Griechenland – und nichts hinzugelernt!

Nachdem das Schreiben aus Athen an den Präsidenten der Eurogruppe am 19.02.2015 bekannt wurde und nachdem der Bundesfinanzminister das entsprechende Athener Angebot zurückgewiesen hatte, melden sich viele „selbstberufene“ Politiker in Berlin zu Wort.

Die Grüne, Frau Peter, zum Beispiel meint „man dürfe die ausgestreckte Hand der Griechen nicht zurückweisen“ und der Grüne Herr Kindler fügt hinzu, dass „Griechenland gerechte Veränderungen brauche“. Sahra Wagenknecht von der Partei Die Linke forderte dann auch sogleich ein: „Die Bundesregierung muss sich bewegen und ihre Starrköpfigkeit bei den Verhandlungen mit der neuen Regierung in Athen aufgeben. Nur eine Kursänderung in der Eurokrisenpolitik um 180 Grad kann jetzt noch den Schaden für die europäischen Steuerzahler minimieren. So seien eine Verringerung der griechischen Schuldenlast „notwendig“ und „eine höhere Besteuerung von Multimillionären“ unabdingbar.

Die Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann ließ auch nicht lange auf sich warten und „forderte“ einen europäischen Schuldentilgungsfonds, um „Ländern wie Griechenland eine Perspektive zur Entschuldung zu eröffnen, die auch für die Bevölkerung tragfähig ist. Eine Strategie für ein solidarisches und wirtschaftlich starkes Europa“ sei notwendig.

All diese Schreiben und Ermahnungen scheinen gewirkt zu haben, denn die Länder der Euro-Gruppe, der IWF und Griechenland haben sich geeinigt – der Hilfsplan wird um vier Monate verlängert. Zeit, um Reformen anzustoßen und die angeblich angestoßenen nun auch endlich umzusetzen, so heißt es allerorten. Die Athener Regierung verspricht viel. So will sie durch „nachhaltiges Wachstum und sozialen Zusammenhalt“ den Lebensstandard von Millionen von griechischen Bürgern wieder herstellen. Wie das geschehen soll? Nun, eine Idee ist es, die vielen entlassenen Beamten wieder einzustellen. Ein weiterer Vorschlag zur Entlastung und zur Wiederherstellung des Lebensstandards soll darin liegen, überschuldeten Bürgern diese Schulden zu einem Großteil zu erlassen und sie somit wieder „wirtschaftskräftig“ zu machen. Wenn auch die griechische Regierung nicht alle Wünsche wird umsetzen können, so sind die gegenteiligen Positionen doch einen näheren Blick wert.

Und so stellen sich Fragen: Wie sind die Entwicklungen – ob in die eine oder andere Richtung – zu betrachten und zu bewerten? Gibt es möglicherweise historische Parallelen, die auf den Ausgang des „griechischen“ Experiments hindeuten? Wiederholt sich die Geschichte tatsächlich immer wieder oder reimt sie sich „nur“?

Seit 2010 wird Griechenland von der Euro-Zone und dem IWF beständig vor der Pleite bewahrt. Versprechungen wurden in dieser Zeit viele gemacht, die wenigsten wurden umgesetzt oder eingehalten. Nun gibt es seit einigen Wochen eine neue Regierung, die den „Reformkurs“ rückgängig machen möchte und das Ende des Schreckens durch das Ausgeben von mehr Geld – was man nicht hat und sich leihen muss – einzuläuten gedenkt.

Doch ist das möglich? Und sind nicht schon ganz andere am Experiment, Geld auszugeben, was nicht da ist, gescheitert?

Wirft man einen Blick zurück in die Geschichte, so bleibt der geneigte Leser in einer bemerkenswerten Zeit hängen, einer Zeit, die erschreckend viele Parallelen zur heutigen aufzeigt … die Zeit der lateinischen Münzunion, der „Union monétaire latine“. 1865 gegründet und zunächst mit Frankreich, Italien, Schweiz und Belgien gestartet, bildete der fanzösische Franc die Keimzelle der „Weltgeldidee“, die – zunächst unter Napoleon Bonaparte als imperiale Idee grandios gescheitert – nun von Napoleon III. zielstrebig weiterverfolgt wurde. Preußen und Großbritannien blieben dem Projekt fern; Schweden, Österreich und der Vatikan verfolgten die anfänglich geäußerten Beitrittsabsichten nicht weiter.

Schon nach kurzer Zeit büßte die Weltgeldidee zunehmend an anfänglicher Begeisterung ein, was Griechenland jedoch keinesfalls davon abhielt, 1868 in die Münzunion einzutreten – waren doch die Vorteile der entsprechenden Mitgliedsländer ungleich höher als ihre Nachteile. Griechenland, dessen einziges Exportprodukt jener Zeit die Korinthen waren, zeigte schon recht früh die Konsequenzen auf, was geschieht, wenn vollkommen unkontrollierte Staatsausgaben mit ungedecktem Papiergeld „finanziert“ werden.

