Alles darf die Armut! – Nur aufhören darf sie nicht!

Vor einigen Tagen „warnte“ der Paritätische Wohlfahrtverband vor einer „Lawine der Altersarmut“.

Ulrich Schneider, der Chef des Vereins, wies mit dramatisch anklingenden Worten darauf hin, dass „die Armut in Deutschland noch nie so hoch wie heute und die Zerrissenheit in Deutschland so tief wie heute“ sei. Huch, dachte ich mir, das ist ja wirklich erschreckend und suchte in veröffentlichten Artikel nach genaueren Informationen, mit denen der gute Herr Schneider seine Feststellungen untermauert. Und was mich noch viel mehr interessierte, war, einen entsprechenden Hinweis darauf zu finden, wie er diesen, von ihm festgestellten bedauerlichen Zustand, zu beseitigen gedenkt. Wie er diesen zu beseitigen gedenkt, ohne auf die bekannten Phrasen eines Vereins zurückgreifen zu müssen, der maßgeblich aus staatlichen Mitteln und Leistungen zur Sozialversicherung finanziert wird. Also von Ihrem Geld!

Ich suchte vergebens.

Das, was ich fand, war der typische Einheitsbrei gut dotierter Gutmenschen, die von der Betonierung der Armut bestens leben. Nun mag es zweifellos so sein, dass es in Deutschland Menschen gibt, die „arm“ sind. Menschen also, die neben einer warmen, eingerichteten Wohnung, einem Fernseher, fließendem, sauberen Wasser und Lebensmitteln, die man ruhig auch einmal saisongebunden verzehren darf, kaum etwas für den Konsum haben.

Menschen, denn so wird „Armut“ definiert, die – sofern sie Single sind – über 892 Euro im Monat verfügen können, oder sich zu einer vierköpfigen Familie zählen dürfen, die sich mit 1.873 Euro im Monat begnügen müssen.
Nun, so resümiert Herr Schneider angemessen betroffen, dies sei ein Resultat der „tief zerklüfteten Republik“ und umgehend zu beseitigen.

Und ich gebe Herrn Schneider recht. Ja, von diesem Betrag den ganzen Monat über die Runden zu kommen, ist in der Tat bisweilen eine echte Herausforderung. Und auch ich bin der Meinung, dass diesem bedauerlichen Zustand ein Ende bereitet werden muss. So weit so gut.

Aber nun kommt der „Gutmensch“ bei Herrn Schneider zum Vorschein. Und wie es sich für Gutmenschen gehört, fordert er natürlich so dies und das. Zum Beispiel fordert er einen Mindestlohn von 11,50 Euro pro Stunde. Und die Anhebung der Hartz-4 Sätze! Fein, Herr Schneider ist ein Lehrstück der klassischen Spezies „Gutmensch“.

Es ist stets amüsant, wenn man den Begriff „Gutmensch“ verwendet, um mit einer unverhohlenen Ironie eben diesen Kreis unserer Zeitgenossen in Frage zu stellen. Also nicht die Zeitgenossen an sich – sondern deren Absichten. Wenn man deren Absichten ganz offen in Zweifel zieht. Wenn man ihnen unverhohlen und „Aug in Aug“ mitteilt, dass sie – aus einem minder entwickelten Selbstwertgefühl heraus – ihre Gutmenschenparolen nur dann in den Ring werfen, wenn zum einen jemand anderes „Wichtiges“ es hört, sie von ihrer zur Schau gestellten Selbstlosigkeit ausschließlich Vorteile haben und – ganz wichtig – jegliche Verantwortung ihrer eingeforderten Ansprüche an die Allgemeinheit auch bei genau dieser Allgemeinheit liegt. Dann ist der Teufel los – Hauen und Stechen sind da zarte Streicheleinheiten – weit und breit keine Toleranz. Toleranz scheint nur dann „hip“ zu sein, wenn die eigene Meinung anstandslos wiedergekäut und niemals – NIEMALS – gar negativ kritisiert wird.

Im Moment ist es gerade besonders chic, wenn wir so tun, als wären wir ausschließlich am Wohl des anderen interessiert. Wir selbst sind nichts – in der Gemeinschaft liegt das Heil verborgen! Hatten wir alles schon – es ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir dieses Gebrabbel anscheinend immer wieder total erstrebenswert finden.
In der Politik und bei allen vom Staat abhängigen – und das werden jeden Tag mehr- Wohlfahrtsstaatsempfängern wächst die Begeisterung für die Allmacht. Auch das hatten wir schon – es ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass wir es uns nicht verkneifen können, es immer wieder zu probieren.

