Die Griechen, die Griechen!

Soso, die Griechen mal wieder!

Schon vor über 150 Jahren konnten sie sich nicht benehmen, haben belogen und betrogen und ihren Nachbarländern fiesen Kummer bereitet. Also alles wie gehabt? Alles eine Frage des schlechtes Charakters? Eines schlechten Charakters, der sich in wem auch immer zeigt? Die „Schlechte-Charakter-Inhaber“ sind übrigens austauschbar.

Mal sind es die „reichen Griechen“, die dem „fürsorgenden Staat“ den langen Finger zeigen, mal sind es die gierigen Banken, die den Hals nicht vollkriegen, mal sind es miese Politiker, die „ausgetauscht“ werden müssen, weil sie unfähig oder korrupt sind. Ja, immer ist es irgendwer! Nun mag man dem lustigen Schauspiel noch eine Weile beiwohnen und dieser häuslichen „Streitidylle“ noch ein Weilchen beiwohnen – ändern tut es nichts – am Schauspiel!

Ob „die Griechen“ oder „die Deutschen“ nun schuld sind am Debakel – einerlei. Wir alle hängen da mit drin. Der eine mehr – der andere weniger. Aber wir löffeln alle die gleiche giftige Suppe aus. Und diese Suppe ist ein gefährliches Gemisch aus Ignoranz, Dreistigkeit und der festen Überzeugung, dass die Schuld DEFINITIV beim anderen liegt.

Das ist ganz wichtig! Die Schuld liegt immer beim Anderen! Denn solange wir die Schuld beim anderen suchen, sind wir aus der Nummer fein raus. Dann sind wir entweder die „Armen“, die ständig den Mist der anderen ausbügeln müssen oder wir sind die „Reichen“, die gefälligst die Zeche für die Armen bezahlen, die den Mist der anderen ausbügeln müssen. Wichtig ist nur – SCHULD haben die ANDEREN! Und weil wir die Schuld immer jemandem anderen umhängen, kommen wir nie an die Basis des Problems.

Und diese Basis ist das Falschgeldsystem. Nur in diesem können die Suppenkasper die Schuld immer jemand anderem in die Schuhe schieben. Nur in diesem können sie unwürdige Spielchen spielen, denen wir beiwohnen und sie sogar in weiten Teilen der Bevölkerung auch noch ansatzweise ernst nehmen. Was ein erschreckendes Zeichen dafür ist, wie tief wir schon gesunken sind!

Und auch weil es hier so gut hinpasst ein Auszug aus „Bis zum letzten Atemzug“ Seite 563

… Es ist eine unglaublich verheerende Mischung aus explodierenden Steuern im Einklang mit aggressiven Steuereintreibungsmaßnahmen und atemberaubenden, weltweiten Schuldenniveaus. Alle Politiker, fast ohne Ausnahmen, wollen an die privaten Gelder heran, um so vorgeben zu können, dass die staatlichen Defizite unter Kontrolle gebracht werden können. Dabei ist das reine Verdummerei ohne jegliche Substanz. Die vermeintliche Belebung der Nachfrage durch höhere Staatsausgaben hat sich bereits in der Vergangenheit immer wieder als Reinfall herausgestellt. Und wenn man fortwährend die Steuern erhöht, die Steuereintreibungsmaßnahmen immer aggressiver werden und das Geld in atemberaubenden Tempo entwertet wird … ja, wo sollen dann die privaten Ausgaben herkommen, wenn das frei verfügbare Einkommen immer weiter abschmilzt?

In den Regierungen sind Verrückte am Werk, die in der Tat glauben, sie seien göttlich; die einfach der Meinung sind, dass man nur Befehle geben muss, und schon kommt auf magische Weise alles in Ordnung.
Und dabei ist dieses ganze System seit Jahrzehnten todkrank. In dem Moment, wo der Staat das Geldmonopol an sich riss und damit die totale Kontrolle übernahm, waren wir auf dem Weg in die Knechtschaft, wie Friedrich von Hayek dies so treffend ausdrückte. Aber auch hier passt es so wunderbar in unsere verqueren Zeiten. Da wird vom „Markt“ schwadroniert, obwohl es kaum noch einen Markt gibt. Da wird von Hayeks angeblichem „Marktradikalismus“ geschwafelt, weil man glaubt, dass die schlimmen Dinge, die passieren, dem Markt anzulasten sind und denen, die man für die Verfechter eines solchen hält. Diese Scheinversteher erkennen nicht, dass der Markt, den die „Marktradikalen“ verteidigen, gar nicht existiert. Dass diese „Marktradikalen“ das, was heute geschieht, zutiefst verabscheut haben.

