Die Mythen der Demokratie – Unser Geldsystem mit direktem Blick in die Hölle – Teil 2

… Teil 1 führt uns zu einem sehr plakativen Beispiel und wirtschaftlichen Kernproblem:

Die zu astronomischen Bergen aufgetürmten Schulden wurden nur möglich, weil wir ein Geldsystem haben, das zutiefst unmoralisch ist und ausschließlich einer kleinen „Elite“ dient. Vor rund 100 Jahren wurde die reale Deckung an einen echten Wert wie Gold oder Silber zunehmend ausser Kraft gesetzt, spätestens seit 1971 existiert überhaupt keinerlei Deckung mehr. Die Staatschulden sind die Folge katastrophaler Haushaltsdefizite, die dermaßen außer Kontrolle geraten sind, dass eine Abtragung vollkommen utopisch ist.

Aber – alles demokratisch legitimiert!

Diese Schulden, die je nach demokratischer Struktur entweder staatlich, privat oder auf Unternehmerseite gemacht wurden, waren nur möglich, weil die Staaten sich die Kontrolle über das Finanzsystem angeeignet und es brutal für ihre eigenen Zwecke missbraucht haben. Mittels Zentralbanken legen unsere Regierungen fest, wer das Geldmonopol innehat, in welcher Höhe und auf welchem Wege das Geld ausgegeben wird, wie hoch oder niedrig die Zinsen sind, wer von der Geldschwemme profitiert.

Aber auch das – alles demokratisch legitimiert und zum Wohle der Allgemeinheit!

Haben Sie trotz der immer häufiger auftretenden „Finanzkrisen“ den Eindruck, Sie könnten daran irgendetwas ändern? Gibt es in diesem Land mehr als eine Handvoll gewählter Demokraten, die die kleine Minderheit erhören, die in diesem Treiben die berechtigte Sorge des Untergangs sehen und erkennen, diese auch artikulieren und rufen: „Der Kaiser ist ja ganz nackt!“ ?

Ein Demokrat, der die Macht und Fähigkeit hat, unsere Geisterfahrt zu beenden? Nein, natürlich nicht! Sie dürfen nur wählen, welche der Parteien Sie schneller und gewinnbringender verkaufen wird. Wir werden Zeitzeugen wie alles in sich zusammenbrechen wird. Wir verlieren seit Jahren absolut alle Freiheiten, weil diese Menschen, die behaupten uns zu repräsentieren, die größten Unterdrücker der Geschichte geworden sind.

Dabei ist der blinde Glaube in die Demokratie eigentlich ein relativ neues Phänomen – die Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, dem Land, das vor langer Zeit einmal ein freies Land war, zeigten sich gegenüber der Demokratie äußerst skeptisch.

Benjamin Franklin:“ Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Lamm darüber abstimmen, was sie zu Mittag essen wollen. Freiheit ist hingegen ein gut bewaffnetes Lamm, das die Abstimmung anficht.“ Auch Thomas Jefferson wird mit den Worten zitiert:“ Demokratie ist nicht mehr als Pöbelherrschaft, wo 51 Prozent der Menschen den anderen 49 Prozent ihre Rechte abnehmen.“

In unserer heutigen Zeit kommt in besonders verachtenswerter Weise noch hinzu, dass über das, was mit unserem Geld geschieht, noch nicht einmal abgestimmt wurde. Es wurde nicht darüber abgestimmt, ob wir damit einverstanden sind, dass nur die Regierung ein Monopol auf Ausgabe besitzen soll, es wurde nicht darüber abgestimmt, ob wir Zentralbanken wollen, die in enger Zusammenarbeit mit den Regierungen dieses Monopol in unfassbar dreister Weise missbrauchen.

