Sozialismus ist TOD!

Ich habe sie fast alle verschlungen – die Bücher dieses geistreichen und eloquenten Mannes, dessen Klarheit in der Sprache nur allzu oft zu meinem Seelenfrieden beigetragen hat. Ich habe die Bücher des Mannes verschlungen, der mir – und das wird für alle Zeit so sein – „das Leben“ gerettet hat. Ein Leben, das bis zur ersten Lektüre, die aus dem Zufall entstanden war, geprägt war von sozialistischen Gedankenwelten und pseudogutmenschlichen Geistesverwirrungen, die ich zwar tief in meinem Herzen ablehnte, ja verabscheute, aber noch nicht wusste, warum dies so war.

Roland Baader hat nicht nur mein Herz tief berührt, er hat auch meinen Verstand auf Vordermann gebracht und mir die Erklärungen geliefert, auf die ich lange vergeblich gewartet hatte. Mein unter oberflächlichen Begrifflichkeiten verschüttetes und viel zu häufig verratenes und dem Mainstream angepasstes „Freiheits“-gefühl wurde durch Roland Baader zu tatsächlichem Leben erweckt. Mit ihm tauchten sie alle auf – die liberalen Denker und die libertären Streiter. Die Gesichter, die ich vorher nicht gekannt hatte und die nun wie selbstverständlich in mein Blickfeld traten und endlich dem sozialistischen Gemurkse in all seinen gruseligen Ausprägungen die abgrundtief hässliche Fratze verpassten, die er verdient. Die und keine andere!

„Kreide für den Wolf“ – eines der frühen Werke Roland Baaders war das einzige Buch, dessen Inhalt mir bislang in vollem Umfang nicht bekannt war – lange war es vergriffen! Umso mehr freut es mich, dass es nun endlich als e-book erscheint und somit einem noch größeren Publikum zugänglich wird. Zumindest hoffe ich dies sehr. In einer Zeit, die wieder einmal im längst überwunden geglaubten Sozialismus zunehmend versinkt, ist jedes verkaufte Buch eine winziger Hoffnungsschimmer, ein kleines Stück möglicher Zukunft, die lebenswert ist.

Roland Baaders „Kreide für den Wolf“ erscheint 1991, nur wenige Jahre nachdem der Sozialismus in der früheren deutschen demokratischen!! Republik wieder einmal kläglich gescheitert ist. Er nimmt sodann auch kein Blatt vor den Mund und geht sie alle durch – die Halbwahrheiten, die fatalen Beschwichtigungen und die faustdicken, dreisten Lügen. Erst vor wenigen Tagen las ich, dass der Vorzeige-Sozialfanatiker Sigmar Gabriel sich gleich drei Gehälter gönnt und die nicht minder „sozial“-gerechte Katja Kipping Wesenszüge an den Tag legt, die man bisher nur Investmentbankern unterstellte. Ja, so sind sie, – stellvertretend – die Vorzeige-Sozial-Gerechten, denen Roland Baader ein besonders mieses Zeugnis ausstellte. Dies tat er, weil diese Herrschaften Wasser predigen und Wein trinken und er tat es aus Fassungslosigkeit, aus der unglaublichen Feststellung heraus, dass der Sozialismus in all seinen abscheulichen Facetten immer noch – und zunehmend jeden Tag besser – lebt, obwohl deren Vertreter uns – ganz offen sogar – vor Augen führen, wie sehr er nur den Negativ-Eliten dient.

Dumm sind die Menschen, unglaublich dumm und Roland Baader war mutig genug, genau diese Dummheit auch bei ihrem Namen zu nennen.

Wer Roland Baaders „Kreide für den Wolf“ liest und danach immer noch meint, der Sozialismus sei bisher nur noch nicht richtig umgesetzt worden, ist meiner Meinung nach ein vollkommen Verwirrter oder ein vollkommener Ignorant – die Auswahl ist dann aber auch egal, entweder kann derjenige nichts für seinen Geisteszustand oder aber er ist einfach verbohrt. Was besser ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass mich weder der Eine noch der Andere interessiert. Diese Einstellung macht sehr wahrscheinlich nicht besonders beliebt. Umso besser daher, dass dies nicht mein Anspruch ist.Mich interessieren die wachen Geister, die, die mit offenen Augen durch das Leben gehen und lernen wollen. So wie ich lernen musste, so wie alle klugen Menschen lernen müssen, wenn sie wachsen und erwachsen werden wollen.

Schon in seinem Vorwort kommt Roland Baader auch sodann gleich auf den Punkt – er hat in Anbetracht all der Aufräumarbeiten in den Köpfen der Menschen keine Zeit zu verlieren und stellt fest, dass die so oft als unmenschlich kalt dargestellte Ellenbogengesellschaft gar nicht existiert und selbst wenn sie es täte, es doch wohl immer noch besser sei, mit Ellenbogen durch das Leben zu schreiten als auf Knien zu rutschen. Er bemerkt, dass es Zeit wird, erwachsen zu werden und dass es inmitten aller sozialistischen Revolutionen den Mächtigen gerecht erschien, dass „das Volk in der sozialistischen Scheiße buchstäblich verreckt ist“!

Roland Baader beschreibt sich als glühenden Verfechter der Demokratie und dies wird in jedem einzelnen Wort überdeutlich. Aber er definiert Demokratie eben anders als die Wohlfahrtsstaatsprofiteure und Armutsgewinnlinge dies tun. Er stellt klar heraus, dass eine Demokratie aus mündigen, selbstbestimmten Menschen besteht, die bereit sind, Verantwortung für sich zu übernehmen und keine jahrzehntelangen Säuglinge, die ohne an Papa Staat zu kleben, nicht (über-)lebensfähig sind.

„Es ist nicht zu glauben, wie schlau und erfinderisch die Menschen sind, um der letzten Entscheidung zu entgehen“, konstatiert Roland Baader und es ist erschreckend, wie aktuell ein vor über zwanzig Jahren erschienenes Buch heute wieder oder immer noch in unsere Zeit passt. Wir haben nichts dazu gelernt, ganz im Gegenteil: Alle zarten Pflänzchen beginnender Freiheit zertreten wir mit wachsender Begeisterung für noch mehr Staat, noch mehr Gängelung, noch mehr Vorschriften.

Diejenigen, die sich die Frage stellen, wie es sein kann, dass der Sozialismus trotz all seiner menschenverachtenden Mechanismen nicht tot zu kriegen ist, werden hier unzählige Gründe genannt. Diejenigen, die behaupten, der Sozialismus sei nur noch nicht richtig umgesetzt worden, sollten sich die Frage stellen: Wie denn noch außer in den geschätzten drei Dutzende Schattierungen und in unzähligen Menschenversuchen in der Vergangenheit?

Denjenigen, die immer noch glauben, dass die Industrialisierung Not und Elend gebracht hat, wird der Spiegel der Moralarroganz vorgehalten, diejenigen, die dem Kapitalismus immer wieder an den Hals wollen, erklärt, was Kapitalismus eigentlich ist. Und wohin uns der Sozialismus führt, wenn wir dessen vermeintliche Medizin nicht als das todbringende Quacksalbertum entlarven, das es in Wirklichkeit ist.

„Kreide für den Wolf“ MUSS grundsätzlich jeder lesen. Leider werden es wahrscheinlich nur die tun, die eh schon auf einem guten Weg der Erkenntnis sind. Die anderen werden es ignorieren oder verleugnen – dieses Mittel wurde immer benutzt, um sich unter keinen Umständen mit dem Beton im Kopf auseinanderzusetzen. Sie werden nach wie vor behaupten, dass der Sozialismus ein probates Mittel zum Wohlsein der Menschheit sei.

Dies kann aus zweierlei Gründen geschehen: Zum einen, wenn sie unmittelbare Profiteure dieses Systems sind (immerhin sind schon über 50 % der Bevölkerung von Staatsleistungen abhängig) oder aber sie wollen an die Macht. Denn nirgendwo lässt sich Macht besser ausüben als in einem Volk, das unfähig sein will, auf eigenen Beinen zu stehen. Nirgendwo lässt sich Macht besser ausüben als da, wo Menschen mit ihrem eigenen Geld gegängelt, kontrolliert und bevormundet werden und dies auch noch richtig klasse finden. Nirgendwo lässt sich Macht besser ausüben als in einer Gesellschaft, die Leistung für etwas Unmoralisches hält und Leistungsträger für ihren Fleiß und ihre Mühen bestrafen will, weil sie selbst zu kaum noch etwas fähig und/oder willig ist. Nirgendwo lässt sich Macht besser ausüben als in einer Gesellschaft, wo Menschen sich zu ihrer Mittelmäßigkeit nicht bekennen müssen, sondern jeden als Egoisten denunzieren dürfen, der sein Leben besser in den Griff bekommt und sich weder moralisch noch finanziell zur erpresserischen Abgabe seines Ertrages zwingen lassen will, in einer Gesellschaft, die sich lieber im Selbstmitleid suhlt und die Schuld ständig bei anderen (bevorzugt den Reichen) sucht als die Ärmel hochzukrempeln und den selbsterschaffenen Gefängniswärtern gepflegt in den Allerwertesten zu treten.

Roland Baader war ein größerer Menschenfreund als jeder Maulheld-Sozial-Priester, an denen wir uns seit Jahrhunderten „erfreuen“ dürfen und der vor allem darin gut ist, das Geld anderer Leute zu verteilen. Es liegt an jedem Einzelnen selbst, dies zu erkennen und die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen.

„Kreide für den Wolf“ ist durchaus nicht einfach zu lesen; ähnlich wie das in 1993 erschienene Buch „Die Euro-Katastrophe“ gehört es mit Sicherheit zu den Werken, die aufgrund der Komplexität mehrfach verinnerlicht werden müssen. Die späteren Bücher Baaders waren sprachlich leichter und „publikumspraktischer“; „Kreide für den Wolf“ ist dennoch unverzichtbar, denn hier wird die Basis gelegt, hier werden Mythen und Legenden fein säuberlich filetiert und deren ganzen hässlichen Einzelheiten offenbart. Und so ist es nur folgerichtig, dass er immer wieder feststellt: Sozialismus ist TOD!

Ein Kapitel betitelt sich mit Stolz und Erbärmlichkeit und besser kann man den ganzen Wahn, der in erschreckender Weise von uns Besitz nimmt, nicht beschreiben.
Und so stellen sich Fragen: Wer wollen wir sein? Was wollen wir sein? Sind wir nicht zu mehr fähig als in der Opferrolle Sozialleistungen abzugreifen? Sind wir nicht zu mehr fähig als permanent weinerlich zu plärren: „Das steht mir zu!“ Sind wir nicht zu mehr fähig als unsere Alltagsprobleme und Wohlstandsstreitigkeiten über neue, gesetzliche Verbote zu regeln? Wer sind wir?