Sie überzeugen sich nicht davon – und dabei wäre es so einfach – dass vor allem alle „Österreicher“, die Verbrecherspielwiese als erste erkannt, definiert und einer kategorischen Abschaffung das Wort geredet haben. Und genau die, die diese Missstände permanent angeprangert haben, nun, genau die sollen es nun sein, die für den heutigen Murks verantwortlich sein sollen. Geht es denn bitte noch ignoranter? Geht es noch unwissender? … Ich kann es mir kaum vorstellen.

Friedrich Hayek hat mit seinem Werk Der Weg zur Knechtschaft ein Plädoyer für die Freiheit geschrieben, einer Freiheit, die JEDEM zuteilwerden soll. Er sprach sich nie dafür aus, dass nur Einzelne oder bestimmte Gruppen diese Freiheit genießen. Nie!

Hayek spricht vom „Weg zur Knechtschaft“ und meint damit – auch und ganz besonders – die Manipulation des Geldwertes und des Zinses, der eine freie Gesellschaft systematisch zerstört. Es ist ja nicht so, dass unser Währungssystem morgen kollabieren wird, aber der Staat wird sich jeden Tag stärker einmischen. Die Banken werden noch mächtiger, die Großindustrie noch größer, die Politik noch dreister. Durch die Interventionsspirale entwickelt sich die Wirtschaft zu einer nicht mehr durchschaubaren Kungelei.

Zeichnung von Martin Moczarski, exklusiv für „Bis zum letzten Atemzug“

9 Gedanken zu „Die Griechen, die Griechen!

  1. Pingback: [S. Kablitz] Die Griechen, die Griechen! | netzlesen.de

  2. Sie sprechen, äh schreiben, mir einmal mehr aus der Seele und bringen es wieder gekonnt auf den Punkt! Die Zwangs-Monopol-Verbrecher-Betrugs-Luft-Ponzi-Madoff-Pyramidenspiel-Schneeballsystem-Papierfetzen, -Blechstücke, -Zahlen und -Bytes sind das weltumspannende Spinnennetz, und die Spinne darin ist die diabolische Weltkartell-Triade aus Staaten, Zentral- und Geschäftsbanken.

    Aber zu einem Betrug, auch zum größten der Menschheitsgeschichte, gehören halt immer 2 Seiten, und wer sind wohl die, die sich betrügen lassen?! Und nicht wenige davon in dem Glauben, von der Chose zu profitieren. Die Kollektive Korruption nach Prof. Polleit passt gut hierher. Leider sind wir auf dem Weg zur Knechtschaft schon sehr weit vorangekommen, aber es gibt auch Lichtblicke:

    a) Erhöhte Präsenz und wachsender Zulauf zu den Libertären, Österreichern & Co., wenn auch bisher auf sehr niedrigem Niveau (hier ein Lob stellvertretend an die Sons of Libertas, FreiwilligFrei und Gerd-Lothar Reschke)
    b) Bitcoin und Ableger, wenn deren Potential erst mal vom hundertsten Affen erkannt und dann umgesetzt wird, aber hallo!!!
    c) Die Free Lakota Bank der Lakota-Indianer, mit ihren Silber- und Gold-Girokonten, wenn das mal Schule macht (machen darf, banklizenzrechtlich oder so?)!!!

