Marktwirtschaft aufrecht zu erhalten und den Eigentümern von Geldinstitutionen einen Haufen Geld zu bringen, welches vorher den Bürgern geraubt wird. Sie erlaubt den Regierenden unter Androhung von Gewalt Steuern einzutreiben und gleichzeitig Schulden in irrwitziger Höhe aufzunehmen – was ja eigentlich kompletter Wahnsinn ist. Durch die Geldmengenpolitik und Inflationsmöglichkeiten wird der fleissige Sparer (und Versicherte) gleichzeitig auch noch hinterrücks enteignet. Aussenhandelsbilanz, Target2-Saldo, ESM oder die Versicherungsindustrie will ich mal aussen vor lassen.

    Jedenfalls verwundert es nicht weiter, dass in staatlichen Schulen und Universitäten, in Politik und Staatswesen und in den zwangsfinanzierten Medien die Österreichische Schule gemieden wird, wie das Weihwasser vom Teufel. Das Schicksal der ÖS ist, dass die aller meisten Intellektuellen von staatlichen oder staatsabhängigen Institutionen absorbiert und in Brot gebracht werden (welch Zufall). Es ist somit schier aussichtlos, eine echte Debatte über Kapitalismus und freie Marktwirtschaft zu entfesseln. Und dann jubelt ein grosser Rest der Bürger mit, wenn der Staat Rekordsteuereinnahmen feiert – wie grotesk.

  5. Bin gerade mit dem Buch durch …
    Sehr interessant – gar keine Frage – das Lesen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Trotzdem muß ich zugeben, ein klein wenig enttäuscht zu sein: Wenn man schon zuvor eine kritische Einstellung zur gegenwärtigen Finanzpolitik hatte und sich fragte, wie man sein Geld über die Krise retten kann, so hoffte man in diesem Buch genau auf diese Frage Antworten zu finden – denn zumindest der Titel impliziert dies. Doch tatsächlich werden eigentlich bei allen besprochenen Anlageformen auch schwerwiegende Probleme gefunden, die einen jedes Mal aufs Neue ein „dies also auch nicht“ ausrufen lassen. Sprich – es läuft im Prinzip darauf hinaus, dass man sich die am „wenigsten schlimmen“ Anlageformen heraussuchen muss.
    Vermisst habe ich zudem eine Diskussion der möglichen Szenarien des Fortgangs der Schuldenkrise und einer zu den jeweiligen Szenarien passende Bewertung der Anlageformen.
    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich jetzt zwar schlauer bin, aber trotzdem nicht weiß, was ich machen soll …

  6. Lieber Scotty, ich bedanke mich sehr für Ihre Rückmeldung. Ja, das stimmt, das Buch bietet keine Anlageempfehlung. Dies hat folgende Gründe.

    1.) In der heutigen Zeit ist von „staatlicher“ Seite jede „Schweinerei“ denkbar geworden. Das, was wir uns früher nicht einmal ansatzweise vorstellen konnten, wurde längst Realität. Das bedeutet, dass Empfehlungen, die man heute gibt, morgen schon ganz falsch sein können.
    2.) Eine Anlageberatung ist – oder sollte zumindest – sehr individuell, so dass allgemeine Empfehlungen ganz schwierige sind leider allzu oft in Phrasen enden. Grundsätzlich wollten wir mit unserem Buch sagen, dass – egal, was Börsengurus und Anlage“experten“ raten, es fast nie stimmt. Weil sie es auch nicht wissen, aber so tun als ob. Egal, in welcher Phase oder Situation man sich im Leben befindet, es war und es wird immer wichtig sein, sein Vermögen zu mischen. Wenn man streut, kann nicht allzu viel passieren und von alllem, wo Staatsanleihen drin stecken, sollte man tunlichst die Hände lassen. Mehr kann man gar nicht empfehlen. Alles andere ist aus meiner Sicht Wichtigtuerei. Ich hoffe sehr, dass ich Ihnen ein wenig weiterhelfen konnte. Teilen Sie Ihr Vermögen möglichst breit auf, ein guter Anlageberater wird dies genau so machen. Dann sind Sie – egal, was passiert – nicht perfekt, aber bestmöglich geschützt.

  7. Hallo Frau Kablitz,

    vielen Dank für Ihre nette Antwort auf meine Anmerkungen.
    Alles was Sie schreiben kann ich bestens nachvollziehen – und es stimmt auch sehr gut mit meinen bisherigen Erfahrungen überein. Und dass man sein Geld möglichst streuen sollte, ist natürlich selbstverständlich – dies empfahlen „sogar“ die Bankberater, mit denen ich in der letzten Zeit zu tun hatte.
    Möglicherweise hätte ich die oben beschriebenen Erwartungen aufgrund des Buchtitels nicht gehabt, wenn ich noch etwas skeptischer gewesen wäre – denn wie schon gesagt, die Erfahrungen sagen einem, dass es schwer ist in der heutigen Zeit eine „kluge“ Entscheidung zur Geldanlage zu treffen. Im Hinterkopf hatte ich allerdings die Skepsis der Österreichischen Schule damals zur Euroeinführung und die korrekte Vorhersage seiner Folgen – und daraus abgeleitet, dass wenn die damaligen Vorhersagen eintrafen, auch die weitere Entwicklung in der näheren Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit von dieser Schule vorhergesagt werden kann. Aber wahrscheinlich sind die Unwägbarkeiten insbesondere der möglichen politischen Interventionen einfach zu groß, um korrekte Prognosen abzugeben. Also wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als dem eigenen gesunden Menschenverstand zu vertrauen, der durch Ihr Buch in dieser Sache sicherlich noch ein wenig geschärft worden ist.

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