Erstaunlich ist, wie Gutmenschen mit zweierlei Maß messen – entspricht man ihren Wünschen und Wertvorstellungen, so gehört man zu den Säulen dieser Gesellschaft, tut man dies nicht, ist der Teufel los. „Sozial ungerecht“, „egoistisch“, „rechts“. Suchen Sie sich bitte aus, was Sie sein möchten, wenn Sie dem Zeitgeist nicht entsprechen wollen und wenn sie nicht nach Ihren Regeln leben wollen. Suchen Sie sich etwas aus, womit sie am besten leben können – aber keine Sorge, der Rest kommt schon noch. Auf Dauer werden Sie mit allen „unfassbar schlechten“ Charaktereigenschaften in Verbindung gebracht.

Und so ist es auch im Falle von Herrn Schneider, der sich absolut sicher sein kann, dass er mit seiner Armuts-Tirade den Nerv der Zeit trifft und kaum einer näher nachfragt, wie sich dieses feine Clübchen eigentlich finanziert und welch ein „Wirtschafts“imperium inzwischen dort entstanden ist.

Dieses Imperium wird es niemals zulassen, dass die Armut in diesem Land kleiner wird. Warum auch? Es lässt sich doch für viele enorm gut davon leben. Der größte Posten im Bundeshaushalt ist der Sozialetat. Nun könnte man meinen, dass dies gut investierte Gelder sind, die den Betroffenen zugutekommen. Aber nicht doch! Nein, weniger als die Hälfte kommt bei denen an, die es „nötig“ haben. Wenn sie es denn nötig haben. Die Frage ist – WOLLEN sie alle es nötig haben? WOLLEN sie alle gern von „Papa Staat“ versorgt werden? Nein, natürlich nicht. Viele hassen ihren Zustand und tun alles, damit sie aus der Abhängigkeit entlassen werden.

ABER! Vergessen Sie das, liebe Wohlfahrtsstaats-Beglückte. Vergessen Sie das! Sie sind in Ihrem bedauernswerten Zustand viel mehr wert für diese Herrschaften. Stünden Sie nämlich auf eigenen Füßen, würden Sie diesen geistigen Zwergen, mit eben diesen, ganz gehörig in den Allerwertesten treten.

Diese Gutmenschen brauchen Sie so dringend wie die Luft zum Atmen, denn ohne Sie wären sie ohne Aufgabe, ohne Einkommen, ohne ihren Heiligenschein. Der gutbezahlte Heiligenschein ist ihnen ungemein wichtig. Und mit dem zeigen sie jedem den langen Finger, der außerhalb unseres wohlmeinenden „Sozialstaates“ etwas für einen anderen Menschen tun will. Die außerhalb des „Systems“ Nächstenliebe praktizieren. Die jenseits der „Steuerehrlichkeit“ anderen Geschenke machen. DAS, liebe Arme, DAS geht nun einmal gar nicht. Jeder Cent, der Euch zugutekommt, muss erst einmal durch die huldvollen Hände eines Gutmenschen fließen, der dann großzügig entscheidet, ob DU – lieber Armer – oder DU – lieber anderer Armer, davon einen Brotkrumen abkriegen soll.

Regulierungen, Strafen, Steuern und Abgaben sind alles Vehikel, womit Gutmenschen sich ein wundervolles Leben erschaffen. Existenzgründer, kleine und mittlere Betrieben werden von Gesetzen und Vorschriften ermordet und der zwangsweisen Armut zugeführt. Wer da raus will, muss ich erst einmal mit Behörden auseinandersetzen, wo dann Leute sitzen, die von Wirtschaft keinen blassen Schimmer haben, aber ihren Senf dazugeben.

Lieber Herr Schneider, arme Menschen brauchen kein Mitleid, arme Menschen brauchen Inspiration und Perspektive. Mitleid spendet ihnen ein Laib Brot, der sie nicht verhungern lässt oder man „gönnt“ ihnen Unterhaltung, so dass sie ihr Elend für einige Zeit vergessen können. Aber Inspiration kann sie dazu bringen, sich aus ihrer Not zu befreien. Herr Schneider, wenn man den Armen helfen will, dann sollte man ihnen zeigen, wie man wohlhabend wird. Dann sollte man ihnen ein Vorbild sein. Ein Vorbild in Sachen Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Durchhaltevermögen. Dann sollte man ihnen zeigen, wie es möglich ist, aus seinem eigenen Leben etwas zu machen und unabhängig zu sein … unabhängig von Almosen, unabhängig von Brotkrumen, die „dem Armen“ hingeworfen werden – und für die er auch noch dankbar zu sein hat.