    Ich möchte schliessen mit einer Kostprobe aus meiner umfangreichen freiheitlichen Zitatesammlung:

    „Von allen Erfindungen, die ersonnen wurden, um die arbeitenden Menschen zu betrügen, war keine wirkungsvoller als das Papiergeld.“
    Daniel Webster (1782 – 1852), US-amerikanischer Politiker, US-Senator und Außenminister

    „Je größer der Papiergeld-Reichtum der Welt, desto größer die Armut, die ihm folgen wird.“
    Roland Baader (1940 – 2012), Volkswirt, freier Publizist und Autor, Schüler von F. A. von Hayek, radikalliberaler Vordenker in der Tradition der Österreichischen (auch: Wiener) Schule

    „Geld gibt es nur, wenn man etwas produziert. Papier ist kein echtes Geld, sondern nur ein Versprechen Geld zu zahlen. Wir hoffen, dass eines Tages der Rest der Welt von diesem Amerikanischen Traum aufwacht, diesen Traum, dass ein Mensch Leben erhalten kann, in dem dieser mehr konsumiert als er produziert. Wir nennen es den Amerikanischen Traum, weil man pennen muss um an ihn zu glauben. Nun, der Traum hat einen Silberstreifen, weil die Menschen entdecken, der Traum ist in Wirklichkeit ein Albtraum. Die einzige Lösung ist, zu echten Werten zurückzukehren, Werte die aus Produktion und ehrlichem Handel entstehen.“
    Selbstdarstellung der freien Bank der Lakota-Indianer (Free Lakota Bank), aus: „Lakota Indianer gründen die Freie Lakota Bank“

    „Die Banknote oder das Staatspapiergeld haben sich nur dadurch einführen können, daß der Staat oder die Notenbank versprachen, den ausgegebenen Papiergeldschein jederzeit in Gold umzutauschen. Diese Möglichkeit der Einlösung in Gold jederzeit sicherzustellen, muss also das Bestreben aller Papiergeldherausgeber sein. Ein Staat oder eine Notenbank, die diese Möglichkeit durch Fahrlässigkeit oder Willkür verscherzen, versündigen sich gegen die Staatsbürger.“
    Horace Greeley Hjalmar Schacht (1877 – 1970), deutscher Politiker, Bankier, Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsminister

  3. Das ändert nichts an der Tatsache ,daß die Griechen offensichtlich eine andere Mentalität haben beim Umgang mit fremder Leute Geld .Sie haben eine besondere Neigung zum betrügerischen Geschäft . Das ist in der ganzen Levante bekannt . Ein Armenieer handelt lieber mit zehn Juden als mit einem Griechen .Das die Griechen für ein Jahrzehnt nach dem Motto : Wir haben es ja , es kostet ja nichts ( EU-Geld der DUMMEN Deutschen ) gelebt haben , soll jetzt nicht wahr sein . 4000 BETRÜGER-RENTNER , RENTEN die auf TÖCHTER übergehen . Das SCHLARAFFENLAND wahr geworden . In Deutschland leben 800000 Kinder in Armut . Jeder 7. gilt als arm . Mir persönlich schuldet ein Grieche 300000 Eu . Ich habe seine Tochter aufgezogen und ihre Ausbildung bezahlt . DIE GRIECHEN NERVEN . Sollen sie anfangen zu arbeiten . Es gibt viel zu tun . Forstet das verbrannte Land auf .

  4. Die Griechen sollten sich mit den Israelis zusammentun . Die Mentalität ist ähnlich . Und die Juden wissen bestimmt wie man auch zukünftig auf fremder Leute Kosten leben kann .

  5. Zitat:
    „Ein Armenieer handelt lieber mit zehn Juden als mit einem Griechen (…) Die Griechen sollten sich mit den Israelis zusammentun . Die Mentalität ist ähnlich . Und die Juden wissen bestimmt wie man auch zukünftig auf fremder Leute Kosten leben kann .“

    Ja da schau her, ein famoser Judenkenner traut sich aus der Deckung. Ist das Adolf-Namensdeckchen-Häkeln langweilig geworden da unten im feuchten Halbschatten, oder ist derart plumper Judenhaß einfach nur familiäre Stilart? Wie auch immer, Pfui dafür!