Dabei war das uns heute sehr gut bekannte, nicht gedeckte Papiergeld in der Mitte des 19. Jahrhunderts noch nahezu unbekannt. Zwar hatte man in Frankreich mit dem Schotten John Law bereits einschlägige Erfahrungen mit wertlosem Geld gemacht, aber die Zeit König Ludwig XIV. von Frankreich (1638 bis 1715), dem „Sonnenkönig“, schien bereits wieder vergessen zu sein. So hatte König Ludwig XIV. Frankreich während seiner Regentschaft zur mächtigsten Nation Europas „gemacht“, was allerdings auf Kosten eines gewaltigen Schuldenbergs geschehen war. In diese Situation hinein war der „auf Papier gedruckte Reichtum“ ein kurzfristiger Segen, dem allerdings nur kurze Zeit später der völlige Staatsbankrott folgte.

Die Lateinische Münzunion fußte zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf einem Doppelwährungssystem (Silber und Gold), litt jedoch darunter, dass sich die ehemals gültigen Metallpreisverhältnisse nicht mehr einstellten, was jedoch mit der notwendigen Disziplin der Mitgliedsländer hätte ausgeglichen werden können. Aber dazu waren sie nicht bereit. Formelle Verpflichtungen waren den Regierenden schon zu jener Zeit ein Graus und die größten Vorteile hatten diejenigen, die sich nicht an die vereinbarten Abmachungen hielten.

So war es die italienische Regierung, die bei der Banca Nazionale einen Kredit aufnahm und dafür im Gegenzug von ihrer Metalleinlösungspflicht entbunden wurde. Es war also damals schon ein bekanntes Verfahren für das, was wir heute in reichem Maße kennen … Die Zentralbank gibt dem Staat hohe Kredite und dafür darf im Gegenzug Papiergeld ohne jegliche Deckung drucken.

Dem italienischen Beispiel folgten Frankreich und Belgien nur kurze Zeit später. Die werthaltigen Münzen verschwanden und nahezu kaum gedecktes staatliches Papiergeld setzte sich durch. Allein die Schweiz widersetzte sich diesem Gebaren und forderte sodann und immer wieder, vor allem in immer kürzeren Abständen, die Auflösung der „Weltgeldidee“. Dies geschah allerdings erst 1926 (Griechenland war bereits ausgeschieden) und da stand die Welt kurz vor der nächsten „Megakrise“, die nur wenige Jahre später zu einer Weltwirtschaftskrise wurde – ebenso ausgelöst durch zu viel ungedecktes Papiergeld, dessen Ursprung in überbordenden Staatsausgaben, ökonomischer Fehlentscheidungen und einer Machthybris seitens „der Mächtigen“ liegt.

Wenn also griechische Politiker heute davon reden, dass „alles ganz anders sei“, ganz „neu und einzigartig“, wenn angebliche noch nicht beglichene Forderungen aus Reparationszahlungen aus dem zweiten Weltkrieg als Grund dafür angegeben werden, dass Griechenland sich in einer desolaten Situation befindet, dann bleibt als Antwort nur zu sagen: Die Geschichte wiederholt und sie reimt sich. In diesem Fall trifft beides zu.

Die Nachteile der regierungsgemachten Katastrophen musste schon immer das „einfache Volk“ ausbaden. Daran wird sich so lange nichts ändern, bis wir lernen, die richtigen Fragen zu stellen. Bis wir lernen, dass auch eine Regierung unter Tsipras nur das Geld ausgeben kann, was es hat. Wenn Griechenland meint – als Agrarstaat mit Handwerk und Manufaktur – sich ein dermaßen aufgeblähtes Beamtentum leisten zu können, dann muss es dies eben auch finanzieren (können). Hier die „Reichen“ als die Sünder an den Pranger zu stellen, ist eine billige, ständig wiederholte Masche, um sich nicht mit den wahren Problemen auseinandersetzen zu müssen.

Und es ist eine Masche, beständig die Schuld beim anderen zu suchen … auch wenn sie da nicht ist.

Resümierend lässt sich also feststellen, dass es selbstverständlich bitter ist, was in Griechenland passiert. Aber die staatskapitalistische, also kommunistisch agierende Regierung wird alles nur noch schlimmer machen. Sozialistische Staaten stützen sozialistische Staaten. Bis nichts mehr da ist. Das war immer so und das wird auch immer so sein.

Die politische „Realität“ verträgt sich nicht mit der Marktrealität. Die Mathematik lässt sich eben nicht ausschalten. Auch nicht, wenn man noch so sehr an ihr schraubt. Und wir Steuerzahler werden die Rechnung begleichen müssen. Warum? Nun, kein Staat hat Vermögen. Er hat nur unser Geld, unsere Steuern, die er rücksichtslos verteilt. Und er macht Schulden – unsere Steuern von Morgen.

Damit bewahrheitet sich die Vorhersage eines bekannten Liberalen: „Unsere Kinder und Enkel werden das abhungern müssen, was wir heute „verfressen“.

Mahlzeit!

