Mythen der Demokratie – Der Kapitalismus – oder das, was wir dafür halten – Teil 3

Ein ähnliches Schicksal wie der Demokratie, allerdings in negativer Hinsicht, widerfährt dem Kapitalismus. Eines vorweg – das, was wir seit vielen Jahren erleben, hat mit dem Ursprung nahezu nichts mehr zu tun – das, was wir seit vielen Jahren erleben, ist eine geradezu diabolische Vermischung aus Etatismus, autoritärem Korporatismus und Staatskapitalismus in seiner allerschlimmsten Ausprägung.

Unter dem Deckmantel der Demokratie bewegten wir uns zurück in die Zeiten des Merkantilismus des 16. Jahrhunderts. Diesem Ungetüm wird das Wort „Kapitalismus“ ans Revers geklebt und für alles verantwortlich gemacht, was schief läuft. Diese (bewussten) Begriffsverstümmelungen sind umso verwerflicher, da sie den eigentlichen Unhold nur für geübte Augen sichtbar machen.

Die deutsche Sprache ist grundsätzlich sehr präzise, es ist vollkommen unnötig, Dinge und Begebenheiten mit Worten zu besetzen, die von sprachlich ungenau bis zu vollkommen inkorrekt reichen. Da dies so ist, muss es böse Absicht sein, wenn unser pervers entartetes Gesellschaftskonstrukt als Kapitalismus bezeichnet wird.

Aus historischer Sicht hat die deutsche Abneigung gegen den Kapitalismus besonders tiefe Wurzeln. In kaum einem Fach- oder Schulbuch findet sich die ursprünglich richtige Beschreibung sondern immer nur die Brandmarkung der Auswüchse, die dem „Kapitalismus“ zugeschrieben werden. Dies hat verheerende Auswirkungen, werden Kinder und junge Menschen in falscher Weise indoktriniert.

Ein Ausscheiden aus diesen Sprachvergewaltigungen ist nur denen gegönnt, die sich unserem Zeitgeist auf absolute politische Korrektheit widersetzen, sich ein eigenes, unvoreingenommenes Bild machen und sich erst danach eine Meinung bilden.

Aber was ist denn nun eigentlich „Kapitalismus“? Der Kapitalismus, der es möglich gemacht, dass Millionen von Menschen aus bitterster Armut befreit wurden und die Chance hatten, ein zufriedenes Leben zu führen? Der Kapitalismus, der den Namen verdient, bezeichnet eine freie und offene Gesellschaft, die auf einem freien Markt und unter dem Schutz des jeweiligen Eigentums miteinander Handel betreibt.

Kapitalismus oder Marktwirtschaft bieten in ihrer unverfälschten, nicht manipulierten Form die Chance für jeden Einzelnen, etwas zur Bereicherung eines anderen beizutragen und dessen Leben zu verbessern. Selbstverständlich hat dies zur Folge, dass der Einzelne profitiert, aber wieso sollte dies etwas schlechtes sein? Etwas Schlechtes entsteht nur dann, wenn ein Individuum ausgenutzt und missbraucht wird.

In einer echten Marktwirtschaft wäre das jedoch gar nicht möglich, würde der Missbrauchte jederzeit auch mit anderen Marktteilnehmern Handel betreiben können und wäre somit weder erpressbar noch den Launen und Untaten des ehemaligen Handelspartners dauerhaft ausgesetzt. In einer echten kapitalistischen Welt ist der Verbraucher der Souverän, der Kunde ist König. Die Kunden entschieden, ob ein Unternehmer reich wird (weil er sinnvolle Dinge produziert) oder nicht.

In unserer heutigen Zeit allerdings haben sich diese grundsätzlich sinnvollen Mechanismen auf den Kopf gestellt. Heute ist es eben keinesfalls mehr so, dass nur die den Menschen zuträglichen Unternehmer reich werden – heute werden meist die reich, die die „richtigen Leute“ kennen.

Zum Beispiel muss man bestimmte Glühbirnen kaufen und man muss an der Energiewende teilnehmen. Ausgewählte Unternehmen, die diese Leistungen anbieten, sind natürlich in geradezu unverschämter Form Nutznießer dieser Farce, die als Marktwirtschaft bezeichnet wird.

Versuchen Sie heute mal als Einzelperson eine Selbstständigkeit zu starten – Ihre Idee und Ihr Produkt können noch so großartig sein; wenn Sie es nicht schaffen, die Hürden der Bürokratie und der Eingriffe durch unendliche Vorschriften und Regulieren zu umschiffen, dann hilft Ihnen das alles nichts.

Selbst wenn Sie die Anfangsschwierigkeiten erfolgreich hinter sich gebracht haben – haben Sie erst einmal richtig Erfolg, werden Sie die „gutmeinenden Ratschläge“ der Etablierten, die es sich am Subventionstrog bereits gemütlich gemacht haben und die unter gar keinen Umständen auf die Vorteile verzichten werden, absolut sicher  zu spüren bekommen.

Der Reiz unternehmerischer Tätigkeit lag vor langer Zeit darin, wirtschaftlich unabhängig zu werden, indem man Produkte verkauft oder Dienstleistungen anbietet, die anderen Marktteilnehmern nutzen. Mittelständische und Kleinbetriebe waren immer ein Garant dafür, dass Menschen einer Arbeit nachgehen und diese auch wechseln konnten, wenn die Rahmendaten nicht mehr stimmten. Davon ist kaum noch etwas übrig geblieben. Die Macht über herzustellende Produkte, angebotene Dienstleistungen und die damit verbundene Umgangsweise mit den entsprechenden Mitarbeitern obliegt immer mehr einigen wenigen Großunternehmen, die diese Macht in brutaler Weise für sich zu nutzen wissen und dabei von der Politik bestmöglich unterstützt werden.

Zudem arbeiten in Deutschland mehr Menschen im Staatsdienst als dass es Selbstständige gibt, wir haben Abgabenquoten von bis zu 70 %, die Unternehmerrendite liegt bei durchschnittlich 2%, wir haben staatlich regulierte Arbeitsmärkte, fast 40 % der Menschen leben von Staatsleistungen, mehrere hunderttausend Betriebe unterliegen staatlichen Eingriffen, an überwältigend vielen Großunternehmen ist der Staat maßgeblich beteiligt, trotzdem sprechen wir von Kapitalismus. Ständig werden Großbanken mit Unmengen an aus der Luft geschöpftem Geld „gerettet“ und trotzdem sprechen wir von Kapitalismus.

All das ist „Kapitalismus“ nicht!

Kapitalismus ist der freie Handel freier Menschen. Wenn Fehler passieren, hat man die Verantwortung zu übernehmen. Man darf sich über die Gewinne freuen (sofern sie auf ehrlichem Wege erwirtschaftet wurden) und man muss die Verluste verantworten (sofern man auch wirklich dafür verantwortlich ist).  Nicht mehr und nicht weniger!

„Ich möchte mit Dir Geschäfte machen und Du mit mir!“ und „Ich gebe Dir meine Hand darauf“- erinnern Sie sich an diese einfachen, aber vollkommen ausreichenden Worte der Vergangenheit? Das war Kapitalismus – Handel, der in früheren Zeiten mit „Kaufmannsehre“ betrieben wurde. Aufrichtig, geradlinig, unverfälscht!  Wenn man Erfolg hatte, durfte man ihn für sich beanspruchen und wurde für diesen Erfolg respektiert. Wenn man scheiterte, was nun mal auch zum Geschäftsleben dazugehört – stand man dazu. Man musste einsehen, dass man etwas falsch gemacht hatte und dafür die Verantwortung übernehmen.

Und wie sieht die Welt heute aus?

Es wird alles „gerettet“, obwohl der „Glückselige“ entweder durch Missmanagement, Überschätzung oder einfach, weil sich für die Produkte aufgrund von mangelnder Attraktivität keine Kunden mehr finden, grundsätzlich nicht mehr zu retten ist. Bei Erfolg sieht man sich dem Vorwurf des „üblen  Kapitalisten“ ausgesetzt, der andere ausbeutet.

Fehlverhalten wird belohnt, allerdings nur dann, wenn das Unternehmen groß genug ist und im Aufsichtsrat im besten Fall noch ein ehemaliger Politiker sitzt. Ist das Unternehmen jedoch „nur eine kleine Butze“, schlägt die ganze Härte des Gesetzes durch – da wird nichts verziehen und schon mal gar nicht gerettet. Fehlverhalten endet im schlimmsten Fall im Gefängnis! Das ist Rechtsverdrehung und Klientelpolitik, aber vor allem hat es nichts mit dem zu tun, was der Kapitalismus ursprünglich einmal für die Menschen an Vorteilen mit sich bringen sollte.

Es ist bitter, wenn perverse Auswüchse, Rechtsverletzungen am Fließband  und  gelebte Unverantwortlichkeiten dem Kapitalismus zugerechnet werden. Das „kapitalistische“ System ist nur noch ein Schein seines Selbst und die „Kapitalismusgegner“ werden vor lauter Begeisterung in die Hände klatschen. Endlich ist es tot, dieses Monster! Das allerdings das falsche Monster zur Strecke gebracht wurde und niemand so recht erklären kann, woher denn nun das Geld für die zu verteilenden Wohltaten kommen soll – nun ja, diese Gedanken sind dann wohl eher wieder „schlechtmenschlich“ und nur dem schnöden Mammon gewidmet.

Es stimmt, das Finanzwesen ist nicht produktiv, es ist korrupt, es ist verdorben und die Fäulnis stinkt mittlerweile zum Himmel; dies ist aber nicht ein Resultat des Kapitalismus. Unsere Politik verwandelte ein Wirtschaftssystem praktisch in eine Staatsform, welche die eigentliche Demokratie ersetzen soll – durch unentwegte, unbekümmerte und planlose Eingriffe, ohne die vollen Konsequenzen zu kennen oder sich um die Wirkungen auf die Betroffenen zu scheren.

Schon seit Ende des „Wirtschaftswunders“ sind sämtliche Regierungsparteien Komplizen in der eigennützigen Zerstörung eines rationalen, gerechten und überschaubaren Systems. Rechenschaft, Selbstverantwortung und ethische Grundsätze wurden die ersten Opfer dieses „ökonomischen Frankensteins“.

Ein aufrichtiger Dank an „alphachamber“ für die angenehme Zusammenarbeit; es hat viel Spaß gemacht!