Aber dies ist nicht das Ziel, welches Sie verfolgen, denn die gesamte „Sozialdemokratie“ lebt von Rechtfertigungen, Umverteilung und moralischem Relativismus und ständig wollen Sie sich „um die Armen kümmern“. Und Sie „kümmern“ sich ja so gern; Sie finden es so erlösend für Ihren Selbstwert, wenn Sie andere unter Ihre Fittiche nehmen können.

Und warum machen Sie und Ihresgleichen das? Weil Sie alle besonders gute Menschen sind? Nein, keineswegs ist dies der Fall. Sie ziehen sich daran hoch, dass man Institutionen wie das Ihre „braucht“, dass Menschen wie Sie „Helden“ sein dürfen. Weil ein anderer von Ihresgleichen abhängig ist. Niemals wird unter dieser „Kümmerei“ die Armut aufhören, niemals. Denn dann wären Sie und Ihresgleichen überflüssig.

Und so nimmt es kein Ende, dass anstatt staatliche Wohltaten, Regulierungen und Energieverordnungen strikt einzugrenzen, eine Unmenge von Pseudo-Gefälligkeiten gießkannenmäßig verteilt wird, so dass auch nahezu jeder etwas von der Bestechung hat. Und die Rechnung geht auf! „Die Deutschen halten die Bundesrepublik für ein ungerechtes Land und wünschen sich mehr soziale Gerechtigkeit.“ Dass die Ungerechtigkeit in einem verbrecherischen Falschgeldsystem und einem darauf aufbauendem Steuermoloch zu suchen und zu finden ist – nicht ein klitzekleiner Gedankenblitzer!

Bei diesem ganzen Plan muss man eben nur dafür sorgen, dass es noch ein paar arme Tröpfe gibt, die für den Wohlstand arbeiten gehen. Die werden mit salbungsvollen Worten so lange bei Laune gehalten, bis die Profiteure sich mit dem finanziellen Ertrag – für den andere gesorgt haben – vollgesaugt haben. Dann werden sie ihr wahres Gesicht zeigen – dann, wenn nichts mehr zu holen ist.

Fragen Sie mal die – in Feierlaune leicht angeschickerten – Chefs von „Wohlstandsvereinigungen“, die sich – bis auf einige SEHR wenige Ausnahmen – keinen besseren Arbeitsplatz wünschen können als den, den sie haben. Gutmensch und reich! Gibt es ein schöneres Leben? Betrachten Sie nur einmal die Armutsindustrie – zu ihrem verdorbenen Magen kommt dann ein ganz schön dicker Kopf hinzu.

Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man von Herzen lachen!

Dieser Beitrag erschien zunächst hier: http://www.liberalesinstitut.de

Bild: flickr/Uwe Hirsch

28 Gedanken zu „Alles darf die Armut! – Nur aufhören darf sie nicht!

  1. Pingback: [S. Kablitz] Alles darf die Armut! – Nur aufhören darf sie nicht! | netzlesen.de

  2. HarzIV-Empfänger werden von diesem faschistischen Regime gerne als die Schmarotzer der Nation diffamiert. Deshalb möchte ich hier mal einen anderen Blickwinkel öffnen. Die BRD ist kein Staat und schon gar nicht Deutschland. Sie ist die institutionelle Verkörperung der Besatzung und hat eigentlich nur die Aufgabe Teilgebiete des Deutschen Reiches nach außen treuhänderische zu vertreten. Im Innenverhältnis hat sie keinerlei Befugnisse. Diese Tatsache wurde im Urteil vom 03. Februar 2012 des IGH (Internationaler Gerichtshof) in Sachen Deutschland gegen Italien deutlich formuliert.
    Die BRD und ihre Strukturen sind demgemäß nicht die Strukturen eines Staates sondern die auf Willkür basierenden Strukturen einer Putschistenregierung und Widerstand wird zur Pflicht.
    Ein HarIV-Empfänger ist in diesem Sinne ein höchst patriotischer Mensch. Denn er entzieht diesem System seine Arbeitskraft, zahlt keine Steuern und unterstützt auch nicht die Propagandamaschinerie durch GEZ-Zahlungen. Mehr noch, er entzieht dem System aktiv Finanzmittel. Zugegebenermaßen sind die meisten nicht bewußt und willentlich in dieser Situation, jedoch Schmarotzer der Nation sind sie deswegen nicht. Die Parasiten, die dieses Land beuteln sitzen an ganz anderer Stelle und wurden von uns allen dort platziert.