25 Gedanken zu „Griechenland – und nichts hinzugelernt!

  1. Pingback: [S. Kablitz] Griechenland – und nichts hinzugelernt! | netzlesen.de

  2. Sehr geehrte Frau K.!

    Was wäre denn, wenn die Einnahmen aus dem Tourismus in Griechenland einen ähnlichen Status und eine vergleichbare Dimension hätten, wie die Öl-Einkünfte in den typischen Ölexportnationen? Da würden uns die Hellenen doch übermütig auf der Nase herum tanzen oder?

  3. Die einzige Reform, die den Griechen, und allen anderen, gut tun würde ist die verstaatlichung der rothschildschen Zentralbank. Um die Geldschöpfung wieder dem in die Hände zu geben, der das Recht dazu hat. Geld selbst hat keinen intrinsischen Wert, es vertritt im Handel nur den Wert der durch Arbeit geschaffen wurde. Wird Geld aus der Luft gezaubert gibt es auch kein Werteäquivalent das dieses Geld vertreten kann.

  4. Lieber M, die Rotschildsche Verschwörungstheorie ist der größte Irrtum aller Zeiten. Zentralbanken sind staatlich. Immer! Und diese ewig Schimpferei auf die „bösen Banken“ ist ein beliebtes Mittel aller Staaten, von ihrer Ausbeutung an den Menschen abzulenken. Und wie man an Ihrem Kommentar sieht, klappt das ja auch!

  5. „Rotschildsche Verschwörungstheorie“ bei wem genau verschuldet sich dann der Staat, wenn er Kredite aufnimmt?

  6. Ihre These zur Zentralbank hat irgendwie ein Leck. Da die Bundesrepublik kein Staat ist, kann ihre Zentralbank nicht staatlich sein. Die FED ist definitv nicht staatlich und die EZB auf Grund der Vereinsstruktur der EU gehört auch keinem Staat an. Die erste Amtshandlung der Nationalsozialisten 1933 war die Verstaatlichung der Zentralbank, wozu, wenn die schon staatlich war?
    Ich lass mich gern belehren, dazu bedarf es aber schon ein wenig mehr Argumente.

  7. Hallo M, ja, es ist in der Tat verwirrend. Aber lassen Sie uns zunächst einmal davon abgehen, dass die BRD kein Staat ist?! Ich hoffe, Sie können mir dies verzeihen, aber wir kommen sonst vom „Hölzchen aufs Stöckchen“:-) Gehen wir davon aus, dass die BRD ein Staat ist. Und gehen wir davon aus – und ich stimme Ihnen vollkommen zu mit der „Verstaatlichung der Zentralbank der Nationalsozialisten“ – dass die Zentralbank im Auftrage des Staates tätig ist. Dies lässt sich – aus meiner Sicht – gut daran belegen, dass die D-Mark während ihres Lebens rund 80 % ihres Wertes verlor. Aber nun rutschen zwei Ihrer Argumente ineinander. Die Zeit jetzt und die Zeit um 1930. Da hatten wir aber andere Verhältnisse. Welche Zeit wollen wir betrachten?

  8. Ich hätte hierzu nur eine Frage: Warum sind deutsche und europäische Firmen nicht an den riesigen Feldern von Erdgas und Öl in Griechenland interessiert? Wenn Griechenland permanent einen Schuldenschnitt, Schuldenerlass oder wie man es auch gerade nennen mag möchte, so frage ich mich: warum wir nicht in Griechenland diese riesigen Reserven an Öl und Erdgas im Gegenzug für die europäische Gemeinschaft nutzen?
    Wenn Griechenland die Pachtverträge an amerikanischen Firmen verkauft haben und diese dort aber nicht fördern wollen, damit der Preis zusammenbricht, sollen diese doch die Schulden des Landes begleichen.

  9. 1933 ist schon eine Woche her, deshalb sollte wir uns darauf konzentrieren, was heute ist. Gern auch per Mail, meine Adresse haben Sie ja und wir kennen uns ja auch schon, haben uns nur gegenseitig etwas aus den Augen verloren.

  10. Die Gemengelage bezüglich der in der Ägäis und im östliche Mittelmeer georteten und noch weiter vermuteten Öl- und Gasvorkommen, und der daraus resultierenden politischen und internationalen Aktionen und Wechselwirkungen nationaler und kommerzieller Interessen, bildet eine der zur Zeit wohl am schwersten durchschaubaren politischen Schachpartien weltweit, und es ist für uns Uneingeweihte praktisch nicht möglich, Verschwörungstheorien, absichtlich provozierte mediale Fehlinterpretationen und reale Fakten auseinander zu halten. Die privat- wie staatswirtschaftlichen, geheimdienstlichen, finanzpolitischen, geopolitischen Ansprüche und Handlungen von USA, Israel, Russland, der Türkei, Zypern und Griechenland prallen hier in einem chaotischen Wirbelwindtanz aufeinander, in einer Undurchdringlichkeit, die meiner Meinung nach die Nachvollziehbarkeit früherer Versuche von starken Nationen, Einfluß auf andere Nationen zu nehmen, um daraus wirtschaftliche Vorteile zu ziehen, bei Weitem übersteigt.