Wir wurden nicht aufgeklärt, wohin es führen wird, wenn wir immer höhere Schulden zulassen. Wir wurden auch nicht gefragt, ob wir eine Geldmengenvermehrung wollen, die uns das Genick brechen wird, wir wurden nicht gefragt, ob wir Steuern zwangsweise zahlen wollen und ich welcher Höhe und für welche Zwecke, wir wurden nicht gefragt, ob wir den Euro wollten und vor allem wurden wir nicht gefragt, ob wir ein „Fiat-Money“ mit den damit einhergehenden Folgen akzeptieren.

Auch hat uns keiner gefragt, ob wir es gut finden, wenn diese Missgeburt Euro zig-mal „gerettet“ werden muss, niemand hat uns wahrheitsgemäß darüber aufgeklärt, welche Folgen die hinter unserem Rücken beschlossenen Gesetze haben, kaum einer der Bürger ist auch nur im Ansatz  aufrichtig darüber informiert, welche Spielchen gespielt werden.

Und trotzdem erklären wir die Machenschaften, die in einer Demokratie möglich sind, für legitim. Dabei wird der Ruf nach noch mehr „Demokratie“, also nach noch mehr Staatseingriffen – ironischerweise um die „Benachteiligten“ vor Willkür und Ungerechtigkeit zu schützen – sogar immer lauter. Also Menschen, die selbst schon mehrfach beraubt, belogen und betrogen wurden, verlangen nun von einem gewissenlosen staatlichen Terminator die letzten noch unregulierten Freiheiten demokratisch zu liquidieren.

Es ist unbegreiflich, warum. Und über wessen Willkür sprechen wir hier eigentlich?

Nichts hat sich verbessert, wenn Regierungen eingegriffen haben. Gebrochene Versprechen, haltlose Zusagen, blanke Lügen –wo ist etwas wirklich in nennenswertem Umfang dauerhaft Gutes aus Regierungstätigkeiten entstanden? In unserer Demokratie geben die „Schaffenden“ bis zu 70 % ihrer erarbeiteten Leistung an den Staat ab, eine Verschlankung ist nicht absehbar, ganz im Gegenteil.

Wir wollen weniger arbeiten, wir wollen „sinnvoller“ arbeiten, der Leistungsdruck soll nachlassen, der Mensch soll in den Vordergrund rücken – wunderbar, sehr gern! Und zudem: Nichts leichter als das!

Man nehme seine Souveränität, Selbstverantwortung, Produktivität und ethischen Werte und hört auf von dem abstrakten Gebilde der Gesellschaft zu fordern. Das wäre ein Anfang.

Schaffen wir Schmarotzer in der Politik und die von unendlich vielen Vorschriften, Regulierungen und Gesetzen profitierenden Subventionsempfänger ab –  schaffen wir dieses unselige „Fiat-Money“ ab, kehren wir zurück zu echten Werten, belohnen wir die durch Anerkennung und Wohlstandsmehrung, die uns das Leben einfacher und bequemer machen und bestrafen diejenigen durch Nichtachtung und der sicheren Aussicht auf finanzielle Einbußen, die uns schaden und ausnutzen.

Es ist genug Vermögen da – ob nun in den Köpfen, den Herzen oder den Händen der Menschen. Vermögen, dass es möglich macht, dass alle an den Errungenschaften der Vergangenheit und auch der Zukunft teilhaben können. Dieses inzwischen aus allen Fugen geratene „Demokratiepersonal“ ist parasitär; es saugt uns alle aus und missbraucht ein grundsätzlich sinnvolles System, in dem alle Menschen vor dem Recht gleich sein sollen. Dazu ist „das Personal“ noch so hinterlistig uns einzureden, dass wir als „normale Menschen“ zu blöde sind, unser Leben friedlich und harmonisch mit anderen zu organisieren.

Wo bleiben unsere Verfechter für „soziale Gerechtigkeit“, wenn es um unser Geldsystem geht? Da wird auf die Banken geschimpft, auf die Ausbeuter in den Chefetagen, auf die „Reichen“, auf das fiese Zinssystem – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Welches teuflische Gebilde dies aber alles erst möglich gemacht hat, dazu kein Wort – ganz im Gegenteil! Noch mehr von der tödlichen Medizin, noch mehr von dem, was schädlich ist. Was ist das doch für ein irrationales, menschenverachtendes Spiel.