  3. Lieber M, zunächst einmal bitte ich Sie an dieser Stelle, den Text sorgfältig zu lesen. Hier ist von Schmarotzertum nicht im Mindesten die Rede. Hier geht es um die Anprangerung der entsprechenden Industrie. Des Weiteren möchte ich Sie bitten, auf diesem Blog dieses Amerika-Bashing zu unterlassen. Nein, das hat nichts mit Zensur zu tun, sondern mit Hausrecht. Ich dulde das hier NICHT! Es ist sicherlich richtig, dass die Regierungen auf der ganzen Welt korrupt und gemeingefährlich sind. Aber diesem ewige Gejammere wegen der „bösen Allmacht USA“ wird hier kein Raum mehr gegeben. Kritik ist wichtig und richtig. Aber einem neuen Rassismus wird hier kein Platz gelassen. Von daher werde ich in Zukunft Beiträge, die sich nicht mit dem Thema beschäfigen, sondern nur dazu dienen, seine Ressentiments „gegen die Besatzer“ loszuwerden, löschen. Sie haben die Möglichkeit, etwas eigenes auf die Beine zu stellen und dort ihre Meinung kundzutun. Hier entscheide ich!

  4. Schön geblogt Frau Kablitz!

    Wie kann man nur immer wieder glauben, dass Umverteilung eine Lösung brächte? Noch dazu eine „Faire“? Es sind zumeist die gleichen Menschen die meinen der Kapitalismus an sich sei ein Nullsummenspiel, von daher scheint der Gedanke nach Umverteilung nur allzu logisch. Doch Umverteilung schafft keine Werte und bringt auch keine verdienten Erträge. Am einfachsten lässt sich das in Diskussionsrunden demonstrieren denen ich manchmal beiwohne. In der Regel liegt mein Gehalt im untersten Drittel der Beteiligten. Um meine „relative Armut“ (und die des restlichen Drittels…) zu bekämpfen, könnten alle Gehälter kumuliert und durch die Zahl der Anwesenden geteilt werden. Doch da wird selbst den meisten Gutmenschen gewahr, dass dies unverdient und natürlich denen mit höherem Gehalt gegenüber ungerecht sei.
    Manchmal wird aber auch gesagt, ich verstünde nicht worum es geht. Das in erste Linie die „Multimillionäre“ höhere Steuern zahlen sollten. Das deren Geld solange es denen gehört meist als „dreckig“ betrachtet, dann aber in der Umverteilungsmaschinerie willkommen geheißen wird, ist die Spitze des … ja was eigentlich? Des Unwissens, des Gutmenschentums oder der Dreistigkeit?

  5. Liebe Frau Kablitz, ich respektiere Ihr Hausrecht durchaus. Wenn Sie genau lesen, geht es in Ihrem Artikel doch um Schmarotzertum, durch die entsprechende Industrie, Hand in Hand mit der Verunglimpfung derjenigen, von denen sie lebt. Die Besatzung besteht bekanntlich nicht nur aus der VSA, dazu gehören auch England und Frankreich. Soweit ich das überschaue habe ich hier auch nicht auf die VSA eingedroschen oder von einer „bösen Allmacht“ derselben gesprochen. Das die dabei wirkenden Kräfte weder das amerikanische, noch das englische oder das französische Volk sind ist eine Frage des gesunden Menschenverstandes. Vielmehr stelle ich hier dar, das äußere und innere Kräfte hier dem Souverän seine angestammten Rechte vorenthalten, was keineswegs Rassimus ist, und das es notwendig ist sich dagegen zu wehren. Vor diesem Schritt steht aber sich dieser Tatsachen bewußt zu werden. Allgemein sollte man endlich aufhören nationales Bewußtsein mit Rassimus gleichzusetzen, in dem Punkt Sie sind wahrscheinlich selbst zum Opfer der Umerziehung und installierten Meme geworden.

  6. Hallo!
    Ich empfehle Ihnen, aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im E-Commerce, die Kommentarfunktion generell zu deaktivieren, kommt eh nur Mist rein und belastet außerordentlich.