58 Gedanken zu „Mythen der Demokratie – Der Kapitalismus – oder das, was wir dafür halten – Teil 3

  1. Mir persönlich ist es mittlerweile völlig egal, wie Kapitalismus definiert wird oder welche Geldsystematik diskutiert wird – für mich ist Fakt, dass die menschliche Gesellschaft nur dann und wirklich nur dann von all diesen negativen Auswüchsen sich befreien kann, wenn es ihr gelingen sollte ohne Vergleichsdenken und ausschließlich der Notwendigkeit des Augenblicks verpflichtet zu agieren.
    Also: Jemand benötigt etwas, um seine Existenz zu sichern – es wird ihm gegeben.
    Jemand braucht existentielle Hilfe – sie wird durch die anderen geleistet.
    Umgehend. Bedingungslos. Aus der Einsicht in die unverzichtbare Notwendigkeit sozialer Verantwortung aller gegen alle – und dies aus reinem Eigennutz heraus!
    In der Spieltheorie gewinnen letztlich die am meisten und am dauerhaftesten(!), die fair und pflichtbewusst mitenander umgehen und eigene Regelansprüche im gleichen Umfang, in gleicher Gültigkeit auch den anderen nicht nur zugestehen, sondern dafür auch einstehen.
    Die „Krise“ ist also eigentlich keine finanzielle, sondern eine soziale.

    Das ganze Tohuwabohu um die „Märkte“, „too big to fail-Blabla“ etc. gleicht der Aufregung auf dem Schlachtfeld, wo Verwundete schreien und mit beachtlichem Aufwand evakuiert und medizinisch versorgt werden.
    Würde man die gleiche Energie in die Vermeidung von Kriegen gesteckt haben, wäre das Ergebnis nicht nur, dass es keine Sterbenden und Verwundeten und Aufwendungen für die Ent- und Versorgung derselben gäbe – es gäbe gar keine echten menschlichen Probleme/Krisen mehr, da die die Grundlage zur Vermeidung von kriegen etwa eine grundlegende Revision ethisch-moralischer Verhaltenspflicht voraussetzte, die sich automatisch auf sämtliche zwischenmenschliche Aspekte auswirken würde.
    Das wird einem aber mittlerweile schon im babybauch aberzogen, indem das Konkurrenzdenken bereits dort gestartet wird – denn dem Kleinen soll´s ja später mal besser als den anderen gehen…

  2. Ich kann jedem Ihrer Worte folgen, meine Augen gehen immer weiter auf und richtig Freude habe ich beim Lesen Ihrer verwendeten Bilder, wie der „ökonomische Frankenstein“. Danke!

  3. Liebe Bergische Löwin, lieber LePenseur,

    herzlichen Dank für Ihre Worte! Und natürlich mein Dank an „alphachamber“, dem die Ehre in gleicher Weise gebührt!:-)

  4. Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu.

    Dennoch bleibt ein Unbehagen. Denn Kapitalismus bedeutet auch, dass sich Gelder bei wenigen Personen anzuhäufen pflegen. Am Anfang einer kapitalistischen Phase blüht sicherlich vieles auf, besonders im Vergleich zum Kommunismus.

    Aber gegen Ende haben im Kapitalismus die erfolgreichsten Unternehmen expandiert, andere geschluckt, sind gar zu Monopolisten geworden. Kurz: Sie haben Kapital angehäuft.

    Das bedeutet: Die reiche Oberschicht kauft sich dann Politiker, Armeen, Ordnungskräfte, Glaubensunternehmen, Medien, Gesetze usw. Alles wie gehabt.

  5. Liebe Susanne,

    Kapitalismus ist die neue Gesellschaftsordnung, die den Feudalismus ablöste und eine wesentlich höhere Arbeitsproduktivität gestattete. Das beruht auf der Schaffung von Mehrwert. Sein Konzept zwischen den Jahren 1500 bis 1750 war der Merkantilismus. „Ein Punkt, in dem sich die Merkantilisten einig waren, war die Unterdrückung der Arbeiterklasse. Arbeiter und Bauern hatten am Existenzminimum zu leben, damit die Güter kostengünstig hergestellt werden konnten. Ziel war es, die Produktion zu maximieren; der Verbrauch und Genuss der Arbeiter wurde nicht berücksichtigt. Nur wenn sie durch harte Arbeit ihr Existenzminimum sichern konnten, war sichergestellt, dass eine maximale Produktion erreicht werden konnte. Höhere Löhne, Freizeit oder Bildung für die Unterschichten würden unausweichlich zu Lastern und Faulheit führen und wirtschaftlichen Schaden anrichten.“ Ich zitiere aus Wikipedia.
    Karl Marx äußerte sich kurz zum Kapitalismus. Seine Notizen tragen den Titel: „Das Kapital“. Begriffe wie „Manchesterkapitalismus“, „Weberaufstand“, zeugen davon, wie schon damals die eigentlichen Profiteure, die Millionen Arbeiter und ihre Familien, den ungeregelten, „unverfälschten“, Kapitalismus Deiner Beschreibung wohl nicht so richtig verstanden haben können.
    („Aber was ist denn nun eigentlich „Kapitalismus“? Der Kapitalismus, der es möglich gemacht, dass Millionen von Menschen aus bitterster Armut befreit wurden und die Chance hatten, ein zufriedenes Leben zu führen? Der Kapitalismus, der den Namen verdient, bezeichnet eine freie und offene Gesellschaft, die auf einem freien Markt und unter dem Schutz des jeweiligen Eigentums miteinander Handel betreibt.

    Kapitalismus oder Marktwirtschaft bieten in ihrer unverfälschten, nicht manipulierten Form die Chance für jeden Einzelnen, etwas zur Bereicherung eines anderen beizutragen und dessen Leben zu verbessern. Selbstverständlich hat dies zur Folge, dass der Einzelne profitiert, aber wieso sollte dies etwas schlechtes sein? Etwas Schlechtes entsteht nur dann, wenn ein Individuum ausgenutzt und missbraucht wird.“)

    Auch, dass diese fortschrittlichen Gesellschaften, außer im Inneren „auszubeuten“ ihre Außeninteressen durch Kriege „verteidigen“, beispielsweise die vollkommenste aller kapitalistischen Demokratien die bekannt stillen, feinen Amerikaner in ihrer gesamten Historie sich nur ganze zwei kriegsfreie Jahre (!!!) leisteten, Neider das als Imperialismus bezeichneten, zeugt sicher nur von Nichtverstehen.

    Große Klasse, dieser unverfälschte Kapitalismus, von den Anfängen über die gegenwärtig zutiefst humane Bankenrettung bis in eine märchenhaft PRISM-geschützte Zukunft.

  6. Lieber Klaus-Peter Kostag,

    es ist zutiefst betrüblich, wenn man mit aller Mühe veständlich zu machen versucht, dass die „humanen“ Bankenrettungsversuche nichts mit dem „Kapitalismus“ zu tun haben und man mit Trauer feststellen muss, dass das Geschriebene nichts bei denen erreicht, die es nicht verstehen wollen oder eben auch nicht können. Das nennt man dann wohl „Perlen vor die Säue“ werfen…., so tragisch dies auch ist!

    Da Sie sich auf den Menschenfreund Karl Marx berufen, was mich in diesem Zusammenhang auch nicht wundert, empfehle ich die Lektüre der unzähligen Briefe Ihres Humanisten Marx an seinen Gönner und Durchfütterer Engels, in denen die ganze tiefe Verachtung für die „Arbeiterklasse“ nur zu überdeutlich wird.
    Da Sie sich aber ein fertiges Bild gezimmert haben und auch Tatsachen Sie mit aller Wahrscheinlichkeit nicht zum Umdenken bringen werden, sind diese unschönen und wenig schmeichelhaften Aussagen wohl nicht von dauerhaftem Wert. Ihr klassisches Bild vom „Manchesterkapitalismus“, der in den Köpfen all derer fest veankert ist, die sich für alle Zeiten der Moralarroganz verschrieben haben, wird sich nicht verändern lassen. Dass die Menschen aus bitterster Armut kamen und selbst diese Zustände eine Verbeserung Ihres Elends war, ist für Sie vollkommen unnachvollziehbar. Das beschreibt die heutige Dekadenz in vortrefflichster Weise! Dafür danke ich Ihnen!

  7. Liebe Frau Kablitz,
    Sie sind ein Lichtblick; bitte lassen Sie sich nicht aus der Bahn bringen! Auch die mit noch nicht sehenden Augen werden irgendwann auchwachen. Hoffen wir, dass es dann noch nicht zu spät ist! Ich schätze Ihre Arbeit und ich bin sicher, ich bin eine von vielen!
    Gruß C. Meyer

  8. @alphachamber
    Sie greifen hier Herrn Kostag weitgehend einfach persönlich an: “ inhaltslosen Kommentar aus kopierten Text-Fragmenten und ein paar selbstgebauten Saetzen vergeblich nach einem Sinn“… „Oekonomie fuer Dummies”…“peinliche Wissensluecken“…“Wenn Sie die Zusammenhaenge ersteinmal verstehen, freuen wir uns wieder auf Ihren Besuch.“

    Dies zeugt natürlich von Ihrer weit größeren Intelligenz und Ihre Antworten sind nicht weniger platt und substanzlos.

    @all
    Herr Kostag spricht indirekt ein zentrales Problem des Kapitalismus egal in welcher Form an, dass hier eben nicht beantwortet wird, das ich auch noch nie wirklich beantwortet gesehen habe:

    Eigentumsanhäufung geht einher mit Macht. Wenn es einigen Marktteilnehmern gelingt durch eine gute Idee, Fleiß oder einfach Glück zu einer gewissen Menge unantastbares Eigentum zu kommen, so erreichen sie dadurch eine Machtposition, die man dem Eigeninteresse folgend dann auch nutzt. Diese wird dann auch genutzt um das Regelwerk nach dem die Gesellschaft funktioniert zu manipulieren, zu eigenen Gunsten.

    Das zweite Problem ist der Glaube an einen fairen Markt an sich. Warum sollte ein Geschäft fair verlaufen? Wenn ich heutzutage bei einem Anbieter etwas kaufe darf ich getrost davon ausgehen, dass die Chance nicht gering ist, dass er versucht mich über den Tisch zu ziehen. Ob es manipulierte Autos beim Gebrauchtkauf sind, oder (Finanz)Produkte die man schnell loshaben will, weil man einen Verlust erwartet, also irgendwelchen „dummen Kunden“ aufschwatzen indem man ihnen das blaue vom Himmel lügt. Versicherungen, die immer einen Grund suchen im Schadensfall nicht zu zahlen.
    Es wird immer Menschen geben, die Kenntnisvorteile, Beziehungsvorteile besitzen und diese auch auf einem Markt ausspielen können um andere zu übervorteilen.

    Ich empfinde eine auf Misstrauen basierte Gesellschaft als graus. Leider sehe ich auch hier keinen Grund warum der von Ihnen beschriebene Kapitalismus nicht solche Verfahren begünstigen wird.