    Ich wäre verdammt vorsichtig, bei dem Thema auf Schlußfolgerungen und Einsichten aufzubauen, nur weil sie sich scheinbar rational anbieten. Eine solche leichte Erkennbarkeit wäre schon deshalb ein Indiz dafür, daß sie vorgetäuscht ist, weil bereits diese leichte Erkennbarkeit nicht im Interesse langfristiger strategischer Planungen und geheimdienstlicher Operationen ist. Man darf nicht vergessen, daß es um vermutete – oder behauptete – Reichtümer im hohen dreistelligen Millarden-, sogar im Billionenbereich geht. Entsprechend hoch ist das Engagement aller Akteure, entsprechend skrupellos die Regeln.

    Bei diesem Thema ist man als Außenseiter gut beraten, niemandem gar nichts zu glauben – oder zu wissen daß man lediglich einen Würfel wirft, wenn man sich für eine Auslegung entscheidet.

  11. @M: „Die einzige Reform, die den Griechen, und allen anderen, gut tun würde ist die verstaatlichung der rothschildschen Zentralbank. Um die Geldschöpfung wieder dem in die Hände zu geben, der das Recht dazu hat.“

    Was macht Sie denn so sicher, dass verstaatlichte Geldschöpfung in die richtigen Hände gelangt?
    Außerdem, wie könnte unser Geld überhaupt in die Hände der „rothschildschen Zentralbank“ geraten, ohne dass unser Staat es selbst dort hinein legte?
    Unsere Steuern werden doch vom Staat eingezogen, nicht von Rothschild.

    @M: „Die erste Amtshandlung der Nationalsozialisten 1933 war die Verstaatlichung der Zentralbank, …“

    Vermutlich, „um die Geldschöpfung wieder dem in die Hände zu geben, der das Recht dazu“ hatte.
    Verstaatlichtes Geld sorgt eben IMMER für weitläufig verteilten Reichtum, sofern sich dieser auf Erfahrungen beschränkt.

    P. S.
    Wäre ich jemals gefragt worden, wem ich meine Steuergelder lieber anvertrauen wollte, dem Staat oder den Rothschilds, so hätte ich mich selbstverständlich für j%83/he=sf§g%zu04w@ entschieden.
    Mist! Immer wenn´s darauf ankommt, verklemmt sich die Tastatur.

  12. @Gutartiges Geschwulst offensichtlich fehlt ihnen etliches an historischen Fakten. Diese Lücke sollten sie schleunigst schließen, dann würde vielleicht in Zukunft nicht solche unterschwelligen Behauptungen in ihrer Phrasiologie mitschwingen. Die Zentralbank in Deutschland während der Weimarer Republik ist durch das Versailler Diktat privatisiert gewesen, die Nationalsozialisten haben diese 1933 verstaatlicht und damit ein Wirkschaftswachstum, was ja heutzutage der heilige Gral ist, von 13% im ersten Monat nach dieser Maßnahme erreicht. Kredite des verstaatlichten Banksystems waren zinsfrei. Ich weiß es ist bäh und pfui das zu wissen und macht mich selbstverständlich zu einem NAZI. Ich schäme mich ganz doll dafür, wenn ich mal Zeit dazu finde. Trotz Krieg und all der Lasten die daraus entstanden, war Deutschland 1945 schuldenfrei, was übrigens von Schäuble bestätigt wurde, manchmal sagen diese Kreaturen sogar die Wahrheit. Last but not least wurde die Zentralbank wieder privatisiert – nach der Besetzung.
    Augenscheinlich haben sie auch eine erheblich Lücke in Sache Recht und wie sich dieses ableitet.
    Der Mensch ist Träger aller Recht und der Souverän. Das völkerrechtliche Subjekt bestand und besteht durch seine legitimen natürlichen Rechtspersonen und derer in der Rechtsfolge, welche ihrerseits ihre unveräußerlichen und unauflöslichen Rechte aus dem völkerrechtlichen Subjekt beziehen. Ein Staat, ist somit die mittelbare Rechstausübung der natürlichen Rechtspersonen und kann nur die Rechte besitzen, die ihm von der Menge der natürlichen Rechtspersonen übertragen wird. Das keine natürlichen Rechtsperson das Recht besitzt einer anderen natürlichen Rechtsperson substantielle oder nichtsubstantielle Werte weg zu nehmen, kann der Staat sich auch kein Recht anmaßen dies zu tun und den Vorgang dann Steuern nennen. Denn dieses Recht kann nicht übertragen werden, weil die natürlichen Rechtspersonen es nicht besitzen. Aus der oben dargestellten Ableitung ergibt sich auch zweifelsfrei, das die BRD niemals ein Staat war oder sein wird, da sie die Legitimation der natürlichen deutschen Rechtspersonen nicht besitzt. BTW ist das der Grund warum die BRD nach Handelgesetzen agiert und nur vorgibt hoheitliche Körperschaft zu sein. Sie besitz auf Grund der Tatsache, das sie nur Besatzungsverwaltung ist kein eigenes Staatsvolk und somit keine natürlichen Rechtspersonen von denen sie ihre Rechte ableiten könnte und Sie somit nicht fragen wird ob Sie Abgaben zahlen wollen um die Besatzung auch das nächste Jahr noch aufrecht zu erhalten.
    Sollten Sie das aufmerksam gelesen haben sollte Ihnen auch klar werden wieso das Bundesverfassungsgericht meinte, das das Deutsche Reich (nicht das Nationalsozialistische, es gab mehrere, falls Sie das auch nicht wissen) immer noch existiert, die BRD nur territorial teilidentisch ist, es Mangels Vertretung jedoch nicht handlungsfähig ist.
    Hier also noch mal zur Erinnerung:

    Das völkerrechtliche Subjekt bestand und besteht durch seine legitimen natürlichen Rechtspersonen und derer in der Rechtsfolge, welche ihrerseits ihre unveräußerlichen und unauflöslichen Rechte aus dem völkerrechtlichen Subjekt beziehen.

  13. Hallo M, hui, hui, da sind aber einige Dinge drin, dich ich keinesfalls stehen lassen kann. Da ich sehr in Eile bin, nur kurz zum Punkt Zentralbank, die von den Nationalsozialisten „verstaatlicht“ worden war. Durch Hitlers unfassbare Ausdehnung der Geldmengen vor und während des Krieges führte dazu, dass das Geld nahezu wertlos war. Der ganze Inflationsstau entlud sich mit der Niederlage und hinterließ eine unglaubliche, noch schlimmere Armut. Hier muss – bei allem Respekt Ihrer Meinung gegenüber – aber auch Ihrerseites nochmals dringend nachgelesen werden.

  14. Es fällt mir schwer Sie zu enttäuschen, @M, aber ich habe Sie weder zum „Nazi“ gemacht noch dahingehende, unterschwellige Behauptungen aufgestellt.
    Mir erscheint lediglich zweifelhaft, dass durch verstaatlichte Zentralbanken das Geld in die richtigen Hände gelangt, und die inflationäre Geldpolitik der Nationalsozialisten dient mir eher als Bestätigung.

  15. @Gutartiges Geschwulst nein, sicher reicht die Verstaatlichung als solches nicht aus, da die Puppen an der Spitze, weder in Griechenland noch hier dazu geeignet sind etwas prosperierendes für den Souverän daraus zu schaffen. Um das zu erreichen ist wesentlich mehr notwendig, was aber sicher auf Grund der weitreichenden Ignoranz und Mißbildung im Bereich der Utopie liegt.

  16. „….dass das Geld nahezu wertlos war“ im Vergleich womit? Soweit mir bekannt ist basierte die Währung damals nicht auf dem Goldstandard, wegen des Raubes im Zusammenhang mit dem Versailler Diktat und die Wirtschaft vorwiegend auf Tauschhandel wegen des weltweiten Wirtschaftsboykotts deutscher Wahren. Die Frage ist also womit man die die Reichswährung denn zu diesem Zeitpunkt in Relation setzen will, wenn sie zu nichts in Relation stand. Selbstverständlich ist eine Währung dann wertlos, wenn man sie an einem Wert mist mit dem sie nicht im Verhältnis steht und der Wert zu dem sie im Verhältnis steht zerstört ist. Auf Grund dieser Verhältnisse nahm Deutschland nicht am spekulativen Weltfinanzhandel teil, war also finanztechnisch isoliert. Den Wert der Reichsmark setzte man gemäß der Thesen von Gottfried Feder in Relation zur Arbeit und den dadurch geschaffenen Werten, quasi das BIP, und nicht in Relation zu anderen Währungen oder Gold.
    Dennoch hinterlies diese Vorgehensweise keine Schulden.
    Sogar Schäuble hat zugegeben, das Deutschland das letzte mal schuldenfrei, nach dem 2. Weltkrieg war.
    Soweit ich die Zahlen kenne betrug die Inflation in dieser Zeit 0%, ebenso die Arbeitslosigkeit und das Wirtschaftswachstum zwischen 10-13% jährlich, selbst während der Kriegsjahre.
    „Der ganze Inflationsstau entlud sich mit der Niederlage und hinterließ eine unglaubliche, noch schlimmere Armut.“
    Die einem Inflationsstau geschuldet war oder der massiven Zerstörung der Infrastruktur durch Flächenbombardements oder der nachfolgenden Demontage der Infrastruktur als Reparation?
    BTW ist es schwierig objektive Literatur zu diesem Thema zu finden, die eine Seite verteufelt und die andere verherrlicht, Abstufungen dazwischen sind kaum vorhanden und neutrale Betrachter habe ich noch nicht gefunden. Eigentlich wollte ich dieses Thematik auch nicht ausbreiten und statt dessen Ihre These diskutieren, das die Zentralbanken heute staatlich währen. Das sie im Auftrag der Staaten arbeiten, wie Sie anführten, heißt nicht das sie den Staaten gehören und der Staat prosperiert, an dieser Stelle sei nochmals daran erinnert, was der Staat ist, die mittelbare Rechtsausübung der natürlichen Rechtspersonen. Was ich aktuell auch nicht erkennen kann, wenn sich der Staat Geld von den Zentralbanken leiht und mit Zins zurück zahlt. Wer also die Zentralbank beauftragt, also ihr Kunde ist, ist wohl kaum von Relevanz, wem sie gehört aber schon.