Leider – und dies ist wirklich wirklich! bitter für mich – habe ich Roland Baader nicht mehr persönlich kennenlernen können… Umso mehr macht es mich jetzt stolz und glücklich, der Bitte seines Sohnes nachkommen zu dürfen und seinem Vater die Ehre der Worte zuteilwerden zu lassen. Hierfür bedanke ich mich aufrichtig. Roland Baader hat mein Leben in unglaublicher Weise bereichert. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er auch das Leben vieler weiterer Menschen positiv beeinflussen wird. Man muss ihn nur lesen! Jede Seite ist es wert!

Das e-book kann per Download KOSTENLOS an dieser Stelle heruntergeladen werden.
http://freiheitswerk.org/veroeffentlichungen/roland-baader/

 

 

52 Gedanken zu „Sozialismus ist TOD!

  1. Großartig, verehrte Frau Kablitz – das Buch kannte ich bisher leider nur auszugsweise. Auch für mich war Roland Baader der wichtigste Augenöffner und wahrer Menschenfreund. Seither tue ich mich zugegeben schwer mit der ständigen allgegenwärtigen Verdummung, Mittelmäßigkeit u. Heuchelei sowie den verbrecherischen, faschistoiden Machenschaften unseres parasitären Staats- u. EU-Molochs und das ihn fütternde
    Falschgeldsystem.

  2. Baader war für mich der 2te oder 3te Austrian… und mich störte an „Geld, Gold und Gottspieler“ oder „Geldsozialismus“ am meisten die populärwissenschaftliche Ausrichtung.
    Nach Ihrer Ausführung könnte für mich das Buch vielleicht doch einen Blick Wert sein. Nur sind E-Books grundsätzlich nicht so „meins“. Schade das man aktuell wohl nur spenden kann um den geplanten Druck zu unterstützen, ohne eine Ausgabe dadurch zu erhalten. Bei einer Spende ab 100€ sollte es doch kein Problem sein jeweils eine Kopie von „Kreide für den Wolf“ und „Die Euro-Katastrophe“ zu bekommen, sobald diese erscheinen? Hm, wohl eher eine Frage an das Freiheitswerk… am besten mal kontakten…
    Vielen Dank für ihre „Rezension“. : )

  3. Hallo Frau Kablitz!
    Eine starke, überzeugende Abhandlung.

    In einer Gesellschaft welche Vernunft interpretiert oder gar als mitleidslos ablehnt, müssen diese Widersprüche entstehen.
    Ich gewinne den Eindruck, dass es nicht einmal SO wenige sind, die in unserer Richtung denken. Aber der deutsche Trieb zur Anpassung und der Druck „ein guter Mensch zu sein“, erheben dieses Thema zu einer Art Glaubensfrage und somit – wie vom Staat erhofft – sauber isoliert vom rationalen Diskurs.

    Headline der Onlineausgabe der vermeintlich renommierten
    „Süddeutsche.de“, 24.Juni 2014:
    „DEUTSCHLAND MUSS SEINEN REICHTUM TEILEN“, (ein Kommentar von einem Stefan Braun): In der Mitte des Textes lesen Sie diese ertaunliche journalistische Leistung:

    „…Es hat im vergangenen Jahrhundert zwei Weltkriege angezettelt. Trotzdem gehört es zu den größten Aufsteigern der vergangenen Jahrzehnte. Das ist auch durch Fleiß und Kreativität entstanden. Aber ohne die Großzügigkeit anderer Staaten, auch früherer Kriegsgegner, wären Wirtschaftswunder und Wiedervereinigung unmöglich geblieben….“

    Die Druckausgabe hatte zuletzt rd. 1/2 Mill. Auflage, online 140 Mill. clicks. – Eine erhebliche Glaubensgemeinde für die Hohepriester solchen ungelehrten, unverschämten und manipulativen Schwachsinns.

    Herzliche Grüße

  4. Oh, ein Klassiker in neuem Gewand.
    Habe (natürlich) alle Bücher vom guten Roland Baader im Regal,
    nehme das Angebot trotzdem gern wahr.
    Ich werde mir mal mit Voice Reader ein „Hörbuch“ basteln und
    unterwegs hören! Danke dafür.
    Ansonsten kann ich natürlich ihre Rezension des Buches nur unterstreichen.
    Es gibt kaum Bücher, die mich mehr beeinflusst haben als die Bücher von Roland Baader. Durch ihn bin ich erst auf Mises, Hayek oder
    Ayn Rand aufmerksam geworden.
    Ich lese gerade Atlas shrugged (zum x-ten Male) diesmal in der Neu-Übersetzung mit dem Titel „Der Streik“.

  5. Von Sozialismus reden Menschen, die ihn nicht verstanden haben. Von Kapitalismus reden Menschen, die gar nichts verstehen und vom Kommunismus wissen beide Gruppen nicht das Geringste.

    Die Ökonomie von GUT und BÖSE ist ein Buchtip von mir. Abseits der *ismen wird darin eine ganz andere Sicht offenbar – eine konsquent ernüchternde, wie ich anzumerken habe – wenn man denn auch bereit ist, deren Folgen näher zu beleuchten.

    MfG

  6. Ach lieber Wanderer, wandern Sie mal hübsch weiter. Im Text habe ich geschrieben, dass mich Ignoranten und Dauer-Verwirrte nicht interessieren. Von daher interessiert mich auch Ihre stereotype Darstellung nicht.

  7. @imbissbudenverkäufer: Ihre abwertende Bezeichnung „populärwissenschaftliche Ausrichtung“ zu Baaders Bücher ist schlicht überheblich u. völlig deplaziert!
    Baader konnte wie nur Wenige durch sein breites, tiefgründiges Wissen scheinbar komplizierte Sachverhalte für Normalsterbliche verständlich auf den Punkt bringen und hat damit viele Menschen erst zur „Besinnung“ gebracht.
    Dazu ein passendes Zitat von Karl Popper:
    „Jeder Intellektuelle hat eine ganz spezielle Verantwortung. Er hatte das Privileg und die Gelegenheit, zu studieren. Dafür schuldet er es seinen Mitmenschen (oder „der Gesellschaft“), die Ergebnisse seiner Studien in der einfachsten und klarsten und verständlichsten Form darzustellen. Das Schlimmste – die Sünde gegen den heiligen Geist – ist, wenn die Intellektuellen versuchen, sich ihren Mitmenschen gegenüber als große Propheten aufzuspielen und sie mit orakelnden Philosophien zu beeindrucken. Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.“

  8. @A. Klose
    Ich meinte das nicht derart negativ, doch gerade da wo ich versuche Gehör zu finden, bringt Baaders klare Sprache eher Aggressionen. Ich bin natürlich gegen unnötige Verkomplizierungen und einen massiv auf intellektuell getrimmten Text, dass gibt es über den Sozialismus ja auch zu genüge. Im Vorwort zu „Geld, Gold und Gottspieler“ sagt Baader aber selbst das es nach Möglichkeit populärwissenschaftlich gehalten ist.

    @ Wanderer
    Schade ist, dass Tomáš Sedláček in seinem Buch zwar auf Keynes und seine Animal Spirits eingeht, aber die Austrians vollkommen ignoriert.

  9. Vielen Dank, Susanne Kablitz, für Ihren kraftvollen Artikel. Bereits die Überschrift sprach mir aus der Seele.

  10. Schade, daß Sie ihren Vollgeld-Kommentar nicht auch hier eingestellt haben (bisher), ich wollte mich nämlich überschwänglich dafür bedanken. Also mache ich es einfach mal hier.

    Es ist nämlich ziemlich unerträglich, wie die „alternativen Medien“ mit Kommentarfunktion von Pseudoaufgeklärten überschwemmt werden und jede noch so hirnrissige Idee bejubelt wird.

    Eben Stichwort „Vollgeld“. Stichwort „AfD“. Usw.

    Es reicht eben nicht, irgendwo irgendwelche Stich- und Schlüsselworte aufgeschnappt zu haben und zu glauben, etwas verstanden zu haben. Es reicht nicht, alternative Informationsquellen zu lesen. Man muß es auch verstehen und seinen Verstand benutzen.

    Die „Aufgeklärten“ sind nicht anderes als die Gesamtbevölkerung: Maximal 1-5% kapieren halbwegs, was abgeht und wo die Probleme wirklich liegen. Sie haben nur andere bzw. zusätzliche Informationsquellen zur Verfügung. Das heißt aber offensichtlich noch lange nicht, daß sie mit den Informationen auch das richtige anfangen können – geistig.

    Das sollte aber auch nicht weiter verwundern. In der Schule haben auch alle Schüler einer Klasse den gleichen Unterricht und trotzdem ist die Zahl derjenigen, die alles oder fast alles kapieren (wenn man mal von den Propagandafächern absieht, bei denen nur Lügen gefüttert werden) eher klein. Man kann eben bei fast allen Fragestellungen des Lebens in einer Gesellschaft eine Gauß’sche Verteilungskurve drüberlegen und liegt meistens richtig.

    Deshalb funktioniert Demokratie nicht. Weil es eine Ineptokratie ist. Deshalb finde ich die Idee der Privatrechtsgesellschaft so gut und wichtig.

    Und gegen die kann eigentlich „keiner“ etwas haben, denn in dieser ist jeder frei, einen „Staatsclub“ zu gründen, in dem alle Mitglieder „Demokratie spielen“ können und untereinander „Geld“ umverteilen dürfen, so viel sie wollen. Nur „Unbeteiligte“ können sie dann nicht mehr ausrauben.

    Und da sieht man dann ihr wahres Gesicht. Jeder, der eine Privatrechtsgesellschaft grundsätzlich ablehnt, gibt zu erkennen, daß er andere Menschen enteignen will, er aber zu feige ist, es gerade heraus zu sagen, sondern den „Staat als Bully“ vorschickt – garniert mit den allseits bekannten Schlüsselworten „soziale Gerechtigkeit“, „Gesellschafts-“ bzw. „Generationenvertrag“ und ähnlichen orwell’schen Enteignungsneusprech.