    Leute, die Ihre Seite gerne lesen, lesen den Inhalt des Inhalts willen, nicht wegen der Kommentare 😉

  7. kann “ M “ nur zustimmen, zwar ist der Brückenschlag von Armutsindustrie zu vorenthaltener Souveränität etwas gewagt, aber die Begründung ist in sich sicher richtig.
    Leider muß ich immer wieder feststellen, daß die Brainwash-Aktionen durch die GEZ etc. optimale Dienste geleistet haben. Leider ! So daß auch wirklich intelligente Menschen wie sie, Frau Kablitz Opfer derselben geworden sind, Schade.

  8. Sehen Sie, Stephan (Nachricht vom 27.02.2015 17:53)! Und schon ist es wieder so weit! Es ist immer wieder erstaunlich, wie einem das Opfertum unterstellt wird (obwohl man intelligent ist):-) und selber gar nicht merkt, wie sehr man zum Opfer der Propaganda geworden ist.

  9. Es geht ja vielen Postern nur darum, dass Sie sich jetzt ärgern (am Samstag). Der Grad, in wieweit das Wochenende dann somit futsch ist (für Sie), ist ein schmaler. Und genau deswegen gibt es bei mir im Online Shop keine Demokratie oder Bewertungen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, wenn am Samstag eine negative Bewertung reingefluscht ist.

    Es befreit ungemein, in einem Blog oder in einem Shop keine Demokratie walten zu lassen 🙂

    Nur kurz zum Thema: die Linken schaffen es halt immer wieder, komplett entgegen den Gesetzen von Logik und Verstand, einen Sachverhalt so lange hin-und herzudrehen, dass das rauskommt, was von der Ideologie gewünscht wird. Wie einmal der nette Herr auf Youtube gesagt hat: Sozialismus ist geistiger Krebs.

    Ich bewundere auf jedenfall Ihre Geduld, hier noch was öffentlichkeitswirksam zu ändern, aber ich vermute, das 21. Jahrhundert wird tiefrot. Bei meinen Freunden (viele davon Akadmiker im BWL Bereich) habe ich das aber schon aufgegeben, auch hier schwimmen viele einfach mit (trotz Hirn).

  10. Ja, da haben Sie wohl recht! Und ja, es ist wahrscheinlich (sehr wahrscheinlich“:-) eh schon alles zu spät. Aber auch wenn ich nichts mehr ändern kann, zumindest habe ich es dokumentiert für die Nachwelt:-) In meinem Buch beschreibe ich die linke „Logik“ auch bis ins kleinste Detail. Aber die Herrschaften sind so in ihrem Wahn, dass auch das nur als „Unsinn“ dekklariert werden wird. Nun, denn, die Vergangenheit will halt wieder einmal gelebt werden. So bitter sie auch war und so bitter die Zukunft auch werden wird.

  11. @ Stephan
    „Ich empfehle Ihnen, aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im E-Commerce, die Kommentarfunktion generell zu deaktivieren, kommt eh nur Mist rein und belastet außerordentlich.

    Voltaire: “Ihre Meinung ist mir zwar zuwider, aber ich würde alles dafür tun, dass Sie sie äußern dürfen.“

    „Leute, die Ihre Seite gerne lesen, lesen den Inhalt des Inhalts willen, nicht wegen der Kommentare.“

    Ich bin gerne hier auf dieser Seite! Mir als Leser sind sowohl Inhalt als auch die Kommentare von großer Bedeutung –

  12. Liebe Frau Kablitz,
    lassen Sie sich doch bitte nicht zur Zensursusanne machen! Aufrufe zur Gewalt – d’accord, das soll nicht sein. Aber alles andere sollte die Rede- und Schreibfreiheit doch weitestgehend zulassen.
    Dass wir als Deutsche nicht souverän sind, ist ja banal und längst auch in den Massenmedien verklausuliert angekommen (Foschepoth zur NSA, Schäuble zur Souveränität, Bahr, Schmidt etc. mit ähnlichem Wortlaut usw).
    Insofern muss man ja nicht mal bis zur Kanzlerakte oder den Fragen des Besatzungsrechts vordringen; es genügt, die Aussagen der o.e. Herrschaften sich zu Gemüte zu führen und Eins und Eins zusammenzuzählen, um zu erkennen, wer bei uns das Sagen hat. Und von diesem Blickwinkel aus ließe sich ja auch die von Ihnen zu Recht angeprangerte „Armutsindustrie“ nochmal anders einordnen, wie der Leser M (aus meiner persönlichen Sicht zu Recht) hervorhebt.
    Bevor Sie also das ganze als „Gejammere“ abqualifizieren und sperren, würde ich Sie bitten, doch weiterhin Kommentare zu zu lassen – auch und gerade, wenn Sie Ihnen persönlich nicht gefallen. Ein guter Blog lebt doch auch von Kommentaren. Ohne dies käme mir ein Blog leblos, unfruchtbar, ja impotent vor. Dann ist es ja nur ein Kreisen um sich selbst. Es ist sicherlich so anstrengender, aber ich würde denken, auch (be)lohnender für beide Seiten. Neue Blickwinkel kommen doch aus der Vielfalt, nicht aus der Einheitlichkeit!
    Und die wirklichen Trolle – die erkennt man doch am penetrant nörglerischen oder besserwisserischen Tonfall (obwohl – es gab oder gibt Zeiten, da könnte ich nach diesen Kriterien auch ein Troll sein. Ist ja auch eine Frage der Tagesform). 🙂
    Beste Grüße
    Christian