    Zitat:
    „b) Bitcoin und Ableger, wenn deren Potential erst mal vom hundertsten Affen erkannt und dann umgesetzt wird, aber hallo!!!“

    So groß die Sympathie für parallele Zahlungsmittel auch ist, muß vor digitalen Währungen wie dem Bitcoin dringendst gewarnt werden. Bei diesen handelt es sich keineswegs um ein Wertgeld wie etwa Goldmünzen, sondern im Grunde genommen um das gleiche wie Papiergeld – nur ohne Papier. Die Digitalität der Währung eröffnet die große Gefahr, daß Staat oder Verbrecher, oder eben der Staat als Verbrecher, digital Einfluß nehmen auf diese Ansammlung von Bits und Bytes in Datenbanken. Das vor wenigen Tagen eine Bitcoin-Börse in Hongkong von Kriminellen geschlossen wurde und sie mit dem Vermögen getürmt sind ( http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article137298425/Bitcoin-Boerse-verschwindet-mit-Millionen-der-Anleger.html ), sollte als warnendes Beispiel gelten. Auch ist nicht zu vergessen, daß die Digitalisierung der Währung, wie sie ja gerade von den staatlichen Schutzgelderpressern befürwortet wird, der Kontrolle und dem Zugriff auf private Vermögen per Knopfdruck und der vollständigen finanziellen Vermögenstransparenz des „Besitzers“ den Schotterweg zur breiten, komfortabel asphaltierten Schnellstraße ebnet.

    Auch das Argument, eine digitale alternative Währung besäße ihren Wert durch eine künstliche Verknappung, die sie dem knappen Rohstoff Gold ähnlich machte, verfängt nicht, denn durch die Digitalität ist die prinzipielle Hackbarkkeit dieser Währung, und der Art wie sie generiert und – wie im Falle des Bitcoin – begrenzt wird, quasi gewährleistet.

    Ich erinnere auch an den unlängst bekannt gewordenene Fall des digitalen Bankraubs, bei dem die Räuber die Systeme der Banken infizierten und einen Milliardenbetrag erbeuteten, was „Carbanak“ zum größten „klassischen“ Bankraum der Geschichte gemacht hat: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Carbanak-Cyber-Bankraeuber-erbeuten-1-Milliarde-US-Dollar-2549656.html

    Anders ausgedrückt: Parallelwährungen zum Papiergeld, ja, aber bitte keine digitalen Währungen, denn deren intrinsischer Wert (und damit grundsätzlicher Designfehler) gleicht dem der normalen Fiat-Papiergeldwährung: er ist gleich Null. Digitale Währungen höhlen zudem die Freiheit und Unabhängigkeit des Individuums aus und erhören seine Verwundbarkeit gegenüber staatlicher Willkür und Cyberkriminalität.

  6. „Das ändert nichts an der Tatsache ,daß die Griechen offensichtlich eine andere Mentalität haben beim Umgang mit fremder Leute Geld .“
    Derartige pauschale Abwertung der Griechen ist so schwachsinnig, wie den Deutschen ein Mordgen anzudichten. Es sind immer nur einige wenige. Solange wir uns von Psychopathen regieren lassen und Gesellschaften tolerieren, in denen solche Individuen an die Macht gelangen, sogar bewußt „gezüchtet“ werden, wird das nun mal nicht aufhören.

  7. „So groß die Sympathie für parallele Zahlungsmittel auch ist, muß vor digitalen Währungen wie dem Bitcoin dringendst gewarnt werden. Bei diesen handelt es sich keineswegs um ein Wertgeld wie etwa Goldmünzen, sondern im Grunde genommen um das gleiche wie Papiergeld – nur ohne Papier.“
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    Das kann man so nicht sagen, man kann es schon als Wertgeld bezeichnen, da auch Bitcoins nur mit nennenswertem Aufwand erzeugt werden können, so wie Gold (und sonstiges Warengeld), und ganz im Gegensatz zum ungedeckten Papier- oder Giralgeld. Der Aufwand der Goldgewinnung wird bestmöglich auf die Bitcoinerzeugung übertragen, weshalb man auch von „Bitcoin-mining“ („Bitcoin-Schürfen“) spricht. Einerseits durch den erheblichen Aufwand an Hardware, Strom und Zeit, andererseits durch die Begrenzung von Anfang an auf 21.000.000 Bitcoins, die jemals geschürft werden können, entsteht konkrete (damit bezifferbare) Knappheit und damit eine subjektive Wertbeimessung (-schätzung) für Bitcoins. Einen objektiven Wert hat rein gar nichts, auch Gold hat keinen intrinsischen Wert.