    Desweiteren wird auch die Manipulationsmacht nicht betrachtet. Der Mensch ist als „Herdentier“ sehr einfach zu beeinflussen (Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=IJIO-xOD364), darauf basiert die gesamte heutige Werbebranche. Wie frei und fair bleibt denn ein Handel unter diesem Gesichtspunkt? Wer gut manipuliert erzeugt damit viele Abnehmer, für das was er auch immer anbietet, aber wie frei ist die Entscheidung dafür? Welche Macht geht damit mit dem Besitz von Presseagenturen oder Medien allgemein einher?

    Vieles was den Kapitalismus, wie beschrieben funktionieren lässt, basiert auf einer überschaubaren Gesellschaftsgröße. Im Ort oder in der Stadt kennt man sich gut genug, dass viele der oben genannten Auswüchse nicht zum Tragen kommen. Man kennt sich ja persönlich (dies ist eine Hemmschwelle) und es besteht eine Gefahr, dass schlechtes Verhalten durch Mundpropaganda bei allen Marktteilnehmern bekannt wird und man somit abgestraft wird. Je weiter reichend aber der Markt wird, und je unpersönlicher der Handel abläuft, desto weniger fühlt man sich in dem Versuch gehemmt andere übers Ohr zu hauen.

    Als letzten Punkt, was macht man mit Menschen die durchs Raster fallen, unabhängig von den Gründen? Soll es hier ein System geben, damit diese nicht in lebensbedrohliche Existenznot geraten? Hartz 4 in Deutschland sichert zumindest ein Überleben und eine Bleibe, wie geht man damit stattdessen um?

  9. @Klaus-Peter Kostag:
    Frau Kablitz hat sich in ihrem Essay redlich bemüht, mit Beispielen, Argumenten und Syllogismen die Probleme und Fehler des K. darzulegen und zu begründen. Dabei plädiert sie für einen reinen, unverfälschten, gleichberechtigenden K., den es eben noch nirgendwo gab. (Amerika kam in seiner Gründerzeit zwar dem Ideal am nächsten, konnte sich staatlichen Eingriffen zur Stärkung des Imperialismus auf Dauer nicht widersetzen.)
    Dagegen sucht man in Ihrem aufwendigen, inhaltslosen Kommentar aus kopierten Text-Fragmenten und ein paar selbstgebauten Sätzen vergeblich nach einem Sinn. (Ihr Schnellkurs aus Wikipedia und “Ökonomie für Dummies” reicht nicht für einen intelligenten Diskurs und der gequälte Sarkasumus ist kein Ersatz für peinliche Wissenslücken).

    Unterdrückt + ausgebeutetet war die große Mehrheit der Bevölkerung schon mindestens seit den ersten “modernen” Staatsstrukturen ca. 5000 B.C. in China. Das ist zunächst ein politisches Problem. Die Industrialisierung ermöglichte erstmalig auch dem Dritten Stand alternative Lebensbedingungen und eine geplante Existenz. Der K., wenn er auch schon damals Fehler aufwies und missbraucht wurde, half dennoch mit der Emanzipation der Mehrheit Europas. Die Demokratie gäbe es ohne den K. nicht! Der Merkantilismus war eine notwendige Entwicklungsstufe zu einer freieren Wirtschaft, genauso wie die Dampfmaschine zu Ihrem Laptop.

    “…der Verbrauch und Genuss der Arbeiter wurde nicht berücksichtigt…”
    Blödsinn auf Stelzen! (hätte J. Bentham gesagt). Ohne den Konsum der riesigen Unterschicht hätte eine Massenfertigung gar nicht funktioniert, durch sie konnten sich endlich auch einfache Leute Dinge leisten die davor nur mit Hand für die fürstlichen Paläste gefertigt wurden. Dann kam Ihr feiner Herr Marx und lieferte die Ideen, die 2/3 der Welt bittere Armut, blutige Revolutionen, Krieg, Elend und Tod brachten – in Maos China alleine starben 50 Millionen für seine Arbeiter-freundlichen Konzepte! Ja, wirklich grosse Klasse!
    Wenn Sie die Zusammenhänge ersteinmal verstehen, freuen wir uns wieder auf Ihren Besuch.

  10. Sie beschreiben die Idee des „reinen“ Kapitalismus, in dem „Alles gut“ wird, Frau Kablitz, und beklagen den real existierenden Missbrauch Ihres Ideals. Damit unterscheiden Sie sich in meinen Augen nur marginal von jenen, die den nicht verwirklichten „reinen“ Kommunismus betrauern.

    Die eine wie die andere ideale Gesellschaft zu verwirklichen hat leider die Schaffung des „Neuen Menschen“ zur Bedingung.

    Da verzichte ich dann doch lieber.

    Herzliche Grüße

    Osswald

  11. @Sanima:
    1. Herr Kostag hat sich mit seinem Sarkasmus selbst disqulifiziert. Sarkasmus alleine ist noch kein Argument.
    2. Das „zentrale Problem“ ist eben KEIN Fehler der freien Wirtschaft per se, sondern ein Anwendungsfehler. Oder wollen wie alle wieder zu Fuss gehen um Autounfaelle zu vermeiden?
    3. Beiden Kommentaren fehlen immer noch Vorschlaege und Alternativen. Wenn kein Kapitalismus – was dann?
    Es gibt immense Probleme mit unserer Demokratie – also abschaffen? In jedem Bezirk einen Blockwart, der jeden Broetchenkauf mit einem offiziellen moralischen amtlichen Guetesiegel erst amtlich rechtskraeftig macht?
    4. NATUERLICH ist alles eine Frage der Ethik und moralischen Bildung, nur – wie soll sie zustande kommen in einer Gesellschaft die saemtliche Verantwortung und Werte dem Staat uebertraegt?
    Wir moechten hier nicht einfach recht behalten, aber hoffen wir auf Vorschlaege, die nicht nur auf sozialen Gefuehlen und Ideologie stehen. Es ist ja gerade die Willkuer, die diese Missstaende schafft, wie Sie selbst korrekt schreiben. Wessen Werte sind die richtigen?

  12. @Osswald: Sie erwähnen immer wieder den „neuen Menschen“. Das ist überhaupt nicht der Anspruch- an keiner Stelle; hier ging es um grundsätzliche Begriffsklärungen und deren Mutationen. Wir haben auch nicht von einer „idealen Gesellschaft“ gesprochen – das ist Ihre Interpretation. Sie erwähnten bereits im letzten Teil, dass wir Ihnen nun eine „Patentlösung“ bieten „müssen“. Das ist jedoch Ihr Anspruch, nicht unserer!
    Insgesamt hatten Sie Erwartungen, die Sie nicht erfüllt sehen. Das ist zwar „bedauerlich“, aber eben auch nicht unser Anliegen!
    Jeder Mensch muss sich klar darüber werden, in welcher Welt er leben möchte; um dies aber entscheiden zu können (mit allen Konsequenzen), benötigen wir eindeutige und vor allem korrekte Beschreibungen der jeweiligen Zustände. Je mehr Begriffe verfälscht werden, desto verwirrender wird alles. Diesem Umstand sollte hier Rechnung getragen werden – nicht mehr und nicht weniger!
    Viele Grüße
    Susanne

  13. Also diese Selbstgefälligkeit in einigen Kommentaren hier ist beschämend! Da steht hier ein wirklich hervorragender Text, der zum Nachdenken anregen sollte und es ist anscheinend nichts Besseres zu tun, als möglichst an allem herumzumäkeln. @Osswald: Was soll der Quatsch? Wieso glauben Sie, dass die Autorin möchte, dass Sie ihr folgen? Ich bin sicher, sie strebt höhere Ziele an! Statt nur zu meckern, sollten eher Ideen geliefert werden, aber das ist wohl zu anstregend!

  14. An Alphachamber: Ich kann verstehen, dass Ihnen die Hutschnur hochgeht, es ist nur schwer zu ertragen, was manche von sich geben. Aus der Nase gezogene Weisheiten, die sich sozial anhören und schon ist das Gewissen wieder im Reinen. Und wer mit Marxi argumentiert, ist ja per se schon auf der „richtigen Seite“. Dass der seine Leute grandios verarscht hat, egal, sich darum zu kümmern, würde ja alles auf den Kopf stellen. Die liebe Familie Rothschild hat den Guten ganz schön für die eigenen Zwecke eingespannt und die Masse kapiert es nicht! Ironie vom Allerfeinsten!
    http://antinewworldorder.blogspot.de/2007/10/who-was-karl-marx.html
    http://en.wikipedia.org/wiki/Nathan_Mayer_Rothschild

  15. @Osswald: Ich respektiere Ihre Haltung.
    Perseonlich will ich auch keinen „Neuen Menschen“ (- dies ist Teil faschistischer Agendas).
    Im Gegenteil, ich wuensche mir den „Alten Menschen“ zurueck. Den mit Respekt, Pietaet, Selbstverantwortung und unaufgezwungenen Werten. Und wenn dieser auch nicht das Symbol einer klassenlosen Gesellschaft ist, ist mir das lieber als eine Gesellschaft aus einer neutralgechlechtlichen, gleichdenkenden, karamelfarbigen Masse. Der grosse Irrtum liegt darin den Kapitalismus als Verursacher zu sehen – es ist der Mensch der den ihn missbraucht. Der heutige K. wie z.B. der Feudalismus, Absolutismus und Merkantilismus ist eine Entwicklungsstufe und Fr. Kablitz wirbt fuer seine Verbesserung. Reines Wasser ist nicht schlecht, nur weil verunreinigtes Wasser Menschen krank macht!
    Gruesse

  16. @SandyMejour:
    Ich haette es besser nicht formulieren koennen – und mir geht langsam das Benzin aus. Aus Prinzip halte ich Diskussionen respekt-und wuerdevoll. Aber wenn sich jemand so qualifiziert wie Fr. Kablitz solche Muehe macht, verdient man auch einen durchdachten Kommentar. Es ist mitnichten meine Absicht zu beleidigen. Wir publizieren um Analysen, neue Ansichten und Vorschlaege zu suchen und auf Denkfehler zu stossen. Wir missionieren nicht und bitten aufrichtig um Belehrung – fuer Ideologie oder Meinungen ohne Syllogismen haben wir keine Zeit.
    Vielen Dank fuer Ihren Kommentar und die interessanten Links.