Unser seit rund 100 Jahren gültiges Geldsystem ist die Ursache des Übels und hier spricht niemand es deutlicher aus als Ludwig von Mises:“ Das eine steht fest: keine wie auch immer geartete Maßnahme der Kredittechnik kann der Wirtschaft das geben, war ihr fehlt. Um die Pläne der Unternehmer durchzuführen, bedarf man eines Bestandes an Produktionsmitteln, nicht an Geld oder Kredit. Dieser Sachverhalt tritt in den Augenblick zutage, in dem die Banken, durch den immer rascheren Fortgang der Hausse ängstlich geworden, die weitere Kreditausweitung einstellen. Sobald der Zustrom zusätzlichen Geldes versiegt, muß das ganze Gebäude der Konjunktur einstürzen.“ (Ludwig von Mises, Nationalökonomie. Editions Union, Genf 1940, S. 511-512)

Dieser zweite von insgesamt drei Teilen entstand in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit einem der Autoren von “alphachamber”

19 Gedanken zu „Die Mythen der Demokratie – Unser Geldsystem mit direktem Blick in die Hölle – Teil 2

  1. Bin ziemlich bange vor dem dritten Teil, Frau Kablitz.

    Denn da werden Sie (mit Blick auf die ersten beiden) dem (bisher) wohlwollenden Leser ja erklären (müssen), welches System Sie anstelle der Demokratie anstreben.

    Herzliche Grüße

    Osswald

  2. Lieber Osswald,

    aber sende ich denn nicht aus jeder Faser meines Herzens, mit der Inbrunst meiner Seele, vor allem mit sehr deutlichen Worten und einer eindeutigen Positionierung in meinem „Über mich“ eine klare Botschaft?

    Herzliche Grüße
    Susanne Kablitz

  3. Wie war das? Demokratie ist die schlechteste Regierungsform, außer allen anderen. D.H. Die Alternativen zur Demokratie sind genauso mau wie die Demokratie selbst. Zumindest ist die Unterdrückung in ihr nicht so groß wie in den alternativen Staatsformen und Liberalismus endet für mich in Sklaverei (falls das ihre Ansicht sein sollte)

  4. Lieber Micha,

    nun, es wäre wunderbar, wenn Sie sich mit dem Liberalismus, der diesen Namen auch in der Tat verdient, vertraut zu machen. „Die liberale Demokratie“ – ein Benjamin-Constant-Brevier ist hier eine augenöffnende Unterstützung. Constant (1767 – 1830) hat als einer der ersten Gelehrten erkannt, dass auch die Demokratie keinen absoluten Schutz vor der Tyrannei garantiert. „…., immer bedarf die politische Autorität einer Selbstbeschränkung durch das Recht, damit die individuellen Freiheitsrechte gewahrt bleiben.“

  5. Wir brauchen keine Änderung der Politik, wir brauchen keine neue Demokratie, wir brauchen eine Neue Philosophie. Eine, die den Mensch in der Natur in den Vordergrund stellt, jede individuelle Persönlichkeitsentwicklung, das Wachstum des Bewußtseins und der Seele ist der Sinn unserer Existenz. Die Erfahrung der Liebe ist das Beste was uns hier auf diesem Planeten passieren kann und auch wird.
    Ob wir für die Umsetzung dann eine Demokratie bekommen oder nicht, dass sei einmal anheim gestellt.
    Die Philosophie des jetzigen Geldsystems ist eine, welche die Menschheit radikal reduzieren will und auch wird.
    Thomas Jefferson 1809
    »Ich bin davon überzeugt, dass die Bankinstitute eine größere Bedrohung für unsere freiheitliche Ordnung darstellen als stehende Armeen … Sollte das amerikanische Volk je zulassen, dass private Banken erst durch Inflation, dann durch Deflation die Kontrolle über die amerikanische Währung erobern, dann werden die Banken und die in ihrem Umfeld entstehenden Unternehmen … die Menschen all ihres Reichtums berauben, bis ihre Kinder eines Tages … ohne ein Dach über dem Kopf aufwachen. Die Macht, Geld in Umlauf zu bringen … , muss den Banken entrissen und an das Volk zurückgegeben werden, dem sie von Rechts wegen zusteht.« – Thomas Jefferson 1809 (dritter Präsident der USA)