  11. Vielen Dank für die Leseempfehlung!
    Ihre Gedanken dazu sind gut und richtig. Danke.
    Beste Grüße, S.

  12. Hallo Frau Kablitz,
    Wow! Ein großer Tag. Hinter diesem Buch von Roland Baader war ich schon lange her und es wurde von mir sofort runtergeladen. Alleine schon das Vorwort gehört unserer „politischen Elite“ um die Ohren gehauen. Jeden Tag!
    Liebe Frau Kablitz, ich verfolge Ihre Beiträge in den libertären Kreisen schon eine ganze Weile und möchte Ihnen- jetzt endlich mal- meinen Dank dafür aussprechen unermüdlich für die Gedanken der Freiheit und des Kapitalismus zu kämpfen. Wir Libertäre werden- langsam, aber sicher- mehr und das ist auch Ihr Verdienst.
    Nun zu Roland Baader: er ist die Quelle in Deutschland aus der wir alle schöpfen. Ich bin ja selbst Nationalökonom und -sagen wir es einmal so-sehr stark von der Freiburger Schule (Eucken, Röpke, von Hayek etc.) beeinflusst; in Sachen Geldpolitik jedoch Monetaristisch geprägt gewesen. Aber ich stellte so um 2005 fest, dass das was ich in Sachen Geld- und Kapitalmärkte lernte und als Wissen verinnerlichte nicht mehr stimmte. Irgendetwas war hier aus den Fugen geraten. Es stimmte nicht mehr und ich begab mich via Netz auf die Suche und stieß auf Roland Baader. Und er öffnete mir die Augen und führte mich im Wissen des Gebäudes der VWL Stockwerk für Stockwerk noch weiter höher! Über Baader dann Mises. Es fing mit „Todgedacht „ an und es ging weiter und weiter und so dann das ef-magazin, dann die Autoren, wie Polleit, Braunschweig, Bandulet, Hoppe, Habermann, Böhringer, Kablitz usw.
    Die Begegnung mit Roland Baaders Werken war als hätte ich einen Seelenverwandten getroffen, der die Dinge, die in unserem System so gewaltig schief laufen klipp und klar auf den Punkt bringt.
    Ich hätte diesen imposanten Mann auch gerne noch kennengelernt, aber wir müssen jetzt eben ran und sein gewaltiges geistiges Erbe weiterverbreiten. Und ich als Personalberater tue das!
    Ich hatte letztes Jahr das Vergnügen mich mit Peter Böhringer etwas länger zu unterhalten, der Baader ja persönlich kannte und wollte wissen, wie Baader-schon schwer gesundheitlich angeschlagen- denn so persönlich „tickte“. Auch hier die Antwort absolut positiv: kein Biedermann und auch kein Kind von Traurigkeit. Kein Mensch der Political Correctness. Geistreich, humorvoll und wortgewaltig.
    Das jetzt wieder die alten Werke Baaders veröffentlich werden ist großartig: es fing dieses Jahr schon mit dem „Faulen Zauber“ an und setzt sich nun fort. Perfekt!
    Best

  13. „Wer wollen wir sein? Was wollen wir sein? Sind wir nicht zu mehr fähig als in der Opferrolle Sozialleistungen abzugreifen? Sind wir nicht zu mehr fähig als permanent weinerlich zu plärren: „Das steht mir zu!“

    Wohl weise Worte , doch umschleichen mich seit Jahren andere Gedanken :
    Der genannte Freiheitsgedanke lässt sich nun gar nicht mit dem Ruf nach mehr Regulierung vereinbaren,- genau diesen höre ich aber allenthalben aus den Mäulern.
    Nur mal angenommen wir würden erkennen, daß 99% der Menschen nun gar nicht so freiheitlich orientiert sind, sondern viel lieber einen guten Hirten möchten ( was zwar absurd erscheint , aber sei es drum ) .
    Ich stelle das mal absichtlich provokativ zur Diskussion,- als Freigeister müssen wir uns auch diesem widmen-
    Was wäre denn wenn es so wäre, daß die Aufklärung eigentlich kaum jemand interessiert, Panem und Circensis immer noch wirkt und die Darwinsche natürliche Herdenverteilung von 99/1 wohl sehr gut auf unsere Spezie anwendbar ist ?
    Müssten wir nicht unsere Ideale überdenken ?

  14. @Gallus 27. Juni 2014 um 12:08

    Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben:

    Wenn 99% der Menschen gar nicht so freiheitlich orientiert sind, sondern viel lieber einen guten Hirten möchten,
    was dann?

    Dann sollen die Schafe ihren „guten Hirten“ zu 99% auch SELBST bezahlen !!

    Genau das wollen Ihre 99% aber gerade nicht !!
    Die wollen auf Kosten anderer leben und mißbrauchen den Gewaltmonopolisten, um die restlichen 1% Ihres Beispiels zu bestehlen, auszuplündern und auszurauben.

    Menschlich, -leider- allzu menschlich zwar,
    aber zutiefst unmoralisch und ein eklatanter Verstoß gegen alles was aus guten Gründen Recht, Gesetz und Menschenrecht ist.

    Der Sozialismus, der das genaue Gegenteil befördert und unterstützt, ist eben auch eine zutiefst verbrecherische Ideologie. Nicht nur ökonomisch der reine Wahnsinn, sondern auch durch und durch unmoralisch.

    LvM

  15. @ LvM

    “ Dann sollen die Schafe ihren “guten Hirten” zu 99% auch SELBST bezahlen !! “

    Genau DAS machen sie doch auch , und sogar ohne zu murren !
    Sagen wir mal die 1 % bestehen aus den Eigentümern der Banken,
    Versicherungen, Konzernen und deren ( auch politischen ) Vasallen, so werden sie sogar mehr als fürstlich von den 99% bezahlt.
    Die Schäfchen sind sogar dermassen borniert , daß sie bei Unzufriedenheit gegen diese nicht einmal erkennen WOGEGEN sie demonstrieren sollen,- vor deren Banken oder Privathäusern ( was legitim wäre ) oder vor den eingesetzten Schauspielern namens Politiker.
    Hat sich jemals ein Schaf in den letzten 60 Jahren gefragt weshalb ein anscheinend souveräner Staat sich von einer Privatbank Geld leihen muss ? Ich sage Ihnen nein, weil es ihn nicht die Bohne interessiert, wage sogar zu mutmassen dass er diese kognitive Minimalleistung nicht zustande bringt.

  16. Lieber Gallus, bitte keine Diskussionen über die Mär von den bösen Banken und den rechtschaffenen Staaten. DAS ist hier auf diesem Blog schon mehrfach entmystifiziert worden.

  17. @Gallus, 27. Juni 2014 um 16:55

    Inhaber von Privatunternehmen, auch die Ihrer offenbar heiß und innig verehrten „Banken, Versicherungen, Konzerne“
    werden nicht von Ihnen und Ihren 99%, sondern ALLEIN von ihren KUNDEN bezahlt (die das nicht müssen, sondern aufgrund freiwillig geschlossener Verträge tun).

    Wer jedoch in einem Anfall von Altruismus freiwillig FREMDE Schulden bezahlt,
    wie etwa der STAAT Deutschland
    die Schulden des STAATES Giechenland,
    kann das natürlich nur durch Zahlung an die GLÄUBIGER dieser Schuldner tun.

    Mit „Banken-“ oder „Euro-Rettung“ hat das nichts zu tun. NICHTS!
    Aber mit „SCHULDNER-RETTUNG“, hier total überschuldeter Sozialistischer Bruder-STAATEN wie Griechenland etc.

    Wäre doch mal nett, Sie und Ihre 99% würden auch mal MEINE Schulden oder die anderer Unternehmer wie die der Banken bezahlen, gell? 😉
    Soweit so etwas vorkam oder vorkommt handelt/e es sich um STAATS-banken oder jedenfalls um staatlich massiv beeinflußte Banken.

    Die somit schon rein logisch vollkommen absurde linke Hatz gegen Privatbanken dient nur dem sozialistischen Endziel, alle 6000 Privatbanken Europas zu verstaatlichen.

    Der ESM ist bereits die nächste, überaus handfeste Etappe auf dem Weg ins Paradies des Sozialismus.

    Getreu dem Motto Lenins:
    „Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten.“

    Dazu ist die komplette Verstaatlichung des gesamten Geldwesens sicher die beste und erprobteste Medizin.

    LvM

  18. Leider stelle ich noch immer fest, dass auf die falschen geschossen wird. Wer sich mit „Leichtmatrosen“ wie Baader bzw. verkappten linken wie Hayek abgibt, wird nie zum eigentlichen Problem vordringen. Wenn was lesenswert ist, dann Murray Rothbard oder Hoppe. Denn nur die, benennen die wirklichen Ursachen dieser Problematik.

    Diese Ursache allen Übels ist schlicht und ergreifend die Demokratie! Erst die eröffnet die Möglichkeit, dass vermeintliche Mehrheiten anderen ins Portmonnaie greifen können. Nur die gibt Querulanten die Möglichkeit, anderen Menschen im Leben herumzupfuschen.

    Wer wie Baader ein glühender Verfechter der Demokratie ist, hat die Ursache des Übels nicht erkannt. Wer wie Hayek diverse Zwangsmaßnahmen des Staates (Wehrpflicht, Steuererhebung etc.) unter bestimmten Voraussetzungen für hinnehmbar befindet, darf sich am Ende nicht über den „Sozialismus“ wundern. Ferner soll laut Hayek eine Staatsaufgabe darin bestehen, für jeden ein gewisses Mindesteinkommen abzusichern. Wunderbar, genau das machen doch unsere Sozialisten derzeit.

    Und an diesen Tatsachen, wird jede liberale Bewegung scheitern. Ein Minimalstaat wird niemals ein Minimalstaat bleiben. Wer diesen als Ziel hat und es schafft ihn herzustellen, hat den Zeitzünder schon gleich eingebaut. Kein Staat wurde als Maximalstaat konzipiert sondern hat sich dazu entwickelt. Und dieses „Naturgesetz“ lässt sich niemals überwinden.

    @ LvM…Zitat: Inhaber von Privatunternehmen, auch die Ihrer offenbar heiß und innig verehrten “Banken, Versicherungen, Konzerne”
    werden nicht von Ihnen und Ihren 99%, sondern ALLEIN von ihren KUNDEN bezahlt (die das nicht müssen, sondern aufgrund freiwillig geschlossener Verträge tun).“

    Interessant, freiwillig geschlossene Verträge mit Banken? Aha, also Ihre Firma zahlt Ihnen das Gehalt auch bar aus? Oder werden Sie gezwungen, freiwillig ein Konto zu eröffnen, um an Ihr Gehalt zu kommen? Auch Privatunternehmen versuchen sich, über die Staatsmacht, Vorteile zu verschaffen.