  17. Liebe Susanne,
    Deine Texte bringen es auf den Punkt. Es macht eine Freude diese zulesen und zustimmend mit dem Kopf zu nicken.
    Ich würde mich sehr interessieren wie ein Staatsentwurf bei Dir aus sieht, gibt es überhaupt eine staatliche Instanz? Stellt diese Instanz Regeln auf damit sich z. B. keine Kartelle bilden? Also eine Anhäufung von zuviel Macht.
    Ich habe ein eigenes Unternehmen für mich zählt mein Wort. Wie oft ich schon an die Wand gelaufen bin brauche ich Dir nicht zu sagen. Wie gerne hätte ich diese Zustand das der Handschlag noch was Wert ist.
    In einem Land und übergeordneter EU, wo Gesetze nicht mehr das Papier Wert sind worauf sie geschrieben sind, der Staat sich als Hehler betätigt, Recht nur noch im eingeschränkt gilt, der Genderwahnsinn immer absurder wird, steuerliche Belastungen im Unerträglichen liegt, da fühlt man sich als Arbeitgeber, Leistungsträger und Mann nicht mehr wirklich wohl. Leider gibt es kein Land auf dieser wunderschönen Welt, der durch den Ökowahn nun endgültig der gar ausgemacht wird, ein Fleckchen wo unsere Werte noch was Wert sind und ich bin schon weit herum gekommen. (Tips werden gerne angenommen). Für D und EU habe ich jede Hoffnung eigentlich aufgegeben.
    Macht weiter mit Eurem Blog. Es freut mich das ich nicht ganz alleine bin. Danke!

  18. Lieber Swen,

    vielen Dank für Deine Zeilen – darüber freuen wir uns sehr!
    Der Staat in seiner heutigen Form hat meiner Meinung nach seine eigentlichen Befugnisse weit überschritten und in Verbindung mit der EU ist die Entwicklung überaus beängstigend. Es machen ja Menschen den Staat aus und es wundert mich immer wieder, warum wir diesen Menschen mehr zutrauen als uns selbst. Du beschreibst dies sehr gut – wir werden in vielen, ja leider in den meisten Bereichen durch die Gegend geschubst und dienen den Interessen machtbesessener „Volksverteter“. Wir dürfen zwar noch unser Geld als Steuern abliefern und einmal alle vier Jahre eine Wahlfarce veranstalten – ansonsten haben wir uns bitte ruhig zu halten. Das ist aus meiner Sicht nicht hinnehmbar.
    Mit meiner Sicht eines „Staates“, der den Namen Rechtsstaat auch verdient, bitte ich Dich noch um etwas Geduld – dieses Thema wird ausführlich in einer weiteren Serie behandelt – eines jedoch steht fest. Dieser für mich wünschenswerte Zustand hat nahezu nichts mehr mit dem zu tun, was wir derzeit erleben.:-)
    Nein, Du bist nicht alleine – wir sind zwar noch nicht so viele, aber es werden immer mehr. Immer mehr Menschen stehen auf und fordern ihre persönlichen Rechte und Freiheiten ein.
    Herzliche Grüße

  19. @alphachamber
    Zu 1. und 2.: Sie sagen Herr Kostag disqualifiziere sich mit dem Sarkasmus selbst um dann in ihrem zweiten Satz, mit „alle wieder zu Fuss gehen um Autounfaelle zu vermeiden?“ abzuschließen. Nach ihrer eigenen Aussage disqualifizieren sie sich also hier selbst. Ein Gegenargument ist die Behauptung, der Kapitalismus werde nur falsch angewendet auch nicht, hier kann ich eine beliebige Ideologie hinsetzten und das Argument, sie werde nur nicht richtig angewendet bringen, so erstickt man nur Diskussionen im Keim. Wenn ich Kapitalismus betreibe, dann sind Menschen, die alle von mir beschriebenen Probleme anwenden, erfolgreich im Bezug auf eigenen Zugewinn und Machtposition. Sie werden also für ein prinzipiell für die Gesamtgesellschaft schädliches Verhalten belohnt, während korrektes Verhalten zumindest nicht belohnt, eventuell sogar bestraft wird. Wer die Lehr-Lern-Theorie des „operanten Konditionieren“ kennt, weiß dass durch Belohnung und Bestrafung (ob gewollt oder nicht) das Verhalten stark beeinflussbar ist, speziell bei intelligenten Lebewesen (funktioniert also beim Mensch hervorragend). Das gesellschaftsschädliche Verhalten wird also (sicher unbeabsichtigt) auch noch gefördert. Das ist durchaus ein Problem des Kapitalismus, ich kann nicht zunächst als Primärmaxime den eigenen Vorteil setzen, diesen durch problematisches Verhalten am größten werden lassen, und mich dann wundern, warum die Individuen, die die Chance dazu haben genau dieses problematische Verhalten an den Tag legen.

    zu 4.: Die Werte werden nicht einfach auf den Staat übertragen, speziell in finanziell schlechter gestellten Gegenden helfen sich die Menschen doch untereinander. Dazu habe ich unter Anderem eine Reportage im Kopf, bei der sich die beiden Reporter als Obdachlose ausgegeben haben und um etwas zu Essen und einen Unterstand zum schlafen gebeten haben. Geholfen wurde ihnen dort wo die wirtschaftlichen Verhältnisse schlecht waren. Wo eine gewisse Empathie für die Probleme vorhanden ist, wird also geholfen. Was verantwortung betrifft, das würde ich gerne differenziert betrachten, eine Glühbirnen-Verordnung brauche ich genau so wenig wie Bier nur nach deutschen Reinheitsgebot, aber möchte ich wirklich z.B. Infrastruktur in profitorientierten Unternehmen haben, wo man quasi automatisch ein Monopol hat?

    zu 3.: Wenn wir uns die Situation wie sie ist ansehen, so ist doch ein zentrales Problem, dass wir so Produktiv sind, dass erheblicher Anteil der Menschen für die Wertschöpfung nicht gebraucht wird. Gleichzeitig ist eine irgendwie geartete Erwerbsarbeit aber notwendig um sich zu ernähren und eine Unterkunft zu haben. Für die die keine Erwerbstätigkeit bekommen (warum ist erst mal nebensächlich), gibts dann Hartz 4, was aber mit einem riesigen Stigma behaftet ist (ich hoffe dies ist unstrittig). Ein guter Anfang wäre es dies zu akzeptieren und nun hier konstruktiv nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Zwei Varianten sehe ich hier spontan: 1. die Arbeitszeiten der einzelnen müsste auf mehr Schultern verteilt werden, so dass die eigenständige Lebenshaltung für mehr Menschen wieder möglich wird, oder 2. die Gesamtbevölkerung zum Teil am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen unabhängig von der Erwerbstätigkeit, so dass zumindest die Grundbedürfnisse gesichert sind. Was oft vergessen wird, auch ein Hartz 4 Empfänger trägt seinen Teil zur Wirtschaft bei, da er 100% des Geldes das er erhält quasi sofort wieder in den Wirtschaftskreislauf gibt. Während Geld, das Menschen erhalten, die bereits über ein relativ hohes Einkommen verfügen können zu großen Teilen dem Kreislauf entzogen bleibt (Geldanlagen/Finanzspekulation), Investitionen lohnen heute im Vergleich anscheinend nicht, hier stehen wir aber wieder vor dem Problem gesättigter Märkte, wer Geld hat braucht nichts mehr, wer Produkte brauchen würde, hat dazu kein Geld.

    Sicher, ich habe kein Patentrezept. Jedoch empfinde ich es für wichtig, dass in einer auf dauer stabilen Wirtschaftsform eine Kopplung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft integriert ist. Ein Ziel das ich für Anstebenswert halte ist eine Wirtschaftsform, in der Unternehmen und Mitarbeiter keine widerstrebenden Interessen mehr haben. Für ein Unternehmen ist die Arbeit ein Kostenfaktor, das heißt je billiger ein Mitarbeiter ist und je weniger Mitarbeitenr notwendig sind, umso mehr hat der Unternehmer für sich. Umgekehrt ist für den Mitarbeiter der Erfolg des Unternehmens ziemlich egal solange er den Arbeitsplatz behält.

    Als zweiten wichtigen Punkt sehe ich an, dass Macht und Einfluss sich nicht konzentrieren dürfen. Hier sehe ich auch die Politik nicht als Täter sondern eher als Marionette an. Per Lobby wird geschmeichelt und gewarnt, dafür gesorgt, dass man schon die richtige Expertise einholt, und nicht zuletzt gedroht. Es passiert eben, anscheinend auch überall in der Welt, genau das, was ich als zentrales Problem beim Kapitalismus sehe. Menschen nutzen die Macht, die sie durch ihren Besitz und ihre Position im Wirtschaftskreislauf haben um sich die Regeln mehr oder minder selbst zu machen.

  20. „Das Ordnungsprinzip für jede Gesellschaft ist der Krieg. Die Autorität eines Staates über sein Volk beruht auf seiner Kriegsmacht. Heute geht es um Öl, morgen um Wasser, dass sind die Königsdisziplinen des Geschäftemachens. Waffen, Öl und Drogen.
    Aber wir haben da ein Problem, friedliche Zeiten sind Gift für uns. Frieden ist gleich-bedeutend mit Stillstand. Deshalb stützen wir die Weltwirtschaft künstlich durch Zerstörung.
    Wir können nur weiterhin Geld machen, wenn die Welt in Flammen steht.
    Aber damit das funktioniert, dürfen das die Menschen nicht wissen.“
    http://campogeno.wordpress.com/2013/07/14/2013-ein-vorkriegsjahr-wie-1913/

  21. @Sanima: Anscheinend lesen wir hier unterschiedliche Texte, anders kann ich man das nicht vorstellen. „alphachamber“ argumentiert absolut logisch und nachvollziehbar. Sie fallen dadurch auf, dass Sie dem Kapitalimus negativ gegenüberstehen – ob das nun richtig ist oder falsch, sei einmal dahingestellt. Aber dieser vorgefasste Meinung vernebelt Ihnen die klare Sicht.
    Ihre weitere Argumentation folgt diesem Weg; Sie gehen überhaupt nicht auf den Text der Autoren ein, Sie bewerten die momentane Situation, die unbefriedigend ist. Sie haben sich, so liest es sich heraus, noch nie mit den Ursprüngen beschäftigt, sonst käme da nicht so ein Murx raus.
    Weiter: Doch, die Werte werden auf den Staat übertragen, wer das nicht sieht, hat etwas auf den Augen! Nur weil Sie einmal eine Reportage im Staatsfernsehen verfolgt haben, ist das noch kein Argument für das Gegenteil!
    Im dritten Teil wird es dann ganz wirr! Sie wirken auf mich wie ein Systemling, der all das übernimmt, was Papa Staat ihm an Indokrination so mitgibt. Wir stehen auch in keinster Weise vor gesättigen Märkten, wir stehen vor manipulierten Märkten, das ist ein feiner Unterschied, den Sie aber nicht erkennen können, weil sie das glauben, was man Ihnen vorsetzt.
    Weiter: Wo ist der Unterschied zwischen Individuum und Gesellschaft? Gibt es überhaupt eine Gesellschaft?
    Dann folgt dieser haarsträubende Unsinn zu Arbeitgebern und Arbeitnehmern, das ist so idiotisch, da fehlen mir die Worte.
    Auch dass Sie nicht die Politik als Täter sondern als Marionetten identifizieren, zeigt wessen Geistes Kind Sie sind. Glauben Sie mal hübsch weiter, so kann man Sie herrlich weiterhin benutzen. Ihr zentrales Problem des „Kapitalismus“ ist, dass Sie ihn nicht verstehen!