    „Die Digitalität der Währung eröffnet die große Gefahr, daß Staat oder Verbrecher, oder eben der Staat als Verbrecher, digital Einfluß nehmen auf diese Ansammlung von Bits und Bytes in Datenbanken.“ […] „Auch das Argument, eine digitale alternative Währung besäße ihren Wert durch eine künstliche Verknappung, die sie dem knappen Rohstoff Gold ähnlich machte, verfängt nicht, denn durch die Digitalität ist die prinzipielle Hackbarkkeit dieser Währung, und der Art wie sie generiert und – wie im Falle des Bitcoin – begrenzt wird, quasi gewährleistet.“
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    Das ist eine der wunderbaren Eigenschaften dieser grenzgenialen Erfindung, dass sie nicht klassisch gekapert, gehackt, korrumpiert o. ä. (und auch nicht verboten!) werden kann, von niemandem. Denn es ist ein weltweites, reines Peer-to-peer-Netzwerk ohne zentrale Server, noch dazu vollkommen redundant, da das komplette Bitcoinsystem mit allen jemals gemachten Transaktionen auf jedem der Millionen PC‘s der Bitcoin-Teilnehmer weltweit gespeichert ist. Die NSA z. B. müsste alle Millionen PC‘s auf einmal hacken, da sonst sofort Inkonsistenzen entstünden, die innerhalb von Sekunden bei der nächsten Transaktion bemerkt werden müssten. Durch die völlige Redundanz wäre es möglich, das System nach einem Hack sofort weltweit wieder herzustellen, wenn auch nur ein einziger PC nicht gehackt worden wäre!

    „Das vor wenigen Tagen eine Bitcoin-Börse in Hongkong von Kriminellen geschlossen wurde und sie mit dem Vermögen getürmt sind ( http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article137298425/Bitcoin-Boerse-verschwindet-mit-Millionen-der-Anleger.html ), sollte als warnendes Beispiel gelten.“
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    Wie bei bisher jeder Pleite oder jedem Betrug, von dem ich erfahren habe, geht es überhaupt nicht um Bitcoin an sich, sondern darum, dass Anleger ihr Geld ($, € usw.) an einer speziellen Börse investiert haben, wo dieses Geld wohl zwecks Kursspekulation in BTC getauscht wurde oder werden sollte, die Berichte waren in der Hinsicht fast immer unklar. Im von Ihnen genannten Fall hier ein Zitat aus dem Bericht von Focus Money online:

    „Erneut fürchten Anleger hohe Verluste im Zusammenhang mit der virtuellen Währung Bitcoin. Nach der Schließung der Bitcoin-Börse MyCoin in Hongkong sei zu befürchten, dass rund drei Milliarden Hongkong-Dollar (342 Millionen Euro) verloren seien, sagte der örtliche Abgeordnete Leung Yiu-chung.“

    Daraus kann man noch nicht mal entnehmen, ob die investierten Gelder überhaupt jemals in BTC getauscht wurden. Hier noch ein Zitat aus https://bitcoin.org/de/faq zur Frage „Wurde Bitcoin nicht bereits in der Vergangenheit gehackt?“:

    „Es gibt häufig Missverständnisse über Diebstahl und Sicherheitslücken bei diversen Börsen oder Geschäften. Obgleich diese Zwischenfälle bedauerlich sind, bei keinem ist Bitcoin selbst in Form eines Hackerangriffs oder einer Schwachstelle involviert; genauso wie ein Bankraub nicht bedeutet, dass der Dollar kompromittiert ist.“

    Wenn man also hier wie auch beim berühmten MtGox-Fall vor einem Jahr darauf schliesst, dass Bitcoin Mist sind, ist das so, wie wenn man sagt: „Die Leute haben über eine Zockerbude x Mio. € verloren, also vergesst diesen sch… €!“ Oder: „Bankräuber haben die XY-Bank ausgeräumt. Wie kann man nur so blöd sein, dem €-Betrug auf den Leim zu gehen, selber schuld!“