  6. @Micha & Osswald
    1. Dies ist auch keine Anatomie der Demokratie. Sie kritisiert WIE sich unsere Form der D. entwickelte.
    2. -Zig Varianten sind vorstellbar, wie auch der Sozialismus vom Kubanischen Korporatismus bis zum Ausrottungskommunismus Maos Roter Garden.
    3. Frau Kablitz suggeriert nirgendwo diktatorische Alternativen.
    4. Die D. der USA fügte sich ursprünglich und fast „natürlich“ aus dem Herzen und Willen jedes einzelnen Einwanderers zusammen. In England entwickelten sich demokratische Ideen seit der Magna Carta um 1215!!! und volle Beteiligung aller Bürger mit der Franz. Revol. 1789. Die deutsche D. hat kaum Tradition & Geschichte und ihre heutige Form ist nicht anderes als eine von der Entente diktierte Struktur zur Machtverhinderung – eher weniger zur Willensäußerung der deutschen Bürger. Das war das am WENIGSTEN wichtige Kriterium bei Gründung der BRD.

  7. @Osswald: Wieso sind Sie bange vor dem dritten Teil? Wo geht denn aus dem Artikel irgend etwas hervor, was Ihnen Angst machen sollte. Angst ist nur in unserer bestehenden Farce von Demokratie z finden. Mir scheint, Sie haben den Text überhaupt gar nicht gelesen oder im schlimmeren Fall nicht verstanden. Dann aber der Autorin unterschwellig zu unterstellen, sie wolle hier letztendlich diktatorische Gesellschaftsformen postulieren, ist anmaßend und vor allem deshalb frech, weil sie ihre Einschätzung einer anderen Person unterschieben wollen, die diese aber gar nicht erklärt hat. Sie verwenden hier das sogenannte „Strohmann-Argument“ und das ist kein guter Stil!

  8. Erwischt, Mikel! Nicht gelesen und nicht verstanden. Genau in dieser Reihenfolge. Toll.

    Ich hatte zu denken versucht, dass Frau Kablitz nach dem in den ersten beiden Teilen Gesagtem im Dritten eigentlich nur noch etwas vorschlagen/einfordern/herauskramen kann, was zwangsläufig die Erschaffung des „Neuen Menschen“ zur Bedingung hat. Das ist bisher jeweils mächtig nach hinten losgegangen, weshalb ich mir das sehr gerne ersparen würde. Mir und meinen Nachkommen reicht die Katastrophe, die auf uns zukommt.

    Und bange deshalb, weil ich mir dann leider vielleicht eingestehen müsste, dass ich sie möglicherweise überschätzt haben könnte.

    Hat bei mir offensichtlich nicht geklappt mit dem Denken. Verzeihen Sie bitte. Ich tu mich, wie jetzt noch sehr viel deutlicher wird, damit eben sehr viel schwerer als Sie.

    Vieleicht lasse ich mich deshalb auch ganz besonders gerne überraschen….smile….

    Herzliche Grüße

    Osswald

  9. Liebe Frau Kablitz,
    vielen Dank für Ihr Engagement!

    Das, was bei uns Demokratie (Neusprech) genannt wird, ist keine Demokratie. Es ist eine Wahldiktatur. Das deutsche Volk darf seinen Diktator mitsamt Hofstaat für 4 Jahre wählen – sonst nichts.

    Wir Bürger sind wie unmündige Kinder, denen man großzügig gestattet, den Vormund auszuwählen. Wir dürfen wählen, ob wir vom Onkel, von der Tante oder der Großmutter ins Bett geschickt werden.