  17. Daß die Zentralbank von den Nazis verstaatlicht wurde, zeigt ja sehr schön, wie man dadurch den Bock zum Gärtner macht.

  18. Da der Politiker ein Interesse an einer unbegrenzten Versorgung mit Devisen hat, die er ausgeben kann, um das Wahlvieh zwecks „korrekter“ Stimmabgabe zu bestechen, ersetzte er das Marktgeld mit dem willkürlich inflationierbaren Papiergeld. Deshalb hat die Inflation als solche ja auch einen unverständlicher- und unberechtigterweise guten Ruf, obwohl Gutes das Letzte ist, das sie gebiert. Das Mittel, diesen betrügerischen Mechanismus zu etablieren, bessergesagt: zu vereinfachen, war die Schaffung der Institution der Zentralbank, so zuerst geschehen in Großbritannien, und dann von allen anderen kopiert. Vereinfacht sage ich deshalb, weil es im Zeitalter des Münzwesens vor dem Papiergeld bereits Pendants zum Gelddrucken gab: nämlich die Reduzierung des Edelmetallgehalts in Gold- und Silbermünzen. Die ZB ist der Politik ihr Kind, sie ist den Wünschen der Politik hörig, und ihre behauptete Unabhängigkeit ist heutzutage mehr denn je ein raffiniertes Trugspiel für die Massen. Selbstverständlich ist sie der Erfüllungsgehilfe der Politik und ihrer Wünsche und Vorgaben: den Staat mit immer mehr Möglichkeit zu versorgen, Geld auszugeben, das er nicht hat: das er weder vom Steuererpressten gestohlen hat noch in Form zukünftig immer höherer Schulden von ihm rauben kann. Dem selben politischen Zweck dient auch die Einführung des fractional reserve bankings, das bei der Geldschöpfung aus dem Nichts wohl eine noch größere Bedeutung hat als das Gelddrucken durch die ZB: nämlich bei der ungedeckten Kreditvergabe durch die Geschäftsbanken, denn alles, was über die gesetzlich verlangten Mindesteinlagen zur Deckung dieses Kredits hinausgeht, ist ja ein (ungedeckter) Saldo, der aus dem Nichts entsteht, und seinerseits immer neue ungedeckte Saldi generiert, und diese ihrerseits neue Saldi generieren, und immer so weiter: schon das grundsätzliche Design ist eine Entscheidung für die unvermeidliche totale Katastrophe am Ende.

    Papier ist geduldig. Das gilt für Notizzettel, die Geldscheine genannt werden, genauso wie für Büttenpapier, auf dem ein neuer Vertrag oder ein neues Gesetz gedruckt wurde. Gerade die Geschichte der Euroverträge und die anschließende lückenlose Aneinanderreihung von Vertragsbrüchen und Gesetzesverletzungen sollte das lehren. Der Euro war von Anbeginn an auf Lug und Betrug gegründet. Es war nicht die Marktrealität oder die Vernunft, die ihn wollte: es war die Selbstherrlichkeit der Mächtigen, denen ihr Herrschaftsanspruch nicht groß genug sein konnte, und wahnverklärte politische Ideologie. Anders ausgedrückt: geltungshungrige Großmannssucht.

    Und bezüglich des wertlosen Geldes, und woran es sich vergleicht: der Wert eines Geldes sollte sich durch das manifestieren, was jemand anderes mir bereit ist, dafür zu geben. An diesem, und an nichts anderem. Und daran vergleicht sich eben auch der Wertzuwachs oder Wertverlust eben dieses Geldes. Und wenn das Interesse oder das Vertrauen in dieses Geld sinkt, sinkt sein Wert. Das ist ja gerade die Voraussetzung dafür, daß ein Schneeballsystem wie inflationiertes Papiergeld funktioniert: die Mitspieler müssen das Vertrauen haben, daß es für sie noch gutgeht, daß der schlußendlich unvermeidliche Kollaps sie nicht trifft, daß sie zu den Auserwählten an der absoluten Spitze der Nahrungskette stehen. Wenn dieses Vertrauen erschüttert ist, bricht das Spielsystem zusammen. Deshalb nennt das kriminelle Kartell des Staates sein Papiergeld ja auch „gesetzliches Zahlungsmittel“, und versucht, alle anderen Zahlungsmittel zu verhindern, und nicht in privater Hand zu belassen: wo sich das Vertrauen in das Staatsgeld nicht freiwillig einstellen mag, na da müssen die Leute eben dazu gezwungen werden, ihm freiwillig zu vertrauen: durch Alternativlosigkeit. Hier erklärt sich auch, warum in diesem Fall Schwarzmarktaktivitäten mit drastischen Strafen belegt werden: sie stellen eine Flucht aus dem staatlichen Zwangsgeld dar, das den Wünschen und Wahnvorstellungen der Politik zuwiderläuft. Wenn ein Geld aber einen eigenen, intrinsischen Wert hat, dann behält es seinen Marktwert unabhängig davon, was die Politik alles verbricht. Es ist dann nur den Schwankungen unterworfen, die der Markt generiert gemäß dem alten Grundsatz, daß Angebot und Nachfrage den Wert regeln. Das macht die Politik – und ihre köstlichen Herrschaftsansprüche! – überflüssig, das macht den sich von der Allgemeinheit haushalten lassenden Finanzpolitiker und Regulierer überflüssig, und es bedeutet, daß es völlig egal ist, wer die Handelseinheiten dieses Geldes – Silbermünzen etwa – herstellt: ob in privater Herstellung, oder staatlich ist schnurz wie piepe: entscheidend ist, wie hoch der Gehalt des Silbers in einer Münze ist. Und wer viel pfuscht, dessen Münzen werden bald nicht mehr akzeptiert. Deshalb deuten viele Währungsnamen ja in ihrer sprachlichen Ableitung auf Gewichtsangaben hin.