  19. Liebe „Pudellocke“, über die Machbarkeit von Minimalstaaten kann man streiten, da gebe ich Ihnen recht. Roland Baader allerdings als „Leichtmatrosen“ zu bezeichen, ist nicht nur dümmlich, sondern entbehrt auch jeglicher Grundläge. Ich schätze Rothbard (ein brillanter Historiker und Ökonom) auch, bei Hoppe sehe ich die Dinge deutlich differenzierter. Baader hatte die seltene Gabe, schwierige Dinge in einfache Worte zu fassen und er hatte durchaus gute Gründe, der Demokratie zugetan zu sein. Auch eine PRG, die Hoppe befürwortet kann nicht fehlerfrei sein. Weil Menschen nicht fehlerfrei sind. Wir werden nie alles richtig machen. Baader wegen seines Befürwortens des Minimalstaates zu diskreditieren, ist kurzsichtig und kleingeistig.

  20. Pingback: Kreide für den Wolf- die tödliche Illusion vom besiegten Sozialismus | Die Silberseite

  21. Zur Ehrenrettung Hoppes muß ich anfügen, daß Hoppe wiederholt klar machte, daß er in Hinsicht auf die Chancen der Machbarkeit der PRG keine Illusionen zu haben scheint und deutlich äußerte, er sähe da keinen Grund zu Optimismus. Wie ich ihn sehe, beschreibt er eine Utopie, und es liegt im Wesen der Utopie, nicht real zu existieren und vielleicht auch nicht existieren zu können. Der Wert Hoppes liegt weniger in der Utopie, die er als Alternative anbietet (weil’s halt von ihm erwartet wird, eine Alternative anzubieten), sondern in seiner gnadenlos sezierenden Diagnose und mehr oder weniger vernichtenden Kritik am Wesen der Demokratie, die durch ihre recht eigentliche essentielle Wesensnatur den Keim zu ihrer eigenen Zerstörung in sich trägt.

    Auch der sogenannte wirtschaftliche Liberalismus für sich allein genommen als Lösung unserer Misere, ist kein erfolgsverheißendes Modell, denn er blendet zu viele Problemvariablen aus Feldern, denen er sich üblicherweise nicht widmet, aus. Besonders das Problem der jetzt aktuell existierenden Überbevölkerung und der exzessiven Konsumierung der natürlichen Umwelt ist etwas, das einen Rattenschwanz an Problemen nach sich zieht, die sich nicht dadurch lösen, nur indem wir plötzlich die globalen Wirtschaftsverbünde von Kyenes auf Hayek umstellten. Wie ich in Diskussionen an anderen Orten im Internet immer wieder sagte: „We are too damn many people on this planet“. Und solange das so ist, ist alle akademische Theorie über Wirtschaftssysteme und Liberalismus, PRG und Umweltschutz von vornherein eine Absichtserklärung, die unvermeidlicherweise zum Scheitern verurteilt ist. Gut gemeint, aber dennoch hilflos.

    Früher oder später wird die Natur sich des Problems „Mensch“ annehmen, und dann auf die ihr eigene und gänzlich unsentimentale Weise. In Teilen der Welt geschieht das ja schon, von der Gewalt, die sich aus menschlichen Gesellschaften gebiert, bis hin zu Rückkopplungseffekten der vom Menschen angesprochenen und beanspruchten Umwelt . Das fängt beim islamischen Terrorfeldzug an, der in sozialen Notständen und in an jungen Männern gesättigten Gesellschaften auf fruchtbaren Boden fällt; reicht über Massenhunger, Verteilungskriege und Völkerwanderungen in Afrika, die durch zu große Bevölkerungen verursacht werden; und über die de facto Ausrottung der Bienen in Südchina, verursacht durch zu intensive Landwirtschaft und zu viel Pestizide, was zu erheblichen Problemen bei der Nahrungsmittelproduktion führt, die sich auch mit Theorien liberaler Gesellschaften nicht lösen ließen; und hört schließlich bei den Taifuntoten auf den Philippinen auf, da sich die Philippinos neuzeitlich dank ihrer Bevölkerungsexplosion in der Mitte ihres Landes ansiedeln („müssen“), die von ihren Vorfahren immer gemieden wurde, weil sie wußten, daß diese Regionen die Einzugsschneise für Taifune ist, die Richtung Kontinent ziehen.

    Letztlich ist auch die Diskussion über den Liberalismus eher als eine Diagnose zu betrachten, nicht als eine bereits hinreichende Alternative. Wenn er sich plötzlich einstellen würde, weltweit, aber sich an der Bevölkerungsmasse nichts dramatisch ändert, so wird auch dieser Liberalismus uns nicht wirklich wesentlich helfen, sondern nur ein paar kosmetische Akzente verschieben.

    Das Erschreckende an unserer Situation ist, daß wir zwar die Möglichkeit haben, über solche Diskussionen eine erschreckende Diagnose zu stellen und zu begründen – aber diese Diagnose uns auch vor Augen führt, wie machtlos wir der generellen Misere eigentlich gegenüberstehen, und welch Schrecken erst eintreten müßte, bevor die Überlebenden vielleicht die Chance auf tatsächliche Verbesserung haben (ob sie die dann nutzen, ist eine andere Frage, und nach Betrachtung der letzten 3000 Jahre Menschheitsgeschichte habe ich da so meine Zweifel).

    Ich empfehle zum Thema ein Buch, das ich schon drei oder gar viermal genannt habe, und das exemplarisch vor Augen führt, wie menschliche Gesellschaften sich selbst mit besten Absichten und aus lauter Vernunftgründen in den Abgrund stürzen, oder eben manchmal nicht: Jared Diamond: Kollaps. Auch bei Diamond wird deutlich, wie überaus begrenzt der Wert des demokratischen Prinzips für die Sicherung essentieller Überlebvensinteressen einer Gesellschaft ist, obowhl Diamong auf dieses Thema garnicht fokussiert: Japan z.B. gilt heute als die weltweit am besten gehandhabte Forstwirtschaft, über 70% der japnaischenInseln sind von genutzten, wunderschönen, dichten Waldflöächen bedeckt. Das ist aber nur so, weil Japan das Glück (!) hatte, zu Beginn der Ära, als die große Edelholznutzung in Japan einsetzte, von einer Militärdiktatur regiert zu werden (Tokugawa-Shogunat), die der drohenden Abholzung der Inslen per zentralem Befehl des Shoguns ein Ende setzte – sonst sähe Japan heute aus wie Griechenland oder Spanien – ebenfalls einstens grüne Ländereien.

    Es empfiehlt sich immer, den Liberalismus als ein Diagnoseinstrument zu betrachten. Nicht als eine realistische Option, die sich auf globaler Ebene jemals verwirklichen ließe und die in sich bereits ausreichend wäre, alle Mißstände in der Welt zu neutralisieren. Das anzunehmen ist ein tödlicher Irrtum. Es ist ein Analysemodell, und ein hervorragendes,- mehr nicht. Wir können eine globale libertäre Gesellschaft und Wirtschaftsordnung implementieren – und dennoch als Zivilisation und Rasse draufgehen. Aufgrund von Faktoren, die sich der Beeinflussung durch libertäre Ideen gänzlich entziehen.

    Ich lese gerade das neue Werk von Thomas Rietzschel , „Geplünderte Demokratie. Die Geschäfte des politischen Kartells“. Ist mal wieder schön deprimierend…

  22. @Pudellocke schreibt: 28. Juni 2014 um 01:38

    „Interessant, freiwillig geschlossene Verträge mit Banken? Aha, also Ihre Firma zahlt Ihnen das Gehalt auch bar aus? Oder werden Sie gezwungen, freiwillig ein Konto zu eröffnen, um an Ihr Gehalt zu kommen?“

    Das ist keine Gewalt und kein Zwang, der von den Banken ausgeht.
    Somit ein ganz und gar anderes Thema.

    Und wenn der STAAT mich zwingt, irgendwelche Verträge mit den pöhsen „Banken, Versicherungen, Konzernen…“ abzuschließen,
    dann geht der Zwang von WEM aus?
    🙂 🙂
    LvM

  23. @Pudellocke schreibt: 28. Juni 2014 um 01:38

    „Diese Ursache allen Übels ist schlicht und ergreifend die Demokratie! Erst die eröffnet die Möglichkeit, dass vermeintliche Mehrheiten anderen ins Portmonnaie greifen können. Nur die gibt Querulanten die Möglichkeit, anderen Menschen im Leben herumzupfuschen.“

    Das sehe ich für die vom Gleichheitswahn befallene (Rousseausche) Form der 1789er-Demokratie genauso.

    Die ist ja schon seit den alten Griechen als Ochlokratie oder Pöbelherrschaft verschrien und kann letztlich nur in einen sozialistischen Räuber- und Verbrecherstaat münden.

    Quasi im Zeitraffer ist das heutzutage ganz schön auch in der Schweiz zu besichtigen.

    Über die Staatsform hat sich Roland Baader nur wenig, jedenfalls keine sonderlich brauchbaren Gedanken gemacht.

    Das sagt aber nichts gegen die (zutreffenden) ÖKONOMISCHEN Thesen Roland Baaders.

    LvM

  24. Radikalliberale („Libertäre“) wie Murray N. Rothbard, Hoppe & Co,
    die sich einbilden, jeden Staat, auch einen Minimalstaat, ablehnen zu können, wenden sich zunächst mal durchaus überzeugend gegen den „demokratischen“ (französischen)
    Egalitarismus.

    MURRAY N. ROTHBARD:
    Egalitarianism as a revolt against nature and other essays, Second edition
    http://mises.org/books/egalitarianism.pdf

    Jedoch schütten sie mit ihrer „Privatrechtsgesellschaft“ (PRG) das Kind mit dem Bade aus, weil es ohne Gewaltmonopol (Staat) ganz sicher nicht geht,
    nicht mal nach Ansicht der „Radikalinskis“, die ja beileibe nicht mit Anarchisten verwechselt werden wollen. 🙂

    Ob man nun einen Gewaltmonopolisten wie den Staat als „privat“ etikettiert oder nicht, ist ein erst mal nur ein bloßes Spiel mit Worten.
    Man muß doch kein studierter und examinierter Jurist wie Ludwig von Mises sein, um das mühelos als absolut evident und selbstverständlich zu erkennen. Somit widersprechen sich diese Libertarier mit ihrem „privaten“ Gewalttäter (= Staat) selbst – ohne dies auch nur zu bemerken oder gar einzuräumen.

    Tatsächlich sind doch ausnahmslos ALLE Staaten „private“ Gründungen/Einrichtungen.
    Staaten fallen ja nicht quasi vom Himmel 🙂
    Oder etwa doch? 🙂

    Immerhin wird das im offiziellen Katechismus der katholischen Kirche behauptet. Etwa in Sure 1918:

    „Es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt“ (Rom 13 1).

    Daß sich die christlichen Kirchen außerdem für Sozialismus und Islamisierung (Chrislam) stark machen, rundet das Bild
    und zeigt wieder mal, wie schwer es liberale und säkulare Denker trotz der Abermillionen Leichen, die uns der „real-existierende“ Sozialismus in gerade mal 100 Jahren bescherte, auch heute noch immer wieder haben.