  22. Pingback: Mythen der Demokratie – Der Kapitalismus oder das, was wir dafür halten (Teil 3) | Nama´Ba´Ronis

  23. @Sanima & Co.
    So kurz es eben geht:

    1. Der K. ist keine Staatsform! Weder eine Ideologie noch eine Philosophie. Seine Hauptprinzipien sind die Anerkennung des freien, gleichberechtigten Handels und das Recht auf Eigentum. Punkt. (Wem jetzt schon die Halsschlagader platzt empfehle ich Blogs mit sozialistischen Themen).

    2. Der wirkliche Erfolg des K. lag NICHT in Maschinen, Produktivität oder kniffligen Handels-und Finanzmechanismen, sondern in der FREIHEIT. Er ist deshalb die einzige Wirtschaftsform welche erst eine Demokratie ermöglicht. In der alten UDSSR z.B. gab es auch Maschinen, Produktivitätsziele und Handelsstrategien, aber ohne Freiheit gab es eben kein Kapital (=Kapitalismus, o.k.?), weshalb die Finanzierung dieser Systeme kollabierte – inklusive (oder insbesondere) der “humanitären” Sozialprogamme.

    3. Ausbeutung ist mitnichten ein Merkmal des K., sondern eine menschliche Neigung, wie auch Neid, Gier und Machthunger. Meinen Sie, dass Machthunger und das Brechen von Wahlversprechen Merkmale der Demokratie sind?

    4. Da es noch nie einen reinen K. gab, kann man ihn auch nicht kritisieren. Dagegen gab es schon -zig Varianten der Marxistischen Denkweise -allesamt im Mülleimer der Geschichte. [Hier fliegen bei einigen Kommentatoren, mit Verlaub, die Regeln der Logik mit Mach 3 aus dem Fenster.] Wollen Sie den Sozialismus? Nein. Sollen wir uns alle an den Händen halten, um einen Baum tanzen und “Kumbayah” singen? Wir sind noch alle “menschlich”, alle “human”, aber verzogen bis auf die Knochen.

    Wenn Sie eine Diskussion über Ethik anstreben, so müssen wir bei dem einzelnen Menschen beginnen, seiner Gesellschaft und deren Politik. Dann sprechen wir über Erziehung und Bildung, nicht über weitere Gesetze und Regularien. Diese sind nicht Quellen der Moral. Verbote beseitigen keine Vergehen, sie sind nur eine Basis für Strafe. K. & Ethik wir unser neuer Artikel…

    @AmAlex: Richtig erkannt – Danke!

  24. Da sie sich in Ihrer Welt nicht stören lassen wollen, und bisher auch keine Antwort ohne persönliche Angriffe, Polemik oder gar Beleidigungen ausgekommen ist, nur eine einige kurze Sätze:

    1. Kapitalismus ist freier und gleichberechtigter Handel… und meine Frage war, wie frei und gleichberechtigt kann Handel eigentlich sein, und wie werden Störungen vermieden.

    2. Der Erfolg lag nicht in Maschinen, Produktivität…, richtig, aber die Probleme entstehen unter Anderem dadurch. Man sollte bei den Betrachtungen gegenüber den sozial. Staaten auch nicht vergessen, dass sie der (auch selbsternannte) Klassenfeind des Kapitals sind, dementsprechend wurden sie behandelt.

    3. Es handelt sich nicht um Merkmale des Kapitalismus, aber seine Ausrichtung fördert sie. Sich bereichernde Diktatoren sind auch keine Merkmale der Diktatur an sich, aber es gab zumindest keine mir bekannten Diktatoren die sich nicht bereichert hätten. Die Probleme müssen eben angegangen werden, und dies leistet der Kapitalismus nicht.

    4. Etwa das gleiche wird jeder Sozialist über den Sozialismus sagen, den gab’s noch nie richtig, alles immer nur Etikettenschwindel.

  25. In einer Marktwirtschaft, kann es durchaus zu größeren Produzenten kommen. Der Punkt der hier aber nicht gesehen wird. Es kann niemand daran gehindert werden eben diesem „größeren“ Produzenten Konkurrenz zu machen.

    Der derzeitige Protektionismus, macht es doch gerade für Firmen (oder auch Banken) interessant „nur“ groß genug zu werden. Dann handelt man im Namen der „Armen“ Arbeiter neue soziale Wohltaten aus und voila, die Produktion wird gleich mal reichlich teurer. Also ist es günstig für die großen noch größer zu werden, da kann man die Mehrkosten eben auf mehr Einheiten umlegen.

    Wieso wird das nicht gesehen? Weil es eben in der Praxis so nicht läuft… Somit kritisiert Frau Kaplitz und alphachamber die derzeitige Praxis, bekommen aber zu hören das was was sie fordern eigentlich der Grund für die Problem sei. Das ist eine mehr als verquere Logik, nur ist es genau die Argumentationsschiene der Interventionisten. Wenn der „gute“ Staat nicht eingreifen würde, würden wir alle ganz furchtbar leiden und es gäbe nur Monopolisten. Monopolisten ohne staatliche Flankierung gibt es nicht. Alle Monopole die es so gab/gibt Post/Bank wurde den diversen Firmen vom Staat verliehen. Was sogar einfach nachzuweisen ist.

    Also fordere ich die Kritiker auf mir zu erläutern wie der „geforderte freie Markt zum Postmonopol und/oder wie wäre es mit dem Schulmonopol gebracht hat.. Das sollte ja einfach sein

  26. Ich habe bei mir derzeit genau diese Argumentation auch. Es ist wirklich lästig. Dem Markt wird etwas angelatet was es auf einem Markt nicht gäbe. Die abermillionen von Interventionen gegen den Markt führen zu diesen Problemen und dann kommt immer wieder folgende „Argumente“

    1) produktives Kapital
    2) unproduktives Kapital.

    Also liebe Susanne und alphachamber, ihr könnt es ja auch noch mal versuchen zu erklären. ;-(

  27. @Sanima: „alphachamber“ greift nicht persönlich an, er beleidigt schon einmal gar nicht und Polemik ist weit und breit nicht zu lesen; es wäre wunderbar, wenn diese sehr persönlichen Eindrücke etwas relativiert würden.
    Zudem fällt auf, dass Sie alphachamber unterstellen, er würde sich in seiner „Welt nicht stören lassen wollen“. Nun, lieber Sanima, bitte hier einmal an die eigene Nase packen. Es ist unser menschlicher „Makel“, die Dinge, die man selber tut, bei anderen zu kritisieren.
    Wir haben hier mehrfach versucht, die Dinge geradezurücken und dem Ursprungsbegriff wieder auf die Beine zu helfen; es wird uns bei Ihnen wahrscheinlich nicht gelingen, weil Sie – siehe Punkt 2 – die sozialistischen Staaten dem Kapitalsmus unterlegen sehen. Dass es in der Natur der Sach liegt, auf die Idee kommen Sie nicht. Nein, es muss der böse Kapitalismus sein, der die guten sozialen Staaten minderwertig „behandelt“. Bei Punkt 4 Ihrer Argumentation bin ich dann auch wirklich sprachlos. Das ist doch bitte nicht Ihr Ernst, oder?

  28. Nun also doch noch 2 Dinge zur Klarstellung:

    1. Wenn sie bei Sätzen wie: „Hier fliegen bei einigen Komme“ntatoren, mit Verlaub, die Regeln der Logik mit Mach 3 aus dem Fenster“, “ Nein. Sollen wir uns alle an den Händen halten, um einen Baum tanzen und “Kumbayah” singen?“, „Dann folgt dieser haarsträubende Unsinn zu Arbeitgebern und Arbeitnehmern, das ist so idiotisch, da fehlen mir die Worte.“, „Auch dass Sie nicht die Politik als Täter sondern als Marionetten identifizieren, zeigt wessen Geistes Kind Sie sind. Glauben Sie mal hübsch weiter, so kann man Sie herrlich weiterhin benutzen. Ihr zentrales Problem des “Kapitalismus” ist, dass Sie ihn nicht verstehen!“
    weder Angriffe noch Beleidigungen oder Polemik finden, empfinde ich das als sehr seltsam.

    2. Ich bestreite nicht, dass ein freier und gleichberechtigter Markt, wie sie ihn haben möchten vieles davon Vermeiden würde, und darum scheinen alle die argumentieren zu kämpfen. Ich sehe nicht, wie man ihn etablieren und schützen will. Wenn jemand durch Erfolg und persönliche Beziehungen Einfluss gewinnt, wird er versuchen ihn zu nutzen um genau das zu etablieren was heute auch stattfindet. Natürlich ist das im Konzept Kapitalismus so nicht gewollt, das Konzept kann es aber eben nicht verhindern. Alle Antworten argumentieren auf Basis eines existenten freien Marktes, natürlich kann man dann innersystemisch nicht gegenargumentieren. Mein Problem ist und bleibt die Frage wie man dieses Modell denn implementieren will.

    Wenn sich ein System nicht so verhält wie das Modell, dann ist nicht das System falsch, sondern das Modell. Das gilt für Kapitalismus genau so wie für Sozialismus, beide verhalten sich in der Realität anders, als die zugrundeliegenden Ideen es beabsichtigt hatten. Beide Ideen werden durch menschliches Verhalten korrumpiert. Der Kapitalismus hat sich offensichtlich auch länger gehalten, ist also in sich stabiler. Ziel sollte es aber nun sein Ideen zu entwickeln wie man die Vorteile des Kapitalismus erhalten, aber die negativen Auswüchsen, die die Menschheit daraus hervorbringt, möglichst verhindert.

    Aus welchem Grund sich Macht konzentriert ist doch eigentlich recht nebensächlich, sobald sich aber Macht und Einfluss irgendwo konzentrieren, wird dort die Gesellschaft nach eigenem Nutzen gestaltet, und nicht zum Nutzen der Allgemeinheit.

  29. @Sanima:
    O.k. Wer so viel arbeitet,darf auch mal Spass haben!
    [„…es gab zumindest keine mir bekannten Diktatoren die sich nicht bereichert hätten…“ : Kennen Sie
    Franco, Hitler, Lenin, Ho Chi-minh, Mao, Pol Pot….]

    Ihre Sorge um das „Allgemeinwohl“ hebt Sie lobend ab von uns herzlosen Kapitalisten. Die „Sorge“ um dieses sogenannte Allgemeinwohl war stets auch jeweils der Grund fuer die schlimmsten Exzesse der Menschheit. Hier wird es erklaert:
    http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2012/12/08/der-mythos-des-allgemeinwohls/

  30. „Aus welchem Grund sich Macht konzentriert ist doch eigentlich recht nebensächlich, sobald sich aber Macht und Einfluss irgendwo konzentrieren, wird dort die Gesellschaft nach eigenem Nutzen gestaltet, und nicht zum Nutzen der Allgemeinheit.“

    Daraus folgt Sie sind gegen eine Anhäufung vom Macht in staatlicher Hand?