  19. @Herr Höll ganz genau, deshalb sollten wir vielleicht in Zukunft auf eine Austauschsystem ohne Geld zurück greifen. Die Chinesen sind Tausende Jahre ohne Geld als Tauschäquivalent ausgekommen. Sie benutzten das Fei Lun (fliegendes Rad) In diesem System wird zwischen den Handelspartnern eine Art Wechsel vereinbart, der jedoch nicht durch Geld sondern wiederum durch Waren oder Dienstleistungen abgegolten wird. Man könnte sagen eine gegenseitige Kreditierung auf Vertrauensbasis. Wobei die Strafe für den Vertrauensbruch die soziale Ausgrenzung war. Das würde unseren Gesellschaften auch gut zu Gesicht stehen, die Ausgrenzung der Vertrauensbrecher anstatt sie noch zu begünstigen und zu fördern.

  20. Die Chinesen waren die ersten, die im 12. Jahrhundert, stark begrenzt zum Zweck der Kriegsfinanzierung sogar bereits im 11. Jahrhundert, ein Papiergeldsystem versucht haben. Im 14. Jahrhundert, glaube ich, schafften sie es wieder ab, da die vom Kaiser praktizierte Inflation das Kaiserreich restlos zu ruinieren im Begriff war und zahlreiche kleinere lokale Kriege aus den resultierenden Unruhen entstanden.

    Die Versuchungen heute sind also mitnichten neu. Und das Versagen der Warnungen, und das Nachgeben wider besseren Wissens, sind es ebenfalls nicht. Und das Chaos, in dem das alles endet, schlußendlich auch nicht. Sogar die Schmierenkomödie Griechenland, die gerade heute vor einer Stunde um ein weiteres Kapitel bereichert wurde, hat es in dieser Form schon zuvor gegeben, wie Frau Kablitz angeführt hat.

    http://www.welt.de/geschichte/article137652770/Schon-einmal-knackten-Griechen-den-deutschen-Etat.html

    http://www.welt.de/wirtschaft/article137739417/Griechenland-fehlen-die-Grundpfeiler-eines-Staates.html

    „Was, Senor d’Anconia, glauben Sie wird mit der Welt passieren?“
    „Genau das, was sie verdient.“

    Und wer davon wann was warum gehalten hat, wird dann keinen Unterschied für den Ausgang machen. Karma, zubereitet nach der Art des Hauses, ist nicht sentimental, sondern gerecht.

  21. Entschuldigung Herr Höll wenn ich widerspreche aber es waren nicht die Chinesen selbst, sondern die mongolischen Besatzer, die sich im Geld versucht haben und da stimme ich zu zur Finanzierung von Kriegen. Geschichte reimt sich halt immer sehr schön, besonders dann, wenn man nichts daraus lernt.

  22. M,

    ich gehe in diesem Falle den einfachen Weg über Wikipedia:

    Zitat Wikipedia:

    „Das enorme Wirtschaftswachstum der frühen Song-Zeit erforderte eine Ausweitung der Geldmenge. Da der Materialwert der traditionell verwendeten Kupfer- und teilweise auch Eisenmünzen jedoch naturgemäß gleich blieb, wurden für gleichbleibende Transaktionen immer größere Mengen an Münzgeld benötigt. Anfang des 11. Jahrhunderts waren in Sichuan für einen einzigen Seidenballen 20.000 Käsch-Münzen zu übergeben. Der Transport, die Verwahrung und Bewachung derartig großer Münzmengen stellte die Handelsteilnehmer vor erhebliche Probleme. Provinzgouverneur Zhang Yong reagiert hierauf mit einer revolutionären Innovation: Gemeinsam mit 16 reichen Kaufleuten setzte er, anknüpfend an bereits in der Tang-Zeit aufgekommene „Schuldverschreibungen“, als Ersatzzahlungsmittel Papiergeld in Umlauf, das erste der Welt. Die anfangs recht einfach gestalteten Scheine hatten einen Nennwert von tausend Käsch. 1024 griff die Zentralregierung die Idee auf und begann monopolisiert offizielle staatliche Banknoten in Umlauf zu bringen. Sie waren durch kaiserliches Gold und Silber gedeckt und konnte sich im 12. Jahrhundert als wichtigstes Zahlungsmittel etablieren. Bekannt geworden ist es unter den Bezeichnungen Jiaozi, Qianyin, Kuaizi oder Guanzi. „

  23. Herr Höll, ich verstehe. Wikipedia ist nicht die Wissenbasis meines Vertrauens. Deshalb verlasse ich mich nicht auf die dort getroffenen Aussagen.