    Wir Bürger sind wie Nutzvieh, das wählen darf, ob es vom Bauern, der Bäurin oder dem Knecht geschoren, gemolken und geschlachtet werden will.

    Tolle Wahl, tolle Freiheit!

    Deshalb: Nicht Demokratie ist die Ursache unserer Probleme, sondern wir haben Probleme, weil wir NICHT in einer Demokratie leben. Wir leben genausowenig in einer Demokratie wie die Ostdeutschen unter Honnecker. Die durften ja auch wählen gehen.

    Das Grundproblem haben Sie ja angesprochen: Uns hat keiner gefragt. Solange wir, das Volk, diesen Zustand nicht ändern, bleiben wir Nutzvieh. Freiwillig wird uns niemand befreien. Freiheit muss man sich nehmen, die bekommt man nicht geschenkt. So, wie Benjamin Franklins Schaf gut bewaffnetes Schaf macht.

    Einziges Problem: Wir Bürger sind nicht bewaffnet. Wären wir das, würde die wichtigste Forderung unseres Grundgesetzes längst erfüllt. Dann würde tatsächlich alle Macht vom Volk ausgehen.

  10. Lieber Osswald,

    nein, mir geht es nicht darum, den „Neuen Menschen“ zu kreieren; welche Anmassung würde ich mir zu Eigen machen, um so etwas zu tun? Ich stehe für die Freiheit und die Eigenverantwortung eines jeden Menschen. Gleiches Recht für alle, das ist für mich die Basis jeder gerechten Gesellschaft. Mir ist es ein Anliegen, aufzuzeigen, dass allerdings unsere Politiker und deren Profiteure genau dies aber fordern – den neuen, den besseren Menschen. Sie verfallen der Hybris zu wissen, was für alle gut sein soll und instrumentalisieren hierfür den Begriff „Demokratie“. Das ist meiner Meinung nach verlogen und zutiefst menschenverachtend. Sind sie bessere Menschen, nur weil sie einmal alle vier Jahre auf höchst zweifelhaften Wegen und in der Regel nur, weil sie ihre Wähler belügen, „gewählt“ werden? Sie spekulieren darauf, dass die Menschen die Versprechen ganz schnell wieder vergessen; das ist hinterhältig und zynisch! Die Wahlbeteiligung ist inzwischen eine Farce und trotzdem fühlen die „Gewinner“ dieser Farce sich am Ende als Sieger. Ob ihr „Sieg“ daran liegt, dass die Alternativen nicht geeignet erscheinen oder daran, dass Alternativen von vornherein kaum eine Chance haben, sei dahingestellt. Was glauben unsere „Volksverteter“, wer sie sind? Intelligenter, klüger, wissender? Wer gibt ihnen das Recht, über andere Menschen verfügen zu können, wer gibt ihnen das Recht, uns wie Marionetten durch die Welt zu schieben, wer gibt ihnen das Recht über unser Vermögen, unser Leben, unsere Ansichten zu verfügen? Das ist das, wogegen ich mich wehre – nicht gegen die Demoratie in seiner ursprünglichen Idee!

  11. Systemisch betrachtet müssen wir bedauernd konstatieren, dass der point-of-no-return bereits anfangs der 70er-Jahre überschritten wurde, als es rein mathematisch noch denkbar war, die bis dahin angefallenen Schulden zurück zu zahlen.

    Systemisch müssen wir weiter bedauernd konstatieren, dass die exponentielle Dynamik der Ereignisse weder ein Abbremsen, respektive Stoppen, geschweige denn eine Umkehr zulässt, gleich bei welcher Wahl der Mittel.

    “Demokratie” wird immer übersetzt mit “Herrschaft durch das Volk” – das ist nur die halbe Wahrheit.
    Genauso korrekt wäre die Übersetzung des Ablativs mit “Herrschaft FÜR das Volk”!, die aber nicht zwangsweise eine Herrschaft DURCH das Volk impliziert.