    Wenn nicht erklären Sie mir bitte warum eine Anhäufung von staatlicher Macht gut ist, vielen Dank.

  31. „Der Kapitalismus hat sich offensichtlich auch länger gehalten, ist also in sich stabiler.“

    Dass er sich länger hält, beruht meiner Meinung nach nicht auf dem System an sich, Sanima, sondern vielmehr darauf, dass sich das Schlechte im (Alten) Menschen im sich dadurch stetig verunreinigenden Kapitalismus von der erdrückenden Mehrzahl der Beteiligten wesentlich konfortabler ausleben lässt als das Bißchen Gute im sich durch das Schlechte stetig verureinigenden Kommunismus..

    Und wenn ich mir so anschaue, wie hier miteinander umgegangen wird, so sieht es für mich eher danach aus, als dass wir vom _freiwillig_ gewordenen Neuen Menschen leider noch Lichtjahre entfernt sind…..smile….

    Herzliche Grüße

    Osswald

  32. @Osswald. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Wer schreit den am Lautesten? Sind es die Liberalen oder die Gegner der Liberalen? Warum muß man als Liberaler zurückstecken? Warum kann man Blödsinn nicht Blödsinn nennen? Wir haben alle Argumente auf unsere Seite und die einzige Möglichkeit dagegen anzugehen ist es die Liberalen zu diskreditieren. Da kann man es sich heutzutage ziemlich einfach machen:
    – Klimaleugner -> Todesstrafe.
    – Wahrheit sagen -> Meinungsfreiheut abschaffen
    – Freiheit verteidigen -> der/die hat doch bestimmt was zu verbergen.

    Sie könne sich das Arsenal der Kritiker doch ganz in Ruhe anschauen. Der Markt wird bis zur Unkenntlichkeit verborgen um dann dem Markt diese Verbiegungen anzulasten. Oder das Argument, wenn wir nur mehr gegen den Markt machen wird alles gut. Wie gut kann man ja derzeit sehen, Schuldenberge wohin man schaut und Schulden die anderen Schuldnen „sichern“. Sparen geht man gar nicht darauf 500 Mrd mehr aus der Schuldenpulle.

    Zu versuchen Schulden zu bekämpfen indem man mehr Schulden macht ist schlicht und einfach – unbezahlbar blöd. Und das darf ein Liberaler auch mal sagen. Frau Kablitz und alphachamber kritisierne die ewige Einmischung und dann darf man lesen ohne dies ginge es Allen viele viel schlechter. Da es Kapital und Markt waren die unsere Wohlstand ermöglichen, wird einfach bestritten. Die Erfolge des Sozialismus sprechen da wohl Ihre eigenen Bände….

  33. @FDominicus
    zum ersten Kommentar:
    richtig, eine Machtanhäufung in staatlicher Hand bei einigen wenigen Individuen ist nicht weniger schädlich als sonstwo. Wo die Macht ist wird sie auch genutzt, meist eigennützig.

    zum zweiten Kommentar: Habe ich irgendwo geschrien? Laste ich dem Markt selbst die Entgleisungen an?

    Aber konnte irgendjemand bisher erklären wie ein freier Markt der nicht manipuliert wird etabliert werden kann? Habe ich es übersehen?

    Was haben Ihre drei Folgepfeile mit dem hier geschriebenen zu tun?

    Und das zu den Schulden…. in einem vorherigen Teil wurde das Fiat-Geld kritisiert. Also nehme ich an, dass Geldentstehung klar ist und dass eben für ein Vermögen auf einer Seite eben Schulden auf der anderen Seite zwingend sind. Nun ist es in Deutschland doch so, dass Privatvermögen gewachsen sind (netto) (http://www.crp-infotec.de/01deu/finanzen/grafs_privat/privat_umfang.gif) und gleichzeitig auch die Unternehmen ihre Verschuldung reduzieren (http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/a-809993.html) zumindest bis Januar 2012… wenn aber doch nun jemand Schulden machen muss, damit Vermögen entstehen kann, bleibt doch nur der Staat, oder eben (Exportweltmeister) andere Abnehmer.

    @alphachamber
    ok, vielleicht ist „bereichert“ ein schlechtes Verb gewesen. Ersetzen sie den Zusammenhang durch „ihre Macht für ihre persönlichen Wünsche missbraucht“ und die Formulierung passt zu dem was ich eigentlich sagen will.

  34. Sehr gut Samina, dann sind wir ja hier einige. Die Machtanballung beim Staat ist schlecht, daher schlage ich vor als Erstes mal das Geldmonopol zu beseitigen, gleichzeitig damit alle Zentralbanken.

    Dann streichen wir alle Subventionen, und dann schauen wir mal weiter was man dem Staat sonst noch so an Macht wegnehmen kann. Ich wäre ja sehr dafür den Dieben zu untersagen uns weiter auszurauben, wenn der Staat so toll ist können wir ja unproblematisch die Steuern auch bezahlen oder auch nicht – je nachdem was wir mit dem „Staat“ aushandeln.

    Also wenn das alles unter Macht vermindern zu verstehen ist, bin ich sehr dafür.

  35. Wenn ich dieser Diskussion folge, scheint es mir erste Pflicht aller „Gerechten“, dass beruflicher, persönlicher, wirtschaftlicher Erfolg aber auf gar keinen Fall dazu führen dürfe, dass der Erfolgreiche etwas davon hat. Verstehe ich nicht. Schon immer, seit Menschengedenken, wurde Leistung belohnt und das macht auch Sinn. Ich möchte die Gesellschaft „von oben“ denken und nicht alles an den Schwächsten ausrichten, das ist falsche Rücksichtnahme, denn am Ende schwächt man alle. Es muss nur immer für alle möglich bleiben, erfolgreich zu werden, sowohl durch ein offenes und für alle zugängliches Bildungssystem, als auch durch die realistische Möglichkeit, sich aufgrund der eigenen besonderen Fähigkeiten erfolgreich selbstständig machen zu können. Das Letztere sehe ich derzeit schon kaum mehr, die Bürokratie frisst jede Menge Engagement, ein junger Handwerksmeister z.B. kann heute nicht einfach mit seinen beiden talentierten Händen durchstarten, nein, er braucht sofort eine (fähige) Vollzeitbürokraft, am besten noch juristisch fit, damit er die ersten Monate überhaupt überlebt (Bau-BG, LAK, Krankenkasse, Finanzamt, Banken, VOB, BGB, Abzocke von Architekten, betrügerische Kunden, Zahlungsausfälle, Ärger, Ärger, Ärger. Sicher habe ich noch viel vergessen. Dieser aufgeblähte Pseudo-Sozialapparat muss dringend zurück auf ein Mindestmaß. Und der schlimmste Leistungskiller von allen (übrigens genau wie in den Gymnasien unter G8): es macht keine Freude mehr. Und wo keine Freude, da keine Entwicklung, kein Fortschritt. Ohne Freude ist alles nichts. Ich würde sehr gern eine Gesellschaft erleben, in der die Menschen wieder Freiheit und Freude erleben können, weg mit den Fesseln und Leistungskillern!

  36. @Obviateur
    Das gab es doch schon längst. Es geht gerade zu Grunde. Heute kann jeder Obdachlose der nicht in ein Wohnheim will jeden Tag 10 Euro vom Sozialamt abholen.

    Sie wissen gar nicht was Sache ist. Von 1970 bis 1999 war das alles ganz Einfach.

  37. Ein sehr schöner Artikel, danke!

    Ich möchte hiermit den unten stehenden Artikel empfehlen, der m.E. die wesentlichen Punkte der Authorin am Beispiel der „arabischen Revolution“ noch bekräftigt.

  38. Das Beste, was ich seit langem gelesen habe.
    Vielen Dank!
    Ich werde den Link zum Artikel weit verteilen.

  39. Gute Zusammenfassung und eigentlich leicht nachzuvollziehen.

    Aber bleiben in dem beschriebenen „Konzept“ nicht jene zurück, die aus verschiedenen Gründen wenig oder gar kein Einkommen erzielen können? Sie können sich die Butter, den Strom oder die Wurst nicht mehr leisten. Müsste man sie nicht allimentieren und wie könnte das aussehen?

    Denn, so einfach und logisch sich dies hier anhört, es könnte sein, dass so nur die „Starken“ bevorzugt werden, denen es egal ist, was Benzin, ein Auto oder ein Urlaub kosten.

  40. Sehr schöne Serie von drei Artikeln mit vielen guten und für diejenigen, die noch zum Denken bereit sind, überzeugenden Argumenten. Weiter so!

  41. Ich denke, die beste Annäherung an eine wirklich freie Marktwirtschaft hat es in Deutschland 2x gegeben:

    das erste Mal in der „Gründerzeit“ bis ca. 1871, als Dichter und Denker noch nicht von strengen, reichsweiten Copyright-Gesetzen gefesselt wurden, und bevor Bismarck die Reichsgründung mißbrauchte, um z.B. die Geldschöpfung und die Eisenbahnen zu monopolisieren;

    und das zweite mal in der Ära Ludwig Erhardt.