    LvM

  25. OHNE die inakzeptablen und eklatant widersprüchlichen radikalliberalen „Schlußfolgerungen“ finden wir
    klare und wahre Worte zum Gleichheits- und Gleichstellungswahn,
    dem aberwitzigen Kern aller Sozialismen und Neidgenossenschaften
    vor allem auch bei

    John Hospers: On Being Equal
    http://johnhospers.com/Articles/OnBeingEqual.pdf

    und neuerdings sogar beim AfD-Ableger Kolibri:
    Der Alptraum der Gleichheit
    http://www.kolibri-afd.de/der-alb-traum-der-gleichheit/384/

    LvM

  26. @ LvM…der Staat hat ein Monopol. In einer PRG gäbe es diesbezüglich keine Monopolisten. Man könnte sich seinen Sicherheitsanbieter freiwillig wählen bzw. selbst für seine Sicherheit sorgen. Das Problem mit dem Staat ist ja gerade das Monopol Gesetze zu erlassen, selbst Recht zu sprechen und auch noch für die Durchsetzung zu sorgen. Beim Geld kritisiert man hier das staatliche Monopol, beim Thema Sicherheit schreit man danach. Irgendwie seltsam, oder?

    Was das Banken-Thema anbelangt, habe ich nicht behauptet, die Banken üben den Zwang aus. Trotzdem ist er vorhanden und wird auch von privaten Banken nicht abgelehnt. Das sind die Verbandelungen zwischen Staat und Wirtschaft.

    @ Susanne Kablitz…..es lag mir fern, Roland Baader zu diskreditieren. Nur halte ich solche Minimalstaatsverfechter für inkonsequent. Keiner dieser Minimalstaatsverfechter ist in der Lage ein Antwort zu geben, wie er den Minimalstaat auf längere Sicht bewahren will. Verfassungen sind ja diesbezüglich kläglich gescheitert, weil eben die Verfassungsrichter von Gnaden der Politik abhängig sind bzw. selbst Politiker waren. Und diese ganze Symptom-Bekämpfung wird keinen Erfolg haben. Und Sie können es drehen und wenden wie Sie möchten, solange eine vermeintliche Mehrheit über Minderheiten bestimmen kann, wird es zu Gängelung und Sozialismus führen. Ob Minimalstaat oder nicht, jeder Politiker will seine Macht erhalten und wird somit versuchen, seine Wähler zu befriedigen. Und insofern sind Minimalstaats-Phanatasien noch wesentlich utopischer als die Privatrechtsgesellschaft in Bezug auf die Funktion. Was die Durchsetzbarkeit anbelangt, mag ein Minimalstaat vermeintlich leichter zu erreichen sein.

    @ Herr Höll….für Hoppe ist die PRG keine Utopie. Er ist überzeugt, dass die Gesellschaftsform funktionieren würde. Hoppe ist natürlich klar, das wohl kein Politiker sich selbst entmachten würde und zum Naturrecht übergeht. Insofern ist Hoppe auch klar, dass es so gut wie unmöglich ist, eine PRG durchzusetzen. Das wäre wohl nur mit Gewalt machbar. Von daher mag es eine Utopie sein. Trotzdem ist diese Gesellschaftsform die einzig wahre Lösung der Problematik. Denn nur ohne Monopolisten wie den Staat, ist maximale individuelle Freiheit garantiert.

  27. @Pudellocke schreibt: “ Beim Geld kritisiert man hier das staatliche Monopol, beim Thema Sicherheit schreit man danach. Irgendwie seltsam, oder?“

    Sofern es mich betrifft, Pudellocke, wische ich mir mit der Sicherheitsgarantie unseres geliebten Staates den Abendstern ab, solange die Selbstverteidigung härter bestraft wird, als das ursächliche Verbrechen.

  28. @Pudellocke schreibt: 28. Juni 2014 um 19:48

    @ LvM…der Staat hat ein Monopol. In einer PRG gäbe es diesbezüglich keine Monopolisten.

    Dann gibt es halt Mord und Totschlag rivalisierender Horden.
    Punkt.

    Beim Geld kritisiert man hier das staatliche Monopol, beim Thema Sicherheit schreit man danach. Irgendwie seltsam, oder?

    Geld tötet nicht, beißt nicht einmal. Punkt.
    Außerdem habe ich nichts gegen den Euro, wohl aber gegen die EZB, aber anderes Thema.

    Was das Banken-Thema anbelangt, habe ich nicht behauptet, die Banken üben den Zwang aus. Trotzdem ist er vorhanden und wird auch von privaten Banken nicht abgelehnt.

    Und wenn Sie Hunger haben, „müssen“ Sie beim Edeka einkaufen, jaja.
    Alles „verbandelt“ und voller „Zwänge“. Jaja so ist das Leben.
    Sonst noch was?

    LvM

  29. @ Gutartiges Geschwulst….die Möglichkeit sich, gegen gut bewaffnete Gangster, selbst zu verteidigen, hat der Monopolist dem Individuum genommen. Also ist es nicht so einfach, sich selbst zu verteidigen. Das mit der Strafzumessung kommt noch erschwerend hinzu.

  30. @..Gutartiges Geschwulst…ich stimme Ihren Ausführungen, bezüglich Abendstern, zu.

    @ LvM…immer die gleichen Argumente. Mord und Totschlag. Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es das auch beim staatlichen Gewaltmonopol. Nur hat der große Bruder die Bevölkerung entwaffnet und Selbstverteidigung damit erheblich erschwert. Lediglich kriminelle, denen das staatliche Gewaltmonopol am Allerwertesten vorbei geht, sind gut bewaffnet. Und bis die staatlichen Gewaltmonopolisten auftauchen, hat der Kriminelle sie längst in die ewigen Jagdgründe verfrachtet. Außerdem müssen Sie noch staatliche Tötungen beachten. Sämtliche Kriege wurde nicht von Privatorganisationen geführt. Das waren immer Staaten.

    Beim Geld wird, von diversen Wirtschaftsliberalen, immer wieder das staatliche Geldmonopol kritisiert. Auch in diesem Blog wird das nicht selten getan. Ich stimme dieser Kritik natürlich zu. Jedwedes Monopol ist abzulehnen. Warum nicht das Gewaltmonopol? Und irgendwie kann ich Ihrer Logik nicht folgen. Sie haben nichts gegen den Euro aber gegen die EZB? Ob das Kind nun Euro, Dollar, DM oder Yen heiß, spielt doch keine Rolle. Die EZB ist die Zentralbank und verkörpert damit das staatliche Geldmonopol. Ob das Ding nun FED, EZB, Bundesbank oder Nippon Ginkō heißt, ist doch völlig egal. Die Funktion ist immer gleich. Was möchten Sie denn statt der EZB, wenn Sie nichts gegen den Euro haben?

    Ihr EDEKA-Vergleich hinkt doch gewaltig. Es ist ja wohl ein gewaltiger unterschied, ob ich gezwungen werde ein Konto zu führen um mein Gehalt zu bekommen oder einen Einkauf bei EDEKA zu tätigen. Obwohl man auch einen Einkauf im Supermarkt, unter gewissen Gesichtspunkten, sicherlich auch als Zwang interpretieren kann. Da der Staat auch beim Land ein Monopol für sich beansprucht, ist Selbstversorgung eher nicht möglich und somit für viele Menschen nicht anders machbar. Im Naturrecht wäre es möglich, Land urbar zu machen und sich selbst zu versorgen. Insofern wäre dann ein Einkauf bei EDEKA freiwillig.

  31. @ Pudellocke

    Habe leider nicht die Zeit viel selbst zu formulieren.
    Deswegen danke ich Ihnen für die unermüdlichen Statements, denen ich vollkommen zustimmen kann.
    Auch sehe ich in Ihrer flapsigen „Leichtmatrosen“-Einordnung keine Herabsetzung der Leistungen Roland Baaders, sondern – weil begründet – eine notwendige Klarstellung.
    Ich sage das, weil ich selbst über R. Baader an die Thematik herangekommen bin und seine aufklärerische Arbeit bewundere. Andererseits habe ich aber auch gespürt – wie Susanne Kablitz das so treffend in anderem Zusammenhang beschreibt – da fehlt irgendwie die letzte Abrundung. Und diese habe ich u.a. erst bei Rothbard und Hoppe gefunden.
    So gesehen sind wir ja immerhin schon zwei „Radikalinskis“.

  32. @Pudellocke schreibt: 28. Juni 2014 um 23:56

    @ LvM…immer die gleichen Argumente. Mord und Totschlag… Lediglich kriminelle, denen das staatliche Gewaltmonopol am Allerwertesten vorbei geht, sind gut bewaffnet. Und bis die staatlichen Gewaltmonopolisten auftauchen, hat der Kriminelle sie längst in die ewigen Jagdgründe verfrachtet.

    Wird ja immer lustiger.
    Ihre innig verehrten und empfohlenen „privaten“ Horden sind jetzt plötzlich zu „Kriminellen“ avanciert??
    Achso, sag ich doch.
    Libertäre kleben das Etikett „privat“ drauf, und dann sind diese „Kriminellen“ plötzlich lieb und nett, gut und richtig.

    Ganz sicher:
    Wie das funktioniert sehen wir ja live in ganz Afrika, in aller Welt, derzeit besonders eindrucksvoll in Nigeria.

    Sonst erklären Sie der erstaunten Leserschaft doch mal eben den Unterschied zwischen „privat“ und „kriminell“, Begriffen, zwischen denen Sie nach freiem Belieben munter hin- und herpendeln –
    nicht ohne GLEICHZEITIG fundamentale rechtlich-moralische Differenzen urgieren.
    Motto: Ex falso quodlibet. Oder mit Speck fängt man Mäuse?

    Beim Geld wird, von diversen Wirtschaftsliberalen, immer wieder das staatliche Geldmonopol kritisiert.

    Ein Kampf gegen Windmühlen.
    Kauf und Tausch sind dasselbe (§ 480 BGB).
    Was man einvernehmlich als Tauschmittel verwendet, ist immer noch Sache allein der Vertragspartner.

    Euros sind beliebt, weil sie praktisch sind, nicht weil man sie par odre de mufti überall verwenden müßte.

    Sie und Ihre „Volks“-wirte müssen auch da noch allerhand lernen.
    Das kleinste Einmaleins sozusagen.

    Jedwedes Monopol ist abzulehnen.

    Nein. Mit Ausnahme des staatlichen Gewaltmonopols zur Unterdrückung von Gewalt und Betrug
    sind nur gewaltsam etablierte „Monopole“ abzulehnen.