    Der Gedanke der “Aristokratie” im wörtlichen Sinne, also der “Herrschaft der BESTEN” (was rein überhaupt nichts mit den diese Begrifflichkeit usurpierenden Adelsschmarotzern oder plutokratischen Ausbeutern zu tun hat!) wäre sicherlich der aktuell praktizierten Demokratie vorzuziehen.

    Im alten China gab es mal eine Zeit, wo prinzipiell ein Bauer jederzeit Minister werden konnte, wenn er die EIGNUNG dazu nachweisen konnte.
    Dies geschah über eine Reihe von Prüfungsschritten, die auf das jeweil anvisierte Amt zugeschnitten waren.
    Es ist eine historische Tatsache, dass China zu diesen Zeiten, solange das Primat der Eignung galt, seine soziale Blütezeit erlebte.

    Auch diese Form der Staatsführung wurde allerdings nach und nach korrumpiert, weil die Geeignetsten natürlich auch in der Regel Menschen mit Ethos waren, der ihnen den Gebrauch derjenigen Mittel verbat, die die Korrumpierenden nicht scheuten.
    Folgerichtig ist derjenige erfolgreich, der die berühmte eine Option mehr zur Verfügung und damit letztlich die Nase vorne hat.
    Ebenso folgerichtig aber stürzte China als soziales Gemeinwesen wieder zurück in den Sumpf der Korruption.

    Fazit:
    Wer die fachlich Besten und die charakterlich Geeignetsten in der Führung des Gemeinwesens sehen will, der muss
    a) sich systematisch nach diesen auf die Suche begeben und sie ausfiltern
    b) danach diese in ihrer Ausbildung für das angestrebte Amt maximal fördern und
    c) nach der Inauguration zu schützen verstehen gegen die zu erwartenden Anfechtungen der korrupten Paramacht-Eliten!

    Wer diese Fragen nicht zu beantworten, respektive umzusetzen versteht, wird immer ein Gemeinwesen vorfinden, das im Wortsinne lediglich gemeines (= minderwertiges, dem Üblen verpflichtetes) Wesen repräsentiert und fördert.

  12. Ich möchte Sie nicht zumüllen aber gerade heute morgen habe ich mir diese Gedanken gemacht

    Nur einzelne Facetten des generellen Problems. Der Anmassung es „besser“ zu wissen. Mit dem impliziten Recht dann auch die Minderbemittelten belehren zu müssen/können/dürfen.

    Dieses System ist so aufgestellt, daß die Systemlieblinge gehätschelt werden. Leute die für sich leben wollen, sind „Feinde“ und die darf man beliebig diskreditieren. Man schaue sich die Diskussion im die abgehörten Daten ab und lasse sich dann den Ankauf von CD mit geklauten Daten durch Staatsorgane auf der „Zunge zergehen“

    Gleiches Recht für Alle, das kann man in den derzeitigen System durchaus „vergessen“. Da man ja keine Alternativen hat, ist jeder Rechtsbruch erlaubt. Frei nach dem Motto. Die Erhaltung des Staates erlaubt jedes Mittel.

  13. Lieber FDominicus,

    Sie „müllen“ nicht zu; Sie bereichern!
    Bei Ihre „heutigen Gedanken“ musste ich schmunzeln – ist der „Kapitalismus“ Thema des dritten Teils:-)

  14. Ich bin sehr weit davon entfernt, verehrte Frau Kablitz, die von Ihnen erneut beschriebenen Mängel der (gelebten) Demokratie und derer, die sie ausgestalten, infrage zu stellen oder gar zu beschönigen. Die Diagnose betreffend, bin ich also sehr nahe bei Ihnen.

    Bange ist mir lediglich und immer noch vor der Therapie, die zu verordnen Sie im dritten Teil nicht umhin kommen werden, um die mit jeder Faser des Herzens ersehnte Mängelfreiheit zu erzeugen, die in meinen alten Augen die Erschaffung genau jenes „Neuen Menschen“ zur Bedingung hat.