  42. Hallo – Also ich würde da einen Einwand einbringen wollen. Ich weiß nicht was ‚Kapitalismus‘ im „klassischen Lehrbuch“ zu sein vorgibt, ich kenne auch keinen definierten Ursprung. Ich interpretier den Kapitalismus so, daß es sich in diesem System um ‚Kapital‘, also Geld, geht. Das meint: Es dreht sich nicht darum Sachwerte zu schaffen, sondern es dreht sich alles nur darum, das Geld, also Kapital, als Ware zu vermehren. Um das zu erreichen gibt es den Zins und Zinseszins – ‚Waren‘, welche eigentlich eine Bestimmung haben, wie z.B. zum wohnen, werden nun als Mittel zum Zweck missbraucht, um die Renditen, also den Zins, zu erwirtschaften. Wachstum ist der Antrieb, Armut und Reichtum, und die dementsprechende Neuaufteilung des Mittelstandes auf eine der beiden Seiten, sind die Folge. Meiner Ansicht nach, hat ein Kapitalismus NICHTS mit einer Marktwirtschaft zu tun! Marktwirtschaft ist das einzig treffende Wort für das, was Sie, @susannekablitz70, durchaus treffend beschreiben. Es mag am Anfang aller Wirtschaft vielleicht mal so gewesen sein, doch das ist schon sehr lange vorbei! So lange, daß man durchaus sagen kann, das der Kapitalismus, systemimmanent, Verschwendung, Ausbeutung, Neo-Sklaverei, Zerstörung, Armut etc, verursacht. Es stimmt, daß der Kapitalismus für Wohlstand und Reichtum, also weniger Armut, gesorgt hat – ABER eben nur für einen Teil der Menschheit. Daher sollte man die Begrifflichkeit, bzw das System nicht verteidigen, nur weil es in seiner Urform ggf. mal Sinn gemacht hatte – was ich so nicht sehen kann. Denn das, was Sie beschreiben, nämlich den „Tauschhandel“, grob gesagt, ist eben MARKTWIRTSCHAFT – welches nach meinem Verständnis nicht mir Kapitalismus gleichzusetzen ist. Ebensowenig wie Sozialismus mit DDR/Russland o.ä. zu assoziieren ist! Auch ein Sozialismus oder Kommunismus, sowie eine Diktatur, wurden in der Vergangenheit missbraucht, genauso wie die Demokratie missbraucht wird. Es ist halt immer der Mensch der wirkt – da ist ein System, egal wie man es benennt, völlig irrelevant. Ich selbst halte nicht viel von unserer aktuellen Demokratie, eben WEIL, und das schreiben Sie ja auch, 51% nicht über 49% zu entscheiden haben. Wenn beispielsweise SPD, Die Linke, Piraten, Neue Mitte, Die Grünen, nach der Bundestagswahl zusammengenommen beispielsweise 6ß% erreichen würden, dann wäre eine Mehrheit, basierend auf die relevante Schnittmenge, doch eindeutig aufgezeigt. Sofern man dann koalieren würde. Wenn dann eine Demokratie funktionieren soll, und das kann sie durchaus, dann muß man gewisse Mechanismen einsetzen – wie z.B. Wahlpflicht = für ein tatsächliches relevantes Ergebnis (40% bei 65% Beteiligung sind keine 40%, sondern in Wahrheit 26%), sowie verbindliche Parteiprogramme, sowie Koalitionen nur möglich bei einer Mindestschnittmenge x%, Beamtenhaftung, sowie die Möglichkeit nach 100 Tagen einen Warnschuss als Wähler abgeben zu dürfen, um dann ggf. nach 1 Jahr eine ggf. notwendig gewordene Absetzung bei nicht Einhaltung von Wahlversprechen etc vornehmen zu können. Lokale, Landesweite und Bundesweite Bürgerbegehren etc – Das alles setzt eine Transparenz voraus, die daraus resultiert, daß das Volk der Souverän ist ABER sich auch als solchen selbst sieht! Die Bürger sind daher auch in der Pflicht sich an der Gemeinschaft, so wie sie es ja noch in einigen Dörfern praktizieren, basierend auch auf den „Grundsätzen“ eines WG-Leben, zu beteiligen. Allerdings ist es unabdingbar sich auch Regeln zu unterwerfen! Sinnvolle und Unsinnige Regeln können dabei relativ leicht erkannt und benannt werden – vor allem basierend auf die Befürchtung, andere zu benachteiligen, z.B. bei Entscheidungen die knapp für oder gegen ausfallen, wo dann die Unterlegenen sich leider fügen müssen usw – Das meint: In dem Moment, wo eine Konsequenz deutlich als Nachteil für eine Minderheit oder die Mehrheit darstellt, die man als gravierend einstufen würde, wäre die Sinnlosigkeit „bewiesen“ – Beispiel: Ich nehme einem Unternehmer von seinen 100k€ Netto, 50% weg, dann wird er persönlich es als Nachteil empfinden. Allerdings blieben ihm immer noch 50k€ übrig = gemessen daran, das aktuell 2000€ in Deutschland als sehr gutes Einkommen anzusehen ist, hat er das 25igfache weiterhin zur Verfügung – was bedeutet, er hat KEINEN wirklichen Nachteil erlitten – wohingegen jemand, welcher 2000€ Netto hat, bei einem Abzug von 500€, also 25% (weniger %^^), einen deutlichen Nachteil erleiden würde. Man sagt ja immer, der Unternehmer schafft die Arbeitsplätze, ich sage das stimmt so nicht – denn es ist die Nachfrage, welche die den Umsatz generiert und dadurch dann weiter Kapazitäten ermöglicht bzw ggf. notwendig macht, welche in neuen Arbeitsplätzen gipfelt. Das Problem im Kapitalismus, was halt der Grund ist für die ‚Schlechtigkeit‘ dieses Systems, so wie es sich heute darstellt, das die Rendite relevant ist – was ja leider auch der Grund für die ganzen neuen Sklaven in Bangladesch und Indien etc ist – wodurch Preise aufgerufen werden, die völlig überzogen sind. Dazu ist es notwendig mehr zu Produzieren als wir wirklich benötigen, es ist notwendig zu Verschwenden – eine Glühbirne, die 150k Stunden brennt, ist nicht wirtschaftlich – doch wäre sie Nachhaltig, da keine Birnen im Übermaß produziert werden müssten. Fazit: Es müssen gesellschaftliche Regeln her, die uns ein Leben in Wohlstand gestatten. Das würde bedeuten, daß Geldsystem wie wir es heute kennen, Geld aus dem Nichts zu schaffen (Kredite bzw Darlehen), Zinsen zu verbieten, und im Grunde auf + – Null hin zu wirtschaften, nach Bedarf zu produzieren und offen und ehrlich miteinander umzugehen. Das würde aber dann das verachtete Wort: Planwirtschaft und Sozialismus bedeuten. Wobei Sozialismus einfach nur für Sozial stehen würde -sozial ist das, was man unter Nächstenliebe und Solidarität versteht inkls Wohlstand in dem jeder Sorgenfrei und Glücklich sein kann (Adrenalinjunkies haben gefälligst auf den Sport zurückzugreifen und nicht in der Finanzwelt für Krisen und Zerstörung, Hunger und Armut zu sorgen, während Planwirtschaft aufgedröselt werden sollte in: Plan und Wirtschaft. Es ist doch immer gut einen Plan zu haben, oder nicht?! Wenn die Manager keinen Plan haben, was machen die dann?!^^ Als Vorbild möchte ich dabei durchaus die Amish anführen – Ich gebe Ihnen auch Recht, der Mensch ist sehr wohl in der Lage, Eigenverantwortlich miteinander umzugehen – doch dafür bedarf es dennoch Regeln – die Grundbedürfnisse sind dabei bei ALLEN Menschen gleich! Daher kann man auch allgemeingültige Regeln finden, die ein Zusammenleben ohne Ausbeutung und Überproduktion, Zerstörung der Umwelt und Tierquälerei ermöglichen. Man muß sich halt wie eine große WG begreifen – eine Familie, die alle nur ihr Leben leben wollen! Es bedarf dafür ein Umdenken, welche nur durch die Prägung im Kindesalter wirklich umsetzbar wäre. Aufklärung ist im Alter immer schwieriger zu bewerkstelligen. Es muß den Menschen auch klar gemacht werden, das egal wer regiert, egal ob Privat oder Staatlich, wir zahlen so oder so für alles. Es muß auch klar sein, das, egal ob Privat oder Staatlich, niemand sein Handwerk vergisst – und somit müssen wir auch auf nichts verzichten – man will einen LCD?! Ok! Dann rufen wir die Leute zusammen, die das können. Bitte schön. Doch ohne Regeln und Vertreter geht es nun mal nicht! Daher müssen wir die Regeln für ein Zusammenleben neu definieren und bestimmen. Das kann was dauern, aufgrund des angesprochenen Umdenkens, doch es kann funktionieren. Doch dazu muß man dann auch alle Völker dieser Erde unter einem Banner vereinen. Im übrigen kann ein guter Diktator sehr wohl Gutes tun – kommt halt auf den Menschen an 😉 … Wie auch immer – sorry das ich so viel geschrieben habe, und es mag auch sein, daß das gesamt Konzept meines Beitrages nicht vollständig erfasst wird – ich schreibe meist aus dem Bauch heraus, spontan und in großen Zusammenhängen – Abschließend will ich noch mal zusammenfassen – Demokratie an sich ist was Gutes, doch so wie sie aktuell praktiziert wird, eben nicht. Kapitalismus ist, Systemimmanent, was Schlechtes – die Konsequenzen die sich daraus ergeben, sind überall ersichtlich und Unwiderlegbar! Der Bürger muß sich vom BlingBling lösen und sich mal erst wieder auf das Wesentliche konzentrieren, solange er das nicht macht, hat die ‚Elite‘ schon gewonnen – denn ein dummes oder uninformiertes bzw desinteressiertes Volk, ein eingelulltes Volk, durch Brot und Spiele, ist ein leicht zu kontrollierendes Volk – Solidarität ist der Feind eines jeden Habgierigen – Manipulation, Propaganda, sein Handwerkszeug. Siehe ja auch die Frage der nationalen Sicherheit – weswegen wir immer mehr unsere Freiheiten aufgeben. Kümmert uns das?! Sieht nicht so aus – dabei wollten alle nie mehr sowas wie die Stasi … amüsant, oder?!^^ Wie auch immer – Eine Neo-Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft und eine Solidargemeinschaft, die aufgrund von Steuern, also einzahlen in die WG Kasse, wohnen, Strom, Wasser, Essen, Trinken usw, ermöglicht – sollte das Ziel sein. Private Konzerne jedoch sind mit Abstand der größte Feind der Freiheit – Geld ist ein großer Feind der Freiheit – Ich würde gerne Aussteigen, doch dazu fehlt mir das dafür nötige Geld – Welch‘ Ironie, isn’t it?!^^ Es sei denn ich möchte unter einer Brücke leben mit nichts außer einem Aldi-Einkaufswagen – doch das ist ja nun nicht der Sinn dessen Frei zu sein und dabei auch gut und glücklich zu leben. Oder?! Nun, ich komme doch mal endlich zum Schluß – Sry für diesen langen Text, doch es war mir ein Bedürfnis – Und im Grunde gebe ich Ihnen ja aber auch Recht – Schöner Artikel – schade das wir darüber schreiben müssen. In diesem Sinne .. herzlichst KaOs – PS. : Wenn was unklar ist, Diskussionsbedarf besteht – also durchaus eine Diskussion erwünscht ist, um die Frage nach dem Für und Wider von Kapitalismus und Demokratie nachzugehen, stehe ich immer gerne bereit 😉 – Für Nachfragen auch^^ Cya

  43. @Karsten. Nein Kapitalismus bedeutet nicht so viel wie möglich Kapital anzuhäufen. Sondern wie andere schon geschrieben haben, geht es darum, daß jeder mit seinen Kapital machen kann/sollte was er möchte. Es hat keine Vorschriften zu geben was wer wann wo wie „verbraucht“, sondern das entscheidet jeder für sich und das zentrale Merkmal vom Kapitalismus ist Arbeitsteilung. Jeder hat eben nun mal besonderen Fähigkeiten und/oder Vorraussetzungen, und jedem wäre es im Kapitalismus möglich seine Mittel optimal (für einen selber einzusetzen), genau das wird aber verboten, reglementiert und sogar in D zum inzwischen größeren Teil unmöglich gemacht. Der Staat der nichts zur Produktion beiträgt, nimmt sich selber den größten Teil der Bevölkerung und verteilt es nach seinem Gutdünken. Jeder wird irgendwo gezwungen beim Staat „mitzumachen“ im Kapitalismus wäre das in dieser Form nicht möglich. Sie wollen keine Sozialversicherung? Gut Ihr Problem.