  13. Lieber Christian,

    grundsätzlich gebe ich Ihnen ja vollkommen recht! Aber mir wird heute zu schnell „Zensur“ gerufen. Nur, weil ein Autor keine „Meinungen“ dazu haben möchte, ist er noch lange kein Zensor. Er macht lediglich von seinem Hausrecht Gebrauch. Und das wiederum ist das Recht des Einzelnen. Ich bin auch immer hin und hergerissen. Mit Kommentaren? Ohne Kommentare? Die meisten, die schreiben, haben die Kommentarfunktion inzwischen abgestellt. Nicht, weil sie zensieren wollen, sondern weil sie sich auf das Schreiben konzentrieren. Und ich wehre mich einfach dagegen, dass wir in Deutschland immer und dauernd die Schuld bei anderen suchen. Nein, die Armutsindustrie ist auf unserem Mist gewachsen. Ständig andere zur Verantwortung ziehen zu wollen, ist armselig und hält uns genau in der Demutsposition, in der wir uns anscheinend so wohlfühlen. Lieber Opfer sein als auf den Tisch hauen. Mir ist es egal, ob die Amis, die Briten oder die Franzosen angeblich an etwas „schuld“ sind; würde diese Gesellschaft auf die Barrikaden gehen, hätten diese Gesellen nix mehr zu melden. Aber lieber suhlen wir uns im Selbstmitleid. Kein Wunder, dass wir für jeden Mist die Deppen sind.

  14. @Christian:
    Nicht alles und jedes muss kommentiert werden heutzutage. Und wenn wer in seinem (!!!) Blog die Kommentare abschaltet, weil er seine und nur seine Meinung verbreiten möchten, so ist das noch lange kein Zensuraufruf (oh Gott!).

    Auch wenn es vielen nicht passt in Zeiten von Likes und Tweets: seine Meinung darf man schon noch vertreten. Nicht alles und jedes ist demokratisch zu organisieren, nicht alles und jedes muss 15x zerkaut, zerpflückt und wieder ausgespuckt werden, um endlich, von der sog. „Community“, anerkannt zu werden oder der heeren Segnung der Meinungsfreiheit zu unterliegen.

    „Dann ist es ja nur ein Kreisen um sich selbst.“ Was ist daran schlecht? Zum Glück sind wir noch Individuuen, die selbst denken können (wenn sie denn auch wöllten und in Zukunft auch noch dürften, im großen Kollektiv), ohne auf Meinungen anderer angewiesen zu sein.

    Wie gesagt: ich verzichte gerne auf Kommentare meiner Kunden in meinem Shop, benötige ich und will ich nicht. Wem das nicht passt, der darf zu Ebay gehen und Preise vorschlagen.

  15. Hausrecht, Meinungsfreiheit und Demokratie (ja, auch diese letzten beiden!) sind drei völlig verschiedene Dinge, die inhaltlich und auch im historischen Ursprung nichts, aber wirklich gar nichts miteinander zu tun haben.

    Und wer seine Meinungsfreiheit praktizieren möchte, muß entsprechende Besitzrechte haben: Besitz des Ortes und Besitz des Zeitpunkts, an dem und zu dem er von dieser Freiheit Gebrauch machen will. Oder eben auch Besitz des Blogs oder Forums – he who owns and pays the bills, makes the rules.

    Man mag das nicht? Niemand ist angehalten, gegen seinen Willen hier zu verweilen!