    In diesem Sinne herzliche Grüße

    Osswald

  15. Demokratie ist ein Prozess der ständigen Erneuerung, nicht des etablieren gestriger oder einseitiger Lösungen.

    Zu was solche Versuche führen, kann man gut am aktuellen Ägypten deutlich machen. Auch wenn jemand jemanden gewählt hat und sich eine Mehrheit ergeben hat, auch dann bleiben die anderen 50%. Sie sind noch da. Sie wurden nicht des Landes verwiesen.

    Es gilt hier Regeln zu finden, die von allen getragen werden können. Das ist eine schwere Aufgabe und Koordinationsaufgabe. Ob das gelingt hängt von vielen Faktoren ab.

    Sicher ist, dass der Mensch Gemeinschaften bildet, weil es für ihn die besten Überlebenschancen bietet / bot. Sicher ist auch, dass sich in grösseren Gruppen, kleinere bilden, so mancher braucht Alleinstellungsmerkmale, die er nicht allein tragen muss. Eine Gesellschaft, die funktioniert, kann dies bedienen und lenken, aber sie wird nicht bevorzugen. Sonst wird sie einseitig und muss sich von einem Grossteil der bisherigen Mitglieder trennen. So etwas spaltet.

    Auch die Demokratie kann sich entwickeln. Die ersten antiken Demokratieen würden wir heute anders bezeichnen. Die englische Demokratie begnügte sich damit, die damalige Elite zu entmachten, die Amerikaner befreiten sich von imperialen Demokraten.

    Die englische etablierte ein System, in dem es keine Koalitionen gibt, sie etablierten einen Herrscher auf Zeit und die Amerikaner kamen irgendwann in die Situation, dass sie selbst zu (wirtschaftlichen) Imperialen wurden. Wie man sieht, geht es in kleinen Schritten mit vielen Rückschlägen vorwärts – oder etwa nicht?

    Scheinbar wird jeder, der kritisiert und sich erhoben hat, sehr bald beweisen dürfen, dass er es besser macht. Wie man sieht, gelingt das nicht allen gleich gut. (Trittbrettfahrern gelingt es am wenigsten).

    Es werden sich immer Gruppen bilden und grösser werden. Sie werden immer gross genug werden, dass sich Reibungspunkte entwickeln. Viele gründen sich, da es bereits Reibungspunkte gibt. Diese Reibungspunkte entstehen, weil ein bisher eher unwichtiger Punkt, scheinbar über sich hinausgewachsen ist. Er wurde plötzlich wichtig. Und wenn es die Gruppen nicht schaffen, sich gegenseitig – fachlich! – weiterzubringen, dann wird es primitiven Streit geben.

    Eines der wichtigsten demokratischen Mittel ist: Lernen statt etablieren.

    Ansonsten ergibt sich eine Einseitigkeit und diese wird früher oder später damit beginnen andere zu unterdrücken.

    Eine der Grundregeln des herrschens ist: Divide et impere! Teile und herrsche. Die Art, wie wir uns heute verbal auseinandersetzen unterstützen diesen Grundsatz: Einjeder verteidige seinen Standpunkt, und treibe ihn tiefer und tiefer … Irgendwann wird er sehr einfache Regeln aufstellen, die interpretiert werden können. Jetzt kann man das aufnehmen und wendet seine eigene Interpretation der Regeln an, man instrumentalisiert sie.

    Das Problem ist, dass man sich in die Details treiben lässt, statt das Offensichtliche zu ändern. Dass das proma funktioniert, kann man fasst überall auf der Welt und in diesem, wie auch in meinem und allen anderen Blogs, sehen. Am Detail zerbricht die Welt. Mit Details, sind die Menschen beschäftigt. Mit Details, kann man alles machen – man ist ja frei.

  16. Pingback: Mythen der Demokratie – Der Kapitalismus oder das, was wir dafür halten (Teil 3) | Nama´Ba´Ronis

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