    Gewalt, Raub, Mord und Totschlag entsprechen nicht gerade unseren Vorstellungen von freier Marktwirtschaft.
    Dergleichen kann nur durch einen Gewaltmonopolisten unterbunden werden.
    Sonst haben wir Bürgerkrieg, der nicht deswegen besser wird, weil Sie ihn nach Lust und Laune mal als „kriminell“, mal als „privat“ deklarieren.

    Daß ein Staat seine Macht mißbraucht und zur sozialistischen Kleptokratie verkommt, ist traurig, aber wahr, liegt aber an seiner egalitären Fehlkonstruktion.

    Unterdrückung von Gewalt und Betrug allein dem Markt zu überlassen erinnert in seiner Naivität an den Baron von Münchhausen, der sich ja immerhin am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen konnte.

    Aber DAS können Sie und Ihre Wolkenkuckucksheimer mit ihren Zauberformeln auch ganz bestimmt.
    Man muß nur ganz fest dran glauben und Augen und Ohren vor allen Fakten und Zusammenhängen ganz, ganz fest verschließen.

    Warum nicht das Gewaltmonopol?

    Herrjeh! Weil sonst Mord und Totschlag regieren, wie Sie das an Ihren „Kriminellen“ ja selber sehen.

    Ihr EDEKA-Vergleich hinkt doch gewaltig.

    Klar.
    Schon daß Sie Ihren Einkauf bei EDEKA bezahlen müssen, ist für jeden Linken schlimm genug.
    Aber daß Hunger oder sonstwas Sie dazu „zwingt“, Verträge abzuschließen, das geht schon gar nicht.
    Und Bösewichter wie EDEKA und Ihre pöhsen Banken lehnen ja nicht mal den Vertragsschluß ab!!
    Das ist unerhört!!

    Ihre „privaten“ Kriminellen werden das Problem aber ganz sicher lösen. 😉

    LvM

  33. Wow, schön das Sie soviel Zeit(?) in diesen Kommentarbereich investieren lieber Ludwig(?). Rothbard habe ich bislang nur gescheitert versucht zu lesen. Genauer war das „Die Ethik der Freiheit“, auf Seite 120 befindet sich noch mein Lesezeichen. Ich fand die Vorstellung eines privat organisierten Justiz- und Sicherheitsdienstes auch sehr gruselig. Auch die Ausführungen zu Adoptionsrechten ging mir unter die Haut. Sicher kann man den meisten seiner logischen Ausführungen folgen, doch wenn ich mir dann in der Praxis vorstelle, wie man einem Kundenwunsch nach einem Kind nachkommen soll… „haben wir noch was unter 6 Monate?“ … „Nein, könnten wir aber in ein bis zwei Wochen auftreiben.“ …

    Ich denke auch: ein Minimalstaat der die Minderheit vor der Mehrheit beschützt und umgekehrt ist unabdingbar.

  34. @ Dorfbewohner..ich kann Ihren Ausführungen bzg. Roland Baader nichts hinzufügen. Bei Ihnen ist meine Aussage richtig verstanden worden. Immer schön zu sehen, dass es wenigstens ein paar echte Radikalliberale gibt ;-).

    @LvM…ich kann mir nicht helfen, aber irgenwie kommen Sie offensichtlich nicht mit. Sie werfen Dinge zusammen, die jeder Grundlage entbehren.

    Zunächst sollten Sie mal verstehen, dass Kriminelle sowohl bei einem Gewaltmonopol des Staates, als auch in einer PRG existieren. Niemand hat was anderes behauptet. Das hat nun aber auch nichts mit der Gesellschaftsform zu tun! Auch ist das staatliche Gewaltmonopol eben nicht in der Lage, Gewalt zu unterdrücken! Weiterhin sollten Sie endlich die Tatsache akzeptieren, dass kriminelle, beim staatlichen Gewaltmonopol, Waffengesetze des Monopolisten schlicht ignorieren. Insofern herrscht zwischen vermeintlichem Opfer und Täter keine Waffengleichheit. Das wäre in einer PRG natürlich anders. Und welche privaten Horden sollen zu kriminellen mutiert sein? Wo haben Sie das denn gelesen? Der Unterschied zwischen Privat und kriminell? Ich pendele zwischen Privat und kriminell? Ich weiß zwar nicht was Sie gelesen haben, aber langsam kann ich mich bei Ihnen nur noch wundern. Darauf muss man wirklich nicht mehr eingehen. Was Nigeria betrifft, so wäre mir neu, dass dort eine PRG eingeführt wurde. Insofern sind solche Argumente nicht nachvollziehbar.

    Zum Geld. Sie haben verkündet, dass sie den Euro mögen, die EZB aber nicht. Ich fragte warum? Antwort, Mangelware bzw. irgenwelche neuen „Schlachtfelder“ aufgemacht. Also nochmal. Die EZB ist der Herausgeber des Euro, was gefällt Ihnen denn an der Zentralbank nicht, wenn Sie gar das Geldmonopol als unproblematisch sehen? Und wo haben Sie denn freien Tauschhandel bzw. können Sie das Zahlungsmittel selbst wählen? Gehen Sie mal mit einem Goldbarren zu EDEKA und versuchen zu bezahlen. Mal sehen ob Sie das Zahlungs- bzw. Tauschmittel frei wählen können. Sicherlich könnte der Vertragspartner EDEKA Gold akzeptieren. Insofern möchte ich nicht widersprechen, dass diese frei zwischen den Vertragspartnern ausgehandelt werden könnten und somit kein Zwang besteht.

    Aha. Für einen Linken schlimm genug? Was wollen Sie denn damit mitteilen? Es ging niemals ums Bezahlen geschweige denn um freiwillig geschlossene Verträge. Womöglich gehören Sie selbst zur linken Garde. Von linken Zeitgenossen, welche fürs Essen bezahlen müssen, hat niemand gesprochen. Ich habe weder EDEKA noch Banken als böse bezeichnet. Es ging bei den Banken lediglich um die Tatsache, dass für jeden abhängig Beschäftigten ein quasi Kontozwang existiert! Das ist eine nicht zu leugnende Tatsache, da eine Barauszahlung des Gehaltes nicht möglich ist. Das ist definitiv ein versteckter Zwang. Auch wenn Sie das offensichtlich nicht verstehen wollen. Einen solchen Zwang, kann nur ein Monopolist wie der Staat durchsetzen. Profiteure sind nicht zuletzt Banken und diese haben deshalb mit Sicherheit nichts dagegen. Und dann geben Sie noch zu Besten, dass nur gewaltsam eingerichtete Monopole abzulehnen sind! Wow, haben Sie mit dem Staat einen freiwilligen Vertrag über Sicherheit und damit das Gewaltmonopol geschlossen? Und Ihnen ist offensichtlich noch immer nicht klar, dass Monopole nur vom Staat garantiert werden können. Genau das ist eben kein freie Marktwirtschaft. Kein im Wettbewerb stehendes Unternehmen, hätte z.B. das EEG durchsetzen können. Auch nicht gewaltsam. Das geht nur mit Hilfe des Staates!

    Da Sie offensichtlich zur Garde der Staatsgläubigen gehören, ist eigentlich jedes Wort zuviel. Mir wäre nicht bekannt, dass es valide Daten gäbe, die belegen das in einer PRG Mord und Totschlag herrschen. Sehr wohl gibt es aber Statistiken, die eindeutig belegen, dass unter dem staatlichen Gewaltmonopol sehr wohl auch Mord und Totschlag bzw. eine nicht unerhebliche Kriminalität herrschen. Also muss man davon ausgehen, dass es in einer PRG nicht dramatisch anders sein wird. Im Gegenteil bin ich der Überzeugung, dass private Sicherheitsunternehmen bzw. das Recht zur Selbstverteidigung eher weniger Mord und Totschlag bewirken. Ebenfalls klar ist, dass kriminelle sehr wohl ein Abwägung treffen, wie hoch das Risiko bei einer Straftat ist. Wenn Sie jetzt als krimineller Zeitgenosse wissen, dass das ausgewählte nahezu wehrlos ist, ist das Risiko zunächst sehr gering. Eine einfache Bewaffnung reicht aus! Das einzige Risiko was besteht ist, eventuell vom Monopolisten gestellt zu werden. Jetzt mag die Aufklärungsquote bei Mord und Totschlag noch akzeptabel sein, bei Einbrüchen etc. ist sie katastrophal. Sie lag 2008 bei sage und schreibe 18,1 %. 2012 sogar nur bei 14,9 %! Wenn Sie dann noch das Pech haben, den Einbrecher zu ertappen, müssen Sie froh sein, wenn sie körperlich unversehrt bleiben. Das Risiko für den Einbrecher geht gegen null, trotz des Staatlichen Gewaltmonopols. Bei Körperverletzungen sieht es zwar besser aus, trotzdem können 2 von 10 Delikten nicht aufgeklärt werden. Wäre dem Einbrecher aber klar, dass seine ausgewählten Opfer bewaffnet sind, wäre das Risiko ungleich höher und er würde seine eigenen körperliche Unversehrtheit gefährden. Aber auch das wird bei bei Ihnen nicht auf Gegenliebe treffen, wen wundert´s. Als kleines Beispiel möchte ich eine US-Kleinstadt anführen, bei der ging die Kriminalität nach Einführung eines Waffenzwanges um 90% zurück!
    Hier mehr zu dieser Tatsache:

    http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/politik_artikel,-Im-US-Staedtchen-Kennesaw-ist-das-Tragen-einer-Waffe-Pflicht-Zahl-der-Verbrechen-nimmt-seitdem-ab-_arid,207198.html

    Und nicht zuletzt deshalb, bin ich überzeugt, dass in einer PRG eben nicht zu Mord und Totschlag kommen würde. Das sind lediglich Schreckgespenste der staatsgläubigen Fraktion, die gegen die Logik des Naturrechts nichts anderes ins Feld führen können.

  35. Auch in Baader (ich glaube in Geldsozialismus). Man kann Forderungen in anderen „Währungen“ absprechen. Sollte aber nicht geliefert werden muß auf Euros umgestellt werden. Baader schreibt da etwas von „nicht justitiabel“.

    Vom Staat im Endeffekt etwas gutes erwarten funktioniert nur mit einem Minimalstaat und von dem sind alle Staaten soweit entfernt wie wir alle von einem Geld statt einem „gesetzlichen Zahlungsmittel“.

    Im Namen von Staaten/Banden etc sind bisher die meisten Menschen auf übelste Weis verreckt. Allein der letzte große Krieg hat mal eben 60 Mio gekostet und die ganzen „Säuberungen“. Sie mögen an den Nutzen von Staaten glauben, darüber bin ich hinaus. Ich ewarte nichts Gutes von unseren Staaten und bisher sind meine Erwartungen immer übertroffen worden..