    Nur eins geht gar nicht: bei jemandem uneingeladen ins Haus platzen, neue Regeln verkünden wollen und sein eigenes Ansinnen verbreiten, und sich dann darüber empören, wenn der Hausbesitzer sich das nicht bieten läßt. Er darf sich das bieten lassen, wenn er das will – aber er muß es nicht. Denn das ist seine Freiheit, soll heißen: sein situatives, zeitliches und lokales Besitzrecht.

  16. Liebe Frau Kablitz,

    so lange und so gerne ich Ihren Blog lese habe ich bislang von Ihnen auch keine Konkreten substantiellen Vorschlag lesen können, wie das Problem der fehlenden Souveränität als Kernproblem zu lösen wäre.

    „Lieber Opfer sein als auf den Tisch hauen. Mir ist es egal, ob die Amis, die Briten oder die Franzosen angeblich an etwas “schuld” sind; würde diese Gesellschaft auf die Barrikaden gehen, hätten diese Gesellen nix mehr zu melden. Aber lieber suhlen wir uns im Selbstmitleid. Kein Wunder, dass wir für jeden Mist die Deppen sind.“

    Auf den Tisch zu hauen ist nicht die Lösung. Die Frage ist kann die BRD überhaupt souverän werden? Diese Frage ist mit NEIN zu beantworten, da die BRD 1990 mit dem Verlust des Art. 23 Ihr Hoheitsgebiet verloren hat. Deshalb hat sie im Innenverhältnis auch keine Befugnisse mehr, zu sehen am Verkommen der Judikative und Exekutive zu einem handelsrechtlichen Vollstreckungswerkzeug.
    Ergibt sich die Frage kann Deutschland souverän werden – dies ist mit JA zu beantworten. Aber wie?

    Das Deutsche Reich existiert, diese Aussage des Bundesverfassungsgerichtes und vieler Politiker ist uns allen bekannt. Das Bundesverfassungsgericht hat 1973 absolut sauber ausgeführt und pflichtgemäß bestätigt:
    Die BRD ist räumlich teilidentisch mit dem Deutschen Reich, jedoch nicht Rechtsnachfolger und das Deutsche Reich existiert weiter, ist jedoch nicht handlungsfähig.
    Wo also ist das Deutsche Reich ( nicht gleich wieder zucken, das Deutsche Reich ist nicht das Dritte Reich)?
    Ich hatte es bereits in einem anderen Artikel hier angeführt, ist wohl aber nicht sonderlich ins Auge gesprungen.

    Das völkerrechtliche Subjekt bestand und besteht durch seine legitimen natürlichen Rechtspersonen und derer in der Rechtsfolge, welche ihrerseits ihre unveräußerlichen und unauflöslichen Rechte aus dem völkerrechtlichen Subjekt beziehen.

    Die gebürtigen Deutschen sind das Deutsche Reich. Die natürlichen deutsch gebürtigen Rechtspersonen bilden zusammen das Völkerrechtssubjekt Deutsches Reich und sind auf Grund fehlender mittelbarer Rechtsorgane derzeit gewzungen unmittelbar, also selbst ihre Rechte zu wahren, zu schützen und durchzusetzen.

    Die Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches fehlt, heißt es gibt keine unmittelbar durch das deutsche Volk eingesetzen konstitutionellen Organe oder Körperschaften, die die Rechte der Deutschen nach innen und außen vertreten.
    Welche Körperschaften das sind dürfte klar sein, es sind die Legislative, die Judikative und die Exekutive, die dem Deutschen Reich fehlen um eine Handlungsfähigkeit wieder herzustellen.
    Judikative und Exekutive werden bestallt von der Legislative. Die Legislative jedoch konstituiert sich aus freien Wahlen. Im Klartext heißt dies es sind Wahlen zu einem neuen Reichstag notwendig um die Legislative wieder hervor zu bringen. Diese Wahlen beschränken sich jedoch nicht auf die Besatzungsgebiete in West- und Mitteldeutschland, sondern alle deutschen Gebiete in den Grenzen vom 31. Dezember 1937. Auch die gebürtigen Deutschen in den fremd verwalteten Gebieten sind zu diesen Wahlen aufzurufen.
    Die Fremdverwalter müssen dies gemäß der UN-Charta zulassen und dürfen dies nicht behindern, mehr noch, sie müssen es sogar fördern, im gleichen Maße die Besatzer, die durch ihre eigenen Statute dazu verpflichtet sind.
    Mit der Schaffung eines neuen Reichstages als mittelbaren Vertreter der natürlichen deutschen Rechtspersonen ist der Weg frei zu Friedensverhandlungen und Beantwortung der offenen Grenzfragen z.B. in Bezug auf Neuschwabenland und aller bis heute aufgestauten Probleme in diesem wundervollen Land.
    Dies war 1990 erstmals möglich, wurde jedoch durch Unkenntnis, Ignoranz, Dummheit und Gier verhindert, Ihre Grundlagen sind das Völkerrecht, die nie außer Kraft gesetzte Reichsverfassung von 1919 mit der am 22. Mai 1945, abends, geltenden Rechtslage einschlieszlich dem Weiterbestand des Deutschen Reiches durch die natürlichen Rechtspersonen, und der geschichtlichen Wahrheit !
    Mit dieser Forderung müssen wir auf den Tisch hauen und keine Betteleien an das nicht zuständige Besatzungsmittel BRD richten.