    Sie sehen das als Kapitalismus an was Frau Kablitz und alphachamber korrekt als Korporatismus kritisieren. Es wäre zumindest nett wenn Sie die Einträge so lesen, wie Sie geschrieben wurden. Es geht um die Verteidigung der EIGENEN Entscheidung die es so nur im Kapitalismus gibt. Jeder entscheidet was er haben möchte und setzt die Ihm zustehenden Mittel so ein wie er es als „optimal“ empfindet. Niemand kann daher kommen und sagen, das dürfen Sie aber so und so nicht machen. Und vor allem darf man aich nicht einfach so etwas „zueignen“. Denn das was der Staat it uns macht kann man kaum noch aneignen nennen. Haben Sie eine Wahl welche Dienste Sie vom Staat annehmen wollen. Nein Sie haben als Angestellter gar keine Wahl, Ihre Geld wird Ihnen sofort vorenthalten. Und das wird dann etwas „Gutes“ genannt. Diebstahl durch den Staat ist im Gegensatz zu Diebstahl von Privaten eine „gute“ sache. Denken Sie einfach mal darüber nach. Warum hat der Staat diese „Sonder“stellung?

  44. Ideale können nicht erreicht werden. Das gehört zum Bauprinzip: Laborbedingungen. Ideale sind in aller Regel nicht praktisch orientiert. Sich um die Details (Kommunismus beginnt mit der Diktatur (des Volkes und kommt da nicht raus) und Kapitalismus endet in der Diktatur, dessen, die zu einem bestimmten Punkt am meisten Geld hatte) zu streiten macht nur Sinn, solange man am „Lernen“ ist.

    Jetzt zu schliessen, das man eines der beiden Übel wählen müsse, heisst, den Kopf in den Sand stecken, heisst, der gestellten Aufgaben nicht gewachsen sein.

    Eine Skizze, wie es gehen kann, findet man
    http://roseny.wordpress.com/2013/08/04/praktikable-koordination-vieler-eine-skizze/

  45. Ok im Ernst, dann löscht doch auch meinen ersten Beitrag hier, wenn man seine Meinung hier nicht offen kundtun kann 🙂
    Diese faschistische Scheiße ist ja kaum zu ertragen!
    Wie kann man dann diesen Blog ernst nehmen?
    Ernsthaft – ihr werden den hier auch löschen, egal – doch dann löscht bitte auch das erste von mir – Danke!!!!!!
    Macht’s gut

  46. Lieber Karsten,

    hier wird nur gelöscht, wenn der Umgangston grob verletzt wird oder andere beleidigt werden!
    Wie man hier an der Anmerkung „diese faschistische Scheiße“ sehr gut dokumentieren kann.
    Befleißigen Sie sich bitte einer angemessenen Ausdrucksweise, sonst war das hier wirklich Ihre letzte Nachricht!

  47. @KARSTEN:
    „…daß das gesamt Konzept meines Beitrages nicht vollständig erfasst wird – ich schreibe meist aus dem Bauch heraus, spontan und in großen Zusammenhängen…“
    Wohl die Untertreibung des Monats!
    Nun „Karsten“, alle Menschen haben einen Bauch – die wenigsten ein Gehirn. Lassen Sie sich nicht von Syllogismen ablenken, die sind schwer verdaulich und fuehren zu verbalen Durchfaellen…

  48. @susannekablitz70

    Liebe Susanne

    Es liegt mir fern mich im Ton zu vergreifen – was ich bisher auch nicht getan habe (!) – aber wieso wird dann ausgerechnet dieser Beitrag nicht auch gelöscht(???) – aber selbst mein *zitat: faschistische sch*—* würde ich nicht als unflätig ansehen (außer bezüglich des AA-Worts^^) – dennoch möchte ich mich natürlich in aller Form für meine Ausdrucksweise entschuldigen (!) – doch/denn wie gesagt, wieso wird hier gelöscht wenn ich nichts böses getan habe? 🙂
    Ich empfinde Zensur dann aber nun mal, vor allem wenn es mehrmals >>>ohne Grund<<nicht< im Ton vergriffen – es sei denn das der User FDominicus sich beleidigt gefühlt hat, weil ich ihm widersprochen habe, ich würde Ihre, Susanne Kablitz, Texte nicht "korrekt" lesen usw – wobei ich dann noch mal die Gründe dafür erörtert hatte – nicht weniger, aber auch nicht mehr!

    Des weiteren fühle ich mich nun, bezüglich der Umgangsformen, die ICH ja scheinbar schon verletzt haben "muß", ebenso "angegriffen" durch den User alphachamber – bei dem ich nun sagen kann, das, wenn mein Folgebeitrag zu FD schon die Umgangsformen verletzt hat, was er nicht hat (!), hat es alphachamber doch nun erstrecht getan, oder?
    Denn mir nun Dummheit o.ä. zu unterstellen, nur weil ich MEINE Meinung kundgetan habe, aus seiner Sicht nur aus dem Bauch und somit unüberlegt heraus, zeugt nun nicht wirklich von Sachlichkeit.
    Oder täusche ich mich da????

    In diesem Sinne – sollte auch dieser Beitrag, hoffentlich aber dann auch wirklich gelesener Weise, zum löschen vorgesehen werden, dann bitte ich förmlich und mit allem Respekt um die Löschung meines ursprünglichen Posts. Denn wenn das, das Niveau ist, dann halte ich mich ohnehin nicht weiter auf dieser Seite auf.

    Nichts für ungut!!!!

    Ich bin davon ausgegangen, das Meinungsfreiheit herrscht, und man sich hier durchaus "austauschen" kann.
    Sorry das ich nun mal, gegenüber anderen Usern, und auch gegenüber Ihnen (nicht in allen Punkten sicherlich), anderer Meinung bin, und diese auch vertrete und äußere.
    Und nicht das wir uns missverstehen: Ich bin eher ein Sozialist (NICHT DDR Sozi!!!^^) als ein Kapitalist – ich verabscheue das System in dem wir leben – und das habe ich durch Tatsachen untermauern wollen. Gruß an @FD 😉

    Und @alphachamber
    Auch wenn ich aus dem Bauch heraus schreibe, was sich dann ausschließlich auf die länge des Textes, oder Ausschweifungen bezieht, so weiß ich dennoch was ich INHALTLICH von mir gebe 😉
    Nur mal so als Denkanstoß^^

    @Susannekablitz70

    Wie dem auch sei – noch einmal – Entschuldigen Sie wenn mein "aufschrei" übers Ziel hinausgeschossen ist.
    Mir liegt es wie gesagt fern mich zu streiten oder beleidigend zu sein.
    Im übrigen nehme ich den Kommentar von alphachamber nicht wirklich allzu Ernst, ich fühle mich natürlich nicht beleidigt, denn ich weiß ja auch wer ich bin und was ich kann und was ich weiß 🙂 – also braucht er nicht gelöscht zu werden 😉

    Liebe Grüße

    Karsten

  49. @susannekablitz70

    Entschuldigung für den folge Post aber da wurde was im Text oben geschluckt daher diese Passage noch einmal extra 🙂

    Folgend:
    *Ich empfinde Zensur dann aber nun mal, vor allem wenn es mehrmals >>>ohne Grund<<nicht< im Ton vergriffen – es sei denn das der User FDominicus sich beleidigt gefühlt hat, weil ich ihm widersprochen habe, ich würde Ihre, Susanne Kablitz, Texte nicht "korrekt" lesen usw – wobei ich dann noch mal die Gründe dafür erörtert hatte – nicht weniger, aber auch nicht mehr!*

  50. Öhm Fehler im System sry sry

    Satzzeichen-Problem? Sorry dann nun noch einmal hoffentlich korrekt ohne Zeichenzeugs

    Ich empfinde Zensur dann aber nun mal, vor allem wenn es mehrmals ohne Grund passiert, als fasch – ist – isch.

    Damit will ich hier niemanden beleidigen!!!

    Doch mir stößt sowas immer sauer auf.
    Und wie gesagt, wenn hier nur nach Umgangsformen gelöscht wird, dann frage ich mich ernsthaft wieso dann zwei meiner Beiträge, wobei der zweite ohnehin eine Reaktion des vorrangegangenen Löschens war, gelöscht wurden. Meines Wissens nach habe ich mich ganz sicher nicht im Ton vergriffen – es sei denn das der User FDominicus sich beleidigt gefühlt hat, weil ich ihm widersprochen habe, ich würde Ihre, Susanne Kablitz, Texte nicht „korrekt“ lesen usw – wobei ich dann noch mal die Gründe dafür erörtert hatte – nicht weniger, aber auch nicht mehr!

    Wenn es jetzt nicht klappt dann weiß ich es auch nicht ….. Sry

  51. Lieber Karsten,

    zunächst einmal meinen Dank für Ihr „Sorry“; in dieser Welt ist das etwas Besonderes und ich weiss das sehr zu schätzen.
    Selbstverständlich ist Meinungsfreiheit ein besonders wichtiges Gut und hier soll auch der Platz dafür geboten werden. Allerdings passieren auch hier Fehler und Versehen, diese bitte dann ich zu entschuldigen!:-)

  52. Hallo Susanne

    Ja, es ist traurig das sich immer weniger Menschen in der Welt entschuldigen.
    Wie würde die Welt wohl ausschauen, wenn wir alle ein toleranteres und nettes miteinander pflegen würden.
    Wobei ein bißchen Streit ist ja immer mal drin – darf halt nur nicht ausarten.

    Wie auch immer – bezüglich des Löschens – wenn es ein Versehen war, Schwamm drüber – Fehler passieren – auch wenn dadurch ein langer Text ins Nirwana verschwunden ist.
    Aber das kann ich verkraften 😀

    In diesem Sinne – nichts für ungut und weiter so 🙂

    Gruß

    Karsten

  53. First of all I want to say wonderful blog! I had a quick question in which I’d like to ask if you do not mind. I was interested to find out how you center yourself and clear your head before writing. I have had a difficult time clearing my mind in getting my ideas out there. I do take pleasure in writing however it just seems like the first 10 to 15 minutes tend to be lost just trying to figure out how to begin. Any ideas or tips? Thanks!

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