    Ach ja und weil es gerade so schön passt. Das schreibt ein Jäger in einem Buch über die Jagd:
    In einem Buch über die Jagd in den Bergen (Die Heuraffler). Ich zitiere von der S. 92
    „.. irgendwie und -wo dem Staat, diesem rätselhaften Phantom, das durch die Geschichte der Völker geistert und mit der Vermehrung der Menschheit noch unheimlicher und mächtiger geworden ist als in den Tagen Spartas und des alten Roms.
    Eine angeblich menschliche Einrichtung ist er, der sein dämonisches Grundwesen aber nie verbergen konnte, Garant der Kriege, Brecher der Rechte, Träger aller Gewalttaten gegen das Einzellebewesen, vom Einbruch in den Hausfrieden, von Erpressung und Raub bis zur Einkerkerung, Folter und Mord. Es gelingt wohl dem hochstehenden Gesetzgeber, ja manchmal sogar höchstentwickelten Völkern, den Dämon für eine Weile nutzbringend hinter das Joch zu spannen, aber dann ist’s als riefe er andere aus der ganzen Welt zu Hiilfe. Es hat noch kein Dämon dem Glück der Menschheit dauerhaft gedient.

    Und er (der Staat v. Autor) wendet trotz der gegebenen Garantien allen Scharfsinn auf, das Eigentum zu beschneiden, zu pfänden und am Wachstum zu hindern. Es gibt nur einen Feind des Eigentums, und der heißt Neid

  36. @FDominicus schreibt 1. Juli 2014 um 17:29

    Man kann Forderungen in anderen “Währungen” absprechen. Sollte aber nicht geliefert werden muß auf Euros umgestellt werden.

    Das stimmt so allgemein wie es klingt schon grundsätzlich nicht, da Verträge einzuhalten sind.
    Pacta sunt servanda.

    Gewisse Ausnahmen bestätigen wie so oft auch hier bloß die Regel. Empfehle dazu einen Blick zB in die §§ 134, 138, 244, 249 f. BGB 😉
    http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/BJNR001950896.html

    Ansonsten volle Zustimmung!
    LvM

  37. @Pudellocke 29. Juni 2014 um 22:30

    Wohl überfordert kurz, knapp und präzise auf Argumente eingehen und die dazu gestellten Fragen zu beantworten?

    Erst gehen Sie doch tatsächlich soweit, Geld und Gewalt als quasi gleichzubehandelnde „Monopole“ in einen Topf zu werfen.
    Die amüsierte Klarstellung („Geldscheine beißen nicht“) bleibt unbeachtet, hindert Sie aber nicht, jetzt erst recht über Euros zu philosophieren und mich zu zwingen, Ihnen auch noch die Grundsätze der Vertragsfreiheit zu verklickern.

    Dazu dann aber immerhin doch mal ein richtiger Satz: 🙂

    „Sicherlich könnte der Vertragspartner EDEKA Gold akzeptieren. Insofern möchte ich nicht widersprechen, dass diese frei zwischen den Vertragspartnern ausgehandelt werden könnten und somit kein Zwang besteht.“

    Viel mehr war und ist zu Ihrem „Geldmonopol“ unter verständigen Menschen wahrlich nicht zu sagen. 🙂

    Sonstwie behauptete „Zwänge“ stehen, wie ebenfalls gezeigt, auf einem anderen Blatt. Schon der Begriff „Zwang“ ist denkbar ungenau. Juristisch spricht man besser von Nötigung, Erpressung usw. Verantwortlich ist immer der, der den „Zwang“ als Täter oder Teilnehmer ausübt. Das ist heute meist Mama Staat, da sind wir uns ja einig.

    Was bleibt ist Ihre ebenso kategorische wie kryptische Unterscheidung zwischen „krimineller“ und „privater“ Gewalt (PRG), die exakt zu erläutern Ihnen trotz Widerspruchs und ausdrücklicher Nachfrage ebensowenig gelingt und gelingen wird wie Ihren libertären Freunden, die damit Bürgerkriege förmlich herbeireden.

    Privater Waffenbesitz, Bürgerwehren, Wach- und Schließgesellschaften…. das alles hat mit der radikalen Absage libertärer Maulhelden an einen Gewaltmonopolisten (Staat) nichts zu tun.

    Das von mir durchaus bejahte Widerstandsrecht (Art 20 Absatz 4 GG) bleibt unberührt.
    Daß die in USA absolut unzulässige Entwaffnung des Volkes bei uns dazu dient, sozialistischer Willkür freie Bahn zu schaffen, sehe ich genauso.

    Ein „Naturrecht“ können Sie sich abschminken, weil aus einem Sein kein Sollen folgt. 😉

    LvM

  38. @ LvM…irgendwie scheint hier ein Kommunikationsproblem zu bestehen. Aber gut, fangen wir an:

    Zitat: „Wohl überfordert kurz, knapp und präzise auf Argumente eingehen und die dazu gestellten Fragen zu beantworten?
    Erst gehen Sie doch tatsächlich soweit, Geld und Gewalt als quasi gleichzubehandelnde “Monopole” in einen Topf zu werfen.“

    Bestimmt nicht. Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, ich habe lediglich die Frage aufgeworfen, wieso das Geldmonopol, nicht aber das Gewaltmonopol, kritisiert wird. Kritisiert wird dieses Geldmonopol von diversen „Wirtschaftsliberalen“ z.B. Frank Schäffler oder der Autorin dieser Seite. Sie brauchen mir nicht die Grundsätze der Vertragsfreiheit zu verklickern. Das einige was Sie verkünden, sind irgendwelche Allgemeinplätze. Nichts konkretes. Selbst Ihre Aussage, dass Sie den Euro, nicht aber die EZB, mögen wurde klar dargestellt. Auch auf Nachfrage kam nichts. Es ging lediglich darum, ob es einen indirekten Kontozwang gibt. Da heute kein Arbeitgeber das Gehalt in Bar auszahlt, würde ich dieses als Zwang bezeichnen. Es ist allerdings auch klar, dass man ja den Arbeitsvertrag einer Firma, die das Gehalt nicht bar auszahlt, ablehnt. Insofern könnte man mit Vertragsfreiheit Argumentieren. Das ist sicherlich korrekt, nur mangels alternative bleibt keine Wahl und der Vertragspartner muss diesen indirekten Zwang hinnehmen. Hier kann man sicherlich geteilter Meinung sein.

    Zitat: „Sonstwie behauptete “Zwänge” stehen, wie ebenfalls gezeigt, auf einem anderen Blatt. Schon der Begriff “Zwang” ist denkbar ungenau. Juristisch spricht man besser von Nötigung, Erpressung usw. Verantwortlich ist immer der, der den “Zwang” als Täter oder Teilnehmer ausübt. Das ist heute meist Mama Staat, da sind wir uns ja einig.“

    Ob Sie das Baby nun Zwang, Nötigung oder Erpressung nennen, bleibt Ihnen überlassen. Was jetzt an Zwang ungenau ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch Hayek, welcher von Ihnen sicherlich geschätzt wird, hat Zwang definiert. Auch wenn ich Hoppes Kritik der Unfixierbarkeit bzw. Verworrenheit absolut teile, hat er den Begriff zumindest definiert und dieser sollte somit bekannt sein. Es geht hier auch nicht um juristische Feinheiten, sondern darum, jedwede Form von Zwang abzulehnen. Das Sie mit mir einig sind, dass der Staat zwang ausübt, ist zumindest ein positives Zeichen. Die Frage ist halt nur, welchen Zwang man hinzunehmen bereit ist.

    Zitat: „Was bleibt ist Ihre ebenso kategorische wie kryptische Unterscheidung zwischen “krimineller” und “privater” Gewalt (PRG), die exakt zu erläutern Ihnen trotz Widerspruchs und ausdrücklicher Nachfrage ebensowenig gelingt und gelingen wird wie Ihren libertären Freunden, die damit Bürgerkriege förmlich herbeireden.“

    Mir wäre jetzt neu, dass ich zwischen „privater“ und „krimineller“ Gewalt unterschieden hätte. Was verstehen Sie bitteschön unter „privater“ Gewalt? Es gibt zunächst mal nur Gewalt! Das diese kriminell ist, ist hoffentlich Konsens. Wenn jemand hier etwas diesbezügliches in den Raum geworfen hat, waren Sie das. Sie unterstellen der PRG Mord und Totschlag. Ich versuche es nochmal. Kriminelle, die Versuchen sich fremdes Eigentum anzueignen, wird es immer geben. Die gibt es auch jetzt, beim staatlichen Gewaltmonopol. Mörder, Totschläger die, aus welchem Grund auch immer, andere Menschen ins Jenseits befördern, gibt es auch bei Ihrem geliebten Staat! Nichts anderes habe ich gesagt.

    Darauf Ihre Antwort.
    Zitat: „Ihre innig verehrten und empfohlenen “privaten” Horden sind jetzt plötzlich zu “Kriminellen” avanciert??
    Achso, sag ich doch.
    Libertäre kleben das Etikett “privat” drauf, und dann sind diese “Kriminellen” plötzlich lieb und nett, gut und richtig. „

    Muss man das verstehen? Ich weiß nicht was Sie gelesen haben. Das mit den Bürgerkriegen ist wieder so eine Standardbehauptung. Ich fragte Sie, ob Sie valide Daten über Kriminalität bzw. Dinge wie Bürgerkriege in einer PRG zur Verfügung haben. Keine Antwort. Wie auch, solche Daten gibt es nicht. Sehr wohl können aber Daten über Kriminalität bzw. Kriege in der Staatsdemokratie angeschaut werden. Von daher halte ich solche Unterstellungen für gewagt. Wenn Sie davon ausgehen, dass Wettbewerb zur Effektivität (sowohl bei Preis als auch Leistung) führt, sehe ich keinen Grund, dass bei der Sicherheit zu bezweifeln. Und einen Vertrag über Preis und Leistung der staatlichen Sicherheit, habe ich nicht geschlossen! Insofern Zwang. Und diese „Sicherheit“ ist, wie bei jedem Monopolisten, teuer und ineffektiv.

    Aber leider sind wir hier vom Eigentlichen Thema, der Sozialismus ist nicht tot, abgekommen. Und hier habe ich die Konsequenz des Autors kritisiert. Sämtliche Minimalstaatsvertreter haben keine Antwort, wie Sie den Minimalstaat erhalten wollen. Diese Frage haben auch Sie, durch Ablenkung, umgangen. Der Grund warum kein Minimalstaat ein Minimalstaat bleiben wird, ist die Demokratie. Das haben Leute wie Rothbard und Hoppe, im Gegensatz zu Baader, Hayek etc., erkannt und die richtigen Schlüsse gezogen. Auch der Sozialist Lafontaine hat gesagt, Sozialismus braucht die Demokratie, wie Sie auch im Buch von Roland Baader nachlesen können. Und wer dauerhaften Erfolg haben will, muss das Übel an der Wurzel packen und nicht versuchen der Hydra ein paar Köpfe abzuschlagen. Denn die werden schnell wieder nachwachsen. In diesem Sinne, gute Nacht.