  17. Herr Höll,

    das haben Sie so wunderschön geschrieben, man könnte das als Allegorie auf den Zustand Deutschlands nehmen.

    „Nur eins geht gar nicht: bei jemandem uneingeladen ins Haus platzen, neue Regeln verkünden wollen und sein eigenes Ansinnen verbreiten, und sich dann darüber empören, wenn der Hausbesitzer sich das nicht bieten läßt. Er darf sich das bieten lassen, wenn er das will – aber er muß es nicht. Denn das ist seine Freiheit, soll heißen: sein situatives, zeitliches und lokales Besitzrecht.“

    Nur daran müssen wir dringend arbeiten:

    „he who owns and pays the bills, makes the rules.“

  18. Hallo Frau Kablitz!
    War etwas abgelenkt mit diversen Dingen in den letzten Wochen und freue mich wieder über diesen klaren Artikel.
    Zunächst über „M“:
    „Ein HarIV-Empfänger ist in diesem Sinne ein höchst patriotischer Mensch.“ Das ist der Knaller!

    Zur Sache: Es gibt 3 Millionen „Arme“. Dann folgt meist diese Kausalitätsverrenkung : „Armut entsteht aus Reichtum“ und man verdammt die Unternehmer, die ja alle keine Steuern zahlen. Gleichzeitig, wuchsen die Steuereinnahmen um 70 Milliarden. Mmmh, da machen die Arbeitslosen doch irgend was falsch auf ihrer Steuererklärung! Deshalb fordere ich: Steuerberatung für Hartz IV-Empfänger! 🙂

    Alles Gute!

    N.B.: @ Voltaire:
    “Ich teile Ihre Meinung nicht, würde aber ihr Recht sie zu äußern bis zu meinem Tod verteidigen“, stammt von der englischen Biographin Voltaires, Evelyn Beatrice Hall.

  19. Pingback: Alles darf die Armut! – Nur aufhören darf sie nicht! | Panopticum

  20. @M,

    nur in einem, und wirklich nur in diesem einen, stimme ich Ihnen zu, daß nämlich in der Tat daran gearbeitet werden muß, daß endlich der, der den place rechtmäßig owned (und das ist niemals der Staat, denn der hat alles, was er zu besitzen vorgibt, zuvbor gestohlen) und die bills payed, in diesem place auch die rules maked. Denn zur Zeit haben wir das sozialistische Unding, daß jene, die den place ownen , allein daraus folgernd anderer Leute bills payen müssen, weil jene dank ihrer Mehrheit eine rule gemaked haben, die sagt, daß sie einen Anspruch auf anderer Leute Besitz hätten. Das heißt: plündern per Mehrheitsbeschluß.

    Ja, daran muß wirklich dringend gearbeitet werden – und das ist keine allegorische Aussage.

    Nicht. Ein. Bißchen.

  21. @Herr Höll,

    es liegt mir fern, Sie von meiner Sicht auf die Dinge zu überzeugen. Es ist für mich genauso befriedigend einen Kontrast zu bilden, wie einen, wenn auch kleinen, Konsenz zu finden. Mein Anliegen ist mehr einen andern Winkel der Besichtigung des vor uns liegenden Gebildes BRD aufzuzeigen. Was sicherlich politisch nicht korrekt ist wie man aus der o.g. Diskussion sieht. Die Frage ist jedoch was ist politisch korrekt? Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Singularität und somit kann eine politische Wahrheit schlichtweg nur eine Unwahrheit sein, denn die Wahrheit ist nicht politisch.

  22. Pingback: Radio MOPPI • 7.3.2015 • Meldungen aus dem Netz | Kulturstudio

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