  8. @ John Galt,

    Sie dürfen gerne Ihr Vertrauen in die algorithmische Sicherheit des Bitcoin-Mining investieren, wenn Sie das für weise halten – ich halte es mit der Einsicht daß jedes Schloß geknackt werden kann, wenn nur genügend Knowhow und Hardware-Einsatz aufgewendet werden, und daß im Zeitalter von Hardware-Infiltration durch Schadcode ab Werk, schon auf Ebene der Betriebssysteme, die fest in auch einzelnen Computer-Subkomponenten verortet sind, jegliche nachträgliche Sicherungsmaßnahmen und kryptographischen Verschlüsselungen korrumpiert sind. Der Bitcoin und andere Währungsgebilde dieser Art sind Produkte des Cyberspace, und der Cyberpace ist eine heiße Kampfzone, hier tobt bereits der dritte Weltkrieg, und das meine ich nicht metaphorisch, sondern höchst real. Alles, das die existenzielle Natur des Cyberspace teilt – und virtuelle Währungen tun das notwendigerweise -, ist angreifbar und manipulierbar.

    Darüber hinaus muß ich Ihrer Ausführung über das Bitcoin-Mining schon deshalb zurückweisen, weil Sie den wesentelichen Kern meines Argumentes übersehen: Bitcoins haben keinen intrinsischen Wert, genausowenig wie Geldscheine. Gold oder Silber können ihre Form ändern, und behalten ihren Marktwert, Papiergeld und virtuelle Währungen, wie auch nur elektronisch verbuchtes Bankgeld, können das nicht, denn sie haben keinen keinen intrinsischen Wert. Sie sind im Falle des elektronischen Geldes und virtueller Währungen eben nicht als materieller Gegenwert vorhanden. Der intrinsische Wert eines Geldscheins beläuft sich auf das Schnippselchen Papier und ein bißchen Spezialtinte. Eine digitale Währungseinheit existiert noch nicht einmal in diesem wertlosen materiellen Format, sie existiert nur abstrakt, d.h. gar nicht. Sie existiert nur funktional.

    Ich sage es so deutlich und klar, wie es mir in den Sinn kommt, ich wüßte nicht, wie ich es noch deutlicher und noch präziser sagen könnte. Virtuelle Währungen haben keinen intrinsischen Wert. Und das ist der kritische Punkt, neben der Digitalität, die eine Angriffsfläche für Manipulation bietet.

    Und merken Sie nicht, wie absurd es ist, den Wert des Bitcoins ausgerechnet in äquivalenten Rechnungseinheiten der FIAT-Währungen beschreiben zu wollen, die er ersetzen soll? Ein gesundes Marktgeld wird durch einen Gegenwert in Gütern oder Dienstleistungen beschrieben, nicht durch einen abstrakten fiktiven Schuldengegenwert in Papiergeld-Einheiten. Da liegt doch gerade der Hund begraben! Eine Alternativwährung soll ja gerade nicht nur ein Ersatztoken für Papiergeld sein, oder eine andere Form von Paypal-Transaktionen. Momentan ist der Bitcoin in etwa das, was Spielwährungen in virtuellen Onlinespielen sind, man investiert Echtdollar und Echteuro für Spielcredits und kauft damit diverse virtuelle Spiele-Items und Optionen im Spiel, die man sogar gegen Zahlung echter Dollar durch einen anderen Spieler weitergeben und somit verkaufen kann. Macht das die Spielwährung zu einer Alternative für Dollar und Euro, auch wenn die Tauschrelation von den Spielern frei bestimmt wird und nicht notwendigerweise für Spieler-zu-Spieler-Transaktionen vorgegeben ist? Wohl kaum. Und wenn dieses Spiel vom Netz geht, sind alle getätigten Transaktionen futsch – und das ist, was beim Plündern der Hongkong-Bitcoin-Börse eigentlich abgelaufen ist…!!

    Die grundsätzliche Problematik, daß eine digitale Währung digitale Transaktionen bedeutet, die der mehr und mehr totalitär agierende Überwachungsstaat immer vollständiger überwachen – und plündern – kann, und das Individuum diesem Staat daher immer wehrloser und nackiger gegenüber steht, vermochten Sie ebenfalls nicht zu entkräften. Das kann man nur gut finden oder tolerieren, wenn man dem Staat vertraut. Aber eher vertraue ich auf die Wirksamkeit von Abflußreiniger gegen Halsschmerzen, als diesem Staat.

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