    „In China gab es in seiner langen Geschichte neben dem Fei Lun eine Bronzemünze mit einem Loch in der Mitte – den sogenannten ,Cash’ von dem der englische Begriff cash abstammt. Diese Münzen waren eigentlich ‘Wertmarken für Regierungsreisende’ und kein Geld. Für cash konnten sie steuerlich absetzbare Leistungen vom Volk fordern, wie z.b. Übernachtung, Spesen, Verpflegung, Pferde und Transport etc. Die ältesten davon bekannten Münzen stammen aus der Qin Dynasty (221-206 B.C.). Im Museum von Shanghai findet man aber auch Münzen aus der Periode der Han (206 B.C.-A.D. 220) und Tang (A.D. 618-907) Dynastie. Cash (Lochmünzen) – gab es in China in jeder Dynastie bis 1911.

    Einzig in der Sung Dynastie wurden durch die Fremdherrscher (dem Khan Klan) zusätzlich Geldnoten emittiert um Gold für ihre Söldner zu beschaffen. Auch in der nach- folgenden Ming Dynastie (A.D. 1368-1644) wurden wieder nur bronzene Lochmünzen geprägt. Die Löcher in der Mitte dienten in allen Zeiten, den reisenden Händlern und Regierungsbeamten diese auf Schnüre aufzuziehen, um damit ihre Spesen zu bezahlen.

    Münzen waren keinesfalls eine Währung für den Wirtschaftskreislauf, welcher zu allen Zeiten in China voll auf Fei Lun basierte. Es war unmöglich, den Währungsbedarf für das dezentralisierte Wirtschaftssystem von so vielen Millionen Menschen, mit den kleinen Bronzemarken zu decken. China hat sich zwischen der Tang und Mitte der Sung Dynastie bevölkerungsmäßig mehr als verdreifacht und entwickelte sich nach der mongolischen Besatzung aus der Aristokratie in eine Bürokratie, um die damals rund 100 Mio Einwohner durch Cash systematisch auszuplündern. Als Volkswährung diente zu allen Zeiten Fei Lun – der zinsfreie Kredit, basierend auf Leistungsausgleich unter Menschen – und erforderte keine Geldemittierung durch die Herrscher. Jeder schrieb bei jedem an. Geld in der heutigen Form war nicht bekannt außer den oben erwähnten Reisemünzen. Erst die Fremdbeherrschung in der Sung Dynastie erforderte Geld im heutigen westlichen Sinn.“

    http://lupocattivoblog.com/2014/08/18/fei-lun-das-fliegende-rad-das-alteste-wahrungssystem-der-welt/

  24. Eine längere Beschäftigung und vertiefte Google-Suche bezüglich „Maria Lourdes“ und „Lupo Cattivo“ und der von ihnen betriebenen Blogs, sowie ein Durchstöbern derselben, motiviert mich dahingehend, all dem nur mit maximaler Vorsicht zu begegnen und Inhalte dieser Quellen nur mit Vorbehalt aufzunehmen. Seriosität scheint mir nicht allzugroß geschrieben zu werden. Einer der Höhepunkte dieser kruden Mischung aus Zeitgeist-Kommentaren und Verschwörungstheorien ist wohl der Bericht, demzufolge die Bombenanschläge von Boston keine Anschläge, sondern „Übungen“ gewesen seien. Danach hatte ich dann keine Lust mehr, mich noch länger mit diesen Blogs zu beschäftigen. Wie gesagt, ich finde es ziemlich krude. Daß das Impressum aufs ferne Uruguay verweist, hinterläßt bei mir ein Geschmäckle.

    Fei Lun ist hier kein Thema, deshalb habe ich den Kommentar, den zu schreiben ich begonnen hatte, abgebrochen und gelöscht. Im Grunde genommen handelt es sich nur um ein Kreditsystem mit Saldierung in Form von Giralgeld, nur das die Buchführung keiner Bank übertragen wird, sondern direkt zwischen den Tauschenden vorgenommen wird. Die Flexibilität geld-gestützter komplexer Handelsabläufe als Voraussetzung für komplexe Produktionsketten, kann ich angesichts der Wirtschaftsstrukturen heutzutage darin nicht erkennen. Geld sollte auch nur eine Ware sein wie jede andere. Ihr Vorteil, der diese Ware zu „Geld“ macht und ihr Akzeptanz und Praktikabilität verleiht, ist einzig dieser: ihre universelle Tauschbarkeit.

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