  39. @Pudellocke: „Sämtliche Kriege wurde nicht von Privatorganisationen geführt. Das waren immer Staaten.“

    Meist ja. Sämtliche ist allerdings m.E. deutlich zu weit gegriffen, wenn man sich z.B. die Geschichte der East-India Company anschaut.

  40. @Pudellocke vom 2. Juli 2014 um 01:22

    Seltsam, wie dies Forum „moderiert“ (zensiert) wird.
    Ihre Antwort vom 02.07.2014 ist erst heute, am 19.07. erschienen,
    zudem NACH dem Beitrag Martin vom 9. Juli 2014 um 13:23, den ich seit langem kenne.
    Sind das etwa technische Probleme, Frau Kablitz?

    Doch seien Sie beruhigt, liebe Pudellocke.
    Obwohl wir in vielen Fragen wohl einer Meinung sind, sehe ich hier nur die völlig uneinsichtige, störrische Wiederholung längst widerlegter Argumente Ihrer Radikalinskis und erspare mir daher eine weitere Antwort.

    Wie heute fast alle und ausnahmslos alle „Volks“-wirte sind auch Sie offenbar vollkommen überfordert, eine präzise geisteswissenschaftliche Diskussion zu führen. Da kommt es auch auf die scheinbar kleinsten „Kleinigkeiten“ und „Feinheiten“ an. 🙂

    Also werden Sie glücklich mit Ihren „privaten“ Horden und Ihren (allgemein geteilten) Fehlvorstellungen von dem was man „Geld“ nennt.
    🙂
    LvM

  41. Lieber LvM, es ist hochinteressant, wass so alles als Zensur beschrieben wird. Dies ist MEIN Blog, lieber LVM. Wie sollte da Zensur herrschen? Hier geht es nur eben nach meinen Regeln zu oder gar nicht. Punkt. Ihre Unterstellung ist daher überflüssig. Muss ich jede Meinung veröffentlichen? Nein, muss ich nicht. Muss ich jede Meinung zeitnah veröffentlichen? Nein, aber ich tue es trotzdem! Wenn es also zu einer Verzögerung eines grundsätzlich freigeschalteten Beitrages kommt, dann hat das tatsächlich technische Gründe. Wenn Ihnen dies nicht in den Kram past, dann machen Sie etwas eigenes, da gelten dann Ihre Regeln. Ist das so für Sie klar geworden?

  42. @susannekablitz70 19. Juli 2014 um 16:10

    Werte Frau Kablitz,
    Grundrechte wie auch das Zensur-Verbot des Art. 5 GG verpflichten nur für den Staat. Das brauchen Sie einem Juristen wie mir nicht erst zu erklären. 🙂

    Was Sie zulassen oder nicht, ist ganz und gar Ihre Sache.
    Was gemeinhin als „Moderation“ beschönigt wird, ist in der Sache eine rechtlich uneingeschränkt zulässige Zensur.
    Das habe ich mit der Charakterisierung „seltsam“ aber auch nicht im entferntesten in Zweifel gezogen. 🙂
    LvM

  43. Werter LvM, na fein, dann ist ja jetzt alles wieder gut. Und zudem konnten Sie noch loswerden, dass Sie Jurist sind. Wie befriedigend für alle Seiten!:-)

  44. @ Susanne Kablitz…natürlich ist es Ihr Blog und da können Sie als Admin blockieren was er möchten. Nur denke ich, dass unter „Liberalen“ Meinungsfreiheit, auch bei Kommentaren, eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Denn auch der Umgang mit anderen Meinungen unterscheidet uns von „Sozialisten“ und Öko-Predigern.

    @ LvM… Als Jurist sind Sie ja mehr oder weniger ein „Systemling“ ;-). Da verwundert Ihre Meinung natürlich nicht. Was Feinheiten anbelangt, ist mit Radikal-Liberalen wenig anzufangen. Denn diese sehen das grundsätzliche Problem und wollen an die Wurzel des Übels und nicht nur ein paar Äste abschneiden. Ich stimme Ihnen zu, dass liberale Zeitgenossen in vielen Dingen einer Meinung sind. Lediglich bei Ursache und Weg werden wir wohl nicht zusammen kommen.

  45. Liebe Pudellocke, haben Sie Ayn Rand gelesen? Das Buch „Der Streik“? Falls ja, werden Sie sich sicher an die Stelle erinnern, wo das Recht auf absolute Meinungsäußerung eingefordert wird. Und wissen Sie, was ein Libertärer darauf antwortet? „Ja, aber nicht in meinem Haus!“ Und so sehe ich das auch! Jeder kann sagen, was er will aber ich muss nicht jedem „Unsinn“ eine Plattform bieten. In der freien „Wildbahn“ steht jedem Menschen dieses Recht zu, aber nicht auf meinem Eigentum. Das hier macht Arbeit, es erfordert Gehirnschmalz und ich akzpetiere es nicht, wenn der ein oder andere diesen Blog nutzt, um etwas einzufordern. Das käme mir woanders auch nicht in den Sinn. Jeder kann sich selber auf die Socken machen und etwas auf die Beine stellen. Da kann er dann die „Meinungsfreiheit“ anderer ausleben lassen. Ich freue mich über kritische Kommentare! Es ist aber schon ein Ding, wenn süffisant nach „technischen Problemen“ gefragt wird, wenn ein Kommentar nicht sofort erscheint. Fragen Sie mal andere Blogbetreiber, mit was für einem Sammelsurium von Beleidigungen, Anfeindungen und ähnlichem sie zu kämpfen haben. Und dass soll alles im Namen der Meinungsfreiheit veröffentlicht werden müssen? Nein, im Leben nicht! Hier nicht! In keinem Namen der Welt!

  46. Die wenigen guten Ökonomen wie auch Ludwig von Mises waren fast alles gelernte Juristen oder Leute mit gediegenen juristischen Kenntnissen.
    Den ganzen Rest kann man getrost vergessen.

    Zur unverzichtbaren Relevanz juristischer Kenntnisse in der Ökonomie siehe
    Interventionismus und Rechtspositivismus: Zum 35. Todestag von Volkmar Muthesius
    11.7.2014 – von Eduard Braun.
    http://www.misesde.org/?p=8177

    Zitat:
    „Globale Wirtschaftssteuerung, universelle Lenkung des Wirtschaftslebens ist eine Utopie, die im Rechtsstaat nicht einmal zur theoretischen Erörterung gestellt werden kann, weil sie noch nicht einmal eine verläßliche Begriffswelt zur Basis hat und eine solche Grundlage auch gar nicht haben kann – es sei denn man unterstelle sowohl die totale Transparenz allen wirtschaftlichen Geschehens, wie es auf Grund von Millionen individueller Entschlüsse abläuft, und zugleich die totale Machbarkeit.
    Beides sind Irrtümer, sind Illusionen, und zwar nicht einmal schöne, denn sie gehören in die geistige Nachbarschaft der politischen Diktatursysteme“.

    Heutige „Volks“wirte bewirten das Volk fast unisono mit Lügen und Schwachsinn. Sie stehen mit ihrem kollektivistischen „Denken“ fast ausnahmslos im Solde des Sozialismus.
    Der abenteuerlichste Volksbetrug ist zur perfekt entwickelten Disziplin gediehen.

  47. @Pudellocke,

    es heißt „Gewaltmonopol“ und nicht „Sicherheitsmonopol“ – selbstverständlich können Sie ihr Firmengelände von Currenta oder Kötter Security bewachen lassen! Der Staat hat kein Monopol auf „Sicherheit“. Er hat nur eines auf Gewalt. Und das finde ich, sofern er keine anderen Monopole hat, und der Weg in befreundete, friedliche Nachbarstaaten nicht zu weit ist, durchaus o.k.(„oll korrekt“).

    Warum? Monopole führen nicht nur zu unverschämten Preisen, sondern vor allem zu einer Minimierung des Angebotes, während Wettbewerb zu vielfältigen Angeboten führt. Eine Gesellschaftsform ohne Gewaltmonopol würde nicht nur dazu führen, daß Sie die Wahl zwischen Sicherheitsanbietern wie Kötter und Currenta haben, sondern auch, daß „Gewaltanbieter“ wie ISIS, Camorra, Ndagreta, Boko Haram und Co. Sie mit ihrem jeweiligen „Angebot“ belästigen würden. Diese Form des „Wettbewerbs“ um das brutalstmögliche „Gewaltangebot“ zu unterbinden, sehe ich als die absolute Kernaufgabe jedes Staates an. Das traurige an unserer Bundesrepublik ist, daß ebenjene Institutionen, die diese Kernaufgabe zu bewältigen haben, chronisch unterfinanziert sind. Die Ursache dafür ist natürlich wiederum fehlender Wettbewerb: seit der Wiedervereinigung 1990 hat der Berliner Zentralismus zugenommen und der Wettbewerb der Bundesländer um die besten Steuerzahler hat abgenommen.

    Was helfen könnte, wäre nicht die Abschaffung des Gewaltmonopoles, sondern die Rückverlagerung der Steuerhoheit, der Gesetzgebungshoheit und der Kompetenzen-Kompetenz vom Bund auf die einzelnen Städte und Gemeinden.

    Wer weiß, vielleicht finde ich in meiner Stadt (oder in der Nachbarschaft) genug Mitstreiter für einen Minimalstaat „freies deutsches Herzogtum Bergisches Land“ und Sie finden in ihrer Heimat ein paar Leute, um ein Dorf als PRG zu organisieren.

    Wenn ein Umzug von Düsseldorf nach Köln ausreichen würde, um mal für ein paar Monate „Sozialismus“ auszuprobieren, und ein Umzug nach Leverkusen reicht, um „Kapitalismus“ zu erfahren, und vielleicht in Monheim eine PRG lockt, ist das Gesamtkonstrukt „Deutschland“ doch schon viel weniger bedrohlich, oder?

    Bleibt immer noch die Frage, wer die PRG-Gemeinden vor einen eventuellen Einmarsch der Russen schützen soll… oder vor Leuten, die Mohameds Wandlung vom friedliebenden Prediger in Mekka zum blutrünstigen, plündernden, raubenden und vergewaltigenden Warlord in Medina als „absolut vorbildlich und gottgewollt“ betrachten.

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